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Schachlehrbücher
Schachlehrbücher – nicht nur für Kinder und Jugendliche
Einführungen und mehr – nicht nur für Kinder und Jugendliche – Einführung LinksEinführung Literatur
Übersicht
Einführung Bönsch-Kauke, Marion: Nervenkrieg – von Aura bis Zweikampf: Angewandte Psychologie für Trainer, Schachlehrer und Spieler. Ein Lehrbuch in elf Modulen
Stufnmethode Brunia, Rob, Cor van Wijgerden: Schach lernen – Stappenmethode / Stufenmethode
Einführung Brunthaler, Heinz: Schach-Lehrbuch für Kinder & Eltern – vom Anfänger zum ersten Turnier
Mattmuster Chandler, Murray: Erfolg im Schach = Papa, du bist schachmatt
   [How to Beat Your Dad at Chess]
Einführung Chandler, Murray, Helen Milligan: Schach für Kinder
Einführung Eade, James: Schach für Dummies
Einführung Goldschmidt, Christian: Brackeler Schachlehrgang
Einführung Heyken, Enno: Schach für Einsteiger: Regeln, Strategien, Tests
Einführung Konikowski, Jerzy, Kurt Richter: Mein erstes Schachbuch. Ein Ratgeber für Anfänger
Einführung Kurz, Eugen, Helmut Pfleger, & Gerd Treppner: Zug um Zug
Einführung Lossa, Günter: So lernt man Schach: Ein Leitfaden für Anfänger des königlichen Spiels
Einführung Lossa, Günter: Schach lernen: Ein Leitfaden und Trainingsbuch für Anfänger
Martin Martin, Tim: 1,2,3 und Taktik! Das Taktik Übungs- und Trainingsbuch für Anfänger
Martin Martin, Tim: Schach lernen mit System 2: Ein systematisches und durchschlagendes Trainingsprogramm
Taktik Masetti, Franco & Roberto Messa: 1001 Chess Exercises for Beginners: The Tactics Workbook That Explains the Basic Concepts, Too
Taktik Messa, Roberto & Franco Masetti: 1001 Chess Exercises for Beginners: The Tactics Workbook That Explains the Basic Concepts, Too
Einführung Pfleger, Helmut, Eugen Kurz & Gerd Treppner: Zug um Zug
Einführung Richter, Kurt, Jerzy Konikowski: Mein erstes Schachbuch. Ein Ratgeber für Anfänger
Einführung Spindler, Markus: Schachlehrbuch für Kinder
Stufnmethode Stappenmethode: Rob Brunia, Cor van Wijgerden: Schach lernen
Einführung Starck, Bodo: Schach macht Spaß! Ein Schachbuch für Kinder
Stufenmethode Stufenmethode: Rob Brunia, Cor van Wijgerden: Schach lernen
Einführung Treppner, Gerd, Helmut Pfleger & Eugen Kurz: Zug um Zug
Schachtaktik Vámos, Viktor: Schachtaktik für Anfänger & Fortgeschrittene
Stufnmethode Wijgerden, Cor van, Rob Brunia: Schach lernen – Stappenmethode / Stufenmethode
Einführung Zusammenfassung

Schachlehrbücher für Kinder und Jugendliche
Schachlehrbücher für Kinder und Jugendliche gibt es inzwischen viele. Doch nicht alle sind uneingeschränkt empfehlenswert. Die Auswahl ist jedoch ungleich besser als vor über dreißig Jahren, als ich meinen Übungsleiterschein machte und Bodo Götze: Zweiundzwanzig Stunden Schachunterricht kursierte, das ziemlich lehrerhaft daher kaum, aber nicht mal für Einsatz mit Lehrer oder Trainer so richtig empfehlenswert war.
Das systematische Schachtraining beginnt mit der Regelkenntnis und dem Erwerb verschiedener Diplome des Deutschen Schachbundes.  Ebenso gut – nach meiner Erfahrung sogar besser, da breiter gegliedert – kann man mit den Diplomen des Brackeler Schachlehrgangs arbeiten (siehe unten).
Die nachfolgenden Besprechungen sind auswahlartig. Auch hier nicht genannte Einführungsbücher für Kinder und Jugendliche können gut sein. Ich kenne nicht alle.
Die Einstufungen legen starkes Gewicht auf geeignet für
  • Anfänger
  • Kinder & Jugendliche
  • Selbststudium
Werke, die aufgrund dieser Kriterien als nicht so gut geeignet eingestuft wurden, können für Erwachsene oder unter Anleitung eines Schachlehrer durchaus empfehlenswert sein.
Murray Chandler, Helen Milligan: Schach für Kinder
Wenn man heute dem Kind ein Buch in die Hand drücken will und kein Trainer Hilfestellung geben kann (weil beispielsweise die Eltern selbst nicht Schach spielen) ist eigentlich Murray Chandler, Helen Milligan: Schach für Kinder die einzige Option.
Es bringt gut aufbereitet das Wichtigste für die Anfänger um loslegen zu können. Sehr gut, da es der ersten Planbildung dienen kann, ist die Traumstellung von Weiß (S. 92). Dass als erste Eröffnung Französisch gezeigt wird (S. 90-91), passt mir nicht, ebensowenig, dass bei der Eröffnungsübersicht die Geschlossenen am Anfang stehen (S. 94) und bei den Offenen Spielweisen nur Spanisch erwähnt wird (S. 95). Aber das ist kein ernstes Manko, denn es werden wirklich nur die ersten Züge gezeigt. Dagegen vermisse ich schmerzlich das Mattsetzen mit König und Turm.
Markus Spindler: Schachlehrbuch für Kinder
Mit Anleitung, es muss nicht einmal ein erfahrener Trainer sein, empfehle ich die zwei Bände von Markus Spindler: Schachlehrbuch für Kinder, erster Band für Anfänger, der zweite für Fortgeschrittene. Es ist – ähnlich wie das Standardwerk Zug um Zug von Pfleger, Kurz & Treppner – textlastig. Doch der Aufbau gefällt mir (ebenso wie bei den Diplomheften des Brackeler Schachlehrgangs, siehe weiter unten) am besten: kurze einleitenden Brett- und Figurenvorstellung, dann im 2. Kapitel Mattsetzung mit verschiedenen Figuren. Im Kapitel 3 werden mit Rochade und En-Passant-Schlagen die letzten Regeln erläutert (die etwas missverständlich als zwei Sonderregeln eingeführt werden) und Grundlagen für Mittel- und Endspiel gelegt. Das 4. und letzte Kapitel im 1. Band widmet sich den Endspielen. Dabei wird es schon ziemlich anspruchsvoll.
Erst im zweiten Band geht Spindler im Partieverlauf nach vorne: Kapitel 5: „Das Mittelspiel”, Kapitel 6: „Wie beginne ich eine Partie?”. Das erscheint mir goldrichtig zu sein. Es folgt noch etwas Turnierschach (7. Kapitel) und einige Lehrpartien im 8. Kapitel.
Beide Werke, also Chandler und Spindler, streuen Kontrollfragen und Aufgaben ein. Die Lösungen dazu bietet Spindler erst im 2. Band, doch da beide Bände zusammen gehören, ist das kein Nachteil.
Bodo Starck: Schach macht Spaß! Ein Schachbuch für Kinder
Zwischen den beiden Hauptempfehlungen steht Bodo Starck: Schach macht Spaß! Ein Schachbuch für Kinder. Es eignet sich durch Aufmachung und grosse Diagramme zum Selbstudium für Kinder und Jugendliche. Ein schweres (leicht zu behebendes) Manko ist, dass beim Remis nur das Dauerschach, nicht aber die dreimalige Stellungswiederholung genannt wird. Das Dauerschach ist zwar die häufigste Stellungswiederholung, aber nur ihr Spezialfall. Meine Erfahrung zeigt, dass man Kinder zwar nicht in der ersten Stunde alle Schachregeln runterbeten soll, aber man kann (und muss) ihnen – im Laufe eines mehrteiligen Lehrgangs – alle Regel korrekt vermitteln.
Beim Mattsetzen kommt zuerst der Turm (S. 38-42). Das gefällt mir, weil ich es für grundlegend halte. Das wichtige Mattsetzen mit Turm und König erhält aber nur ein Teilbild erhält (S. 38, b) und ein schon etwas kompliziertes Beispiel (S. 39, Nr.2).
Durch die Gliederung in 120 Fragen (mit grossen Diagrammen!) eignet sich Schach macht Spaß! fürs Selbststudium.
Helmut Pfleger, Eugen Kurz & Gerd Treppner: Zug um Zug
Das Standardwerk für die drei Diplome des DSB (Bauern–, Turm– und Königsdiplom) von Pfleger, Kurz & Treppner kann man gut als Trainer verwenden. Zum Selbststudium von Kindern es weniger geeignet, jedoch für Jugendliche über 12-14 Jahre. Es ist einfach zu textlastig.
Auch dieses Werk setzt anmessen viele Kontrollfragen zur Absicherung des Gelernten ein.
Wen keine der anderen Empfehlungen anspricht, trifft mit diesem bewährten Werk sicher keine schlechte Wahl.
Christian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang
Für die Arbeit mit Schachgruppen haben sich die Broschüren zu den Diplomen des Brackeler Schachlehrgangs bewährt. Es sind inzwischen fünf für Bauern-, Springer-, Läufer-, Turm- und Damendiplom.
Das Material ist einsetzbar in Gruppen und Schulklassen und im Einzeltraining zuhause. Man kann die Schüler zu Hause Übungen machen lassen und exemplarisch Übungen vorbesprechen oder nachbereiten.
Selbststudium ist möglich, aber begleitende Unterstützung durch Übungsleiter/Trainer oder Lehrer wird empfohlen.
Dazu gibt es auch Begleitmaterial für Lehrer und Übungsleiter, das man online erhält (Einführung Links). Dort heißt es unmissverständlich über den Brackeler Schachlehrgang: „der begleitende Trainer oder Lehrer ist unverzichtbar”. Das Begleitmaterial hat aber derzeit (5/2012) noch Lücken.
Heinz Brunthaler:
Schach-Lehrbuch für Kinder & Eltern – vom Anfänger zum ersten Turnier
Dieses Lehrbuch hat den Anspruch bis zum ersten Turnier zu führen. Den löst es mit dem Kapitel "Vorbereitung auf das erste Turnier" (S.134-158) glänzend ein. Bis zur Parkplatzsuche vorm Turnier ist alles berücksichtigt. Ein weiterer Höhepunkt ist das Kapitel "Wir lernen eine Eröffnung: Die Schottische Partie" (S. 45-61).
Als Anfängerbuch oder gar zum Selbststudium ist das Werk dennoch nicht geeignet. Der Text setzt die Kenntnis der Regeln voraus (S. 7), man findet sie ziemlich am Ende (197-200) kurz aufgelistet. Brunthaler beginnt den eigentlichen Stoff sofort mit der Schachnotation. Die erste explizite Regel ist das En-passant-Schlagen (S. 18; inkonsequent, da die Regelkenntnis vorausgesetzt wurde). Die folgenden Kapitel sind dann didaktisch durchaus klug strukturiert:
  • Das Endspiel 1 – Elementare Gewinnwege
  • Wir beginnen eine Schachpartie
  • Wir lernen eine Eröffnung: Die Schottische Partie
  • Die Taktik
  • Das Endspiel 2 – Elementare Gewinnwege – Bauernendspiel
  • Die Eröffnung 2
Die eingestreuten Quizfragen sind hoch willkommen. Allerdings sind die Lösung mal gleich im Anschluss an die Fragen, mal im Anhang!?
Die Sprache richtet sich mit "du" direkt an die Kinder, abschnittsweise an die Eltern.
Mit  Schach-Lehrbuch für Kinder & Eltern hat man also ein Werk mit Höhen und Verbesserungsfähigem.
Seit 2011 liegt eine 2. überarbeitete Auflage vor, die mir aber nicht zur Verfügung stand.
Die nachfolgenden Werke beanspruchen weder durch Titel, Untertitel noch Inhalt Lehrbücher für Kinder oder Jugendliche zu sein. Sie sind aber für Anfänger oder Einsteiger konzipiert und werden deshalb kurz für ihre grundsätzliche Eignung und ihre spezielle Eignung für Kinder oder Jugendliche kurz besprochen.
Lehrbücher für Anfänger oder Einsteiger
James Eade: Schach für Dummies. Holger Möller, Übs. 2., überarbeitete Auflage
Wie das Schach-Lehrbuch für Kinder & Eltern von Heinz Brunthaler setzt auch Schach für Dummies voraus, dass man schon weiß, wie Schach gepsielt wird (S. 19). Der Verfasser meint das aber nicht so ernst: alle Regeln werden erklärt, wenn auch teilweise kunterbunt aufs Buch verteilt.
Schach für Dummies wird besonders die Leser ansprechen, die bereits anderer Werke dieser Serie studiert haben oder dicke Computer-Handbücher kennen und lieben. Es bietet ein umfangreiches Kompendium für alle möglichen Schachfragen. Das geht von den Regeln bis zu den stärksten Spielern der Schachgeschichte und einem reichhaltigen Glossar. Positiv fällt auf, dass – gemäß dem "Für Dummies"-Anspruch – mit Diagrammen nicht gespart wird.
Die Struktur des Stoffs ist nicht immer angemessen. In zahlreichen Kapiteln werden Mattbilder und Kombintion exerziert, dazu Stellungsbilderkennung (sehr gut!) und Bauernstrukturen (sehr gut!). Dann erst folgen im 10. Kapitel "Spezialzüge" das en-passant Schlagen, die Bauernumwandlung und die Rochade. Das Remis kommt so richtig erst auf S. 280.
Dem Übersetzer Holger Möller gelingt es den oft technischen Stoff gut zu formulieren. Einen wichtigen Merksatz, der trotz Fettdruck von "Wichtig" leicht überlesen würde ergänzt er sogar durch eigenen Hinweis in Klammern (S. 26-27). Allerdings übersetzt er die Bauernumwandlung mit dem ungebräuchlichen "Promotion" (S. 166).
In der 2., überarbeiteten Auflage sind zahlreiche Ungenauigkeiten oder Schlampereien des Verfassers zu beklagen:
  • noch recht harmlos ist die Behauptung, dass das Abzugsschach „dem Matt sehr nahe kommt” (S. 83).
  • fragwürdig ist die Behauptung auf derselben Seite, dass Dame und König „die einfachste Kombination von zwei Figuren mit der man ein Schachmatt erreichen kann” (S. 83) sind.
  • Quatsch ist diese Anweisung für die Mattsetzung mit der Dame: „Der sicherste Weg ein Patt zu vermeiden, besteht darin, den König an den Rand zu zwingen, Ihre Dame dann den König dort einsperren zu lassen und danach Ihren König heranzuführen” (S. 87). Genau das ist der sicherste Weg die Partie zum Patt zu versieben.
  • Unter "Sofortige Belohnung: Das zeitweilige Opfer" kommen Text und Diagramme durcheinander (S. 133-135). 
  • Gleich in der ersten Textzeile (S. 168) zieht Weiß seinen Turm von a8 nach c8 (nicht von a1 nach c1). Für den Schachspieler sind diese Schlampereien leicht als solche zu erkennen, der Anfänger aber wird verwirrt. Das Werk schränkt damit die Tauglichkeit zum Selbststudium ein.
  • ebenfalls harmlos: korrekt ist Curt von Bardeleben (nicht Kurt; S. 310).
Schließen wir mit einigen positiven Befunden:
  • Grosser Wert wird auf Bauernformationen gesetzt (Kap. 3, 8 und 9). Das wird in anderen Lehrbüchern oft vernachlässigt.
  • Hilfreiche Merksätze findet man verstreut im gesamten Werk.
  • James Eade gibt im Text oft konkrete Literaturhinweise, meist mit einem entsprechenden Buchsymbol kenntlich gemacht. Doch nicht immer, Joe Gallagher: The Magic of Mikhail Tal wird so zwischen hinein empfohlen (S. 137).
Trotz der gründlichen Diskussion der zahlreichen Positionen eignet sich Schach für Dummies nur für Erwachsene – allenfalls ältere Jugendliche –, die mit dem dicken Schmöcker umgehen können.
Enno Heyken: Schach für Einsteiger: Regeln, Strategien, Tests – Auflage 1999/2002
Schach für Einsteiger besticht beim ersten Durchblättern durch eine ansprechende, das Lernen unterstützende Aufmachung: zahlreiche Diagramme, rote Wirkungslinien der Figuren, durch rote Nummern sind die Diagramme gut dem Text zugeordnet, die Randbeschriftung klärt auf, wo man sich gerade befindet.
Der Inhalt offenbart Licht und Schatten. Gegenüber anderen Einführungsbüchern bietet das Werk einen stattlichen Taktikteil und – noch ungewöhnlicher – viel Strategisches. Drei Tests sind eingestreut: Regeln, Kombinationen, Abschusstest mit Schwerpunkt Strategie. Das ist originell und in dieser Ausprägung einzigartig.
Das Buch begleitet also den reinen Anfänger bis weit über die Regelkenntnis hinaus.
Allerdings ziehen zahlreiche Schatten durchs Buch.
• Es beginnt mit acht Seiten "Geschichte des Schachs und seiner Weltmeistermaschaften", sicher nicht der rechte Einstieg für jemand, der das Schachspielen lernen will.
• Das Remis wird ungenau angegeben: Stellungswiederholung (S. 23) und 50-Züge-Regel (S. 24) muss reklamiert werden. Im nachfolgenden Beispiel erinnert sich der Autor der notwendigen Reklamation (S. 24).
Katastrophal ist die Beschreibung der Rochade. Ich habe lange überlegt, ob ich den Schmarrn zitieren soll, ich tue's, weil es mir sonst niemand glaubt: „Bei der Rochade den Turm direkt neben den König ziehen und dann mit dem König über den Turm springen” (S. 25, rechte Spalte). Wer den Turm direkt neben den König zieht hat auf dieser Seite das Rochaderecht verwirkt! Diese beschreibung ist besonders ärgerlich, weil es der Autor in der linken Spalte derselben Seite korrekt beschreibt.
Abgesehen von der ungenauen Remisregel und der falschen Beschreibung der Rochade kann sich Enno Heyken in Schach für Einsteiger nicht recht entscheiden, ob es für Kinder oder Erwachense gedacht ist. Kinder mögen an den zehn Seiten Forderungen der Schachfiguren (S. 63-72) Gefallen finden (obwohl ich nicht mal das glaube). Inhaltlich durchaus anspruchsvoll stören die Selbstgespräche der Figuren aber den erwachsenen Leser. Nur Erwachensen ist andrerseits der schon erwähnte historische Einstieg und der strategische Schwerpunkt zuzumuten.
Doch bevor ich hier gut und schlecht abwäge: die Rochadeanweisung ist ein Killerargument gegen das Werk. Das ist schade, da es ansonsten (thematisch, diagrammmäßige Aufbereitung) viele Pluspunkte aufweist.
Günter Lossa: So lernt man Schach: Ein Leitfaden für Anfänger des königlichen Spiels
Der erste Eindruck von So lernt man Schach ist sehr solide um nicht zu sagen hausbacken. Man sollte das Buch aber nicht unterschätzen.
Lossa führt die Figuren ausführlich und sukzessive ein. Dabei beginnt – ich fühle meine jahrelange Praxis bestätigt – mit dem Turm. Mit ihm kann man prima die Mattsetzung erklären, ebenso Opposition, Tempozug und Zugzwang. Das ist schon allerhand für den Anfang und der Anfänger wird das Mattsetzen mit König und Turm nie mehr vergessen. Dann folgen – wie bereits angedeutet – die anderen Figuren. Beim Bauern wird Lossa fast zu ausführlich für einen Anfänger. Er erklärt den Bauerndurchbruch bevor er dann im 11. Kapitel die Grundstellung erläutert und im folgenden 12. Kapitel die Rochade erklärt.
Lobenswert sind die folgenden Kapitel "Eröffnung", "Figurenentwicklung" und "Kampf ums Zentrum". Sie helfen den Anfänger beim Beginn einer Partie.
Etwas bieder, aber durchaus empfehlenswert. Man merkt an der Struktur des Inhalts, dass der Autor selbst viele Kurse gegeben hat. Davon profitiert der Leser.
  • Vom selben Autor ist ein ähnliches Buch Schach lernen: Ein Leitfaden und Trainingsbuch für Anfänger auf dem Markt. Laut Untertitel ist es um "Der entscheidende Zug zum zwingenden Mattangriff" erweitert. Richtig, dass ist ein Thema, das in So lernt man Schach zu kurz kommt.
Kurt Richter, Jerzy Konikowski: Mein erstes Schachbuch. Ein Ratgeber für Anfänger
Bei Mein erstes Schachbuch handelt es sich um einen Longseller der Schachliteratur. Schon in meinen Schachanfängen um 1960 verstand es Kurt Richter mit vergnüglichen und lehrreichen Kombinationsbüchern die Liebe zum Schachspiel zu fördern. Jerzy Konikowski hat das Werk überarbeitet und vor allem 50 Kurzpartien durchweg aus den 1990-er Jahren eingefügt.
Trotzdem Mein erstes Schachbuch keine Kenntnisse voraussetzt und mit den Erklärungen der Schachregeln beginnt bleibt es doch dem Hauptziel treu: „die im Schach liegenden Schönheiten von vielen Seiten zu beleuchten und so zur weiteren Beschäftigung mit dem "Königlichen Spiel" anzuregen” (Umschlagtext). Genau dies leistet das Buch.
Der Schwerpunkt liegt auf Partieausschnitten, für den Anfänger geeignete Studien und die erneuerten 50 Kurzpartien.
Die vier Übungsteil sind jedem Anfänger sehr zu empfehlen. Sie sind lehrreich udn didaktisch klug ausgewählt.
Sehr bedauerlich und ärgerlich ist auch hier die falsche Beschreibung der Rochade: „Weiß und Schwarz haben einen Turm an ihren König herangezogen, sind dann mit dem König über den Turm hinweggesprungen und haben ihn auf der anderen Seite unmittelbar neben den Turm gestellt” (S. 15).
Mein erstes Schachbuch kann wirklich das erste Schachbuch sein, nachdem der Anfänger sich mit einem anderen, besser geeigneten Lehrbuch die Grundlagen der Schachregeln erarbeitet hat. Für den blanken kindlichen Anfänger kann es nicht empfohlen werden.
Einführung Anfang
Zusammenfassung
Meine Prioritäten sind also, fürs
  • Selbststudium: Murray Chandler, Helen Milligan: Schach für Kinder
  • Training in Gruppen & anleitendes Selbststudium: Christian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang und Rob Brunia, Cor van Wijgerden: Schach lernen Stappenmethode / Stufenmethode
  • Einzeltraining & Selbststudium: Markus Spindler: Schachlehrbuch für Kinder in 2 Bänden
Doch sowohl Bodo Starck: Schach macht Spaß! Ein Schachbuch für Kinder als auch Helmut Pfleger, Eugen Kurz & Gerd Treppner: Zug um Zug und die beiden Werke von Günter Lossa sind beachtenswerte und empfehlenswerte Alternativen.
Falsche Rochade und Brettstellung
Es ist verwunderlich, wie viele der obigen Lehrbücher die Rochade genau verkehrt herum propagieren: zuerst der Turm, dann der König, obwohl die Rochade ausdrücklich ein Königszug ist. 
Noch krasser ist es – nicht bei Lehrbüchern, aber bei Schach in den Medien – mit der Lage des Bretts. Alle Lehrbücher sind sich da – Caissa sei Dank – einig: rechtes Feld unten ist ein weißes Feld. James Eade weist darauf hin, dass es insbesondere in Hollywood öfter falsch gemacht wird (S. 31, Einführung James Eade: Schach für Dummies). Das gilt auch für die deutchen Medien, sei es ein Foto auf dem Buchumschlag (siehe Einführung Helmut Schmidt Peer Steinbrück: Zug um Zug, 2011) oder Schachpositionen in der Werbung.
Der Wahrscheinlichkeit nach müßte das Brett selbst bei absoluten Laien in etwa 50 % der Fälle richtig liegen. Tut es aber nicht! Eine Erklärung dafür fehlt mir. Es sei denn, ich registriere vornehmlich die falschen Fälle.
Links
Einführung Besprechungen und Empfehlungen von Schachbüchern
SchachlehrbuchSchachmaterial für die Grundschule – hilfreiche Bewertung: Anfängerbücher, Schachbücher, Software
SchachlehrbuchChristian Goldschmidt: Begleitinformationen zum Brackeler Schachlehrgang plus Brackeler Lehrgang: Lehrerheft mit Lösungen (pdf)
Einführung interne Schach-Links
Einführung allgemeine Schachlinks
Einführung Schachversand & Geschäfte
SchachlehrbuchDeutsche Schachjugend
SchachlehrbuchSchulschachstiftung
SchachlehrbuchSchulschach in Bayern
Literatur
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Chandler SchachlehrbuchMurray Chandler, Helen Milligan: Schach für Kinder. London: Gambit, 2008. Illustrationen von Cindy McCluskey [Chess for Children] Bettina Trabert, Übs. Gebunden, 112 Seiten Pfleger
Helmut Pfleger, Eugen Kurz & Gerd Treppner: Schach – Zug um Zug. Bauerndiplom, Turmdiplom, Königsdiplom - Offizielles Lehrbuch des Deutschen Schachbundes zur Erringung der Diplome. München: Bassermann, 2009. Gebunden, 272 Seiten Schachlehrbuch
Spindler SchachlehrbuchMarkus Spindler: Schachlehrbuch für Kinder. Anfänger. Hollfeld: Joachim Beyer, 1998. Gebunden, 120 Seiten 4. Auflage Spindler
Markus Spindler: Schachlehrbuch für Kinder. Fortgeschrittene. Hollfeld: Joachim Beyer, 2005. Gebunden, 131 Seiten 3. Auflage Schachlehrbuch
Starck SchachlehrbuchBodo Starck: Schach macht Spaß! Ein Schachbuch für Kinder. Hollfeld: Joachim Beyer, 2003. 4., durchgesehene Auflage. Gebunden, 163 Seiten


Über den
Einführung Schachversand
beziehbar
  Über den
Einführung Schachversand
beziehbar
Diplom SchachlehrbuchChristian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang – Bauerndiplom Diplom
Christian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang – SpringerdiplomSchachlehrbuch
Diplom SchachlehrbuchChristian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang – Läuferdiplom Diplom
Christian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang – TurmdiplomSchachlehrbuch
Diplom SchachlehrbuchChristian Goldschmidt: Brackeler Schachlehrgang – Damendiplom

Auch für Kinder und Jugendliche zu empfehlen
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Lossa Schachlehrbuch Günter Lossa: So lernt man Schach: Ein Leitfaden für Anfänger des königlichen Spiels. Hollfeld: Beyer, 2007. Gebunden, 112 Seiten Lossa
Günter Lossa: So lernt man Schach: Ein Leitfaden für Anfänger des königlichen Spiels. Hollfeld: Beyer, 1998. Gebunden, 105 Seiten Schachlehrbuch
Lossa Schachlehrbuch Günter Lossa: Schach lernen: Ein Leitfaden und Trainingsbuch für Anfänger und Der entscheidende Zug zum zwingenden Mattangriff. Hollfeld: Beyer, 2007. Gebunden, 194 Seiten

Für Kinder und Jugendliche nur sehr bedingt geeignet
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Brunthaler SchachlehrbuchHeinz Brunthaler: Schach-Lehrbuch für Kinder & Eltern – vom Anfänger zum ersten Turnier. Zeil am Main: Ullrich, 2011. Gebunden, 206 Seiten Burkhalter
Robert Burkhalter: Schach für Jugendliche. Mit einem Geleitwort von Viktor Kortschnoi. München: Goldmann, 1985. Broschiert, 201 SeitenSchachlehrbuch


Orban
László Orbán: Schach für Anfänger. Alles über das "königliche Spiel". Regeln, Strategien, Spielzüge. Leicht verständlich erklärt. München: Humboldt, 2010. Broschiert, 328 SeitenSchachlehrbuch
Götze SchachlehrbuchLothar Bodo Götze: Mein Schachbuch. Hamburg: Das Schacharchiv. Broschiert, 67 Seiten Götze
Lothar Bodo Götze: Zweiundzwanzig Stunden Schachunterricht. Hamburg: Das Schach-Archiv Rattmann, 1967. Broschiert, 115 Seiten Schachlehrbuch
Für Kinder und Jugendliche nicht besonders geeignet
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Eade SchachlehrbuchJames Eade: Schach für Dummies [Chess For Dummies] Holger Möller, Übs. Weinheim: Wiley-VCH, 2006. 2., überarbeitete Aufl. Broschiert, 370 Seiten
Heyken Schachlehrbuch Enno Heyken: Schach für Einsteiger: Regeln, Strategien, Tests. Südwest, 2004. Taschenbuch, 128 Seiten Heyken
Enno Heyken: Schach für Einsteiger: Regeln, Strategien, Tests. Niedernhausen: Falken, 2002. Taschenbuch, 128 SeitenSchachlehrbuch
Richter SchachlehrbuchKurt Richter, Jerzy Konikowski. Mein erstes Schachbuch: Ein Ratgeber für Anfänger. Hollfeld: Beyer, 2003. Gebunden, 192 Seiten
Einführung Anfang

Schachlehrbücher
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 15.1.2013