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Jane
Goodhill, Hg.: Menschenpflichten.
Eine (Liebes-)Erklärung in 19 Artikeln Frankfurt am Main: Edition Büchergilde, 2011. Gebunden, 96 Seiten – |
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| An Menschenrechten und ihrer Verwirklichung bin ich seit der Jugend brennend interessiert. Trotzdem wusste ich nicht, dass es eine Erklärung der Menschenpflichten gibt, die am 1. September 1997 vom InterAction Council der UN vorgelegt wurde. Allerdings blieb es bei deren Vorlage, wenn ich das Schweigen darüber in den aufgesuchten Quellen richtig interpretiere. | |
| Das Manko der UN-Menschenrechte von 1948 ist es, dass man daraus nur mit einiger eigener Denkleistung auch Pflichten und Verantwortlichkeiten ableiten kann. In den "Menschenpflichten" werde diese explizit genannt. | |
| In dem gut aufgemachten Büchlein Menschenpflichten. Eine (Liebes-)Erklärung in 19 Artikeln werden die vorgelegten 19 Artikel würdig vorgetragen. Ansprechende Illustrationen von Mehrdad Zaeri lockern alles auf. | |
Im Vorwort wird die Herausgabe dieses Buchs motiviert:
wichtige Begriffe der Menschenpflichten wie "Solidarität" oder
"Toleranz" werden immer noch belächelt, oft als "political correct"
oder "Gutmenschentum" (scheinbar) abqualifiziert. Noch niemand der
bewusst "political inkorrekten" Menschen konnte mir erklären, was an
einem guten Menschen schlecht sein soll.
An den Artikeln selbst mag man einiges bemängeln. Artikel 4 endet mit der sogenannten Goldenen Regel, die ich nicht für so golden, sondern eher für arg beschränkt halte. Mein Handeln gegenüber anderen misst sich dabei nur an meinem eigenen Empfinden. Artikel 8 schützt das Eigentum, doch erst der folgende Artikel 9 spricht sich gegen Armut und Unterdrückung aus. Tiere kommen nur im Artikel 7 explizit vor; im Artikel 5 kann man wohlwollend Tiere unter "Leben" einbeziehen, obwohl im nächsten Satz ausdrücklich von Menschen geredet wird. |
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| Ein
Nachwort von Hans
Küng schließt den Text ab. Er wirbt für sein
Projekt Weltethos und für einen Konsens über Werte, Normen und
Verantwortung. Da die Herausgeber aus unerfindlichen Gründen auf eine Seitennummerierung verzichteten, kann ich die zitierte Seite nicht angeben. |
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| Jane Goodhill Die 37 Studierenden und 1 Dozent der Johannes Gutenberg Universität Mainz gaben sich das Pseudonym Jane Goodhill um auf den Namen ihrer Universität anzuspielen und kundzutun (Jane), dass die meisten der 38 weiblich sind. Da lag ich falsch, da ich zuerst vermutete, das Pseudonym lasse sich auf die grosse Verhaltensforscherin Jane Goodall zurückführen. Dass alle Menschen gut sein sollen wäre auch eine angemessene Anspielung auf die 19 Artikel. |
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| Das ansprechende Büchlein war überfällig und eignet sich hervorragend als Geschenk. Wichtig ist natürlich, dass wirklich jeder es liest und die Pflichten beherzigt. | |
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