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Schach für Tiger
Simon Webb: Chess for Tigers
[Schach für Tiger] Oxford: Oxford UP, 1978. Broschiert, 99 Seiten. Edward McLachlan, Illustrationen
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Kann ein Schachlehrbuch von 1978 heute noch wertvoll sein? Noch dazu eines, in dem der Verfasser tönt: Kein Wunder, dass Computer nicht gut Schachspielen können? (S. 23) Ja, es kann. Auch beim heutigen Lesen wurden mit Chess for Tigers lange verschüttete Tricks wiederbelebt.
Simon Webb gibt wertvolle Hinweise, wie man trainieren sollte und wie man sich auf die verschiedenen Gegner einstellt.
• So machte er mir seinerzeit diesen Fehler bewusst: wenn ich gegen einen schwächeren Gegner spielte, versuchte ich eine Ungenauigkeit sofort zu bestrafen und verlor Zeit. Der Gegner kommt dann oft in eine forcierte Zugfolge und spart Zeit; oder es wurde weit abgewickelt und ich hatte nur wenig Vorteil. Sehr viel wirkungsvoller ist es kräftig und genau weiter zu spielen: der Gegner wird (kleine) Fehler anhäufen (S. 31).
• Nur noch ein weiterer Tipp sei verraten. Eigentlich ist es keiner, denn jeder wird es wissen oder schon mal reingefallen sein. Nach der Zeitkontrolle zieht man sorglos und vergibt oft gute Chancen. Besondern wenn man im Vorteil ist gilt daher: nach der Zeitkontrolle bewusst langsam herangehen (S. 85). Es ist wie beim Bergsteigen: die meisten Unfälle passieren beim Abwärtssteigen, wenn man den Gipfel erreicht hat. Die Spannung fällt ab und man wird unachtsam.
Ich bin überzeugt: jeder Schachspieler unter 2200 Elo / DWZ wird in diesem Büchlein auch heute noch wertvolle Hinweise finden, wenn auch Webb die Revolution im Training durch Schachdatenbanken 1978 nicht voraussehen konnte.
Fast hätte ich es vergessen: das englische Buch von 1978 (und – wenn ich es recht sehe – auch die Neuauflagen) glänzt mit munteren Zeichnungen des Illustrators Edward McLachlan.
Mit grossem Bedauern musste ich feststellen, dass der fabelhafte Schachautor Webb unter tragischen Umständen am 14. März 2005 verschied. Immerhin erlebte das explosive Tigergemisch im Todesjahr des Autors die 3. überarbeitete Auflage beim ebenfalls renommierten Batsford Verlag.
Wer sich für ungewöhnliche und trotzdem hervorragend brauchbare Vorschläge im Schach mehr herauszuholen interessiert wird hier fündig.
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Simon Webb: WebbChessBaseWebbChess.Games.com – Wikipedia: WebbdeutschWebbenglisch
WebbReviewed by John Donaldson
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Literatur
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webb WebbSimon Webb: Chess for Tigers. Oxford: Oxford UP, 1978. Broschiert, 99 Seiten. Edward McLachlan, Illustrationen webb
Simon Webb: Schach für Tiger. Hauptsache: Gewinnen. Reihe Juniorschach. Reinbek: Rowohlt, 1980. Hartmut Kratz, Übs. Broschiert, 124 SeitenWebb
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webb WebbSimon Webb: Chess for Tigers. Everyman Chess, 1991. Reihe: Cadogan Chess Books. Taschenbuch, 128 Seiten. 2. Auflage webb
Simon Webb: Chess for Tigers. London: Batsford, 2005. Taschenbuch, 144 Seiten. 3., überarbeitete AuflageWebb
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Schach für Tiger
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 28.9.2011