| Die Untaten Helmut Kohls "der gewohnheitsmäßige Verfassungsbrecher" taz, 28.9.2000, S.1 Sogar das CDU/CSU-nahe Blatt Münchner Merkur tadelt Helmut Kohl: "So wie er in seiner Europa-Politik das Wohlwollen der Nachbar-Regierungen mit finanziellen Zugeständnissen erkaufte, so besänftigte er die sozialen Forderungen der Bürger mit Wahlgeschenken. Der ausufernde Sozialstaat ist die Folge seiner Praxis des Geldverteilens." Münchner Merkur, 27.12.2001, S.2 |
| Die
DDR wurde zweimal verscherbelt Einmal von Michail Gorbatschow 1990 für 18 Milliarden Deutsche Mark; Helmut Kohl zahlte den völlig überhöhten Preis locker mit Steuergeldern. Zum zweiten Mal wurde die DDR durch die Treuhandanstalt von Birgit Breuel verkauft. Einige Bücher berichten über diesen Kauf / Verkauf (je nach Position) der bankrotten DDR. |
| "So wie Helmut Kohl einst die Rentenkassen
plünderte, schickt sich Merkels Koalition an, jetzt auch noch die
Arbeitslosenkassen auszurauben", Georg Anastasiadis, OVB,
4.7.2007, S. 2 |
| Schwere Vorwürfe an die Regentschaft unter Helmut Kohl,
CDU, noch im Jahre 2007 "Die Kleinen werden gehängt, die Grossen lässt man laufen. Aber der Mensch, der uns unser Volk in die schlimme Situation gebracht hat, dass wir aus einer führenden Rolle ein Schlußlicht in Europa geworden sind, das ist der Herr Kohl mit seinen Millionenkassen in Liechtenstein. Wir hatten früher eine Wertegesellschaft, heute sind wir eine Ellbogengesellschaft mit Profitverhalten. Verstehen Sie! Korruption ist bei uns Alltag. Wir sind die größte Bananenrepublik geworden. Und das sind die Mißstände in denen eben Politiker von oben herunter, 16 Jahre nichts und und nur Aussitzen lassen. " Rolf Bossi, Rechtsanwalt: "Leipziger Buchmesse", 3sat 24. März 2007 |
| Dass sich Helmut
Kohl, CDU, von der UdSSR und der DDR-Regierung über den Tisch
ziehen ließ, ist bekannt. Er war sogar so zuvorkommend, dass er
nur damit er als Einigungskanzler gelten kann, also aus Ruhmsucht dabei
selbst mithalf. Auf Wunsch der DDR wurde damals vertraglich festgeschrieben,
dass die Bestimmungen zur Sicherheitsverwahrung von schweren Verbrechern
für Straftaten zwischen 1990 und 1995 im Ostteil Deutschlands nicht gelten
sollten. Diese hirnrissige Vereinbarung bewirkt, dass nunmehr in der DDR
Mörder auf freien Fuß gesetzt werden müssen, obwohl die Gefahr
des Rückfalls besteht. Traurige Konsequenz dieser beispiellosen Dummheit:
die entlassenen Täter müssen unter hohem Personal- und Kostenaufwand
Tag und Nacht beschattet werden. SZ, 5.2.2007, S.
1 |
| Helmut
Kohl der notorische Versprechensbrecher "Die Achtziger waren ein Jahrzehnt der gescheiterten Krisenbewältigung"; Kohl war mit dem Versprechen der Konsolidierung des Haushalts angetreten und brach auch dieses Versprechen: die Schulden des Bundes stiegen in acht Jahren von 309 auf ungeahnte 542 Milliarden Mark. Hubert Leber: "Das Vorspiel zur Misere", SZ 4.9.2006, S. 35; Besprechung des nachfolgenden Buchs. |
| Thilo Schabert prangert
"Die Irrtümer des Helmut Kohl" an Im zweiten Teil seiner Memoiren zeichnet Kohl ein überwiegend falsches Bild vom Verhältnis zu Frankreich während der kritischen Zeit 1989 / 1990. Schabert, Professor für Politische Wissenschaften, Universität Erlangen-Nürnberg: "Der Ex-Kanzler kritisiert das deutsch-französische Verhältnis und zeichnet damit ein historisch falsches Bild". SZ, 23.11.2005, S. 5. Es soll sogar Leute geben, die Kohls Memoiren unkritisch lesen; ihnen sind diese Webseiten zu empfehlen um sich das ganze Bild zu machen. |
| Spät erkennen Helmut Kohls
Mitregenten: Die Streichung des Buß- und Bettags als gesetzlicher
Feiertag durch die CDU/CSU-Regierung (angeblich zur Finanzierung der
Pflegeversicherung) war falsch. Günther Beckstein, CSU, gestand die
Fehlentscheidung ein. OVB, 17.11.2005, S. 23 |
| Helmut Kohl, CDU, erhält von der
CSU-Hanns-Seidel-Stiftung den |
||
| Beim Zeugenauftritt Helmut
Kohls, CDU, im Bestechungsprozess gegen Ludwig-Holger Pfahls, CSU, ( |
||
| Den Rekord im Steuern und Abgaben erhöhen
hält immer noch Helmut Kohl. Unter seinem Protektorat wurde die
Mehrwertsteuer drei Mal erhöht: zuletzt 1998 auf 16 Prozent.
SZ, 8.7.2005, S. 2 |
||
| Zur Chancengleichheit der Frauen erhält die Regierung Kohl
(alle Vorgänger und die Regeirung Schröder) nachträglich ein
Armutszeugnis von Hannelore Roedel , MdB,
CSU, ausgestellt: "Ein langer Weg liegt hinter uns! Von der Weimarer Verfassung über das Grundgesetz 1949 bis zur Festschreibung der Gleichberechtigung als Staatsziel 1994. Und wo stehen wir heute? Immer noch am Anfang. Die Gleichberechtigung der Frauen ist noch immer nicht Realität." |
||
| Helmut Kohl
ist im Aufsichtsrat der AMB Generali, Muttergesellschaft der Bausparkasse Badenia. Gegen die Badenia wird wegen
Betrugs auf Kosten der Bausparer ermittelt. Die davon betroffene Anja
Schüller beging aus Verzweiflung über den Betrug am
17.9.2004 Suizid. SZ, 10.12.2004, S. 3 |
||
| Bundeskanzler Helmut Kohl nahm 1984 den Nazi-Literaten Kurt Ziesel auf eine Israel-Reise
(!) mit. Ziesel läuterte sich nach
1945 zu einem rechtskonservativen Autor, seine Klischees standen aber immer
noch in der Tradition der antisemitischen NS-Propaganda. Noch 1996 lobte Kohl
den Nazi-Auor für sein "Eintreten für die freiheitlich-demokratische
Grundordnung unserer Bundesrepublik Deutschland" (Stefan Busch:
Und gestern, da hörte uns Deutschland. NS-Autoren in der
Bundesrepublik. Kontinuität und Diskontinuität bei Friedrich Giese,
Werner Beumelberg, Eberhard Wolfgang Möller und Kurt Ziesel. Zitiert
nach Hans Sarkowicz, Alf Mentzer: Literatur in Nazi- Deutschland. S.
416; |
||
| Helmut Kohl erhält
|
||
| Die Regierung Kohl verlegte den Sitz der Bundesregierung von Bonn
nach Berlin. Darüber läßt sich diskutieren. Per Gesetz legte
sie zudem fest, daß sämtliche Ressorts in Bonn Außenstellen
unterhalten müssen. Im September 2004 arbeiten daher 11.700
Regierungsleute in Bonn, nur 9.000 in Berlin. Monatlich fliegen rund 5.500
Beamte zwischen Berlin und Bonn. Kosten für den Steuerzahler: knapp
eine Million Euro im Monat. OVB, 6.9.2004, S. 1 |
||
| § 153 a Strafprozessordnung, ein
Strafverfahren kann gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt werden kann,
wenn so »das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu
beseitigen ist«. "Dieser Paragraph wird neuerdings Kohl-Paragraph
genannt, seitdem das Strafverfahren gegen den Altkanzler wegen finanzieller
Untreue gemäß dieser Vorschrift nach Zahlung einer Geldbuße
von 300 000 Mark ad acta gelegt worden ist." S. 135, Heribert
Prantl: Verdächtig; |
||
| Kohls Umgang mit dem Bürger und den
Medien Autogrammstunde mit Helmut kohl bei Hugendubel, München, März 2004
|
||
| Symbolische
Politik Wer die Symbolische Politik erfunden hat ist unklar. Manche nennen Richard von Weizsäcker, andere Pierre Bourdieu. Jedenfalls erreichte die Symbolische Politik unter Helmut Kohl die höchste Blüte. Sie ist die Kunst, mit Worten und Gesten eine Präsenz politischer Kräfte und Entscheidungen zu simulieren. - Ulrich Raulff, SZ, 13.3.2004, S.13 |
||
| Die von der Regierung Kohl verhängte Spekulationssteuer war
verfassungswidrig; so entschied das
Bundesverfassungsgericht (Az: 2 BvL 17/02). Jahre nach der Bundeskanzlerschaft
Kohls wurde ihm also eine weitere Verfasungswidrigkeit nachgewiesen.
SZ, 10.3.2004, S. 1 |
||
| Kohl fehlte nicht nur die Weisheit während
seiner Regierungszeit, er läßt auch jegliche Altersweisheit
vermissen: "Aber ich bin eben so, wie ich bin, zu dem geworden, was heute jeder
in der ganzen Welt weiß. Darauf bin ich stolz." OVB,
6.3.2004, S. 3 Weiß wirklich "heute jeder in der ganzen Welt"
welch kümmerlicher Versager Helmut Kohl politisch war? |
||
| Die Staatsanwaltschaft Berlin leitete Ermittlungen gegen Helmut
Kohl, CDU, und den Unternehmer Leo
Kirch wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage ein.
Grundlage sind die Protokolle aus dem früheren
Spenden-Untersuchungsauschuß des Bundestags. FAZ,
23.9.2003, S.1 Kohl betritt die Vorwürfe wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage. FAZ, 24.9.2003, S.2 |
||
| Sozialexperte Bert Rürup, Vorsitzender der
Kommission zur Reform der Sozialsysteme, warf den Regierungen unter Helmut Kohl
(1992-98 = 7 Jahre) und Gerhard Schröder (1999-2003 = 5 Jahre) vor, den
Umfang der Rentenkürzungen absichtlich verschwiegen zu haben. Die
Leistungen seien seit 1992 durch Änderungen am Rentenrecht um insgesamt
40% gesenkt worden. SZ, 11.8.2003, S.5 |
||
| Aktenzeichen 50 Js 816/00, Staatsanwaltschaft
Bonn. Es geht um das Verschwinden ganzer Aktenstapel des Bundeskanzleramts und um Daten, die von den amtlichen Rechnern verschwunden sind, alles zu politischen Vorgängen am Ende der Regierungszeit von Helmut Kohl. Die drei Tage im Herbst 1998 als dies geschah sind als "Bundeslöschtage" (Heribert Prantl, SZ, 16.6.2003, S.2) bekannt. Die ominösen Daten handeln von Panzerlieferungen nach Nahost, von Objekten im Milliardenwert, die der Bund verkauft hat: die Leuna-Raffinerie ( |
||
| Helmut Kohls verbaler Schaum vorm Mund ( |
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| Der größte Versager als
deutscher Kanzler wirft der ARD Landesverrat vor. Hat Kohl
Altersdemenz? Stephan Stuchlik, Panorama-Journalist (ARD): "Ich darf Sie noch mal fragen: Wofür haben Sie denn die Gelder von Leo Kirch bekommen?" Kohl: "Das kann ich Ihnen sagen. Die Gelder sammle ich, um das nötige Geld zu haben, um jetzt eine große Untersuchung anzustellen über die Vaterlandsverräter und Leugner der Deutschen Einheit. Etwa bei bestimmten Machenschaften der ARD." Stuchlik: "Das heißt, Sie würden und Vaterlandsverrat vorwerfen?" Kohl: "Von Teilen der ARD und natürlich die Machenschaften von vielen Jahren, die in Ihrer speziellen Sendung vorgekommen sind. das wollte ich Ihnen gern sagen und das können Sie live senden. Natürlich werfe ich Teilen von Ihnen Landesverrat vor. Was anderes war's ja auch nicht." SZ, 16.5.2003, S.35 |
||
| Jahre nach seinem
Abgang leidet Deutschland noch unter den Verheerungen
Kohls "Viele Vorschriften, unter denen Bürger und Unternehmer leiden, sind uns von der EU aufgezwungen worden. Das behaupten zumindest immer wieder Politiker entschuldigend. Was sie allzu gern verschweigen: Mancher Unfug wurde in Brüssel vor allem in der Ära des Dauerkanzlers Kohl in typisch deutscher Regulierungswur durchgedrückt. Auf Drängen der Lobbyisten, die sich Vorteile gegenüber der Konkurrenz erhofften. ... Und deshalb haben die Regierung Kohl und alle Parteien das überregulierte Regierungs- und Verwaltungssystem der Bundesrepublik präzise den neuen Bundesländern übergestülpt." Wilhelm Christbaum, Münchner Merkur, 3.5.2003, S.3 |
||
| Helmut
Kohl, CDU, kassierte für Beratung bei Leo Kirch. ( |
||
| Jahre nach Helmut Kohls Abgang leiden viele
Deutsche und vor allem deutsche Unternehmer immer noch unter seiner
Misswirtschaft. "Wer nach den Gründen für die deutsche Wirtschafts-Misere sucht, muss keine seitenlangen Abhandlungen lesen. Zwei Zahlen genügen. Die erste: 70 Prozent der weltweiten Steuerliteratur stammen aus Deutschland. Die zweite: Wer hierzulande als Arbeitgeber neue Stellen schaffen möchte, muss 80 000 Vorschriften im Arbeitsrecht beachten." Georg Anastasiadis, OVB, 15.2.2003, S.2 Auch Theo Waigel räumt |
||
| Helmut Kohls Beitrag zur Einheit
Deutschlands Anlässlich seines letzten Tages im Bundestag, 13.9.2002, (Deutschland atmet auf), brachte der Münchner Merkur eine Chronik der Einheit Deutschlands
|
||
| Rainer
Barzel, CDU, zur Vereidigung Helmut Kohls als Bundeskanzler 1983 der
Bundestagspräsident. "Mich beschwert, dass Kohl seinen hand in meine Hand
geleistet hat und ihn jetzt nicht hält." SZ, 20.7.2002,
VIII. |
||
| Dr. Kohl hat vielmehr sein
gesamtes von ihm zu verantwortendes politisches Handeln ungeachtet der
Frage, ob in dem einen oder anderen Fall die Straftatbestände der
Vorteilsgewährung oder der Bestechlichkeit verwirklicht wurden dem
Verdacht von politischer Korruption großen
Ausmaßes ausgesetzt. Aus dem
Abschlußbericht zur CDU Spendenaffäre der 90er Jahre. SZ, 12.6.2002,
S.10 |
||
| Helmut Kohl, CDU, wurde Ehrenvorsitzender des
Kuratoriums für Unfallverletzte mit Schäden
des zentralen Nervensystems ZNS. Münchner
Merkur, 4.6.2002, S.8 |
||
Karikaturist Dieter Hanitsch über Helmut Kohl, SZ,
15.4.2002, S.11
|
| Die Regierung unter Kohl ließ sich jahrelang von der
Tabakindustrie beeinflussen um ein EU-weites Werbeverbot für Zigaretten zu
verhindern. Für die Tabaklobby hatte vor allem Helmut Kohl, CDU, und Martin Bangemann, FDP, offene Ohren.
SZ, 12.4.2002, S.7 |
| Zoran Lilic, ehemaliger Ministerpräsident
Jugoslawiens, behauptet, Helmut Kohl habe
in einem Gespräch am 3.Mai 1999 zugesagt, er werde sich dafür
einsetzen, daß die damals drohende Anklage gegen Slobodan Milosevic durch das Haager
Kriegsverbrechertribunal nicht erhoben wird. Eine Krähe hackt der anderen
kein Auge aus. SZ, 25.1.2002, S.8 |
| Burkhard
Hirsch, Sonderermittler in Sachen Helmut
Kohl, teilte der Staatsanwaltschaft Bonn mit, das Kanzleramt unter
dem damaligen Bundeskanzler Kohl "sei stärker in zweifelhafte
Geschäft verwickelt gewesen als bislang bekannt". "Daten und Akten" sind
"gezielt vernichtet worden", weil Schröder keine Kenntnis von bestimmten
Vorgängen erlangen sollte. Vermutlich ging es um Millionen Mark
Schmiergeld, die in Parteikassen und Privatschatullen geflossen seine.
Münchner Merkur, 15.11.2001, S.2 |
| Günter Grass, Schriftsteller,
Nobelpreisträger: "Ich habe 16 Jahre lang die Kohl-Regierung
erlebt, ich sehe den Schaden, den sie angerichtet hat, von der Verschuldung des
Landes bis zu den schwarzen Kassen und den unaufgeklärten
Korruptionsfällen, ich sehe die vielfach nicht mehr zu korrigierenden
Ergebnisse der von ihr in den Sand gesetzten Realisierung der Wiedervereinigung
und ich möchte nicht mehr erleben, dass die gleichen Leute wieder an die
Regierung kommen." ZEIT Gespräch in ZEIT Literatur,
4.10.2001, S.63-64. |
| Im
Zusammenhang mit der geplanten Verleihung des Marburger
Savigny-Preis schreibt Prof. Dr. Helmut Saake, Hamburg: "Den Altkanzler
nach dem von ihm verursachten Parteispendenskandal, einer singuären
verfassungsrechtlichen Staatskrise, und seinem eigenen Geständnis der
Handhabung von Geheimkonten und Schwarzgeldern ohne Bedenken oder
strangulative Gewissensbisse in ienem Atemzug mit dem Grundgesetz zu nennen,
grenzt an juristische Amnesie. .. Die gesamt Kanzlerschaft Kohls
wird durch die Monstrosität seiner mafiosen Geheimkontenwirtschaft und
Schwarzgeldschiebereien in verwerflichstem Sinn diskreditiert." SZ, 22.9.2001, S.44 |
| Peter Struck, Fraktionschef der SPD: "Man kann in
vier Jahren nicht alles in Ordnung bringen, was die Vorgängerregierung in
16 Jahren angerichtet hat." Der Spiegel, 36, 2001,
S.27 |
| Helmut Kohl verzichtete auf die umstrittene
Ehrung mit dem ersten Marburger Savigny-Preis an der Philipps-Universität.
Dazu Daniel Schneider, AStA: "Die Verleihung eines Rechts-Preises ausgerechnet
an Helmut Kohl kann dem Ansehen der Universität leicht schaden, zumal in
Verbindung mit Pohl". Reinfried Pohl spendete der CDU mehrmals 50.000 DM pro
Jahr. Es wäre auch absurd, wo Kohl eher durch Rechtsbrüche
auffällig wurde. SZ 24.8.2001, S.10 |
| Ehrenamtliche Arbeit soll
durch neue Steuervorschriften stärker gefördert werden. Was der
Regierung unter Kohl jahrelang nicht gelang, wohl weil sie nicht wollte, soll
jetzt durchgesetzt werden: eine monatliche Aufwandsentschädigung bis zu
154 Euro soll steuerfrei bleiben. SZ, 19.7.2001,
S.7 |
| Helmut
Kohl leugnete Armut in Deutschland. Warum kommt ein Armutsbericht [der deutschen Regierung] erst jetzt? Rolf Romaus, Sozialforscher: "Zum einen liegt das daran, dass die Regierung Kohl geleugnet hat, dass es Armut gibt. Ihr Argument war, dass Armut mittels der Sozialhilfe bekämpft sei. Die jenigen, die diese Hilfe nicht in Anspruch nehmen, hätten ihre Situation somit selbst zu verantworten." Biss, 78, 2001, S.28 |
| Erich Ramstetter
hielt die Rede bei der Trauerfeier zur Beerdigung von Hannelore Kohl am 11.7.2001. Dabei zeigte Ramstetter
sich überzeugt, dass die Berichte über die Spendenaffäre Helmut Kohls die Krankheit seiner
Frau Hannelore verschlimmert hätten. Er schalt dazu zwar die Medien,
indirekt aber wohl den Verursacher selbst: Helmut
Kohl. Münchner Merkur, 12.7.2001,
S.3 |
| Ex-Bundeskanzler "Helmut Kohl
klagt gegen ein Gesetz, das er vor zehn Jahren mit seiner Unterschrift
besiegelt hat: das Stasi-Unterlagengesetz." Kohl will, dass es für ihn
nicht gilt. SZ, 3.7.2001, S.2 |
| "Niemand kann Kohl den
Vorwurf machen, er selbst habe für die CDU Gelder kassiert oder wisse von
solchen Zuflüssen. Dafür gibt es keine Beweise." Heribert
Prantl, SZ 22.6.2001, S.4 Der frühere Elf-Lobbyist Dieter Holzer verweigert vor dem Untersuchungsausschuss aus Rücksicht auf Helmut Kohl jede Aussage. SZ 22.6.2001, S.7 |
| Peter Eigen, Vorsitzender von
Transparency International, einer
Organisation gegen die weltweite Korruption: "Unter der Regierung Kohl
gehörten Bestechungsgelder im Ausland zur offiziellen Linie der Politik".
Kohls damaliger Wirtschaftsminister Günther
Rexrodt, FDP, verteidigte die Korruption unter Helmut Kohl: dies
geschehe zum Wohle deutscher Arbeitsplätze. SZ, 15.6.2001,
S.13 |
| Unbekümmert pumpte die Regierung unter Helmut Kohl 400 Millionen
Mark für Opfer von Nazi-Deutschland 1993 in die Ukraine, ohne
sich darum zu kümmern, ob das Geld bei den Opfern ankam. Volksvertreter
Wiktor Scherditzki, Ukraine, soll davon 86 Millionen veruntreut haben.
Der Spiegel 15/2001, S.80 |
| Nach dem Aufkauf der DDR schenkte
die Regierung Helmut Kohls der Türkei
303 934 Kalaschnikows mit einigen Millionen
Schuss Munition aus Beständen der Nationalen Volksarmee der ehemaligen
DDR; viele der Sturmgewehre tauchten später im Irak auf. Der Spiegel 15/2001, S.76 |
| "Wenn ein Bundeskanzler Bargeld entgegennimmt, dann
ist das ein Vorgang, der vor noch gar nicht so langer Zeit absolut undenkbar
gewesen wäre. Heute bekommt Kohl, wenn er sagt, er habe sein Ehrenwort
gegeben, die Verfassung nicht einzuhalten, den Beifall der Kaufmannschaft."
Burkhard Hirsch, FDP, Interview mit Heribert Prantl, SZ,
7.4.2001, S.8 |
| Obwohl jedem
Zeitungsleser bekannt und Helmut Kohl dies auch nicht bestreitet, daß er
z.B. zwischen 1993 und 1998 Spenden bis zu zwei Millionen Mark in bar
angenommen und nicht deklariert hat, wurde das
Strafverfahren gegen ihn eingestellt. Begründung u.a. unklare
Sachlage (!); Kohls angebliche Verdienste; Kohls "Wiedergutmachung" durch
Spendenaktion. Süddeutsche Zeitung, 3.3.2001,
S.1,4,6,11. |
| Kohl will seine Stasi-Akten geheim halten.
Näheres auf der |
| "Die Ära Kohl hat, so ist
wiederholt beobachtet worden, den Parlamentarismus nachhaltig beschädigt."
Hauke Brunkhorst, Professor für Philosophie in Flensburg, Literaturen
12/00 (2000), S.38. |
| Nach einer Forsa-Umfrage will eine
Mehrheit der Deutschen Helmut Kohl auch
weiterhin nicht im Amt des CDU-Ehrenvorsitzenden sehen. Münchner Merkur, 6.10.2000, S.4. Sonderbar: genau
für dieses Ehrenmann (und sonst keines) ist Helmut Kohl doch bestens
geeignet. |
In seiner Rede auf einer Veranstaltung der
Konrad-Adenauer-Stiftung warf Helmut Kohl,
CDU, der SPD und den Grünen vor: Weite Teile "der politischen
Linken" hätten 1989 das Verfassungsziel der Vollendung der Einheit
Deutschlands "bereits längst aufgegeben, manche verraten" gehabt.
|
| Nachträgliche Watsche an Helmut Kohl: "Wir haben einen
hervorragenden Bundeskanzler, Gerhard Schröder ist ein Mann der
Entscheidungen und kein Zauderer. Er macht seinen Job ausgezeichnet." Franz
Beckenbauer in einem Interview der Gala. Zitiert nach
taz, 8.9.2000, S.1 |
| Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen
Herbert Batliner, Freund des Ex-Bundeskanzler
Kohls, wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Batliner pflegt(e)
Geschäftsbeziehungen zum ecuadorianischen Drogenbaron Jorge Hugo Reyes-Torres. Süddeutsche Zeitung, 1.9.2000, S.2 |
| "Deshalb hielt es Kohl für
'wichtig' [Das Parlament 11.September 1982, H.H.] , dass Cäsar ... unter
den Dolchen der Attentäter endete. Im Kleinformat auch hier eine
Parallele: Es ist wichtig, dass Kohl nicht als 'Kanzler der Einheit' hoch in
den Gefilden historischer Unantastbarkeit blieb, sondern sich für seine
Missachtung von Recht und Gesetz verantworten muss. Und dass er dabei das
gleiche Schicksal erleidet wie Cäsar." Peter Bender, Die
Zeit, 17.8.2000, S.4 |
| Endlich sieht Kohl selbst ein, dass er ein Unwürdiger ist. Er
begründete seine Absage zur Teilnahme am Tag der Deutschen Einheit mit: er
wolle "dazu beitragen, dass der Tag der Deutschen Einheit in angemessener
Würde und fern von tagespolitischen Diskussion feierlich begangen werden
kann." Süddeutsche Zeitung, 18.8.2000, S.5 |
| SPD Generalsekretär Franz Müntefering:
"Aber richtig ist: Die Mauer ist von Osten her umgeschmissen worden. Kohl war
Kanzler. Das war sein Glück. Er hatte die Chance und er hat sie genutzt.
Die schnelle Einheit war auch richtig. Aber das hätte auch ein anderer
Kanzler geschafft." Interview der Leipziger Volkszeitung,
zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 18.8.2000, S.5 |
| Groteske Lügen Kohls im Zusammenhang mit den
Enteignungen SBZ/DDR 1945 -
1949. |
| "Kohl will nicht verstehen, dass
er sich durch seinen Rechts- und Verfassungsbruch, der sich in der
Finanzaffäre manifestiert, selbst und ganz allein geschadet und
diskreditiert hat." Süddeutsche Zeitung, 22.7.2000,
S.4 |
| Helmut Kohl hat
nach einem Bericht des Hamburger Magazins Stern im Zusammenhang mit Verlusten
einer CDU-eigenen Firma bei seiner ersten Vernehmung vor dem
Untersuchungsauschuss offenbar die Unwahrheit gesagt. Süddeutsche Zeitung, 19.7.2000, S.6. Zu deutsch: er hat wieder einmal gelogen. |
| "Kohl hat das Parlament
desavouiert und hat im Bundestag nichts mehr zu suchen" meint Peter Struck,
SPD. Süddeutsche Zeitung, 13.7.2000, S.2 |
| "Bereits [sic!] am 16.Dezember habe ich
erklärt, dass ich in den Jahren 1993 bis 1998 etwa 1,5 Millionen DM an
Spenden in bar entgegengenommen habe, die nicht ordnungsgemäß als
Spenden verbucht worden sind." "Ich habe zu keinem Zeitpunkt Geld
erhalten und auch keinerlei Kenntnisse von anrüchigen Finanzmachenschaften
gehabt." "Ich habe für die CDU Gelder in bar entgegengenommen, weil
die Spender anonym bleiben wollten." Diese 3 Sätze sind, man glaubt es
kaum, aus der Erklärung Helmut Kohls vor dem
Untersuchungssauschuss zur CDU-Spendenaffäre. Süddeutsche Zeitung, 30.6.2000, S.13 |
In der Regierungszeit Helmut Kohls
wurden im großen Stil Akten manipuliert und Computerdateien
gelöscht, ohne dass es eine Rechtsgrundlage dafür gab. Darüber
berichtete Sonderermittler Burkhard Hirsch, FDP, dem Untersuchungsausschuss.
Manipuliert wurden u.a. Daten
|
| Nach der Wahlniederlage Helmut Kohls, CDU, im Herbst 1998 wurde vom
Kanzleramt in drei Nächten heimlich zwei Drittel aller Datenbestände
im IT-Netz gelöscht. Eine Rechtsgrundlage für diese Löschungen
hat es nicht gegeben. Es betraf die politisch heiklen Vorgänge um Leuna,
Thyssen-Krupp, Fuchs Spürpanzer und die entsprechenden Schmiergelder an
Politiker. Süddeutsche Zeitung, 24.6.2000,
S.2 |
| Helmut
Kohl, CDU, bestreitet nicht mehr die Bestechlichkeit, sondern nur
noch, dass es dafür Belege gibt. "Es bleibt dabei, dass es keinerlei
Belege für den Vorwurf der Bestechlichkeit des ehemaligen Bundeskanzlers
gibt", erklärte ein Sprecher Kohls. Münchner Merkur,
24.6.2000, S.4 |
| "Goldfische machen den Mund auf, ohne etwas zu
sagen. Ob Helmut Kohl deshalb für Aquarien schwärmt? Seine
Höflinge hat er jedenfalls nach dem Vorbild der stummen Kreaturen
dressiert." Rolf Lamprecht, Korrespondent bei den Obersten Gerichten in
Karlsruhe, Süddeutsche Zeitung, 10.6.2000,
S.I |
| Die Welt: Im Zusammenhang
mit den Stasi-Abhörprotokollen über Altkanzler Kohl wird erstmals über eine
Änderung des Stasi-Unterlagen-Gesetzes debattiert. Wie bewerten Sie diesen
Vorschlag? Hans-Jochen Vogel, SPD: Das halte ich nicht für sehr glücklich. Es entsteht nämlich der Eindruck, dass dies ad personam und überdies noch für einen Exponenten der alten Bundesrepublik geschieht. Aus einem Interview in DIE WELT, 3.5.2000, Seite 4 |
| Kohl droht dem
Joachim Gauck, Leiter Bundesarchiv für die Stasi-Unterlagen. Gauck: Diese
Empörung könne nicht das von Kohl selbst unterschriebene
Stasi-Unterlagengesetz beiseite schieben. Süddeutsche
Zeitung, 15.4.2000, Seite 1. Zehn Jahre lang diente Kohls Gesetz dazu
Stasi-Leute, IMs, Mitläufer etc. vor Gericht zu bringen. Kaum soll sein
eigenes Gesetz an ihm angewendet werden, ist Kohl dagegen. |
| Wolfgang
Schäuble, Ex-CDU-Parteivorsitzender, zum CDU-Finanzskandal -
mit Blick auf Helmut Kohl. "Und da muss
ich sagen, das war schon eine ziemlich ordentliche Intrige - ich sage, mit
kriminellen Elementen". Münchner Merkur, 4.4.2000,
Seite 3, vorab zu einer Fernsehdokumentation, Phoenix, 6.4.2000,
21:00. |
| "...von grundsätzlicher Bedeutung für die
historische Einschätzung Kohls ist seine nicht weiter bestreitbare
Selbst-Offenbarung, dass er Politik wenn es sich schickt, sogar gegen
das Gesetz mit Hilfe seiner kapitalistischen Freunde macht."
Prof.Dr.Heinz Dollinger, Leserbrief Süddeutsche Zeitung,
16.3.2000, Seite 14 |
| Der ehemalige Flick-Manager
Eberhard von Brauchitsch hält die
Darstellung von Ex-Kanzler Helmut Kohl zur
CDU-Spendenaffäre für unglaubwürdig und abenteuerlich.
Münchner Merkur, 8.3.2000, Seite 4 |
| "Einer wie er, der die wahren Werte wie Ehre
und Freundschaft über das kalte, herzlose Recht stellt, gehört neben
anderen großen Moralisten wie Berlusconi, Max Strauß, Wolfgang
Schäuble und last but not least Manfred Kanther zu den großen
Ehrenmännern Europas." Bruno Jonas in Süddeutsche Zeitung, 26.2.2000, Seite II |
| "Und Kohl ist womöglich
gebildeter, als mancher annimmt." Edo Reents, Süddeutsche Zeitung, 26.2.2000, Seite 19 |
| Der Augsburger Staatsanwalt Winfried Maier bestätigte den
Verdacht, dass Staatssekretäre der ehemaligen
Bundesregierung [unter Helmut Kohl] bestechlich gewesen sind.
Süddeutsche Zeitung, 25.2.2000, Seite 1
Folge: Maier wird nicht
befördert. |
| "Der Abgeordnete Kohl fehlt mittlerweile bei
über 20 Plenardebatten und sämtlichen Fraktionssitzungen ein
Strafzoll von mindestens 3000 Mark bei unentschuldigter Abwesenheit."
Münchner Merkur, 24.2.2000, Seite 3. Die
Gehälter und Diäten im fünfstelligen Bereich dafür streicht
er weiter ein. Jetzt zeigt sich Kohls wahres Gesicht: egoistisch, machthungrig,
betrügerisch. |
| Kohl ist empört über eine Durchsuchungsbeschluss
für seine Wohnungen und Büros. Sein Rechtsanwalt sagte dazu, offenbar
gehe es den Staatsanwälten nur darum, Kohl zu kriminalisieren.
Süddeutsche Zeitung, 21.2.2000, Seite 2.
Kohl, der Geldwäscher, Steuerhinterzieher,
Lügner, Meineidler ist gegen ein normales demokratisches
Verfahren zur Verbechensbekämpfung. Zum Kriminellen wurde Kohl durch sein
eigenes Verhalten und nicht durch die Staatsanwälte. |
| "Der Trend zur Gestzlosigkeit in der
politischen Klasse der Ära Kohl löst eine noch tiefere
Vertrauenskrise aus, als damals in den schtziger Jahren die Flick-Affäre
..." Der Spiegel, 3/2000, S.25 |
| Kohl der Geldwäscher, Steuerhinterzieher,
Lügner, Meineidler |
Uwe Lüthje, CDU
Generalbevollmächtigter, gestand im Zuge der Flick-Affäre
zugunsten des damaligen Kanzler Kohls falsch ausgesagt zu haben.
Süddeutsche Zeitung, 7.2.2000, Seite 1.
Kanzler Kohl konnte sich schon damals
(Mitte der 1984/85) nur durch Lügen an der Macht halten.
Staatsanwälte ermittelten seinerzeit gegen Helmut Kohl wegen
"Jeder in der Runde wusste oder ahnte zumindest, dass Kohl für besondere Zwecke schwarze Kassen unterhielt. Die Wahlkämpfe seines russischen Freundes Boris Jelzin zum Beispiel kosteten viel Geld: Wahlkampfberater wurden bezahlt, Druckmaterial gab es gratis. Und in den achtziger Jahren wurde in Danzig der spätere polnische Staatspräsident Lech Walesa mit Geld aus inoffiziellen CDU-Kassen unterstützt." Süddeutsche Zeitung, 24.1.2000, Seite 2 |
| Stimmen zu Helmut Kohl |
| Kohls Verlogenheit ist
nicht mehr steigerungsfähig! "Kohls Unglaubwürdigkeit kann
gar nicht mehr größer werden. Insofern ist es gleich, wer der
Spender ist, welche Spender es gibt." Peter Lösche, Parteienforscher,
Professor für Politikwissenschaft, Göttingen. SZ-Interview, 5.2.2000, Seite 7 |
| "Der Mann, habe ich gedacht, verteidigt nun gegen
alle Widerstände seine Ganovenehre und verrät seine Freunde nicht."
Franz Xaver Kroetz, deutscher Dramatiker zu Helmut Kohl, SZ
4.2.2000, S.17 |
| "...im Frühling 1990, das heißt gleich
am Anfang des Jahrzehnts wo nämlich Francois Mitterand und Helmut Kohl -
die gerade jetzt wieder in den Schlagzeilen sind aus anderen Gründen -
übereingekommen sind. Francois Mitterand gibt sein Ja zur deutschen
Vereinigung, Helmut Kohl gibt sein Ja zu einer schnellen europäischen
Währungsunion. Also, ein Witzbold hat damals gesagt: das ganze Deutschland
für Kohl, die halbe Deutschmark für Mitterand. Und damit war die
klare Priorität gesetzt: Hauptzielsetzung der westeuropäischen
Politik in den neunziger Jahren ist die europäische Währungsunion.
Alles geht darauf hin. Und dort wurden die Weichen meines Erachtens zum
Falschen gestellt." Timothy Garton Ash, Historiker, im Interview, 3sat 4.2.2000, 10:45 Uhr. |
| "Helmut Kohl hat in Hamburg gesagt, dass er seine
Ehre verteidigen müsse. Kohl hat noch nicht registriert, dass er keine
Ehre mehr hat." Hans Hermann Reiters, Ottobrunn, SZ, 27.1.2000,
Seite 14 "Kohls Haltung in Wirtschafts- und Menschenrechtsfragen nährt jedenfalls den Verdacht, dass sich seine Regierung zeitweise in übergroßer Abhängigkeit von der Industrie befand." Prof. Paul Meisen, Tokio, SZ, 27.1.2000, S.14 |
| "Nun gab es keine absolute Macht in der
Bundesrepublik, aber die lange Dauerherrschaft eines Mannes, der die Grenzen
dessen, was des Staates und seiner Parteien ist und dessen, was 'seines' ist,
verschwimmen ließ." Klaus von Beyme, Politische Wissenschaft,
Heidelberg. Süddeutsche Zeitung, 20.1.2000, Seite
13 |
| "Er ist total unfähig, ihm fehlen die
charakterlichen, die geistigen und die politischen Voraussetzungen."
Franz Strauß, CSU, 1976 über Kanzlerkandidat Helmut Kohl. Die Zeit, 7.10.1988 |
| Auch Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser, CSU, geißelt die
ehemalige Regierung Kohl: "Die Abgabenbelastung ist bei uns nach wie vor zu
hoch." Steuererklärungsanschreiben N050 2158792,
Jan.2000. |
| Einschätzung Helmut Kohls durch den
Freiburger Politologen Wilhelm Hennis ab
1982: "Von da an erschien er mir nicht nur problematisch, sondern als
gefährlich." Süddeutsche Zeitung, 18.Dezember
1999, Seite 13 |
| "Kohl hat jedenfalls seinen Amtseid, den er
viermal leistete, gebrochen, denn er hat gegen das Parteiengesetz
verstoßen." Süddeutsche Zeitung, 18.Dezember
1999, Seite 4 Er steht damit in einer langen Tradition von meineidigen
Politikern, erinnert sei an Zimmermann,
CSU, genannt Old Schwurhand, der es später bis zum
Innenminister Deutschlands brachte. |
| Helmut Kohl auf die Frage, ob es geheime
CDU-Konten in der Schweiz gegeben habe: "Nein". Glatte
Lüge. Es gab sie. Kohl selbst hat geheime Konten für
schwarze Gelder zugegeben. Süddeutsche Zeitung, 8. und
9.Dezember 1999, Seite 1 bzw. 3 |
| Ende 1999 wurde eine weitere
Spendenaffäre
Helmut Kohls entdeckt. Unter anderem erhielt die CDU Millionen aus
Waffenschiebereien. Wolfgang Schäuble,
CDU, dazu: "Wenn alles aufgeklärt sei, werde Kohl wieder in
einem anderen Licht als heute erscheinen." Süddeutsche
Zeitung, 9.Dezember 1999, Seite 1 |
| "Legendär war der Auftritt des
Parteivorsitzenden Kohl, als er sich im Juli 1985 vor einem Mainzer
Untersuchungsausschuss nicht mehr an die Rolle der Geldwaschanlage
Staatsbürgerliche Vereinigung (SV) bei der Spendenbeschaffung erinnern
konnte. Diese SV hatte über die Jahrzehnte mehr als 200 Millionen Mark in die Kassen von CDU und FDP
gespült. Knapp entging Kohl damals einer Anklage wegen uneidlicher
Falschaussage." Süddeutsche Zeitung, 17.November
1999, Seite 6 |
| Flick-Affäre 1982. Helmut Kohl erhielt - laut Flick-Bücher -
insgesamt 565 000 DM Schmiergeld.
Süddeutsche Zeitung, 19.November, Seite 2 |
| Als Kohl im
Januar 1983, seit einem halben Jahr Bundeskanzler, in Tel Aviv vor 900
Repräsentanten Israels sein unseliges Gestotter von der "Gnade der
späten Geburt" von sich gab gehörte ich als Zuhörer zu
den etwa 50 dort tätigen Deutschen ..., die sich in Grund und Boden
geschämt haben, von einem solchen Bundeskanzler repräsentiert zu
werden. Die Krone waren Kohls goldene Worte: "Die jungen Leute in
Deutschland haben kein Problem mit dem Judentum. Ich gehe ja auch manchmal mit
meinen beiden Jungs über den jüdischen Friedhof in
Oggersheim." Claus Tegen, Hambühren,
Süddeutsche Zeitung, 8.Oktober 1999, Seite 15. |
| Entmythologisierung der
Rolle Helmut Kohls als großer Wiedervereiniger "Zur Jahreswende 1989/90 jedoch veränderte sich alles. Insgeheim steuerten die Supermächte einen Deal von globalen Dimensionen an: den Freikauf der DDR." "...ist heute sicher: Der SED-Staat, der 20 Jahre lang über seine Verhältnisse gelebt hatte, stand im Herbst 1989 unmittelbar vor der Zahlungsunfähigkeit." Nur leider bot Kohl dafür unnötig zuviele Milliarden "...drei Milliarden an zinslosen Krediten plus zwölf Milliarden Mark Beihilfe für den Abzug der Sowjetarmee aus der DDR ..." Alle Zitate aus Der Spiegel 39/1999, Seiten 53-57. |
| Als die UN 1995 das 50.Jubiläum ihrer Gründung mit
einem Staatschef-Gipfel feierte, lehnte es Helmut Kohl ab, dort zu sprechen.
Süddeutsche Zeitung, 6.9.2000, S.1 War er
ungeeignet oder zu feige? |
| CDU-Generalsekretärin Angela Merkel warf der Regierung ein
"Steuerchaos" vor. Münchner Merkur, 22.Mai 1999, S.1. Da die neue Regierung
noch kaum Gesetze erlassen hat, trifft dies voll das Erbe Kohl/Waigels. Frau Merkel kann nicht verlangen,
daß Schröder/Eichel innerhalb von sechs Monaten das Chaos entwirren
können. |
| Bundeskanzler Helmut Kohl
schaffte den Tag der deutschen Einheit, Gedenktag für den 17.Juni 1953,
ab. |
| "Die CDU hat eine kritische Bilanz des bisherigen Verlaufs der
inneren Einigung gezogen und dabei auch eigene Versäumnisse zugegeben. ...
Die Leistungen von Altbundeskanzler Helmut Kohl
werden im Gegensatz zu früheren Gelegenheiten in der CDU mit
keinem Wort erwähnt." Süddeutsche Zeitung 15.Mai
1999, Seite 6. Nach Ablauf der Regierungspropaganda gibt es auch nichts
mehr zu berichten: Kohls Leistung beim Aufkauf der DDR war überaus
kläglich. Jeder Stammtischpolitiker hätte es besser gemacht. |
| "Die Finanzierung der Einheit war unsolide. Es wurden Schulden
gemacht, Lasten übernommen und die Sozialkassen als Verschiebebahnhof
benutzt." Hans Eichel, Finanzminister über Kohls
folgenschwersten Mist. Münchner Merkur 5.Mai
1999, Seite 4. Im Klartext: die DDR wurde zu
teuer eingekauft, die Sozialkassen wurden geplündert. |
| Verschuldungsstaat: von 0,3 Billionen DM (1982) zockten
Kohl, Waigel & Co. die Schulden auf 1,5
Billionen (Ende 1998). Münchner Merkur 5.Mai 1999, Seite
4. Politikern fehlt die Vorstellung für Zahlen jenseits ihrer
Diäten. |
| "... zwischen 1990 und 1999 ... Tatsache ist aber, daß den
Unternehmen in diesem Zeitraum Belastungen zusätzlich aufgebürdet
wurden, die die Entlastungen um mehr als 20 Milliarden Mark überstiegen."
Anzeige des Verbands der Chemischen Industrie, Süddeutsche
Zeitung, 29.April 1999, Seite 14. Den größten Anteil an
diesem Zeitraum hatte die Regierung Helmut Kohls. |
| Einen späten Tadel erteilt der kohlfreundliche Merkur. Zur
Todesstrafe an den Brüdern Le Grand in Arizona rügt er,
"daß 17 Jahre lang niemand hierzulande daran dachte, sich der
besonderen Umstände des bekannten falles anzunehmen. Das gilt auch
für die abgelöste Bundesregierung unter Helmut Kohl."
Lorenz von Stackelberg im Münchner Merkur, 5.März
1999, Seite 2 |
| "Als Parteivorsitzender hat Helmut Kohl eine Partei
hinterlassen, die in weiten Teilen des Neuaufbaus bedarf." Michael Glos,
Vorsitzender der Landesgruppe der CSU im Bundestag. Oberbayerisches Volksblatt, 9.1.1999, Seite 2 Zu deutsch: Kohl hat in der CDU einen Saustall hinterlassen. |
| Bürgerrechtliche Schadensbilanz der Ära Kohl Asylrecht faktisch abgeschafft Recht auf Unverletzlichkeit der Wohnung besteht nur noch sehr eingeschränkt Bilanz zum Stand der Bürgerrechte unter "Mit Sicherheit weniger Freiheit" bei der Humanistischen Union |
| Jugendkriminalität Laut Bayerns Innenminister Günther Beckstein stieg die Jugendkriminalität in Deutschland in den letzten Jahren (also während der Regentschaft Kohls und Stoibers) um 40 bis 50 Prozent. Wasserburger Zeitung, 7.9.1998, S.16 |
| Armutsbericht Der Armutsbericht 1998 der Bundesregierung wurde nur nach äußerst widerwillig herausgegeben. Schließlich wird festgehalten, daß viele Kinder in Deutschland in Armut leben. Familienministerin Nolte hat dies zynisch bestritten. Eine Gruppe von Konstanzer Professoren bezeichneten den Umgang mit den alarmierenden Feststellungen des Armutsberichts durch die Regierung Kohl und Frau Nolte als Skandal. "Die Ministerin und damit auch die Partei, der sie angehört, hat mit dieser Mißachtung einkommensschwacher Familien ihre Glaubwürdigkeit, als Anwältin von Familien aufzutreten, verspielt." Süddeutsche Zeitung, 2.9.1998, S.11 |
| Der türkische Regierungschef Mesut Yilmaz empfahl den eingebürgerten Türken nicht Helmut Kohl und CDU zu wählen. Die CDU ist darüber erzürnt. Warum? Auch Bundespräsident Roman Herzog warnt die Bundesbürger radikale Parteien zu wählen (SZ 20.8.1998, S.2). Wer anders also die CDU/CSU/FDP hat in den letzten 15 Jahren die Steuern und Abgaben radikaler erhöht? Die Grundgesetze radikaler verwässert? Den Sozialstaat radikaler kahl geschlagen? Den Schuldenstand der öffentlichen Hand und die Zahl der Arbeitslosen radikaler erhöht? |
| Tiefststand beim BAföG Nur noch 15% aller Studierenden werden via BAföG gefördert. Bund und Länder geben heute 25% weniger Geld für die Ausbildungsförderung aus als noch vor 4 Jahren. SZ 12.8.1998, Seite 1 Und da fordern einige CDU/CSU-Politiker, ohne jede Sachkenntnis, eine Verkürzung der Studienzeiten! |
| "Kohl, Waigel & Co. haben den größten Teil
der 1 Billion DM Ost-Transferzahlungen in den Sand gesetzt" "Was wir brauchen, sind keine Amateure, wie sie derzeit in Bonn regieren, sondern Profis, die etwas von der Wirtschaft verstehen." Aus einer ganzseitigen Anzeige in der SZ vom 8.8.1998 |
| Die Zahl der
Erwerbstätigen steigerte sich von 1993 bis 1997 in vielen
Ländern, beispielsweise in Irland +18,3%, USA +9,2%, Griechenland
+6,5%. In Deutschland reduzierte sie sich um 5,3%! (Quelle: Globus,
OECD,Statistisches Bundesamt, Süddeutsche Zeitung 26.3.1998) Irland,
USA, Griechenland, usw. haben ja auch keinen Bundeskanzler Kohl. |
| Wettbewerb: Wer kann eine politische Tat Kohls nennen, die dem deutschen Normalbürger Vorteile brachte und die nicht jemand anderes ebenso gut, wenn nicht gar besser hätte machen können? Wettbewerb läuft seit 1998, bisher ohne eine treffende Antwort. Helmut Kohl war die bisher größte Flasche als Bundeskanzler. Er war der Kanzler der BRD, der am wenigsten zustande brachte. Während seiner Regentschaft stiegen Schulden, Anzahl der Arbeitslosen und die Steuern in schwindelerregende Höhen. Edmund Stoiber, CSU, ist andrer Meinung: Am Politischen Aschermittwoch in Passau 2003 sagte er, Schröder sei der "schlechteste Kanzler aller Zeiten in Deutschland". SZ, 6.3.2003, S.5 |