| Ferdinand Schlingensiepen: Dietrich
Bonhoeffer 1906 - 1945 Eine Biographie München: Beck, 2005. Gebunden, 431 Seiten. 2., durchges. Aufl. |
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| Respekt und Hochachtung vor Dietrich Bonhoeffer. Vor dieser Biografie hatte ich ihn unterschätzt. | |
| Der Theologe Ferdinand Schlingensiepen
schreibt eine Biografie über den Theologen Dietrich Bonhoeffer und obwohl
zurecht, denn Bonhoeffer war Vollbluttheologe sehr viel
theologisches verhandelt wird, entstand eine lebendige auch für mich als
Heide gut lesbare Charakterstudie. Beeindruckend und für den Leser nachvollziehbar ist die Kristallisierung von Bonhoeffers Weg. Überragend seine Haltung: man muß sich in schwierigen Situationen selbst entscheiden, da nimmt nicht einmal einem Christen diese Entscheidung die Bibel ab. Dabei ging Dietrich Bonhoeffer einen ganz anderen Weg als der Laie Franz Jägerstätter (
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| Freilich ist Schlingensiepen nicht ganz
frei vor Beschönigungen. Am 3. März 1933 wählten
überwältigende 44 Prozent der deutschen Wähler die NSDAP
Schlingensiepen: "die NSDAP ... kam nur auf 44 Prozent" (S. 135) da
beißt die Maus keinen Faden ab, siehe:
Die Gefahr bei unkritischer Lektüre ist auch, dass man zwei falsche Eindrucke gewinnt:
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| Unbeschreiblich: Bonhoeffer und andere Mitglieder der Gruppe des Admirals Wilhelm Canaris wurden noch am 8. - 9. April 1945 ermordet; drei andere, darunter Klaus Bonhoeffer, gar erst am 23. April. | |
| Bonhoeffer war nach dem Krieg lange
Zeit nicht beliebt im Nachkriegsdeutschland. Zuviele Nazi-Eliten sassen wieder
in Amt und Würde ( |
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| Anmerkungen | |
| Bonhoeffer war
Schachspieler (S. 64) und lehrte auch seinen Schülern das Schachspielen
(S. 125). Während seiner langen Haft spielte er Schach und
beschäftigte sich mit Schachtheorie (S. 357, 382). Siehe
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| Fragwürdig finde ich, dass
ähnlich wie im Falle der katholischen Kirche mit Franz
Jägerstätter Dietrich Bonhoeffer ganz locker und
selbstverständlich vom Klerus für sich reklamiert wird; vergleiche
beispielsweise: Wolfgang Huber über Dietrich Bonhoeffer, Chrismon
2/2006, S. 34-35. Wolfgang Huber ist Bischof der Evangelischen Kirche, die im kritischen Zeitraum eher beim Adolf stand als bei Bonhoeffer. |
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| Wie üblich
wurden die Schergen und Verbrecher an Dietrich Bonhoeffer nach 1945 (wenn
überhaupt) milde beurteilt und liefen bald frei herum. Walter Huppenkothen (Ankläger) und Otto Thorbeck (Richter) verurteilten Bonhoeffer zu Tode. In der Bundesrepublik gab's zunächst Freispruch. 1956 sprach der Bundesgerichtshof Thorbeck endgültig frei, Huppenkothen erhielt lausige 6 Jahre ( |
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| Links | |
| Literatur | |
| Marilynne Robinson: "Dietrich
Bonhoeffer" in The Death of Adam: Essays on Modern Thought. Picador
2005. Siehe |
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| Paul Gerhard Schoenborn: Alphabete
der Nachfolge. Märtyrer des politischen Christus. Wuppertal 1996. 215
S. Personen: Franz Jägerstätter, Kaj Munk, Dietrich Bonhoeffer, Oscar
Romero, Margarida Maria Alves.
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