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Molly Ivins, Lou Dubose
Molly Ivins, Lou Dubose: Bushwhacked. Life in George W. Bush's America
New York: Random, 2003. Gebunden, 368 Seiten – Ergänzende Literatur
Molly Ivins, in den USA bekannte Kolumnistin, und der Journalist Lou Dubose hatten schon mit Shrub. The Short but Happy über George W. Bushs Zeit als Gouverneur von Texas einen Bestseller. In Bushwhacked beleuchten sie dessen Zeit als Präsident der Vereinigten Staat. Das Autorenpaar läßt kaum ein gutes Haar an dem selbstbewußten Bush. Im Gegensatz zu Michael Moores Stupid White Men ... and Other Sorry Excuses for the State of the Nation! bohren Ivins und Dubose tiefer und genauer. Sie nennen Namen, zeigen Zusammenhänge auf und geben Belegstellen. Sie nehmen sich auch George W. Bushs Weggenossen, Unterstützer und Helfer vor und zerstören deren graue Westen. Sie zeigen die Auswirkungen der Gesetze der Bush-Präsidentschaft gerade für die Armen und Unterprivilegierten auf. All diese Details sind für den deutschen Leser nur bedingt verwertbar. Viele der Personen kannte ich nicht. Aufschlußreicher als die Innenpolitik fand ich die wirtschaftlichen Einschätzungen und die Außenpolitik. Ivins und Dubose greifen die Freie-Markt-Ideologie an. Unter Bush werden die Güter von den Armen und der Mittelklasse zu den Reichen verteilt, dazu zählt auch der Bush-Clan und sein Freundeskreis. Sympathisch und Ich meine, typisch US-amerikanisch ist, daß bei allen Vorwürfen die Autoren den Glauben an die Bevölkerung nicht verlieren. Bei allem Ernst der politischen Lage geraten sie nicht ins Gejammere über die Mitbürger. Im Gegenteil, gleich eingangs die frohe Botschaft: "The good news is nothing will cheer you up more about this country than getting out und talking to the people in it" (S. xi).
Besonders nach dem 11. September sehen Ivins und Dubose gefährliche Entwicklungen in der US Außenpolitik. Sie wandelte sich von inkohärent zu töricht (S. 263). Der Irak-Krieg wird als große Fehlentscheidung gegeisselt. Der Catch-22 (Molly Ivins, Lou Dubose Joseph Heller: Catch-22) am Irakkrieg sei, daß die Jagd auf Terroristen das beträchtliche Risiko bringt, neue Terroristen zu gebären (S. 269).
Spruchbänder von Protestlern (S. 274-75)
Let's bomb Texas, they have oil too.
If you can't pronounce it, don't bomb it.

(Picture of Bush) Why should I care what the American people think?
They didn't vote for me.
Im letzten Kapitel werden konstruktive Ratschläge zur Verbesserung der Lage gegeben. Nicht überraschend: abstimmen. Etwas überraschender: Ende der legalisierten Korruption in den USA (S. 293), dazu eine Liste wirtschaftlicher Änderungen (S. 303).
Ein mutiges Porträt von George W. Bush, seinen Kumpanen und seiner fatalen Wirkung; abschnittsweise nur für Insider der US-Innenpolitik lesenswert.
Ergänzende Literatur
Molly Ivins, Lou Dubose Honderich, Ted: Nach dem Terror. Ein Traktat
Molly Ivins, Lou Dubose Michael Moore. Stupid White Men ... and Other Sorry Excuses for the State of the Nation!
Molly Ivins, Lou Dubose Pitt, William Rivers, Scott Ritter: Krieg gegen den Irak. Was die Bush-Regierung verschweigt
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Molly Ivins, Lou Dubose   Molly Ivins, Lou DuboseMolly Ivins, Lou Dubose. Bushwhacked. Life in George W. Bush's America. New York: Random, 2003. Gebunden, 368 Seiten Molly Ivins, Lou Dubose
Molly Ivins, Lou Dubose: Bushfeuer. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 2004. Broschiert, 320 Seiten Molly Ivins, Lou Dubose

Molly Ivins, Lou Dubose
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