| Bildungspolitik Die Bildungspolitik wird in Deutschland arg vernachlässigt. Bayern ist oft das Schlusslicht: Die Öffnungszeit von 24 Stunden ist bei Tankstellen möglich, warum nicht auch bei Bibliotheken? Die CSU zeigt sich seit jeher bildungsfeindlich:
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| An der Bildung wird weiter gespart Kultusminister Ludwig
Spaenle, CSU, stellt 2010/2011 1060 Lehrer weniger ein als
ausscheiden Der Bildungssprecher Hans-Ulrich Pfaffmann, SPD, hatte in einer Pressekonferenz vom 23. Juli 2010 Kultusminister Ludwig Spaenle, CSU, nachgewiesen, dass im kommenden Schuljahr an den Volksschulen, den Realschulen und Gymnasien 1060 Lehrer und Lehrerinnen weniger eingestellt werden als ausscheiden. Wie wichtig Bildung (zu der auch Addition und Subtraktion gehören) ist zeigt sich daran, dass Ludwig Spaenle dies per Pressemitteilung und in Interviews zurückwies. Alle mal mitrechnen:
Lehrermangel verschärft sich durch Abbau der Arbeitszeitkonten Ab 1999 wurde an den Lehrkräften massiv gespart. Das wurde etwas abgemildert durch die so genannten verpflichtenden Arbeitszeitkonten. Mit diesem Modell wurden Lehrkräfte zu Mehrarbeit verpflichtet. Lehrerinnen und Lehrer sollten zunächst fünf Jahre lang eine Wochenstunde mehr unterrichten, dann drei Jahre lang ihr normales Stundendeputat erfüllen und schließlich fünf Jahre lang eine Stunde weniger unterrichten, um die Mehrarbeit auszugleichen. Ähnliches gilt auch für Gymnasiallehrer. Der Ausgleich dieser Arbeitszeitkonten summiert sich in den kommenden Schuljahren massiv: Tausende von Lehrkräften in Bayern gleichen ihre geleistete Mehrarbeit aus und reduzieren ihre Arbeit um eine Wochenstunde, erklärt Adi Sprinkart, Die Grünen, MdL. Bereits in den vergangenen drei Jahren hatte sich der Ausgleich der Arbeitszeitkonten auf über 1100 Planstellen hochgerechnet. PM Grüne: Lehrermangel verschärft sich weiter, 28. Juli 2010 Es fehlen daher ab 2010/11 alleine um den Stand an Lehrkräften zu halten 3780 + 1100 = 4880. Eingestellt werden voraussichtlich 2720. Es fehlen also netto 4880 2720 = 2160 Lehrerinnen und Lehrer in Bayern. Über die notwendige intensivere Betreuung ist damit noch nicht gesprochen. Siehe auch |
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| Staat
fördert bedeutend weniger Elite-Studenten als vor 14 Tagen
geplant Um die Sparmassnahmen bei der Bildung erträglicher aussehen zu lassen wurden Stipendien für Elite-Studenten (siehe den unmittelbar folgenden Beitrag) in Aussicht gestellt. Nach etwas über zwei Wochen wird an diesen Stipendien weiter gespart. Statt wie ursprünglich vorgesehen 160.000 Studenten zu fördern, werden es jährlich jeweils nur noch 6.000 sein. "Bund spart bei Stipendien", SZ, 28. Juli 2010, S. 5 |
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| Staat fördert Elite-Studenten unabhängig vom
Einkommen und Vermögen; nicht so betuchten Studierenden wurde die
Bafög-Erhöhung verweigert Bayern und Hessen stimmten im Bundesrat gegen eine lange überfällige Bafög-Erhöhung. Immer stärker wird damit die Bildung vom Geldbeutel abhängig. Bei der letzten Bertelsmann- Studie schnitt Bayern in diesem Punkt besonders schlecht ab. Dafür werden bis zu zehn Prozent aller Studenten künftig ein Stipendium erhalten: dieses wird pauschal gewährt: Einkommen der/des Studierenden oder der Eltern spielt keine Rolle; spätere Rückzahlung (wie beim Bafög) ist nicht notwendig. Die in Bayern schon vor zwei Ministerpräsidenten (= unter Edmund Stoiber, CSU) proklamierte Priorität für Bildung wirkt sich fatal aus: sie wird ständig auf Sparflamme gehalten. "Staat fördert erstmals Elite-Studenten. Bund schafft 160.000 Stipendien für leistungsstarke Hochschüler. Höhe unabhängig vom Einkommen der Eltern", SZ, 10.7.2010, S. 1 |
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| Die
Diskriminierung Behinderter durch die CSU ist eine Schande für unser
Land, siehe auch unter Insbesondere im Bildungsbereich wird die UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung von Bayern nicht eingehalten. Ein schwerhöriger Bub kann wegen zu grosser Klassenstärken im Gymnasialbereich nicht ins Gymnasium. Von Gleichheit der Bildungschancen ist man meilenweit entfernt. "Kein Platz für Schwerhörige. An Münchner Schulen verhindern überfüllte Klassen die Integration von Behinderten". SZ, 25. Mai 2010, S. 55 Wie man in der bayerischen Politik wirklich von den Behinderten denkt, kann man aus einer Mitteilungen des Innenministeriums entnehmen. Stolz wird da berichtet nicht, dass man Menschen mit Behinderungen gleich behandelt, oder ..., sondern dass man "die gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent" bei den Beschäftigten im Bayerischen Innenministerium übertrifft. Wie sähe es wohl ohne gesetzliche Vorschrift aus? "Im Geschäftsbereich des Bayerischen Innenministeriums arbeiten 3.681 Schwerbehinderte. Das sind 6,4 Prozent aller Beschäftigten. Wir übertreffen damit deutlich die gesetzlich vorgeschriebenen fünf Prozent", berichtet Innenminister Joachim Herrmann, CSU. Und weiter wird zur Sollerfüllung geschrieben: "... im Polizeibereich. Dort liegt die Schwerbehinderten-Quote im Moment bei immerhin 5,14 Prozent und erfüllt damit erstmals die gesetzlichen Vorgaben", betonte Herrmann, CSU. "In den anderen Geschäftsfeldern ... liegt die Quote deutlich über dem gesetzlichen Soll". Pressemitteilung Nr. 179/10 24. Mai 2010 Herrmann: "Innenministerium beschäftigt weit mehr Schwerbehinderte als gesetzlich vorgeschrieben" |
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| Bildung hat in Bayern Priorität wenn es um die Streichung
der Mittel geht In den zurückliegenden Wahlkämpfen wurden den Wählern stets Verbesserungen bei Familie, Bildung und Forschung versprochen. CSU und FDP versprachen im Landtagswahlkampfs die Schaffung neuer Lehrerstellen, um damit die massiven Defizite im Bildungsbereich (Unterrichtsausfälle, hohe Klassenstärken) zu mildern. Alles gelogen. Im bayerischen Koalitionsvertrag hatten CSU und FDP die Schaffung von 1000 neuen Lehrerstellen pro Jahr vereinbart. Kultusminister Spaenle, CSU, strich die Gelder für die vereinbarten 1000 Stellen. Wieder einmal müssen Schüler/Innen, die Eltern, Studenten/-innen und die Lehrer/Innen für das Versagen der CSU (diesmal bei Landesbank und Kauf der Hypo Alpe Adria) büßen. Schwarz-gelb will bei der Bildung sparen Staatsregierung streicht versprochene Lehrerstellen Grüne werfen CSU und FDP Wortbruch vor PM Bündnis 90 / Die Grünen im Bayerischen Landtag 12.5.2010 Aufgrund harter Proteste wurde die Streichung in Bayern zunächst gestrichen?! Siehe: Roland Koch,CDU, fordert weitere Einschnitte bei Familie und Bildung. "Roland Koch stellt sich gegen Merkels Kurs. CDU-Vize fordert wegen der dramatischen Haushaltslage striktes Sparen bei Krippen, Schulen und Universitäten" SZ, 12.5.2010, S. 1 |
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| Politische
Schwerpunkte der CSU für die Zukunft: Familienpolitik, Bildung und
Infrastruktur So Annemarie Biechl und Klaus Stöttner, beide CSU, MdL: "Stimmung war gut", Wasserburger Nachrichten, 27.1.2010, S. 2 Man kann es kaum mehr hören. Was waren die bisherigen Schwerpunkte? Immer wenn die CSU Schwerpunkte nennt steht es schlimm um diesen Bereich. Man erinnert sich: als Edmund Stoiber, CSU, der Bildung Priorität gab, wurde an der Bildung gnadenlos gekürzt. |
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| ... ein ganzer Jahrgang von Jugendlichen die Opfer
einer konzeptionslosen Bildungspolitik ...Anfangs gab es keine Bücher, keine Lehrpläne, zu wenig Lehrer und klassenzimmer, keine Mensen und keine Aufenthaltsräumer. Schüler in einem Leserbrief, SZ, 14.1.2010, S. 44 |
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| "Wir werden
noch mehr in die Qualität der Bildung investieren, unter allen
Umständen", Horst Seehofer,
Ministerpräsident, CSU, Kreuth, OVB 9.1.2010, S.
2. Das zeigt zweierlei:
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Bayerische Bildungspolitik weiterhin mangelhaft
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Bundesdeutsche
Bildungspolitik weiterhin mangelhaft bis katastrophal
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| Raumnot, Lehrermangel, Überfüllung an den bayerischen
Gymnasien Im Durchschnitt sind 31,2 Schüler pro Klasse. Tausende von Gymnasisten sind betroffen: Oberstufe auf Wanderschaft, Schichtessen in der Kantine. "»Die Schulen werden mit Überlast gefahren«. Raumnot und Lehrermangel an den Gymnasien", SZ 20.10.2009, S. 37 CSU und FDP schmettern Verbesserungen bei der Bildung ab CSU und FDP lehnten zentrale Forderungen des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands BLLV zu Reformen in der Grundschule ab. Die Sammelpetition forderte kleinere Klassen und längere Grundschulzeit. "100 000 Unterschriften bewegen nichts", SZ 13.11.2009, S. 51 OVB, 13.11.2009, S. 1 |
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| Wegen
Lehrermangels fallen in manchen Klassen Bayerns 20 % der Stunden aus
... ... die Schüler freuen sich., dem Kultusministerium ist von einer Notlage nichts bekannt. "Bildung mit Lücken. Wegen fehlender Lehrer und Krankheitswellen fallen in manchen Klassen 20 Prozent der Stunden aus", SZ 4. April 2009, S. 54 Trotz des bayernweiten Lehrermangels will Ludwig Spaenle, CSU, bayerischer Kultusminister, nur 2.700 zusätzliche Planstellen für Lehrkräfte schaffen. Annemarie Biechl, CSU: "Aufbruch in der Bildungspolitik", Wasserburger Nachrichten 14, 2009, S. 10 |
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| Behinderte Schülerinnen und Schüler werden in ihrer
Menschenwürde verletzt Behinderte Kinder und Jugendliche haben laut Verfassung ein Recht darauf, in allgemeine Schulen integriert zu werden. Sie dürfen nicht benachteiligt werden.
Der Landesschülerrat Bayern fordert, den Zugang zu allgemeinbildenden Schulen zu erleichtern und dabei Behinderte individuell zu fördern. PM des Landesschülerrats "Nein, du musst auf die Soderschule!" 13. April 2009 "Außenseiter im System. Nur wenige Regelschulen nehmen Behindert auf", SZ, 17. April 2009, S. 33 |
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| Baufällige Schulen sind in Bayern keineswegs
selten In jedem bayerischen Landkreis gibt es Schulen mit undichten Fenstern, Löcher in der Außenfassade, defekte Turnhallen, eklige und marode Toiletten. Der Bayerische Gemeindetag schätzt den Nachholbedarf auf 1,2 Milliarden Euro. Wieder einmal zeigt sich die Ahnungslosigkeit der Politiker, die den Kontakt zur Basis (sofern sie keinen Parteiausweis vorweisen kann) weitgehend verloren haben. So seufzte ein Kreistagspolitiker bei der Besichtigung des Viscardi-Gymnasiums Fürstenfeldbruch: "Ich konnte mir nicht vorstellen, dass es bei uns im Landkreis derart heruntergekommene Gebäude gibt". In Olching veranstalteten die Schüler einen Adventsbasar und stifteten 1200 Euro für den Kauf neuer Klobrillen. Auch Schulausfälle wegen defekter Heizanlage gibt es, beispielsweise an der Kerschensteiner Grundschule in Germering. OVB, 10.1.2009, S. 5 |
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| Die Bildungspolitik der CSU steht weiterhin unter
Kritik Eine Umfrage der Bamberger Politikberatung Pragma ergab geringe Kompetenzerwartung für die Partei im Bildungswesen. OVB, 15.1.2009, S. 5 |
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| Die Finanzlage
der bayerischen Hochschulen ist katastrophal. Überall fehlt
Geld, beispielsweise für eine Verbesserung des
Betreuungsverhältnisses, das derzeit 1 Professor für 50 Studenten
liegt. SZ, 11.11.2008 |
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| Cirka zweitausend Schüler und Eltern demonstrierten am 12.
November 2008 am Geschwister-Scholl-Platz in München gegen die
Bildungsmisere an bayerischen Schulen: zu grosse Klassen, schlechte Ausstattung
der Schulen und langjähriger Lehrermangel waren die Hauptvorwürfe.
Den Teilnehmer des Streiks drohen Verweise ihrer Schulen. So lernen die
Schüler(innen) rechtzeitig, dass vieles im Grundgesetz nur auf dem Papier
steht. |
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| Fehleinschätzung der Bildungspolitik in Bayern durch
Vertreter der Staatspartei Die Hinansetzung der Bildung in Bayern beruht vielleicht darauf, dass Vertreter der Staatspartei wichtige Bildungsziele als realisiert ansehen. Florian Ludwig, CSU, sieht als längst gelöst an (OVB, 23.9.2008, S. 32): kleinere Klassen (Kommentar: sehr grosse Klassen wurden minimal reduziert) Einstellung von mehr Lehrern (Kommentar: ja, aber viel zu wenige, anch jahrelangem Lehrerabbau) Chancengleichheit (Kommentar: die ist in Bayern nachweislich nicht gegeben) Annemarie Biechl, CSU, (OVB, 23.9.2008, S. 33): sieht gar das bayerische Bildungssystem weltweit ganz oben immerhin widerspricht sie Florian Ludwig: ihr Ziel ist die Verringerung der Klassenstärken. |
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| Bildung wird weiter vernachlässigt: Lehrermangel, zu hohe
Schülerzahlen pro Klasse, ... An Bayerns Schulen unterrichten Pensionäre, Ingenieure, Aushilfskräfte, Rechtsanwälte, Hausfrauen ... Zu lange wurde die Lehrereinstellung von der CSU blockiert, zu lange die Lehrerausbildung vernachlässigt. Auch im Schuljahr 2008/09 jammern die Schulleiter und die Leidtragenden sind die Schüler, deren Eltern und alle Bürger. Josef Kraus, Direktor des Vilsiburger Montgelas-Gymnasiums: "Das wird das schwierigste Jahr in der Geschichte unserer Schule". SZ, 16.9.2008, S. 37 Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisierten den Lehrermangel in Bayern. Unter der Amtszeit vom Kultusminister Schneider hat sich der Lehrermangel noch verschlimmert. Noch härter argumentiert die SPD: "CSU bricht Wahlversprechen schon vor der Wahl" Die CSU kündigte am 16.9.2008 künftig (!) eine bessere Schulpolitik an (BR2, 19 Uhr). Leider war die Nachrichtenmeldung im BR wahrscheinlich eine Ente. In der Sitzung der bayerischen Regierung wurde die die bildungspolitische Situation in Bayern zum Schuljahresstart 2008 / 2009 positiv eingestuft. Man lese: Kultusminister Siegfried Schneider,CSU, hat die zahlreichen Berichte und Statistiken der sozialen Ungleichheit, gerade an Bayerns Schulen offenbar ignoriert. Er sagte: Das Bayerische Schulwesen ist leistungsfähig, es bietet unseren Kindern dazu eine sehr hohe Chancengerechtigkeit." |
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| Bildungsmonitor 2008: kein Medaillenplatz für
Bayern Bayern immerhin auf Platz 4 aller Bundesländer, nach Sachsen, Baden-Württemberg und Thüringen. Dabei wurden mehr als 100 Merkmale verglichen. Minus gab es für Bayern hier: Auf 100 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Ingenieure kamen in Bayern im Jahr 2006 damit nur etwa 3,7 Jungingenieure der schlechteste Wert in Deutschland. |
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| Dr. Günther Beckstein und Kultusminister Siegfried
Schneider, beide CSU, erteilten einer eigenständigen Wirtschafts- und
Sozialpolitik für Bayern im 21. Jahrhundert eine
Absage Für die Bayerische Staatsregierung hat die Bildungspolitik als die Wirtschafts- und Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts Top-Priorität PM 498 der Staatskanzlei Beckstein und Schneider zur Bildungspolitik, 23.8.2008 Zum wievielten Mal in den letzten 15 Jahren erhielt die Bildungspolitik verbal Top-Priorität? Keiner weiß es, da keiner mitgezählt hat. Ich shcätze im hohen zweistelligen Bereich |
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| Heinrich
Oberreuter, Professor an der Universität Passau, über die
Bildungspolitik in Deutschland: "Mir fällt auf, dass in Deutschland
Bildung und Forschung in politischen Sonntagsreden immer Priorität
genießen, was sich jedoch jahrelang nicht im Haushalt widerspiegelte:
also eine rhetorische Prioritätensetzung". SZ, 31.7.2008,
S. 42 |
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| Bayerns Schulsystem ist extrem
undurchlässig Die Eltern müssen in Deutschland früh entscheiden, auf welche Schule ihr Kind geschickt wird. Kein Problem, behaupten die Bildungspolitiker, der Wechsel ist gewährleistet. Wie so oft aus Politikermund: glatt gelogen. "Nur klägliche 0,4 % schaffen es von bayerischen Realschulen aufs Gymnasium", erklärte Bernhard Schmidt-Hertha aufgrund einer Studie, die an der LMU München im Auftrag der Grünen im Landtag (der CSU ist Bildung eher egal solange der Bürger das Wahlkreuz bei der Staatspartei macht). Am zweiten Bildungsweg, den beruflichen Schulen wie FOS und BOS, schaffen 28 % das Zeil dieser Schulen nicht, d.h. kein Abschluß und weniger Berufschancen. OVB, 2.8.2008, S. 7 Heinrich Oberreuter, Professor an der Universität Passau, über die größten Versäumnisse der Bildungspolitik der CSU: "Vor allem in der Frühförderung. Was mich zusätzlich in Rage bringt, ist die Mangelnde Sensibilität für die Fort- und Weiterbildung." SZ, 31.7.2008, S. 42 |
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| Mit
Studiengebühren Hand-in-Hand: Verschlechterung des
Bibliotheksangebots Die Bibliothek des Studentenwerks eine Freihandbibliothek und grossem Lehrbücherangebot, dadurch für Studierenden extrem hilfreich wird von der Uni-Bibliothek übernommen. Ein Teil der Bücher geht zurück in die Fachbibliotheken; Belletristik und Reisebücher werden abgebaut. Sinkende staatliche Zuschüsse erschwerten die Selbständigkeit der Bibliothek des Studentenwerks. SZ, 16.7.2008, S. 38 |
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| Ungerechte Verteilung der
Studiengebühren Einige Unis verteilen die Gebühren zugunsten von Fächern mit höheren Kosten um. Dabei finazieren die Studenten überfüllter Massenstudiengänge Fächer mit, in denen Studienbedingungen und Berufsaussichten ohnehin besser sind. Das führt zu einer mässigen Akzeptanz der unsozialen Gebühren. Bundesweite Umfrage ergibt: 70 Prozent der Studenten sind gegen Studiengebühren Die Zeit 27, 2008 |
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| Folgen der
jahrelangen Hau-ruck-hü-hott-brrr-Bildungspolitik in
Bayern: Die Gymnasien platzen aus allen Nähten: Raumnot, nochmals gesteigerter Lehrermangel Folge der Zentralisierung: Schulen mit bis zu 1.700 Schülern; grosse Klassen; SZ, 5.6.2008, S. 45 Die nach der überhasteten G8-Einführung notwendigen Mensen kosteten 64.000.000 Euro und drohen nach dem Rückrudern bei der Reform des G8 überflüssig zu werden; den Abgeordneten ist das natürlich egal; Hauptsache die Diäten werden pünktlich erhöht und bezahlt. SZ, 5.6.2008, 49 |
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| Angebliche Priorität für Bildung und Kinder,
angebliche Lehrmittelfreiheit ... ... die Wirklichkeit: Schulbücher aus Spenden Der Verein Freunde und Förderer der Hauptschule in Wasserburg am Inn besorgte aus Spendengelder die wichtigen 60 neuen Atlanten. OVB, 3.6.2008, S. 11 |
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| Studiengebühren, Studentenwerksbeitrag,
Verwaltungskostenbeitrag Zum Studentenwerksbeitrag und dem sogenannten Verwaltungskostenbeitrag wurde für die Studierenden noch eine Studiengebühr verhängt. Entgegen den ersten Zusicherungen ( |
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| Nach dem Scheitern
des 37-km-Transrapid ( Trotz massivem Lehrermangel (vor allem in naturwissenschaftlichen Fächern und Mathematik) und Klassenüberfüllung will die CSU nur 63 Millionen Euro zusätzlich in die Bildung stecken. Das nennt sie dann Bildungsoffensive Maximilianeum. Das Online-Magazin des Bayerischen Landtags 3. 2008 S. 10 Für Bildungschancen und -verbesserung also noch nicht einmal 13 % des Geldes für den Transrapid. |
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| Nach Verlusten bei der Kommunalwahl
Anfang März 2008 zeigt sich die CSU noch wetterwendischer als bisher. In
zahllosen Aktionen werden gerade oder vor kurzem getroffenen Entscheidungen
revidiert oder nivelliert. So wird aus dem holter-di-polter eingeführten
achtjährigen Gymnasium das G8-light. |
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| "Die Chancen eines
Arbeiterkindes, anstelle der Realschule ein Gymnasium zu besuchen, sind viermal
geringer als die eines Kindes aus der Oberschicht", 1991,
zitiert nach SZ, 4.2.2008, S. 11. Jürgen
Baumert, Bildungsforscher, Wissenschaftliches Mitglied der
Max-Planck-Gesellschaft, apl. Professor für Erziehungswissenschaft, FU
Berlin, Honorarprofessor für Erziehungswissenschaft,
Humboldt-Universität zu Berlin, Vize-Präsident der
Max-Planck-Gesellschaft.
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| Literatur | ||
| Bei Amazon nachschauen | Bei Amazon nachschauen | |
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| Bruno Preisendörfer: Das
Bildungsprivileg: Warum Chancengleichheit unerwünscht ist. Eichborn
2008. Broschiert, 191 Seiten
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| Hans-Ulrich Pfaffmann, SPD, Bildungssprecher im
Landtag, forderte die CSU auf, endlich Klassen an Realschulen und Gymnasien mit
mehr als 33 Schülern zu verkleinern. Wenn es nach der CSU-Landtagsfraktion
geht, wird diese wichtige bildungspolitische Massnahme auf Jahre hinaus
geschoben. Die CSU stellte im Bildungsausschuss dazu ein "Mehrjahresprogramm"
vor. |
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| Landesschülervertretung Bayern kritisiert das
Schulsystem Ann-Sophie Winter, Vorstandsmitglied der Landesschülervertretung Bayern: "Der enorme Druck jetzt auf die richtige' Schulart zu kommen, wird auch dieses Jahr den 9- und 10-Jährigen schwer zu schaffen machen. Die Eltern werden wieder als Goldesel für Nachhilfestunden missbraucht werden." Und im Hinblick auf Klassen mit 34 Schülerinnen und Schülern: "Individuelle Förderung in solchen Klassen leisten zu wollen, ist unmöglich." |
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| Dank beharrlicher Bildungs-Fehlpolitik der CSU
fällt Bayern im Vergleich der Bildungssysteme innerhalb Deutschlands von
Platz 2 (2006) auf Platz 4 (2007). Bei der Abiturquote ist Bayern (mit Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg)
Schlußlicht. Alleiniges
Schlußlicht ist Bayern bei der Ganztagsstruktur. Nur 1,8 %
Grundschüler gehen auf Ganztagsschulen. Bei der Kinderbetreuung sieht es in Bayern ( |
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Die
Bildungspolitiker der CSU-Regierung
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| Fast 180.000
bayerische Eltern forderten mehr Lehrer und kleinere Klassen. Siegfried Schneider, Kultusminister, CSU, nahm immer
hin die Unterschriftenlisten entgegen. Die Wünsche und Forderungen der
Eltern wies er ab: es sei wissenschaftlich nicht belegt, dass kleinere Klassen
günstiger seien
Der SPD-Bildungssprecher Hans Ulrich Pfaffmann ist empört: Der Kultusminister hat den Bezug zur Realtität in den Schulen vollkommen verloren. |
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| Zum Tag der
offenen Tür im Maximilianeum 2007 kamen viele Jugendliche und
Schüler. Ein 13-jähriger sprach die Bildungsmisere an den bayerischen
Schulen an: "Warum gibt es an den Schulen zu wenig Lehrer?". Alois Glück, CSU, machte das, was viele
Politiker auf Bürgerfragen antworten (wenn sie es überhaupt tun): er
log kräftig: Im Herbst werde alles besser. Maximilianeum 6 (2007) S. 1 Er nannte kein Jahr |
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Das bayerische
Kultusministerium rechnet bayernweit mit einem starken Anstieg der
Gymnasiasten. Die meisten Klassen werden pädagogisch völlig
unverantwortlich 31 bis 33 Schüler haben.
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| Während die CSU bildungspolitisch
noch am Ende des 19. Jahrhunderts verharrt (Klassenstärke soll bei der
Rückwärts-Partei maximal 33 Schüler sein), fordert die
Bildungspolitikerin Angelika Weikert, SPD,
maximal 20 Schüler. |
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Erst im nächsten Schuljahr will die Staatsregierung 100 (!?) neue Lehrerstellen schaffen; nötig wären über 1000. Die Klassenstärke soll auf maximal 33 Schüler begrenzt werden; pädagogisch verantwortlich wären allenfalls 20 oder besser 16. Die Mobile Reserve an Lehrern soll in drei Schritten um 280 Stellen erhöht werden. SZ, 23.5.2007, S. 47 "Die CSU-Fraktion und die Staatsregierung haben das Problem der zu großen Klassen jahrelang ignoriert und sind somit mitverantwortlich für mangelnde Förderung der Schüler und die Überlastung vieler Lehrerinnen und Lehrer. Was wir aber überhaupt nicht brauchen, ist ein Maßnahmenkatalog. Wir brauchen die sofortige Einstellung von Mitteln in den Nachtragshaushalt für mehr Lehrer und Lehrerinnen", Hans-Ulrich Pfaffmann, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion. |
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| Der bayerische
Staat will wieder einmal bei den Schwachen hier den
Behinderten einsparen. Das Kultusministerium plant die 13
Sprachschulen in Bayern zur Förderung sprachbehinderter Kinder in
sonderpädagogische Zentren umzuwandeln. Dabei sollen Kinder mit
unterschiedlichen Defiziten und Behinderungen zusammengeworfen werden. Einen
Elterninitiative befürchtet erhebliche Nachteile für die Kinder. Die
Zusammenlegung in billigere, standardisierte Zentren zeigt die große
soziale Kälte in der bayerischen Regierung. Zentralismus ist seit langem
eine Krankheit der CSU. Artikel 118a und 128 der Bayerischen Verfassung werden
ignoriert. SZ, 31.5.2007, S. 37 Art. 118a Menschen mit Behinderungen dürfen nicht benachteiligt werden. Der Staat setzt sich für gleichwertige Lebensbedingunen von Menschen mit und ohne Behinderungen ein. Art. 128 (1) Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch darauf, eine seinen erkennbaren Fähigkeiten und seiner inneren Berufung entsprechenden Ausbildung zu erhalten. |
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| Lehrermangel in Bayern immer dramatischer Aktion: Mehr
Leher für Bayerns Schulen Der Unternehmensberater Albert Orterer in Wackersberg organisiert in seiner Freizeit den bayernweiten Protest gegen Lehrermangel, Klassenzusammenlegungen und Unterrichtsausfall. Kombiklassen haben 30 Schüler und mehr; pädagogisch sinnvoll sind höchstens 20. Orterer sammelt mittlerweile 31.100 Protestunterschriften. OVB, 22.5.2007, S. 5 Minister Siegfried Schneider, CSU, juckt das wenig: der Bürger zählt wenig ( |
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| "Bayerns Bildungswesen ist unter- und
fehlfinaziert", meint Klaus Wenzel, der
neue Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands BLLV.
Außerdem fordert er weniger Auslese und mehr Förderung.
SZ, 21.5.2007, S. 50 Die Minderheiten und Schwachen
haben es in Bayern besonders schwer. |
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| Die Einführung des G8-Gymnasiums war Pfusch.
Dies merkte Jahre nach der Einführung auch Minister Siegfried Schneider, CSU. Er plant die Qualität
der Lehre zu verschlechtern: die zweite fremdsprache soll erst später
gelernt werden. Die Landeselternvereinigung der Gymnasien in Bayern LEV fordert
eine Überprüfung und Kürzung der Lehrpläne. Verbandschef
Max Schmidt: "Den Kindern wird zuviel
zugemutet." OVB, 12.5.2007, S. 1 Simone Tolle, Grüne: Was wir jetzt
brauchen sind endlich Taten und nicht eine weitere Verschlimmbesserung auf
Kosten der Schüler und Lehrer. PM Grüne im Landtag, 14.5.2007 |
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| Die
Einführung des G8-Gymnasiums war Pfusch. Dies merkte
Jahre nach der Einführung bei einem Besuch im
Ludwig-Thoma-Gymnasium, Prien, auch MdL Klaus
Stöttner, CSU. Leider ist das Kind schon ins Wasser (in die G8)
gefallen. Man darf gespannt sein, wo demnächst weiter gemurkst wird.
OVB, 3.5.2007, S. 16 |
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| Klassenstärken
ist an allen bayerischen Schularten zu hoch, besonders aber an den Realschulen
mit durchschnittlich 28,8 Schülern pro Klasse. Mehr als 280 Klassen haben
über 33 Schüler. Das heisst fast 10.000 Realschullehrer und
-schüler haben sich damit herumzuschlagen. Immerhin sprach sich sogar
CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann für eine Reduzierung aus.
Kultusminister Siegfried Schneider, CSU,
sieht sich überfordert. Er "zielt" darauf ab im Nachtragshaushalt mehr
Geld einzuplanen. Vorrang haben natürlich die Dienstautos der Minister und
Staatssektretäre. OVB, 30.4.2007,
S. 8 |
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| In den nächsten Jahren werden
80.000 Studenten mehr in die bayrischen Hochschulen strömen. Das ist kein
kurzfristiger Spitzenwert. Die eh kaum mehr tragbare Raumnot und
Personalknappheit wird sich noch mehr zuspitzen. Die Hochschulen warten auf ein
Finanzierungskonzept. Sicher wird der bayerische Kultusminister irgendwann von
den Studentenzahlen völlig überrascht sein
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Leserbrief von Frau
Nina Reinfelder, Bayerisches
Staatsministerium für Wissenschaft, Süddeutsche Zeitung,
19.3.2007, S. 48
Man mag zu den Studiengebühren stehen wie man will,
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| Die zitierte
Behauptung von Frau Nina Reinfelder, Bayerisches Staatsministerium für
Wissenschaft, ist aus einem weiteren Grund völlig verfehlt: In Bayern kann
nicht "jeder begabte junge Mensch"
studieren: viele von ihnen werden ausgewiesen, abgeschoben, vertrieben oder
erst gar nicht ins Land gelassen. |
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| Die "vereinzelten" (so Schulminister
Siegfried Schneider, CSU)
Unterrichtsausfälle führ(t)en zu landesweiten massiven Protesten.
Gerhard Waschler, CSU, bildungspolitischer Sprecher (!), kennt dagegen kaum Unterrichtsausfall. Laut ihm falle nur 1,4 % des Unterrichts aus. Frau Henrike Kinader-Dietz, Vorsitzende des Gesamtelternbeirats Landshut ist anderer Ansicht. Sie lud zur Podiumsdiskussion "Sparen wir unsere Kinder dumm? Eltern fordern regulären Unterricht!", 1. März 2007, Alte Kaserne Landshut. |
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| Weitere Kürzungen im Bildungsbereich in
Bayern Seitdem Bildung bei der CSU Priorität hat werden die Mittel dafür gekürzt. Das bayerische Wissenschaftsministerium kürzte die Zuschüsse zur Leseförderung der Kinder für 2006 um 20 %. Damit unterstützt Bayern diesen wichtigen Bildungsbereich geringer als Thüringen oder das Saarland: pro Einwohner sowieso aber auch in absoluten Euro-Zahlen (das Saarland hat nur ca. 1 Mio Einwohner). SZ, 1.12.2006, S. 16 Vielleicht verstehe ich "Priorität für Bildung bei der CSU" falsch: ist die Subvention für die CSU nahe Hanns-Seidl-Stiftung ( |
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Thomas
Goppel, CSU: alle Studierenden "profitieren von besseren
Studienbedingungen, beispielsweise längeren
Bibliiotheksöffnungszeiten, mehr Kleingruppen, einer besseren
Studienberatung oder mehr Tutorien", SZ, 14.2.2007, S.
48. Da hätte Herr Goppel recht, wenn der Satz im Konjunktiv
stünde. Statt besserer Bedingungen
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| Drastischer Lehrermangel in Bayern, SZ 8.2.2007, S. 45, das Kultusministerium merkt ihn nicht | ||||||||||||||
| Überall an den
Schulen und Universitäten fehlen Personal, Geld und andere Mittel, doch
das Bayerische Kultusministerium weist die
Vorwürfe zurück. Am Schreibtisch am Salvatorplatz kennt
man die Probleme nicht. So meint Ludwig
Unger, Sprecher des Kultusministeriums: "Die Schule kann auch
Arbeitsgemeinschaften, wie Schulgarten, Instrumentalunterricht und Schulspiel
einrichten". Leserbrief, SZ 14.2.2007, S. 35. Dagegen
fallen in anderen SZ-Zuschriften, 14.2.2007, S. 35, die folgenden
Vorwürfe: Lehrermangel ist in Deutschland eine Naturkonstante,
Konzeptlosigkeit, fehlender Mut zum Eingeständnis von Fehlern,
Mangelsituation in der universitären Lehrerausbildung; "fiel heute der
komplette Unterricht aus". Das Kultusministerium wird's weiter erfolgreich
ignorieren. |
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| Welcher Berufstyp lässt sich
stellenmässig am einfachsten planen? Grundschullehrer. Man kennt die
Geburten und Zuzüge und weiß wieviel davon wann das Einschulalter
erreichen. Der Rest sind drei Grundrechenarten. Entsprechend stellt man Lehrer
ein. Dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus gelingt
diese Rechnung seit Jahren nicht. Derzeit scheitern daran Staatsminister
Siegfried Schneider und Staatssekretär
Karl Freller, beide CSU. Es gibt drastische
Lehrerengpässe in den Grund- und Hauptschulen, Unterrichtsausfall und
Ersatzlehrer zuhauf. Die Statistik zum Unterrichtsausfall spiegelt das kaum
wieder: die Schulleiter schweigen aus Loyalitätsgründen oder aus
Angst vor Versetzung. Hans-Peter Leitner,
Vorsitzender des Hauptpersonalrats für Grund- und Hauptschulen in
Oberbayern: "Es fällt laufend Unterricht aus." OVB,
13.2.2007, S. 7 |
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| Kulturverständnis der CSU An der Grundschule an der Camerloher Strasse, München-Laim, wurde vom CSU-Ministerium das Fach Französisch gekürzt: statt 26 Stunden sind nur noch 14 Stunden pro Woche vorgesehen. SZ, 30.1.2007, S. 38 |
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Maximilian Pfeffer, Leiter der Volksschule Essenbach
(Kreis Landshut) zum notorischen Unterrichtsausfall und Lehrmangel:
Wegfall der Unterstützungssysteme Klassenzusammenlegungen Unterrichtsausfall Kommentar: die CSU fördert, wenn überhaupt, die Elite; die Schwächeren werden vernachlässigt bis ignoriert. Maximilian Pfeffer:
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| Bürgerferne, wo immer es geht, siehe auch Familien mit drei und mehr Kindern müssen keine Studiengebühren zahlen. Das schrieb man ins Bayerische Hochschulgesetz um ein Alibi für das "S" in CSU zu haben. Der Nachweis dafür muss mit einem Bescheid der Familienkasse bei den Hochschulverwaltungen belegt werden. Doch die Familienkassen weigern sich, die verlangten Bescheinigungen auszustellen. Ob die Weigerung auf "höherer" Anweisung erfolgt, ist unklar |
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| Die ohne Rücksicht auf
Schüler und Lehrer eingeführte Verkürzung der Gymnasialzeit von
neun auf acht Jahre belastet das Leben der betroffenen Familien erheblich
(siehe SZ, 18.1.2007, S, 50 |
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| Das
Kultusministerium Bayerns sucht (angeblich?) hängeringend
naturwissenschaftliche Lehrer für die Gymnasien. Der Mangel (den man bei
Kenntnis der Grundrechenarten eigentlich vorhersehen hätte können)
führt zum Entfall von Unterrichtsstunden und Wahlunterricht.
Vertretungsstunden können nicht besetzt werden. Ein ausgebildeter Physik-
und Biologielehrer (der einst aufgrund der kurzfristig agierenden
bayerischen Bildungspolitik nicht zum Zug kam) bewarb sich und wollte zu
4.500 Euro monatlich einsteigen (um einiges weniger, was der Bewerber bisher
verdiente). Alles passte, doch da wurde im November 2006 ein neuer Tarifvertrag
in Kraft gesetzt, der die Berufserfahrung des Lehrers in der Wirtschaft nicht
mehr zählen ließ. Folge: das Gehalt wäre auf 2.890 Euro
geschrumpft. Diesen abermaligen Rückschritt kann der Bewerber nicht akzeptieren: er sucht seine Job weiterhin in der Wirtschaft. Das Kultusministerium hat wieder einen Lehrer verprellt |
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| Wolfgang Vogel, der hochschulpolitische Sprecher der
SPD-Landtagsfraktion: "Die Universitäten und Fachhochschulen stehen mit
dem Rücken an der Wand. Konkrete Vorschläge für die
Bewältigung des bevorstehenden Ansturms junger Menschen auf die
Hochschulen sind beim CSU-Minister Fehlanzeige." Der Minister Thomas Goppel, CSU, hatte versprochen, die zusätzlichen Studiengebühren würden sich in einer Verbesserung der Studienqualität niederschlagen. Der Sprung der Abiturientenzahl 2010 von 34.000 auf 70.000 kann mit den defizitären staatlichen Mittel nicht bewältigt werden. Der Bayerische Oberste Rechnungshof rügte den Freistaat wegen der viel zu niedrigen Mitteln im Hochschulbereich. Das geheime Motto der Staatspartei: je weniger Bildung, desto höher der CSU-Wahlanteil. |
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| "Meine
Resultate zeigen, dass große Klassen den lernprozess stark negativ
beeinflussen. ... In Klassen mit mehr als 30 Kindern leidet auch das Soziale
Klima enorm". ... "Kleine Klassen steigern die Lernmotivation und stärken
das Miteinander." ... "Angesichts der veränderten Lernbedingungen und
vielseitigen Belastungen der Lehrer und Schüler müsste die Obergrenze
bei 25 Schülern liegen." Fritz Haselbeck, Pädagoge und Didaktik-Dozent an der Universität Passau, SZ, 26.10.2006, S. 49 |
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| CSU Abgeordnete: von
Pädagogik und Psychologie wenig Ahnung Auf dem CSU Parteitag in Augsburg schlug Gerhard Waschler, MdL, vor, dass man sich nach Kräften bemühe, Klassen mit mehr als 33 Schülern zu verkleinern. Wünschenswert sind Klassenstärken unter 20 Schüler(innen). Die CSU will erst bei 33 anfangen sich zu bemühen. Zur notwendigen Stärkung der Hauptschulen meinte ein Leiter einer Hauptschule aus dem Landkreis Eichstätt: "Es hat schon viele Initiativen gegeben und ich habe noch keine erfolgreiche erlebt." SZ, 16.10.2006, S. 49 |
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| Oberbayerisches Volksblatt Rosenheim: 5.10. 2006:
Nur noch 49 Prozent: CSU unter
Schock Und schon reagiert die CSU. Jetzt muss die Bildung herunter gefahren werden, damit die Zustimmung zur CSU wieder steigt. 110 Hauptschulen in Oberbayern werden geschlossen, davon allein sechzehn im Landkreis Rosenheim. Quelle: Blickpunkt Rosenheim 7.10.2006 Strafmassnahme? |
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| Ungenügende Ausstattung der Bibliotheken an den
Hochschulen in Bayern Obwohl die Studentenzahl in Bayern seit 1990 um rund 20 Prozent zugenommen hat, wurde das Personal für die Bibliotheken an den Universitäten um 2 Prozent reduziert. Die staatlichen Zuwendungen an die Bibliotheken blieben gleich oder wurden reduziert. Dr. Christoph Rabenstein: "Dramatische Personalsituation an den Bibliotheken der Fachhochschulen und Universitäten in Bayern - Staatsbibliothek hat zur Sicherung des kulturellen Erbes keine Mittel", |
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| Die
OECD (Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung) veröffentlichte am 12.9.2006 den
Bildungsbericht 2006. Die Studie stellt die Entwicklung der Bildungssysteme der
30 größten Industrienationen vor. In Deutschland herrscht demnach
ein dramatischer Mangel an Akademikern. Der Anteil von Hochschul- oder
Fachhochschulabsolventen liegt in Deutschland bei 20 %, im OECD-Durchschnitt
aber bei 35 %. Arbeitgeberpräsident Dr. Dieter
Hundt: "Es ist richtig, dass wir mehr Studierende brauchen."
Dagegen bekundet Kultusminister Siegfried Schneider und Wissenschaftsminister Thomas Goppel, beide CSU, ihre mangelnde Sachkenntnis und/oder Ignoranz. Schneider kritisierte die "gebetsmühlenartig" wiederholte Forderung nach Abitur für alle. Hier verwechselt Schneider die geforderten Hochschulabschlüsse (Akademiker!) mit dem Abschluss am Gymnasium (Abitur!). Der karikaturreife Abschuss ist die gemeinsame Feststellung der beiden CSU-Minister, die Daten der einzelnen Länder seien nicht miteinander vergleichbar, weil die Bildungssystem zu verschieden sind. OVB, 19.9.2006, S. 5 Richtig, darum geht es ja gerade |
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| Die mangelhafte bayerische
Bildungspolitik führte zur bundesweit niedrigsten Abiturientenquote. Das
kommt nicht daher, weil die bayerischen Schüler dümmer oder fauler
sind, sondern das sind die Politiker. |
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| Mängel laut Bayerischen Bildungsbericht 2006
Quellen: PM SPD Landtagsfraktion |
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| Sitzenbleiber | Bayern ist absoluter Spitzenreiter in Deutschland. Das liegt weder an den Lehrern noch an den Schülern, sondern stark an den nachfolgend aufgeführten Mängel. | ||
| Chancengleichheit | mangelhaft: der Schulerfolg hängt in hohem Maße von der sozialen Herkunft, der Staatsangehörigkeit und dem Geschlecht des Kindes ab. Unterschicht, Migranten und Buben werden vom System benachteiligt. Reiche Eltern werden immer wichtiger, da der Staat für die Ausbildung immer mehr abkassiert. | ||
| Durchlässigkeit | in Bayern Fehlanzeige; ganze 44 % besuchen die Hauptschule. Viele Schüler hätten die Voraussetzungen zu einem besseren Schulabschluß. Immerhin hat Siegfried Schneier, CSU, zuständiger Minister den Mangel erkannt und will die Durchlässigkeit verbessern. | ||
| Ganztagsangebot | trostlos | ||
| Lehrer | überaltert; die Pensionierungswelle kommt in den nächsten Jahren | ||
| Klassenstärke | in 40 % aller Klassen sitzen mehr als 30 Schüler(innen); eine pädagogische Katastrophe: "XL-Klassen" überfordern Lehrer und Schüler. | ||
| Der Schulerfolg in Bayern hängt stark vom Geldbeutel der
Eltern und vom vom Wohnort ab. Hohe Übertrittsquoten ins Gymnasium gab es
im Landkreis München, Starnberg und Erlangen-Höchstadt (Landesstudie des Staatsinstituts für Schulqualität und
Bildungsforschung). Migrantenkinder haben wenig
Chance. Nur 2,9 % der bayerischen Schulen bieten beispielsweise eine
Ganztagsbetreuung an. Nur 66 % der Hauptschüler schaffen den
Quali-Abschluss. In vielen Klassen sind 30 und mehr Kinder in einem
Klasszimmer. Hans-Ulrich Pfaffmann,
bildungspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion: "Bayern ist das Land der
Bildungsungerechtigkeit"; |
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| Die bayerischen Politiker versicherten immer,
die zusätzliche Studiengebühr ab dem Jahre 2007 könne von den
Hochschulen ohne Mitsprache der Partei oder der
Regierung verwendet werden. Bevor die Studierenden zum ersten Mal die zusätzliche Studiengebühr berappen müssen greift Joachim Herrmann, CSU, in die Verfügungsgewalt der Hochschulen ein. Der bayerische Staat überweist zu wenig Geld für wichtige Baumassnahmen. Die Hochschulen wollen hier finanziell nachhelfen. "Völlig indiskutabel", meinte "der sich nicht einmischende" CSU-Fraktionschef Joachim Herrmann. Studiengebühren waren von Anfang an nur dazu gedacht, die Löcher in der Hochschulfinanzierung zu stopfen, kritisierte Ulrike Gote, hochschulpolitische Sprecherin der grünen Landtagsfraktion. SZ, 5.7.2006, S. 45; |
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| Die bayerischen Politiker versicherten immer, die
zusätzlichen Studiengebühren ab dem Jahre 2007 kämen direkt den
Hochschulen zugute. Nun legte Thomas
Goppel, CSU, den Grundstein für die Verfügung der Gelder
durch den Staat: nach seinem "Vorschlag" zahlen Bayerns Studenten die
zusätzlichen Studiengebühren (500 Euro pro Semester) auf ein
staatliches Konto ein. SZ, 13.5.2006, S. 45 |
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| Gegen den Protest von Eltern, Lehrern und
Bürgermeistern sind im Jahr 2005 mindestens 130 von 429 Teilhauptschulen
in Bayern geschlossen worden. Viele Kinder haben jetzt einen längeren
Schulweg, aber das lässt die CSU-Mehrheit kalt. Der Ruf der Partei der
sozialen Kälte wird aktiv verteidigt. Bis zum Sommer 2007 sollen
sämtliche Teilhauptschulen in Bayern geschlossen werden. Maximilianeum 1/2006, S. 9 Bildung bleibt Nebensache,
Hauptsache die bayerischen Bürger wählen CSU. |
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| Nach kräftigen Abstrichen in den letzten Jahren erhalten
Bayerns Universitätsbliotheken und die Bayerische Staatsbibliothek aus
Sondermittel 3,5 Millionen Euro mehr Geld.
Die Regelförderung für Bayerns Bibliotheken durch das Land
beträgt nun 20 Millionen Euro. Süddeutsche
Zeitung, 15.2.2006, S. 40 Zum Vergleich des Stellenwerts der Kultur
zu beispielsweise einer Zeitersparnis bei der Fahrt zum
Flughafen: der Transrapid soll mit 1.800 Millionen Euro bezuschusst werden
( |
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| Der UN Sonderbeauftragte für das Recht auf
Bildung Vernor Muñoz Villalobos
kritisierte am 21.2.2006 das deutsche Schulsystem massiv. Zu hohe soziale
Ungleichheit, Benachteiligung von Migrantenkindern, Benachteiligung von armen
Kindern, schwache Position des Bundes: dadurch keine Einheitlichkeit. Die
Rahmenbedingungen im hoch selektiven deutschen Schulsystem seien inakzeptabel:
zu große Klassen, zu wenig pädagogisches Personal, zu hoher
Leistungsdruck. Gleiche Chancen für alle Schüler sind nicht
gewährleistet. SZ, 22.2.2006, S. 1 Das hoch
selektive bayerische Schulsystem verstärkt diese Problematik. Wie zu
erwarten kritisierte Bayerns Kultusministerium die Vorwürfe und
Empfehlungen des UN-Sonderberichterstatters Vernor Muños. Dr.
Ludwig Unger, Pressesprecher des Bayerischen Staatsministeriums
für Unterricht und Kultus, machte deutlich, dass das bayerische
Kultusministerium die Situation nicht verbessern will.
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Am 09.11.2005 stellten Abgeordnete der Grünen im bayerischen
Landtag den Dringlichkeitsantrag: "Aus PISA lernen: Gleiche Bildungschancen
für alle sicherstellen".
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| Die CSU-Mehrheit im Hochschulausschuss des
bayerischen Landtags entschied, die Bereitstellung der erforderlichen
finanziellen Mittel für die Hochschulen künftig nicht mehr zu
gewährleisten. Künftig will die Staatsregierung nach dem Gesetzestext
den Hochschulen lediglich unverbindlich Mittel zur Durchführung ihrer
Aufgaben zur Verfügung stellen. Die schwammige Formulierung macht
deutlich, dass die Etats der Hochschulen rechtzeitig vor Einführung der
Studiengebühren gedrosselt werden sollen. So wird rechtzeitig dafür gesorgt, dass die Studiengebühren nicht zur Verbesserung von Lehre und Forschung verwendet werden, sondern allenfalls zur Aufpolsterungen vorheriger Deckelung. Die lauthals verkündete Zielsetzung bei der Einführung von Studiengebühren: Verbesserung der Studienbedingungen, kann schon von vornherein als gescheitert gelten. |
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| Immer wenn Edmund Stoiber,
CSU, einem Topos Priorität gibt, wird's eng. Nach den angedrohten
Kürzungen um 8 Millionen Euro bei der Erwachsenenbildung (siehe |
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| Bayern ist
Schlusslicht bei der Zahl der Abiturienten. Die CSU beschneidet mit
ihrer Anti-Bildungspolitik die Chancen von bayerischen Schülerinnen und
Schülern. |
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Die Bibliotheken in Deutschland bluten aus: die Etats werden
ständig gekürzt, obwohl
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| Elternbeiräte von Gymnasien in Rosenheim
und der Region protestierten gegen die Sparpolitik Edmund Stoibers, CSU, und der CSU-Regierung. Sie
handelt «an den Bedürfnissen der Bevölkerung vorbei». Der
Grund: Starker Lehrermangel und Unterrichtsausfall im achtstufigen Gymnasium
«G8». Die erheblichen Stundenausfälle im Sinne eines
qualifizierten Unterrichts seit Jahren sind «unakzeptabel», so
Hans Schussmann im Auftrag des
Elternbeirats am Rosenheimer Finsterwalder-Gymnasium. |
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| Priorität für Bildung bedeutet bei Stoiber, CSU, offenichtlich Kürzung bei der Bildung | ||||||||||||||||||||||||
| Wie schon nach der Priorität für Bildung und
Wissenschaft in der Regierungserklärung Stoibers, CSU, am 6.11.2003 (= 5 %
Etatkürzung der Hochschulen für 2004) resultierte aus der erneuten
verbalen Vorrangstellung der Bildung durch den Ministerpräsidenten Stoiber
ein Vorschlag zur drastischen Kürzung bei der Bildung: der 16-Millionen
Zuschuß für die Erwachsenenbildung sollte um 8.000.000 Euro (=
50 %) gekürzt werden. Es träfe
insbesondere die Volkshochschulen und die Arbeitsplätze vonca. 40.000
Mitarbeiter. Das hängt vielleicht auch mit dem Rückgang der CSU
Stimmen bei den Wahlen zusammen: durch niedrigen Bildungsstand hofft die CSU
wieder die 2/3-Mehrheit oder gar mehr zu erzielen. Gegen diesen Kahlschlag,
während bekanntlich ansonsten die Millionen großzügig
verpulvert werden ( |
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| Damit die Bildungschancen in Bayern niedrig
bleiben und weiterhin die Reichen bevorzugt werden, will die CSU nach
Äußerungen von Georg Stahl, CSU, MdL, die regionale Zusammenfassung
von Hauptschulen zu größeren Hauptschulstandorten in Bayern.
Konsequenz: Hauptschulen werden geschlossen. |
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Bayern führt ab dem Sommersemester 2007 weitere
Studiengebühren ein. Edmund Stoiber, CSU: "Studienbeiträge kommen
direkt den Studierenden zugute. Kein Euro geht in den Staatshaushalt." Klar,
die Haushalte der Hochschulen wurden schon vorsorglich in den letzten Jahren
entsprechend gestutzt. Man sehe exemplarisch die staatliche "Bremsung" der
fürs Studium unerlässlichen Bibliotheken:
SPD: Studiengebührenmodell der Staatsregierung verschärft soziale Auslese Grüne: Fatale Abschreckungswirkung für Studienwillige aus finanziell schwächeren Familien. |
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| "Das Einsammeln des
Büchergeldes gelingt vielen Schulen Bayerns mit wenig Problemen. Dies geht
aus ersten Erfahrungsberichten hervor, die bayerische Schulen dem
Kultusministerium weiter gegeben haben." Wenn Staatsminister Siegfried Schneider, CSU, oder Staatssekretär Karl Freller (vermutlich CSU) mal Proteste der Bürger beachten würden (siehe |
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Gemessen am Bruttoinlandsprodukt investiert Deutschland sehr
wenig in die Bildung.
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| Im neuen Schuljahr 2005/06 wird es in Bayern
weiterhin massiven Lehrermangel und Engpässe in der Unterrichtsversorgung
geben. Besonders eklatant wird es die Realschulen treffen: die Schülerzahl
stieg um 5000. Anton Huber, Vorsitzender des Realschullehrerverbands: "Die Lage
spitzt sich weiter zu." Die durchschnittliche Klassenstärke wird im
kommenden Schuljahr bei 29 Schülern liegen. Pädagogisch
wünschenswert sind Klassenstärken von 16-20. In 240 Realschulklassen
wereen mehr als 34 Schüler sein. Sowohl fürs Gymnasium als auch die
Hauptschule gibt es zuwenig Lehrer. SZ, 9.9.2005, S.
37 |
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| Der Erwerbsetat an den bayerischen Universitätsbibliotheken
ging seit 2001 dramatisch zurück: von 36,5 Millionen auf 29,6 Millionen
Euro. Im Jahr 2003: fast 15 %, im Jahr 2004 3 %.
Dr. Christoph Rabenstein, SPD, Hochschulpolitiker, kritisierte diese Kürzung. |
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| "Wir reden schon seit langem von Deregulierung.
Passiert ist jedoch das Gegenteil." Prof. Dr. Wilhelm
Vossenkuhl, Professor für Philosophie an der
Ludwig-Maximilians-Universität in München, über die
Bildungspolitik an den Hochschulen. |
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| Die konsequente Senkung der Bildung in Bayern schreitet voran.
Durch die überhastete, unüberlegte Einführung des G8-Gymnasiums
(Kürzung der Schulzeit um 1 Jahr) in 2004 schrumpfen die Übertritte
ans Gymnasium fürs neue Schuljahr zum Teil bis zu 20 %. SZ, 12.7.2005, S. 37 |
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Bildung hat laut Regierungserklärung
Edmund Stoiber Priorität. Daher fallen nun 15 Lehrstühle an der LMU
München weg. Bayernweit schließen 30 Studiengänge.
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| An den Grund- und Hauptschulen im Landkreis Rosenheim fällt
zuviel Unterricht aus. Eltern aus dem ganzen Landkreis protestieren mit 19.500
Unterschriften beim Kultusminister Siegfried
Schneider, CSU. Die Elterninitiative "Mehr Lehrer für Bayern" überreichte dem Kultusminister Siegfried Schneider, CSU, 42.000 Unterschriften als Protest gegen die schlechte Unterrichtsversorgung in Bayern. SZ, 5.7.2005, S. 41 Protest und harte Fakten zur Bildungsmisere sind in Bayern freilich eine gewagte Angelegenheit, siehe dazu den Fall Florian Albrecht, der es wagte über den Unterrichtsausfall eine langjährige Statistik zu führen. |
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| Fördermittel
für das Ganztagsschulprogramms Den größten Anteil erhält mit knapp 23 % Nordrhein-Westfalen. Baden-Württemberg und Bayern bekommen fast 15 %, Niedersachsen knapp 10 %.
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| An den Universitäten Bayerns
entfallen 30 Studiengänge Wissenschaftsminister Thomas Goppel meinte zu diesem Kahlschlag: Entscheidend für den Wissenschaftsstandort Bayern sei nicht, dass jede Hochschule alles anbietet, sondern dass sie mit den Studiengängen, die sie anbietet, national und international wettbewerbsfähig ist. PM102/2005, 2. Juni 2005 Es kommt also nach Goppel nicht auf das Angebot für die Studierenden an, sondern auf die Reputation der Hochschulen; nur der Glanz dieser fällt auf die Politiker zurück. |
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| "Gestaltungsspielraum
eröffnet oder Griff ins Märchenbuch?" (Maximilianeum 4/2005, S. 54) Die Reformmassnahmen Bayerns für Hochschulen beruhen auf Märchen. Der bayerische Wissenschaftsminister Thomas Goppel, CSU, "machte deutlich, dass in Bayern Studiengebühren kommen werden" (Maximilianeum 4/2005, S. 54). Da müßte man Goppel deutlich machen, daß es in Bayern schon längst Studiengebühren gibt:
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Bayern ist in der
Realisierung der "Bologna-Erklärung" von 1999 (europaweit vergleichbare
und anerkannte Abschlüsse) im Rückstand. Es rangiert bei den
Bundesländern auf dem vorletzten
Platz.
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| Joachim
Herrmann, CSU, nannte die grosse Innovation am Hochschulpakt der
bayerischen Regierung mit den Hochschulen des Landes die Verlässlichkeit
(Forum Hochschulpolitik, Br Alpha 22.4.2005). Das
lässt nur den Schluss zu, dass es bisher an der Verlässlichkeit der
bayerischen Regierung mangelte. |
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| Am 12. April 2005 wurde per Kabinettsbeschluß in Bayern die
Lernmittelfreiheit abgeschafft. "Das Kabinett hat heute den Gesetzentwurf
für ein Büchergeld mit einer Sozialkomponente beschlossen, der jetzt
dem Bayerischen Landtag zugeleitet wird." |
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| Art. 133 Bayerische Verfassung: "(1) Für
die Bildung der Jugend ist durch öffentliche Anstalten zu sorgen."
Darunter verstehen die Bürger auch Recht auf Unterricht und genügend
Lehrer. Genaus das verweigert die Bayerische Regierung seit Jahren. Die
Elternbeiräte im Landkreis Rosenheim kämpfen jetzt mit einer
Unterschriftenaktion für mehr Lehrer und Aufstockung der Mobilen Reserve.
Gerhard Ruß, Rektor Hauptschule Wasserburg am Inn: "Es gab keine Zeit, in
der wir voll besetzt waren. Teilweise mussten wegen Krankheit 60 Stunden pro
Wochen auf andere Lehrer verteilt werden." Rosenheimer
Nachrichten 10/05, 10.3.2005, S. 2 |
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| "Das Thema Elite-Universität wurde
vor einem Jahr verkündet bisher ist nichts passiert. Wir
müssen lautstärker gegen bildungspolitischen Dilettantismus
vorgehen." Professor Wolfgang A. Herrmann, Präsident der TU München, OVB, 20.1.2005, S. 3 |
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