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Wasserburg
Philipp Schlosser – Margeir Petursson, München 1989
Otten LinksOtten Literatur
Petursson Philipp Schlosser – Margeir Petursson
München 1989
Weiß zieht und gewinnt
Schlosser löst das Endspielproblem elegant und ohne herumzustochern.
47. Dxb2 Lxb2
48. Ke4! verwehrt dem Läufer das Feld d4 von dem aus er das wichtige Feld a7 kontrollieren könnte.
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Petursson könnte noch 48. ..... La3 probieren um via c5 den a-Bauern zu stoppen, doch dann folgt ganz lässig 49. Kd5 und der a-Bauer läuft zur Dame, da der Läufer zu spät kommt.
49. ...... Le7 50. a6 Ld8 51. a7 Lb6 52. a8D
Nach 48. ..... f5† deckt 49. Kd5 alle wichtigen Felder für den Läufer. 49. ...... Lf6 kommt wieder zu spät. (Pandolfini 1991, S. 168; Pfleger 1992, S. 108, 175)
Das Manöver gegen den Läufer kam bereits in einer Studie Ende des 19. Jhdts. zum Einsatz, ebenfalls im Kampf gegen den a-Bauern.
Otten
Otten
New York Sunday World 5. Juli 1891

Weiß zieht und gewinnt
Der Versuch beidseitig zu spielen und den schwarzen König mit 1. g5 abzulenken gelingt nur, wenn der König darauf eingeht.
1. g5†?! Kxg5? 2. a5 Lf8 3.Kd5 kann Schwarz den Bauern a5 nicht mehr aufhalten, aber wenn
1. g5†?! hält Ke6! einfach remis. Der schwarze König ist im Quadrat des a-Bauern. Daher:
1.a5! zwingt den Läufer zum Stoppen des a-Bauern, da der schwarze König nicht mehr ins Quadrat kommt.
1. ..... Lf8 strebt nach c5 um a7 zu kontrollieren
2.Kd5       vereitelt; jetzt muss der Läufer versuchen, den a-Bauern über die Diagonale h6-c1 aufzuhalten.
Dies scheitert nach
2. ..... Lh6 3.g5† jetzt kommt diese Gabel mit Läuferablenkung und Tempogewinn richtig, damit der Läufer nicht zwischen f8 und h6 pendelt, einmal c5 beäugend, das andermal e3 (jeweils auf a7 zielend) im Auge!
3. ..... Lxg5 
Otten
Stellung nach 3. ..... Lxg5
(Rosen 2011, S. 55)
Es droht 4. ..... Le3 und Schwarz hält remis

4. Ke4 Einbruch vereitelt
4. ..... Lh4 noch ein Versuch
5. Kf3, nochmals wurde der Einstieg auf die Diagonale f2-a7 vereitelt. Jetzt kontrolliert der weiße König sowohl f2 als auch e3. Auf etwaiges Lg5 geht der Bauer a5 ungehindert zur Umwandlung.
Auch wenn der König den Weg nach e7-d8 frei macht kommt Schwarz zu spät.
5. ..... Ke6 6. a6 Ld8 7. a7 ätsch!
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Mehr über den Schachspieler und Studienkomponisten Henry Otten in der Schwalbe-Ausgabe, siehe Otten Links. Die History dieser Studie wurde von Harrie Grondijs 2005 in Unforgotten Chess Men nachgespürt. Er wies nach, dass sie nicht – wie häufig genannt – erstmals am 5. November 1892 in Boy's Own Paper erschien, sondern bereits am 5. Juli 1891 in der New York Sunday World.
Links
Wasserburg Kombinationen, Partien u.a. von Wasserburger Schachspielern in der Literatur
Henry Otten, in: SchwalbeSchwalbe Heft 243, Juni 2010
OttenThe Games of Henry Otten
Literatur
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Pandolfini PandolfiniBruce Pandolfini: Chessercizes: New Winning Techniques for Players of All Levels. New York: Simon & Schuster, 1991. Taschenbuch, 208 Seiten
Otten Rezension
Pfleger
Helmut Pfleger: Taktik und Witz im Schach. 150 Texte und Lösungen aus "Die Zeit". Zürich: Edition Olms, 2004 [1992]. Taschenbuch, 182 Seitenpfleger
Rosen
Bernd Rosen: Fit im Endspiel. Frechen: Chessgate, 2011. Broschiert: 144 Seiten Rosen
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 6.11.2011