| Roman Haller: Davidstern und Lederhose. Eine Kindheit in der
Nachkriegszeit Zürich: Pendo, 2001. Gebunden, 128 Seiten |
| In dem von Roman Haller herausgegebenen
Sammelband ... und bleiben wollte keiner. Jüdische Lebensgeschichten im
Nachkriegsbayern ( Wie sie sich hier arrangierten und wie das jüdische Leben wiedererstand schildert Haller in einfachen Sätzen. Die Juden zeigten Gemeinsinn, standen zusammen und sind der lebende Beleg dafür, daß die Absicht der Nazis, ein judenfreies Deutschland durchzusetzen, mißlang. Bemerkenswert (und vom Autor offen eingestanden) sind die Tricks wie sich die Juden Vorteile mit der Frage "Sind Sie etwa ein Antisemit?" (S. 58 ff) zu sichern wußten. Wen die unmittelbare Nachkriegsgeschichte in München interessiert, sollte sich dieses kurze Panorama nicht entgehen lassen. |
| Josef Baumgartner, damals CSU, zeigt, daß die
damalige politische Elite Bayerns wieder oder immer noch den alten "Idealen"
nachhing. Auf einer geschlossenen CSU Veranstaltung sagte er (und bekam laut
Protokoll noch zustimmendes Gelächter) 1947: "Ich bin leider gezwungen
gewesen, an dem Judenkongreß in Bad Reichenhall teilzunehmen: Das einzig
Erfreuliche an der Tagung war für mich die einstimmig gefaßte
Resolution: »Raus aus Deutschland«" (Haller, S. 10) 26. Januar1948 Josef Baumgartner wechselt von der CSU zur Bayernpartei. Josef Baumgartner, Bayernpartei, Stellvertr. Ministerpräsident, Landwirtschaftsminister 19501959 |
| Bei Amazon nachschauen | |
|