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Hauptschule in Bayern ohne Zukunft
Die bayerische Hauptschule als Auslaufmodell
Keine Hauptschulen mehr in Bayern
Seit Jahren ahnte man es, da es Politiker immer wieder leugneten: ein untrügliches Zeichen, dass es kommt. Jetzt ist es so weit. Seit dem Schuljahr 2011/2012 gibt es in Bayern die Hauptschule nicht mehr. Alle Hauptschulen wurden zu Mittelschulen. Wie sich das auf die Bildung auswirkt bleibt abzuwarten.
"Kleiner Klassen, kürzere Wege", SZ, 13.9.2011, S. 47
Hauptschulsterben in Bayern
Die zentralistische Staatspartei CSU will den ländlichen Raum weiter ausbluten. Ältere Menschen haben noch die bürgerfeindliche und völlig unnötige, ja schädliche (mehr Bürokratie!) Zentralisierungsaktionen der 70-er Jahre in Erinnerung. Jetzt sind die Schulen dran.
Hans-Ulrich Pfaffmann, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, warnt, dass "die CSU einerseits immer wieder betont, sie stehe zur Hauptschule, denn diese sei eine wichtige Schulart und andererseits hunderten von Schulstandorten den Garaus macht sowie 1200 Planstellen für Lehrer streicht."
Von 2001 bis 2007 wurde die Zahl der Hauptschulstandorte von 1689 auf 996 reduziert, also um 41 Prozent. hauptschuleHunderte von Hauptschulen in Bayern vor dem Aus, 30.6.2008
Der ländliche Raum wird ausgeblutet. CSU priorisiert Zentralisierung bei den Schulen
Das Kultusministerium bestätigte: es werden weiter Hauptschulen in Bayern geschlossen, auch wenn die Kommunen den Erhalt und die Sanierung der Schulgebäude finanzierten. Ab August 2008 werden nach Auskunft des Ministeriums insgesamt zehn Hauptschulen dicht gemacht und für das folgende Schuljahr sind weitere 11 von der Schließung bedroht.hauptschuleHauptschulsterben geht weiter 6.6.2008
Die Hauptschulen verlieren weiter an Bedeutung. Nur noch 10 % aller Schüler an allgemein bildenden Schulen werden an der Hauptschule unterrichtet.
Bildungsforscher Dr. Ernst Rösner vom Institut für. Schulentwicklungsforschung an der Universität Dortmund: "Das dreigliedrige Schulsystem ist nicht zu retten. Es stirbt mit der Hauptschule" am 6.3.2007 in "SWR2 Journal am Mittag". OVB, 7.3.2007, S. 1
In den letzten zehn Jahren wurden in Bayern 486 Hauptschulstandorte geschlossen. In den kommenden Jahren werden weitere 200 dicht gemacht. Kultusminister Siegfried Schneider, CSU, handelt:
  • tausend Stellen für Hauptschullehrer entfallen
  • die übrig gebliebenen ca. 1000 Hauptschulen werden weiter reduziert.
Die CSU bevorzugt offensichtlich wohnortferne Schulen auf dem Lande.
Die mögliche Lösung zum Erhalt wohnortnaher Schulen: Zusammenlegung von Real- und Hauptschulen wird daher von der CSU-Regierung abgelehnt.
"Die Hauptschule ist ausgelaugt, denn sie ist zum Makel geworden, und niemand will sich als Verlierer abstempeln lassen."
Albert Schindlbeck, Konrektor der Volksschule in Freudenberg, Oberpfalz; SZ, 12.12.2006, S. 42
SZ, 12.12.2006, S. 42
 

Hauptschule
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