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Schachanekdoten
Schachanekdoten & Amüsantes
Köhnlein Links
Keine Zeit zum Mitschreiben
Jugendturnier mit 60 Minuten pro Spieler und Partie, natürlich Mitschreibpflicht.
S.R., Turnierneuling vom SK Wasserburg, kommt zerknirscht von ihrer Partie: „Verloren. Schäfermatt”.
Trainer:”Was? Schäfermatt? Lass uns mal die Partie anschauen!”
S.R.: „Ich hab nicht mitgeschrieben.” – „Was heißt nicht mitgeschrieben?” – „Alles ging so schnell, da konnte ich nicht mitschreiben”.
Warum Attila Schneider kein Vorwort zu Sicilian Dragon - The Yugoslav Attack schrieb
Im Jahr 1988 veröffentlichten Lazlo Sapi und Attila Schneider das deutschsprachige Eröffnungsbuch Die Drachenvariante, Band 1 im Verlag Dreier. Zwei Jahre später folgte von denselben Autoren Die Drachenvariante, Band 2 ebenfalls bei Dreier. Ein dritter Band Die Drachenvariante folgte.
In einem einzigen Band behandelten die beiden Autoren 1989 die Variante 9.Lc4 im englischsprachigen The Sicilian Dragon: Yugoslav 9 Bc4 bei Batsford.
Attila Schneider beutete das Drachensystem in der Sizilianischen Eröffnung weiter aus. Es folgte u.v.a.: 
The Sicilian Dragon - Yugoslav Attack. Kecskemét: Caissa Chess Books, 2000. 
Auf deutsch:
Der komplette Drache wie ich ihn sehe. Der Jugoslawische Angriff 9.Lc4. Kecskemét: Caissa Chess Books, 2001.
Statt eines Vorworts enthält die englische Ausgabe im ersten Kapitel die Antwort auf:
„Why I have not written a foreword to this book?”
„On the one hand this is unnecessary for such a successful book. My second reason is that a forword, when written by the author leads unavoidably to exhibitionism, of that I'm quite sure. As I have worked on this book for eight to ten hours daily for more than half a year I do not want to give the impression in any way that I, by this medium, am praising the work too much. My facts that the most recent material has been collaborated without error, that the older and current state of theory is reflected faultlessly and that the variations analysed by myself have an irrefutable truth do not need to be brought to the reader's attention-the reader can recognise this in any case.”
Performativer Widerspruch nennen Philosophen solch ein Vorgehen.
Burletzkis Wettkampf gegen Friedrich Köhnlein
Der Kaffeehausspieler Burletzki machte – es soll im Jahre 1908 gewesen sein – mit dem süddeutschen Meister Friedrich Köhnlein (1879-1916, Schachmeister und Problemkomponist) einen Wettkampf auf sechs Gewinnpartien aus. Er ging mit starkem Selbstvertrauen und Ichgefühl (das „ch” sprach er mit hartem Gaumenlaut aus) in den Kampf.
Die erste Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: „Ich habbe einen dummen Fehler gemacht.”
Die zweite Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: „Alle Partien kann man nicht gewinnen.”
Die dritte Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: „Ich bin heute nicht in gutter Form.”
Die vierte Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: „Er spielt nicht schlecht.”
Die fünfte Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: „Ich habbe ihm unterschätzt.”
Die sechste Partie gewann Köhnlein.
Burletzki: „Ich glaube, er ist mir ebbenbürtig.”
Quelle: Martin Beheim-Schwarzbach: „Lobrede auf die Besiegten”, S. 251-252. In: Martin Beheim-Schwarzbach (1953): Knaurs Schachbuch. Ein Jahrhundert Schach in Meisterpartien. München, Zürich: Droemer.
My translation:
There is this famous anecdote about the German coffeehouse player Burletzki who played a match against Friedrich Köhnlein in 1908.
Köhnlein won the first game. Burletzki: „I made a stupid oversight”
Köhnlein won the second game. Burletzki: „You can‘t win them all.”
Köhnlein won the third game. Burletzki: „I‘m not in a good form today.”
Köhnlein won the fourth game. Burletzki: „He doesn‘t play badly!”
Köhnlein won the fifth game. Burletzki: „I have underestimated him.”
Köhnlein won the sixth game. Burletzki: „I guess, he is my equal.”
BurletzkiPete: The 8 Worst Excuses For Losing A Chess GameBurletzkiEdward Winter: Excuses for Losing at Chess

Aaron Nimzowitsch über seinen Gegner
Großmeister Aaron Nimzowitsch wurde durch eigenen Schnitzer von einem schwächeren Spieler besiegt. Man überliefert: am Partieende sprang er auf den Tisch und brüllte:
„Gegen diesen Idioten muß ich verlieren!”
Quelle: „Gnadenlose Wahrheit”. Der Spiegel, 28.10.1974

Robert J. Fischer und das Remisangebot
Bobby Fischer schritt mit einem sehr nachdenklichen Gesicht durch den Turniersaal.
„Was ist passiert?”, fragte ihn sein US-Kollege und Schulfreund GM William Lombardy.
„Ich stehe schlecht”, erwiderte Bobby.
Lombardy: „Biete doch einfach Remis an!”
Bobby: „So schlecht stehe ich nun auch wieder nicht!”
Unbekannte Quelle. Für Hinweise bin ich dankbar.

Links
AnekdoteFriedrich Köhnlein
AnekdoteAaron Nimzowitsch
Anekdote„Gnadenlose Wahrheit”. Der Spiegel, 28.10.1974
Köhnlein Anfang

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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 7.9.2016