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Benedikt
Alan Posener: Benedikts Kreuzzug: Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft + Der gefährliche Papst: Eine Streitschrift gegen Benedikt XVI.
Berlin: Ullstein, 2009. Gebunden, 268 Seiten – Posener LinksPosener Literatur
Sehr hellsichtig und erhellend seziert Alan Posener die Weltansicht und andere Positionen Joseph Ratzingers aka Benedikt XVI. anhand seiner Reden, Schriften und Taten. Benedikts Kreuzzug ist durch die Sorgfalt der Argumentation, die Sachlichkeit und nahezu lückenlose Zitatnachweise mehr als eine Streitschrift, wie der Autor zurückhaltend sein Buch einstuft (S. 14).
Dabei geht es hauptsächlich um die Haltung des Papstes Benedikt XVI. Alle Fragen zum Papsttum allgemein, wie diktatorische Hierarchie, Unfehlbarkeit, Prunk und Reichtum der römisch-katholischen Kirche werden nicht primär behandelt.
Die Themen ergeben sich aus dem Inhalt der Kapitel in Stichworten:
Die benedettinische Wende – Vorwort
„Diktatur des Relativismus“
Umdeutung der Vernunft
Umschuldung / Holocaust
Pius-Brüder / Juden
AIDS / Homosexualität / Pädophilie
Moderne Naturwissenschaften
Islam
Offene Gesellschaft
Schlussbetrachtung
Weitere Abschnitte der Besprechung:
Poseners Vorgehensweise und Methode
Wem die ausführliche Besprechung zu lang ist, der lese gleich das Fazit.
Gegenaufklärung = vorläufige Wirkungsgeschichte
Links
Literatur
Die benedettinische Wende – Vorwort
Im Vorwort legt Posener die Richtung Ratzingers klar. Es gehe ihm um den Wahrheitsanspruch der Katholischen Kirche, den er von den zwei Rationalismen, dem westlich-positivistischen und dem östlich-marxistischen bedroht sieht. (Ratzingers Begriffswahl ist oft sehr eigen.) Nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Blocks wendet sich Ratzinger verstärkt der westlichen Moderne zu. Hier sieht Posener einen  benedettinischen Rollback bis hin zu Augustinus, dem Leibheiligen Ratzingers.
Gerne argumentiert Ratzinger gegen die Vernunft, die er dann mit den Adjektiven „verallgemeinert“, „schrankenlos“, „absolut“ verstärkt. Im Vergleich zu späteren Kapiteln, in denen behandelt wird, dass Ratzinger gerne Vernunft mit Gott gleichsetzt, zeigt sich hier schon die Ambiguität Ratzingers. Er wendet sich gegen etwas und vereinnahmt es an anderer Stelle. (Das freilich ist von Vertretern der Pseudowissenschaften bis hin zur Esoterik bekannt: sie desavouieren Technik und Wissenschaft, bedienen sich ihrer aber – was legitim ist – und strengen sich dann an, ihre Position als wissenschaftlich zu begründen – das allerdings beißt sich.)
Die Vernunft gilt es freilich zu bekämpfen: zu oft schon hat sie theologische Behautungen durch wissenschaftliche Theorien ersetzt. Ratzinger sieht sein Terrain schrumpfen.
Der erfrischende Zugriff Poseners zeigt sich schon hier im Vorwort.
Leicht überliest man (und ich tat es auch) das „ethnisch“ bei Europa, das abstirbt und sich verabschiedet (S.9; aus: Ratzinger 2005, S. 78). Wenn man hellhörig ist, hört man sofort Thilo Sarrazin, der es begrenzt auf Deutschland auch feststellte: Deutschland schafft sich ab, und das ebenfalls ethnisch belegte.
Sein Hauptanliegen fokussierte Ratzinger schon in dem 1958 gehaltenen Vortrag „Die neuen Heiden und die Kirche“ (Posener gibt an: Hochland 51, 5.1; auch zu finden in: Ratzinger 1969, S. 325-338.)
„Dieses dem Namen nach christliche Europa ist seit rund vierhundert Jahren zur Geburtsstätte eines neuen Heidentums geworden, das im Herzen der Kirche selbst unaufhaltsam wächst und sie von innen her auszuhöhlen droht. [...] Das Heidentum sitzt heute in der Kirche selbst.“
Daran ist zweierlei bemerkenswert:
  1. Vierhundert Jahren vorm Vortrag – also um 1550 – beginnt die Reformation, die Aufklärung schließt sich an. Protestanten aufgepasst: Ihr seid nicht nur keine eigentliche Kirche sondern auch Neuheiden!
  2. Ratzinger sieht die Kirche (Mit Kirche meint Ratzinger natürlich immer die Katholische, die anderen sind ja eigentlich keine richtigen Kirchen.) durch die Aufklärung von innen her (!) ausgehöhlt.
„Diktatur des Relativismus“
Freilich hat Ratzinger – neben der Aufklärung nebst Vernunft – noch eine andere Front. Es ist die „Diktatur des Relativismus“, die Posener im ersten Kapitel behandelt. Die Assoziation mit „Diktatur des Proletariats“ ist gewollt. Daher kann nur was Schlechtes dahinter stehen. Posener entlarvt es als Oxymoron, da natürlich  das Wesen des Relativismus gerade darin besteht, dass es nichts diktiert. 
Posener kann nicht alle Ungenauigkeiten und Fehler in den erwähnten oder zitierten Positionen Ratzingers aufzählen; das artikuliert er auch gelegentlich. Hier trage ich mal etwas nach: Ratzinger meint, daß addierbarer Fortschritt nur im materiellen Bereich möglich ist. (Posener S. 43; Ratzinger 2007, Abschnitt 24)  Das ist falsch. So kann man im Schachspiel positionelle Vorteile (= nicht materiell) anhäufen und damit addieren.
Es wundert nicht, dass auch Ratzinger dem Fehlurteil anhängt: Ohne (christliche) Religion keine Moral. Posener weist darauf hin, dass zu allen Zeiten und Orten Menschen moralisch handelten (S. 48). Nebenbei: die These passt auch nicht zur Naturrechtsposition Ratzingers, die gerade besagt, dass die Moral schon in der Natur liegt und aus ihr abgeleitet werden kann. Posener befindet, dass für Ratzinger die Freiheit stets bedeutet, dass man frei ist sich für das Böse zu entscheiden (S. 50). Das ist Krampf, den auch Manfred Lütz in Gott: Eine kleine Geschichte des Größten auswalzte. Sein abwegiges Beispiel: Wenn es keine irgendwie vorgegebene Moral gibt, dann würde jeder nur noch Banken ausrauben.
Die Alternative zum Relativismus wäre wohl – darauf weist Posener hin – die Diktatur der Wahrheit. Das wünscht sich Ratzinger wohl: Die Diktatur der Wahrheit durch den Stellvertreter Gottes. An vielen Stellen in seinen Reden und Schriften stellt Ratzinger den hypothetischen Aussagen der Wissenschaften die absolut sichere Glaubenswahrheit entgegen!
Umberto Eco urteilt so: „Davon mal abgesehen, glaube ich aber nicht, dass Ratzinger ein großer Philosoph und Theologe ist - auch wenn das im Allgemeinen oft so dargestellt wird. Warum nicht? Seine Polemiken, sein Kampf gegen den so genannten Relativismus sind, wie ich finde, einfach nur sehr grob. Nicht mal ein Grundschullehrer würde es so formulieren wie er. Seine philosophische Ausbildung ist sehr schwach.“
Berliner Zeitung, 19.9.2011, S. 10; siehe unter Frank & Scholz, Posener Links.
Umdeutung der Vernunft
Hier bespricht Posener zunächst die These, dass die Vernunft durch die Wissenschaften zu den fürchterlichen Waffen des 20. Jhdts. führte. Dazu verteidigt Posener den Einsatz von Waffen zur Verteidigung (S.  55-56) und verweist darauf, dass gerade der religiöse und pseudoreligöse Wahn das erforderlich macht (S. 56). Ein beliebte Konter gegen den Vorwurf an die vielen Gräueltaten durch das Christentum ist der Verweis auf die Verbrechen des Nationalsozialismus und Bolschewismus. Dabei wird eben genau der pseudoreligöse Charakter dieser Ideologien übersehen. Sie sind keine Ausgeburt des Atheismus oder Relativismus und schon gar nicht der Vernunft anzulasten.
Posener zeigt, dass Ratzinger das Mittelalter mit den unaufgeklärten, papstgläubigen Menschen als das glückliche Zeitalter ansieht. Die beherrschende Position von Papst und Kirche war unbestritten. Reformation und noch stärker Aufklärung störten das Idyll. Deshalb bekämpft Ratzinger die schrankenlose Vernunft und will ihr durch den Vatikan die Grenzen zeigen. Zugleich vereinnahmt er die Vernunft und erklärt Gott zur Vernunft (oder die Vernunft zu Gott!?). Wenn also die Wissenschaft etwas Gegenteiliges (zur Bibel oder katholischen Tradition oder kirchlichen Verlautbarung) feststellt, muss das unvernünftig sein. Diese Position gleicht der im Islam bezüglich des Korans.
Die Umdeutung der Vernunft durch Ratzinger kann man auch im Fall Galileo Galilei zeigen (siehe dazu auch "Moderne Naturwissenschaften").
Da wird aus der heutigen Position heraus zurückgedeutelt, was das Zeug hält. Ein beliebter Dreh ist es bei vielen Apologeten, Fehler des Vatikans einzugestehen, andrerseits aber auch zu betonen, dass Galilei gegen die moderne Wissenschaftsauffassung verstoßen hat:
a) jede wissenschaftliche Theorie muss als vorläufig und fallibel aufgefasst werden.
b) die empirische Wissenschaft kann nichts zweifelsfrei beweisen.
Also besonderes Beispiel der „Wortakrobatik und Pseudologik“ zitiert Posener den Koautor des Vatikan-Angestellten Walter Brandmüller (Brandmüller 2006) Ingo Langner aus einem Artikel der Zeitung „Die Welt“, im Januar 2008 (S. 70). Darin fand ich diese These:
„Galilei irrte in der Naturwissenschaft, die Kurie in der Theologie. Die Inquisition war 1633 im Irrtum, weil sie nicht erkannte, dass der Widerspruch zwischen Heliozentrismus und Bibel nur ein scheinbarer war. Galilei hatte unrecht, weil er seine Lehre nicht naturwissenschaftlich zweifelsfrei beweisen konnte. Recht hatte er im Bezug auf die Bibelerklärung. Denn die Bibel will nicht erklären, was am astronomischen Himmel vor sich geht, sondern wie man in den Himmel kommt.“
Daran ist vieles falsch, beispielsweise:  Galilei irrte nicht in der Naturwissenschaft. Die wissenschaftstheoretischen Positionen des 20. Jhdts. standen ihm und auch der Kurie (!) nicht zur Verfügung.
Umschuldung / Holocaust
Dieses Kapitel ist ein Höhepunkt der Streitschrift. Posener zeigt an Beispielen, dass Ratzinger stark dazu neigt, die Täter zu entschuldigen. So führt Ratzinger den Holocaust auf die entgrenzte Vernunft zurück, obwohl dabei die Unvernunft wütete. Die starken Stränge des christlichen Antijudaismus und Antisemitismus übersieht nicht nur Joseph Ratzinger.
Er verrät sich oft selbst. So findet er es offensichtlich gut, dass auf dem bayerischen Lande derjenige, der keinen Osterbeichtzettel vorweisen konnte, als Asozialer angesehen wurde (S. 92). Da wurde also jeder Andersgläubige und sogar der ausscherende Mitkatholik extrem diskriminiert. Und das findet Ratzinger gut! Es ist kein Wunder, dass bei dieser Einstellung und der jahrhundertelangen  Diffamierung der Juden als Gottesmörder, der Weg zum Holocaust geebnet war. Schlimm genug, aber schlimmer, dass man solche Einstellungen auch heute noch vertritt und sie gutheißt.
Pius-Brüder / Juden
Jahrtausendelang vertrat die Christenheit die Kollektivschuldthese der Juden für den Tod Jesus. Petrus begründete das mit: „Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und die Freilassung eines Mörders gefordert. Den Urheber des Lebens habt ihr getötet, aber Gott hat ihn von den Toten auferweckt.“ Apg 3,14-15
– Erst mit der Erklärung „Nostra Aetate“ distanzierte sich der Vatikan davon:
„Obgleich die jüdischen Obrigkeiten mit ihren Anhängern auf den Tod Christi gedrungen haben, kann man dennoch die Ereignisse seines Leidens weder allen damals lebenden Juden ohne Unterschied noch den heutigen Juden zur Last legen.“
Der Hass gegen die Juden durch die Christen spiegelt sich in Theatertexten (Posener thematisiert die Passionspiele in Oberammergau), Bitten und Predigten am Karfreitag (siehe Karfreitagsfürbitte für die Juden unter PosenerLinks), Bilder und Skulpturen in katholischen Kirchen (Heilig-Grabkirche St. Peter und St. Paul, Deggendorf, siehe Grabkirche unter Posener Links), Volksliedern (“Die Juden zu Deggendorf”, siehe Posener Links) u.v.a.
Karfreitagsfürbitte
In der  Karfreitagsfürbitte beugte sich Papst Paul VI. 1970 den Protesten und entschärfte die Formulierung. Damit war das Thema ad acta gelegt bis Ratzinger kam. In den Jahren 2007 und 2008 legte er eine neue rückschrittliche Fassung vor. Den Aufruhr versuchte Walter Kasper, Kurienkardinal im Vatikan, am 21.3.2008 in der FAZ zu besänftigen: „Die Irritationen sind auf jüdischer Seite weithin nicht rational, sondern emotional begründet.“ Man beachte: Kasper argumentiert unterschwellig damit, dass man doch der Vernunft den Vorrang einräumen sollte. Wenn man sie braucht, ist die Vernunft auch für den katholischen Klerus eine Trumpfkarte.
Piusbruderschaft
Mit der Versöhnung mit der Piusbruderschaft rückte Ratzinger  weiter zurück. Die Piusbruderschaft hängt – wie Posener nachweist – einem starken Antijudaismus nach und fordert die Einrichtung eines Gottesstaats. Wenn dies eine andere Religionsgemeinschaft auch nur annäherungsweise forderte, würde sie vom Verfassungsschutz überwacht und öffentlich geächtet. Nicht so beim Christentum.
Posener zitiert dazu ausführlich Franz Schmidberger, den Oberer der Piusbruderschaft. Er fordert die Einsetzung einer klerikalfaschistischen Gesellschaftsordnung. Hier nur einige seiner Forderungen:
  • keine Demokratie
  • an Stelle der Parteien sollen christliche Männer treten
  • keine zivile Ehescheidung
  • falsche Religionen und Kulte sind zu verbieten
  • da es nur eine wahre, von Gott gestiftete Religion gibt, sind alle anderen Religionen falsch
  • Todesstrafe 
  • Missionare und Soldaten werden auf eine Stufe gestellt und sind beide ehrbar.
(Schmidbauer 2007)
Bischöfe der Piusbruderschaft leugnen den Holocaust. Dies wird von katholischen  Kirchenrechtlern damit entschuldigt, dass es keine historische Wahrheit gäbe. Die Pius-Brüder stellen damit ja keine der unumstößlichen Glaubenswahrheiten in Frage (S. 122). Relativismus ahoi, wenn er den Katholiken nutzt! Die Verteufelung des Pluralismus der modernen Demokratie als „Diktatur des Relativismus“ ist vergessen.
AIDS / Homosexualität / Pädophilie
Im fünften Kapitel beleuchtet Posener die Moral der römisch-katholischen Kirche und Ratzingers Haltung dazu. Posener kritisiert besonders die sexuelle Moral und die zwielichtige Einstellung zum Leben.
Dazu  kann man vorab anmerken: durch den Zölibat und die Frauendiskriminierung in der römisch-katholischen Kirche kommt der Klerus weder in den Familienstatus noch in die Elternschaft. Zu Sexualverkehr, Familiengründung, Kinder bekommen und aufziehen hat der Klerus keine Erfahrung (bis auf die Dunkelziffer eheähnlicher Verhältnisse, sexueller Missbrauch von Kindern, Homosexualität, usw.). Manch sonderbare Vorstellungen sind damit erklär- aber nicht entschuldbar.
Der Präsidenten Südafrikas Thabo Mbeki leugnete lange den Zusammenhang zwischen HIV und AIDS. Mbekis Gesundheitsministerin Manto Tshabalala-Msimang empfahl als Gegenmittel Knoblauch, Rote Rüben und Olivenöl. Der Chef der Regierungspartei ANC, Jacob Zuma erklärte in einem gegen ihn geführten Vergewaltigungsprozess, er habe nach dem ungeschützten Beischlaf mit der HIV-positiven Frau geduscht, um sich vor einer Ansteckung zu schützen (Günsche 2008). Ähnlich naive Vorstellungen hat auch der Stellvertreter Gottes. Im März 2009 verkündete Ratzinger auf seiner Afrikareise seine Meinung zu AIDS und Kondomen:
„Ihre Benutzung verschlimmert das Problem“ (Posener S. 130)
Damit untergräbt er die Arbeit vieler besorgter Katholiken in Afrika. Der katholische Priester Stefan Hippler hat beispielsweise in Südafrika ein Projekt gegen Aids aufgebaut und schrieb eine die katholische Moralposition anklagendes Buch (Hippler & Grill 2007). Prompt bekam der Autor in Deutschland Redeverbot. Er musste seine Arbeit aufgeben und nach Deutschland zurückkehren. Tausende Aids-Kranken und noch Gesunder kostete diese Aktion das Leben. Damit wird jeder angebliche Einsatz der römisch-katholischen Kirche für das Leben fragwürdig. Sobald das Leben geboren ist, hat es für die Kirche nur noch sekundären Wert. Dann hat das Kondomverbot Vorrang.
Sexualverbrechen
Natürlich  thematisiert Posener in diesem Kapitel auch die Sexualverbrechen des katholischen Klerus an Kindern. Er konzentriert sich auf Irland (S. 143-147), die horrenden Zustände in Deutschland waren dem Autor anscheinend noch nicht bekannt.
Homosexualität
Auch der Kreuzzug der römisch-katholischen Kirche gegen die Homosexualität trägt skurrile Züge: gerade die Organisation, in dessen Management Homosexualität stärker verbreitet ist als im Durchschnitt der Bevölkerung, zieht dagegen vehement zu Felde.
Moderne Naturwissenschaften
In den Fällen Giordano Bruno und Galileo Galilei beruft sich die römisch-katholischen Kirche gerne auf einen ethischen Relativismus. Posener nennt dazu beispielsweise Walter Brandmüller, Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften. Dieser betont die Logik der Ermordung Brunos. Im Falle Galileis beruft er sich auf dessen widerwärtigen Charakter und darauf, dass seine Thesen als wissenschaftliche Hypothesen fallibel waren und er sie nicht hundertprozentig beweisen konnte. Zudem standen sie im Widerspruch zur Bibel (S. 164).
Die gesamte Verteidigung mit dem (vermeintlichen) Standard von damals steht im Widerspruch zu Ratzingers ständigen Kampf gegen die „Diktatur des Relativismus“.
  • Der Vorwurf der bloßen hypothetischen Behauptung beruht auf heutiger Sicht und ist daher anachronistisch.
  • Die ebenfalls gestellte Forderung nach Beweisbarkeit einer empirischen Hypothese oder nach deren absoluter Sicherheit zeigt, dass die Kirchenvertreter von den empirischen Wissenschaften wenig Ahnung haben.
  • Der Vorrang der Bibel vor wissenschaftlichen Hypothesen fusst alleinig auf dem Glauben derjenigen, die die Bibel als das Heilige Buch ansehen.
Die sogenannten Entschuldigungen der Verbrechen gegen Bruno und Galilei sind teilweise zynisch (S. 165). Doch Ratzinger selbst setzt die Krone auf.
Galilei hatte viele wertvolle Erkenntnisse:
  • Das Buch der Natur ist in der Sprache der Mathematik geschrieben.
  • Mit dem Experiment kann man die Natur befragen und sozusagen eine Antwort erzwingen.
Das formulierte Ratzinger so um, dass das Opfer der Inquisition Galilei zum Folterer an der Natur wird. Zudem führt er die heutigen Auswüchse der Naturbeherrschung und -veränderung auf Galileis Betonung des Experiments in der Naturwissenschaft zurück:
„Wie ist es dann zu den Auswüchsen der Mentalität des Machens und des Herrschens gekommen, die uns heute alle bedroht? Ein erstes Wetterleuchten einer neuen Gesinnung zeigt sich in der Renaissance etwa bei Galilei, wenn er sinngemäß sagt: Falls die Natur nicht freiwillig auf unsere Fragen antwortet und ihre Geheimnisse enthüllt, werden wir sie auf die Folter spannen und im peinlichen Verhör ihr die Antworten entreißen, die sie nicht gutwillig gibt. Die Konstruktion der Instrumente der Naturwissenschaft ist für ihn gleichsam die Bereitung dieser Foltermittel, in der der Mensch als der absolute Herr sich die Antworten holt, die er von diesem Angeklagten wissen will.“ (Ratzinger 1996, S. 42)
Non Overlapping Magisteria NOMA
Eine wichtige Frage in diesem Kapitel ist die NOMA-These. Die These hatte einst prominent Stephen Jay Gould aufgestellt: Die Wissenschaft handelt von den Tatsachen in der Natur, die Religion behandelt die Fragen der Ethik und Werte.
„The net of science covers the empirical universe: what is it made of (fact) and why does it work this way (theory). The net of religion extends over questions of moral meaning and value. These two magisteria do not overlap, nor do they encompass all inquiry (consider, for starters, the magisterium of art and the meaning of beauty). To cite the arch cliches, we get the age of rocks, and religion retains the rock of ages; we study how the heavens go, and they determine how to go to heaven.“ (Gould 1997)
George Coyne, bis 2006 Direktor der Vatikanischen Sternwarte (dazu gleich mehr), stimmte Gould bei der NOMA-These zu. Ratzinger paktiert bei dieser Frage aber mit Richard Dawkins. Dieser begründet die Überlappung vielfältig.
Die NOMA würde nur zutreffen, wenn die Existenz Gottes keine wahrnehmbaren Auswirkungen im Universum hat. Kaum ein religöser Mensch würde dem zustimmen. Viele Ereignisse in der Welt werden als Bestrafung oder Belohnung der Götter ausgegeben. Darüberhinaus fehlt der Religion jegliche Basis um die Fragen des anderen Bereichs allgemeingültig zu beantworten. Jede Religion kommt dabei auf andere Antworten. Dazu bespricht Posener ausführlich die Rede von Joseph  Ratzinger: Der Sieg der Einsicht über die Welt der Religionen (siehe Posener Links). Ratzinger betont, dass die christliche Lehre als religio vera alles umfasst und er beharrt auf dem Vorrang der christlichen Lehre, die sozusagen der Inbegriff der Wahrheit sei. Das gipfelt unter dem Abschnitt „Das Christentum, eine physikalische Theologie“ in der These: „Im Christentum ist Aufklärung Religion geworden und nicht mehr ihr Gegenspieler.“
In einem Büchlein schrieb Ratzinger seinen Widerspruch zur NOMA gar in den Untertitel: Joseph Ratzinger: Skandalöser Realismus? Gott handelt in der Geschichte (Posener Literatur).

Christentum und Evolution
Auch auf dem heißen Terrain der Evolution wandte sich Ratzinger rückwärts. Das erkennt man schon daran, dass er George Coyne wegen dessen Befürwortung der Evolution als Direktor der Vatikanischen Sternwarte 2006  entließ (Caldwell, 2006). Siehe zu diesem Thema
"Evolution – Anthropisches Prinzip – Intelligent Design – Kreationismus" (Posener Links).
Ratzinger beruft sich bei seinen Vorbehalten zur Evolution einerseits auf das Lehrbuch von 1998: Evolution. Ein kritisches Lehrbuch, das inzwischen in zweiter Auflage erschienen ist (Junker 2006). Die Autoren Reinhard Junker und Siegfried Scherer lehnen aus religiösen Gründen die Makroevolution ab und glauben zum Teil an ein Erdalter von 6000 Jahren glauben. Andrerseits beruft sich Ratzinger auf Eörs Szathmáry und John Maynard Smith und einem Artikel in Nature (Szathmáry 1995). Posener weist darauf hin, dass Ratzinger die beiden angesehenen Biologen falsch verstanden hat oder schlimmer, bewusst falsch interpretiert. Eörs Szathmáry wird später auf diese Verbiegung aufmerksam gemacht und kontert:
„Cardinal Ratzinger’s way of quoting us is misleading and inappropriate, and it is a special insult to John’s fairness and open-mindedness, because it is the fairness and open-mindedness of this summary that makes it liable for misuse. John would not have been amused.“ (Szathmáry 2006, S. 86). Dem ist nichts hinzuzufügen.
Islam
Ratzingers Missgriffe in Regensburg, beim Flug nach Afrika oder mit der Piusbrüderschaft sollte man nicht als Versehen abtun. Man unterschätzt dann den intellektuellen Überblick und die profunde Kenntnis des Papstes und seines Backoffice. Man liegt richtiger, wenn man sich Posener anschließt und all dies als gezielte Rollen rückwärts ins Mittelalter auffasst.
Zum Auftritt in Regensburg wurde schon viel diskutiert und geschrieben. Eigentlich passiert dort nichts, denn Ratzinger zitiert ja nur jemand, der eine üble Ansicht zum Islam vorträgt.
Posener analysiert etwas tiefer und stellt diesen Befund zur Diskussion: Muslime und Christen plädieren dann für Toleranz, wenn sie machtlos sind. Haben sie Macht, tun sie sich mit Toleranz erheblich schwerer (S. 199). Man kann diesen Befund erweitern: sie rufen dann nach Religionsfreiheit, wenn sie ihren Gefolgsleuten verwehrt wird. Wenn sie selbst am Drücker sind ist die  Religionsfreiheit nur hinderlich, siehe den Vorschlag von Pius-Bruder Franz Schmidberger (Schmidberger 2007).
Der offizielle Internetauftritt zum Besuch von Papst Benedikt XVI. in Bayern, 2006, inklusive Regensburg und dortige Rde, wurde „aufgrund einer Serverumstellung“ Benedikt vom Netz genommen. Man sehe hier: Benedikt in Bayern.
Offene Gesellschaft
Hier untersucht Posener einige Verbindungen Ratzingers zu extrem fundamentalistischen Gruppen innerhalb der römisch-katholische Kirche. Während Einsatz für Arme und Unterdrückte im katholischen Klerus teilweise schwer geahndet wird, fördert der Vatikan radikale Gruppierungen wie Opus Dei oder die Katholische Integrierte Gemeinde (KIG). Auf deren Webauftritt wird Kardinal Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. als bischöflicher Weggefährte aufgezählt. Und es wurde ein Buch dazu veröffentlicht: 30 Jahre Wegbegleitung (siehe Posener Links und Posener Literatur).
Schlussbetrachtung
Posener zieht die Folgerungen:
die richtige Antwort auf religiös motivierte Massaker, aktuelle oder geplante geistige Dunkelkammern ist die Skepsis gegen jede Heilsversprechungen, die Einrichtung und Verteidigung eines säkularen Staates, der der Wissenschaft den Vorrang vor Hirtenworten gibt.
Keinesfalls ist ein Rückfall in die Zeit vor Aufklärung und Reformation bis in die Zeit des Kirchenlehrers Augustinus anzustreben, wie es sich anscheinend Joseph Ratzinger und andere katholische Kreise wünschen. Wenn sie nicht gar Schlimmeres im Sinn habe (siehe Schmidberger 2007).
Poseners Vorgehensweise und Methode
  • Wie man aus der Gliederung erkennt hat Posener seine Gedanken für eine Streitschrift gut geordnet, obwohl es auch einige Überschneidungen gibt. Die Thema hängen sehr komplex zusammen. Man kann kaum über die Vernunft und den Vatikan reden ohne auf Giordano Bruno und Galilei Galileo zu kommen.
  • Posener misst die Haltung Ratzingers, die ja zumindest für die Zeit seines Pontifikats mit der des Vatikans gleichzusetzen ist, an dessen Reden und Taten. Dabei zeigt er, dass die Hagiografie um Ratzinger unangebracht ist. Ohne erzkatholisches Hörgerät ist in seinen Äußerungen „viel Falsches, Verdrehtes und schlicht Absurdes“ (S. 216).
  • Er zeigt, dass Ratzinger Begriffe mehrdeutig verwendet („Vernunft“) und Positionen einmal verdammt, ein anderemal selbst einnimmt (z.B. Relativismus bei der Entschuldigung der Verbrechen der Kirche in früheren Jahrhunderten).
  • Er weist darauf hin, dass man an manchen Orten und unter gewissen Themen ganz Bestimmtes hören will und manches nicht (Auschwitz; Islam). Die Methode Ratzingers etwas zu zitiereren um sich dann davon zu distanzieren wandte schon Martin Hohmann, CDU, an und ist extrem  vorsichtig einzusetzen (Hohmann, Posener Links).
  • Posener stellt auch Zusammenhänge her, wenn er ausweist, wen Ratzinger in den Orkus schickt (Befreiungstheologen, Hans Küng, u.v.a.) und wen er zurück holt (Pius-Brüder). Auch der zeitliche Bogen zwischen den verschiedenen Versionen der Karfreitagsbitte gegen die Juden ist aufschlussreich. Aufgabe des guten Journalisten ist es Strukturen erkennen zu lassen. Dem wird Posener gerecht.
  • Gelegentlich setzt Posener auch die Methode des Gedankenexperiments ein, so um die Bedrohung der Juden durch die christliche Missionierung zu zeigen (S. 115). Gefestigte Urteile aus der Position der überwältigenden Mehrheit heraus werden mit dieser Art des  Gedankenexperiments erschüttert. Ähnliches gelang Malorie Blackman in ihrer Noughts & Crosses Trilogie auf belletristischem Terrain (siehe Blackman, Posener Links).
Fehlende Indices
Gerade weil Benedikts Kreuzzug mehr als eine Streitschrift ist, vermisst man einen Personen- und Sachindex. Die einigermassen gute Gliederung hilft vielleicht beim Wiederauffinden bestimmter Argumente.
Pikante Anmerkung
Während der Weltbild-Verlag und -Vertrieb der Katholischen Kirche gehörte gab es dort das gesamte Literaturspektrum also inklusive erotischer Literatur und Mord und Totschlag. Der Konzern stand deshalb Ende 2011 zum Verkauf frei. Das hier besprochene Buch Alan Poseners gibt es aber weder in der Hardcover- noch Taschenbuchausgabe. (Zugriff am 1.1.2012).
Fazit
Posener erklärt zwar sein Werk zur Streitschrift, doch das ist ein Understatement. Es ist zwar dies auch, aber mehr. Es zeigt die Entwicklungslinien im Denken Joseph Ratzingers auf und leuchtet hinter dessen Floskeln und oberflächlich betrachtet oft stimmige Bilder. Durch subtile Wortwahl und schluddrige Argumente des Theologen Ratzingers wird die wahre Botschaft oft zwischen den Zeilen transportiert. Viele merken es nicht. Durch Poseners Analyse wird es sehr viel leichter das zu Durchschauen. Man kann dem Autor nur recht geben: Joseph Ratzinger will die Aufklärung rückgängig machen oder zumindest desavouieren und die Ergebnisse der modernen Wissenschaften relativieren. Ratzinger geißelt zwar den Relativismus wann immer es geht, doch er nutzt ihn geschickt, wenn es darum geht die Verbrechen der Christenheit ins vermeintlich rechte Bild zu setzen oder den alleinigen Wahrheitsanspruch des Vatikans zu betonen.
Für alle, die mehr über die geistige Position des Oberhaupts der Katholiken wissen wollen, ist Benedikts Kreuzzug eine ausgezeichnete Lektüre.
Gegenaufklärung = vorläufige Wirkungsgeschichte
Kein Wunder – Posener hat es vorausgesehen (S. 13-14; was nicht schwer war) – schäumen die papsttreuen Medien. Dabei sind die Gegenvorwürfe wenig substantiell.
Der von Alexander Gauland, dass Posener den Papst in Misskredit bringen will, ist gar keiner. Selbstverständlich will derjenige, der an den Postitionen Ratzingers Unredlichkeit, Rückheitsgewandtheit, Wissenschaftsferne usw. feststellt, gerade davor warnen, ihn also in Misskredit bei den Lesern bringen (weiteres unter Wirkungsgeschichte, PosenerLinks).
Der Kommentar von Manfred Lütz in der Frankfurter Rundschau passt zu dessen Geschreibsel in Gott: Eine kleine Geschichte des Größten (siehe Posener Literatur): konfus und mit Balken vor den Augen. Die Überschrift seiner "Besprechung" (bewusst in Anführungszeichen) lautet: "Der liebenswürdige Papst". Wenn eine Überschrift einen ersten Eindruck vom besprochenen Buch geben soll, dann ist diese so verkehrt wie vieles in der Weltsicht von Manfred Lütz. Posener beschreibt Ratzinger gerade nicht als liebenswürdigen Papst. Dann muss man vier Absätze lesen, in denen Lutz auf dem Journalisten Alan Posener herumhackt ohne das Buch ins Visier zu nehmen. Seine erste Kritik am Text des Buches ist, dass Posener die atheistische Diktaturen des 20. Jahrhunderts als "Ausnahmeerscheinungen" einstuft. Als atheistische Diktaturen des 20. Jhdts. wird Lütz wohl den Stalinismus (Stalin hatte die niederen Priesterweihen!) und Maoismus meinen. Die Gräueltaten beider Diktaturen sind wahrhaftig exzeptionell, also Ausnahmeerscheinungen. Wo da eine Verharmlosung sein soll muss Lütz erst noch erklären. In diesem Stil geht die Lütz-"Besprechung" weiter. Gute Lektüre für den Rosenmontag!
Posener Anfang
Links
BenediktAlan Posener
BenediktBenedikt XVI.: „Spe Salvi“, 30. Nov. 2007
Besprechungen zu Bendedikts Kreuzzug
BenediktBernd Buchner: Der Papst, die Welt, ein Buch und ein Kritiker, 1. Dezember 2009
BenediktNikolaus German: "Anklage gegen den Papst", dradio 23.11.2009
BenediktGroß, Stefan (2010): “Augustinus versus Aufklärung, Eine Anmerkung zu Alan Poseners Benedikts Kreuzzug. Tabula Rasa 47
BenediktNorbert Kuge: Der Papst und die postsäkulare Gesellschaft Über Alan Poseners Band „Benedikts Kreuzzug. Der Angriff des Vatikans und die moderne Gesellschaft“. Lliteraturkritik.de 2, Februar 2010
BenediktModehn, Christian: “Gefährlich und menschenverachtend“ - Zu einem neuen Buch von Alan Posener über das politische Denken Benedikt XVI., 12. Sep 2009
BenediktFrank Navissi: Benedikts Kreuzzug,  Rezension 19.11.2009
BenediktPerlentaucher zu Alan Posener: Benedikts Kreuzzug
BenediktWilhelm Weber: Buchempfehlung (pdf)

Posener Malorie Blackman: Noughts & Crosses
Posener Walter Brandmüller: Galilei und die Kirche oder Das Recht auf Irrtum
BenediktCaldwell, Simon (2006): „Pope sacks astronomer over evolution debate“. Daily Mail, 23. Aug.
BenediktCivitas, siehe auch Katholische Integrierte Gemeinde (K.I.G.)
Posener Evolution – Anthropisches Prinzip – Intelligent Design – Kreationismus
BenediktJoachim Frank, Martin Scholz: Der italienische Schriftsteller und Philosoph Umberto Eco über den Antisemitismus-Vorwurf gegen seinen neuen Roman, die Schwächen des deutschen Papstes und was ihn dennoch mit ihm verbindet: "Ratzinger ist kein großer Theologe", Berliner Zeitung, 19.9.2011
Posener Galileo Galilei
Posener Fall Galilei
BenediktGrabkirche (Deggendorf)
BenediktGünsche, Karl-Ludwig (2008): „Wo selbst der Präsident denkt, dass Duschen gegen Aids hilft“, Der Spiegel Online, 19. Oktober 2008
BenediktEren Güvercin: "Ich greife den Papst an, weil er die Aufklärung angreift" - Alan Posener über sein Buch Benedikts Kreuzzug, heise.de 12.11.2009
Posener Martin Hohmann Affäre
BenediktAnsprache von Johannes Paul II. an die Teilnehmer der Vollversammlung der päpstlichen Akademie der Wissenschaften, 31. Oktober 1992
Benedikt“Die Juden zu Deggendorf”: Ein niederbayerisches Volkslied
Karfreitagsfürbitte für die Juden
KarfreitagsfürbitteKarfreitagsfürbitte für die Juden (Wikipedia)
KarfreitagsfürbitteKasper, Walter: „Das Wann und Wie entscheidet Gott“, FAZ, 21.3.2008
KarfreitagsfürbitteLehmann, Karl: „Vorwürfe gegen Karfreitagsfürbitte unbegründet“
KarfreitagsfürbitteJosef Tutsch: "Für die Bekehrung der Juden" - Eklat auf dem Katholikentag in Osnabrück - der Dialog mit dem Judentum ist gefährdet, 22.5.2008
KarfreitagsfürbitteProf. Dr. Hubert Wolf : „Lasst uns beten für die treulosen Juden“ - Neues zum Thema Katholische Kirche und Antisemitismus aus den Vatikanischen Archiven, 30. September 2004 (pdf)

BenediktKatholische Integrierte Gemeinde (K.I.G.), siehe auch Civitas
Posener Die Katholische Kirche und die Wissenschaften
BenediktK.I.G., Papst Benedikt XVI. und die – siehe dazu das Buch Wallbrecher  u.a.: 30 Jahre Wegbegleitung
BenediktGerhard Langer: „Die altbewährte Mär vom "Gottesmord": Hostienfrevel“
Christian Modehn: Benedikt XVI. ist politisch sehr rechtslastig. Die rechte Hand Gottes Politisch – theologische Optionen Joseph Ratzingers, 31. Aug. 2009; BenediktNeueintrag vom 9. Feb. 2011
Non-overlapping magisteria (NOMA)
NOMANon-overlapping magisteria (NOMA) - Wikipedia
NOMAStephen Jay Gould: Non-overlapping magisteria
NOMAStephen Jay Gould (1997): Non-overlapping magisteria, Natural History, 106. S. 16-22. (pdf)

Benedikt„Nostra Aetate“ über das Verhältnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen
BenediktPapstzitat von Regensburg
BenediktPriesterbruderschaft aka Piusbruderschaft – BenediktWikipedia
BenediktRatzinger und die Naturwissenschaften
BenediktRatzinger, Joseph Kardinal: „Der Sieg der Einsicht über die Welt der Religionen“ - Vortrag vom 27. November 1999 anläßlich eines Kolloquiums der Pariser Sorbonne zum Thema: »2000 ans après quoi?«
Posener Religiöser Glaube und Vernunft
BenediktFranz Schmidberger (2007):  „Grundsätze einer christliche [sic] Gesellschaftsordnung“. Civitas 1, S. 43-47
Wirkungsgeschichte von Posener: Bendedikts Kreuzzug
BenediktAlexander Gauland (2009): „Den Papst in Misskredit bringen“, dradio 4.10.
BenediktIngo Langner (2008): „Galileo Galilei war kein Märtyrer der Vernunft“, Die Welt, 20. Jan.
BenediktManfred Lütz (2009): „Der liebenswürdige Papst“, Frankfurter Rundschau, 12.10.
BenediktAnalyse eines ungenannten Autors: „Die Methoden des Alan Posener. Beobachtungen zu Poseners Buch Benedikts Kreuzzug

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Literatur
Posener Albert, Hans (2008): Joseph Ratzingers Rettung des Christentums. Beschränkungen des Vernunftgebrauchs im Dienste des Glaubens
Posener Brandmüller, Walter (1982): Galilei und die Kirche oder Das Recht auf Irrtum 
Posener Dawkins, Richard (2006): The God Delusion [Der Gotteswahn]
Häring, Hermann (2000): “Der Glaube der Kirchenväter? Zu den Grundlagen von J. Ratzingers Theologie”. Tijdschrift voor Theologie 40, S. 358-380.
Posener Hippler, Stefan, Bartholomäus Grill (2007): Gott, Aids, Afrika. Eine Streitschrift
Posener Junker, Reinhard, Scherer, Siegfried (2006): Evolution - ein kritisches Lehrbuch
Posener Lütz, Manfred (2007): Gott: Eine kleine Geschichte des Größten
Ratzinger, Joseph (1969): Das neue Volk Gottes. Entwürfe zur Ekklesiologie. Düsseldorf: Patmos
Posener Ratzinger, Joseph (2005): Werte in Zeiten des Umbruchs. Die Herausforderungen der Zukunft bestehen
BenediktSzathmáry, Eörs (2006): “Birds as Aeroplanes: Remembering John Maynard Smith”. Biological Theory 1:1, S. 84-86.
Szathmáry, Eörs, John Maynard Smith (1995): “The major evolutionary transitions”. Nature 374, S. 227-232
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Posener BenediktAlan Posener: Benedikts Kreuzzug: Der Angriff des Vatikans auf die moderne Gesellschaft. Berlin: Ullstein, 2009. Gebunden, 268 Seiten Posener
Alan Posener: Der gefährliche Papst: Eine Streitschrift gegen Benedikt XVI. Berlin: Ullstein, 2011. Taschenbuch, 288 Seiten Benedikt
Brandmüller BenediktBrandmüller, Walter, Langner, Ingo (2006): Der Fall Galilei und andere Irrtümer. Macht, Glaube und Wissenschaft. Augsburg: Sankt-Ulrich Homolka
Homolka, Walter, Henry Zenger, Hg.: "... damit sie Jesus Christus erkennen": Die neue Karfreitagsfürbitte für die Juden. Mit Beiträgen von Henry Brandt, Johannes Brosseder, Micha Brumlik, Elias H. Füllenbach, u.v.a. Freiburg: Herder, 2008. Taschenbuch, 224 Seiten
Benedikt
Kreiml BenediktJosef Kreiml, Hg.: Christliche Antworten auf die Fragen der Gegenwart. Grundlinien der Theologie Papst Benedikts XVI. Regensburg: Pustet, 2010. Broschiert, 249 Seiten Ratzinger
Ratzinger, Joseph (1996): Im Anfang schuf Gott. Vier Predigten über Schöpfung und Fall. Konsequenzen des Schöpfungsglaubens. Einsiedeln: Johannes, 2005. 2. Aufl. Broschiert: 94 Seiten.
Erstauflage als „Im Anfang schuf Gott“. Vier Münchener Fastenpredigten über Schöpfung und Fall – Konsequenzen des Schöpfungsglaubens. München: Wewel, 1986Benedikt
Ratzinger BenediktJoseph Ratzinger: Skandalöser Realismus? Gott handelt in der Geschichte. Bad Tölz: Urfeld, 2008. Taschenbuch, 47 Seiten
sommer BenediktNorbert Sommer, Thomas Seiterich, Hg.: Rolle rückwärts mit Benedikt. Wie ein Papst die Zukunft der Kirche verbaut. Oberursel: Publik-Forum, 2009. 222 Seiten Wallbrecher
Wallbrecher, Traudl, Ludwig Weimer, Arnold Stötzel: 30 Jahre Wegbegleitung Joseph Ratzinger/Papst Benedikt XVI. und die Katholische Integrierte Gemeinde. Bad Tölz: Urfeld, 2006. Gebunden, 192 SeitenBenedikt
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