| Ian Buruma: Der Staub Gottes. Asiatische
Nachforschungen Frankfurt am Main: Eichborn, 1992. Gebunden, 348 Seiten [God's Dust] Ulrich Enderwitz, Übs. |
| Als das zentrale Thema Asiens sieht der
holländische Journalist Ian Buruma: Wie kann Asien modern sein ohne sein
Gesicht zu verlieren, ohne seine kulturelle Eigenart preiszugeben? (S.
8). In Der Staub Gottes versucht Buruma diese Gratwanderung zwischen Moderne und Tradition in Birma, Thailand, den Philippinen, Malaysia, Singapur, Taiwan, Südkorea und Japan zu zeigen. Burumas Essays sind stark indem sie historische Grundlagen und Zusammenhänge der jeweiligen Länder klarmachen. Durch seine Besuche in all diesen Ländern hatte er Zugang zu intellektuellen Kreisen und vermag genau die und die Verbindung mit dem Westlichen gut wiederzugeben. Zu kurz kommt der Alltag des einfachen Bürgers, auch wenn Buruma meint: "Das ideale, ursprüngliche Dorf war stets ein Phantasieprodukt" (S. 317). Er hätte stattdessen dem Leser das wirkliche Dorf des Landes zeigen sollen. |
| Die Übersetzung scheint nicht ganz geglückt. "Eingeborene" hat heute einen negativen Einschlag. Dabei ist bei den geschichtlichen Einwanderungswellen durch die Jahrhunderte manchmal sogar unklar, welche Eingeborenen gemeint sind. |
| Lehrreich und soweit ich es beurteilen kann authentisch. |
| Ian Buruma, * 1951 in Den Haag, Niederlande; Dozent,
Schriftsteller, Kommentator und Journalist Studium der chinesischen Literatur und Geschichte, japanischer Film in Tokio. Seit 2003 Professor für Demokratie, Menschenrechte und Journalismus am Bard College, New York. Ian Buruma lebt in London. |
| Links |
| Ian Buruma:
|
| Weitere Rezensionen |
| Aserbaidschan |
| China |
| Indien |
| Iran |
| Japan |
| Korea |
| Mongolei |
| Literatur |
| Bei Amazon nachschauen | Bei Amazon nachschauen | |
|
|
![]() |
|
| Ian Buruma: God's Dust: A Modern
Asian Journey. Phoenix 2000. Taschenbuch, 288 Seiten
|
||