| Bildungspolitik vor
2005 Die Bildungspolitik wird in Deutschland arg vernachlässigt. Bayern ist oft das Schlusslicht: Die Öffnungszeit von 24 Stunden ist bei Tankstellen möglich, warum nicht auch bei Bibliotheken? |
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Schlußlicht Bayern
in der Bildung (andere
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Ausgaben für Bildung (Schule, Hochschule, Wissenschaft)
gemessen am Brutto-Inlandsprodukt BIP
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| Dringlichkeitsantrag der Abgeordneten Margarete
Bause, Dr. Sepp Dürr, Ulrike Gote und anderer und Fraktion BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN: 800 Lehrerinnen und Lehrer
einstellen (Drucks. 15/2412; Plenarprotokoll 15/33
16.12.2004). Der Antrag wird von der CSU
Mehrheit im Landtag abgelehnt. |
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| Für die angemessenen Lehreranzahl an den Schulen
benötigt man nur die vier Grundrechenarten. Die sind dem bayerischen
Kultusministerium offensichtlich nicht geläufig. Die bayerischen
Elternbeiräte wollen die Unterrichtsausfälle nicht länger
hinnehmen. Es bildeten sich zahlreiche Eltern-Initiativen (z. B. "Initiative
gegen den Unterrichtsausfall", "Eltern gegen Unterrichtsausfall"), die einen
geregelten Unterricht fordern. Dazu ist eine unverzügliche Aufstockung der
Lehrkräfte nötig. SZ, 9.11.2004, S.
41 |
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| "Literatur- und Kulturgeschichte Bayerns aus
der Liste der Münchner Universitätsfächer zu streichen
das grenzt an Selbstzerstörung. Es stellt sich anderen
Schildbürgerstreichen der Universitätspolitik aus jüngster Zeit
würdig an die Seite." Hans Maier, Ex-Kultusminister Bayern, Prof. em.,
SZ, 18.10.2004, S. 52 |
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| Bayern stellt nicht genügend Lehrer
ein: "Da die mobile Lehrerreserve für Gymnasien aufgelöst
worden ist, werden auch im Jahresverlauf Aushilfen gesucht werden. Ich darf
Eltern, die bereit wären, für einen längeren Krankheitsfall
auszuhelfen, bitten sich bei mir schriftlich unter Angabe der
Unterrichtsfächer zu melden." 2. Elternbrief 2004/05 des
Michaeli-Gymnasiums München, SZ 16.10.2004, S. 49 |
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| Mit der Streichung der
Lernmittelfreiheit durch Einführung einer Kopfpauschale für Schulbücher ( |
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| Bildungsoffensive Bayern
gestrichen? Von der Webseite der Bayerischen Staatsregierung "Informieren Sie sich über die Bildungsoffensive Bayern. ... Zur »Bildungsoffensive Bayern«" Der weiterführende Link bringt auf "Leider besteht die Seite, die Sie angefordert haben, in unserem (neuen) Angebot nicht." |
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| Nach einer OECD-Studie ist Deutschland bei den
Bildungsausgaben im internationalen Vergleich von Platz zehn auf Platz 15
abgerutscht. |
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| Die Antwort Bayerns auf das schwache Abschneiden deutscher
Schüler im internationalen Vergleich (Pisa) ist: Kürzung der Mittel, Verkürzung der Gymnasiumszeit,
Abbau des Lernstoffs. |
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| An den bayerischen Gymnasien fehlen u. a. durch
die überstürzte Einführung des G8 400 Lehrer. Ein gesamtkonzept
für alle Jahrgangsstufen fehlt. SZ, 13.9.2004, S.
48 |
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| Unter Ministerpräsident Edmund
Stoiber, CSU, wurde die Rechtschreibreform durchgeboxt. Jetzt
drängt derselbe Stoiber auf eine Überprüfung dieser Reform.
PM Nr. 304 Staatskanzlei 6.8.2004 |
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| Landtagsanfrage Christa Steiger, MdL, SPD, deckt auf:
Kultusministerium verschwendete mehr als 450 000 Euro für veraltete
Gymnasial-Lehrpläne. Noch im August 2003 erhielten alle bayerischen
Gymnasiallehrerinnen und Lehrer vom Kultusministerium in München
Lehrpläne für das 9-jährige Gymnasium. Inzwischen ist wegen der
G8-Pläne alles Makulatur. |
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| Körperbehinderte
büßen für die Priorisierung der Bildungspolitik durch die
bayerische Regierung: Durch die Priorisierung der Bildungspolitik der Staatsregierung = massive Kürzung der Mittel für die Bildung sind Förderschulen für Menschen mit Behinderung in Gefahr. Der Katholischen Jugendfürsorge KJF der Diözese Regensburg (neun Förderschulen und drei Förderberufsschulen) gehen die Mittel für bereits begonnene Bauarbeiten aus, weil der Freistaat seinen Verpflichtungen nicht mehr ausreichend nachkommt. Michael Eibl, Sprecher der KJF in Regensburg, sagte: "Wir stehen vor einer verzweifelten Situation. Schon allein im Interesse unserer körperbehinderten Schüler können wir doch nicht in Straubing eine nicht fertig gebaute Schule eröffnen." Auch Förderschulprojekte, wie die geplante Prälat-Michael-Thaller-Schule Abensberg, liegen auf Eis. Für die betroffenen Schüler findet der Unterricht in unzureichenden Provisorien statt. Auch die Baufirmen, die mit den Arbeiten beginnen wollten, sind zur Untätigkeit verdonnert. Weitere, von der Arroganz der bayerischen Regierung betroffene Baumaßnahmen: Sonderberufsschule Plattling, Sonderberufsschule Schwandorf, Bischof-Wittmann-Schule Regensburg, Schule für Körperbehinderte Straubing. Der Zeitpunkt der Kostenerstattung, so ein Sprecher des Kultusministeriums in München, richte sich nach den im Haushalt festgelegten Mitteln. Süddeutsche Zeitung, 5. Juni 2004 , Seite 56 |
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Auswirkung (u.a.) der
Priorisierung der Bildungspolitik durch die bayerische Regierung:
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| Das gab es im Bayerischen Landtag wohl noch nie: Kein einziger Abgeordneter der CSU (mit Ausnahme des amtierenden Landtagspräsidenten Alois Glück) und kein einziges Mitglied der Bayerischen Staatsregierung waren am Mittwoch, 12. Mai 2004, im Plenarsaal des Münchner Maximilianeums anwesend, als ein Dringlichkeitsantrag der SPD zur Rettung der Lernmittelfreiheit aufgerufen wurde. Der Hans-Ulrich Pfaffmann, SPD: "So sieht jedermann, wie unwichtig das Thema der Lernmittelfreiheit der CSU ist." Pressemitteilung SPD, Online aus dem Landtag, 12.05.2004 | |||||||||||||||||||||
| Bei einer Landtagsanhörung wurde der Sparkurs der
bayerischen Regierung in der Bildung vehement kritisiert. Die Folgen der
Kürzungen ohne Augenmass sind dramatisch. SZ, 19.2.2004,
S.44 |
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Bei der PISA-Studie (
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| Bayerns Regierung fährt eine Doppelstrategie: sie kürzt
die Mittel für die Hochschulen, damit sich die Regelstudienzeit für
die Studierenden verlängert, denn Langzeitstudenten werden zur Kasse
gebeten. Das bayerische Kabinett beschloß am 20.1.2004
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| Entgegen allen
Wahlkampfversprechen und Beteuerungen ( |
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Protestplakat zur Bildungsdemo in München, 14.12.2004
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| Die Priorität für Bildung und
Wissenschaft in der Regierungserklärung Edmund Stoibers, CSU, 6.11.2003
kommt den Hochschulen teuer: 5 % Etatkürzung für 2004.
SZ, 27.11.2003, S.44 Es preise sich jeder glücklich, der bei Stoiber keine Priorität hat. |
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| Zitate zu den katastrophalen Hochschul-Sparbeschlüssen der
Bayerischen Staatsregierung: |
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| Staatskanzleichef Erwin Huber, CSU, unterstrich, dass
Ministerpräsident Stoiber in seiner Regierungserklärung vor dem
Bayerischen Landtag am 6. November bei allen notwendigen Sparanstrengungen auch
"Bildung und Wissenschaft klar als politische Priorität vorgegeben"
hat. Am Dienstag, den 25.11. wird die Staatsregierung über die Kürzungen beschließen. Dabei hat der Bildungsetat Priorität, das heisst, da wird zuerst und studienzeitverlängernd gekürzt. |
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| "Die Überlegungen zur Einführung von
Studiengebühren dürfen nach Ansicht des Vorsitzenden der
CSU-Landtagsfraktion, Joachim Herrmann, nicht mit den aktuellen
Sparzwängen im Staatshaushalt vermischt werden." Joachim Herrmann:
Studiengebühren nicht vor 2005 Gebühren dienen
Qualitätsverbesserung und nicht Haushaltssicherung. PRESSEMITTEILUNG der CSU-Landtagsfraktion 19.11.2003 In Wirklichkeit dienen die Studiengebühren sehr wohl dem Ausgleich des Haushalts. Für 2004 sind 10 % Einsparung bei den Hochschulen wegen angespannter Haushaltslage eingeplant. Die Studiengebühren werden dann dazu verwendet die entstehenden massiven Qualitätseinbussen teilweise wieder auszugleichen. |
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| Professor Armin Nassehi über
Philipp Stürzenberger, Mit-Planer einer Studenten-Gross-Demonstration in München: "Ich denke, dass Edmund Stoiber, der sich gerne als großer Zampano der Bildungspolitik hinstellt, den Unis in dieser Situation mehr Mittel zukommen lassen müsste, nicht weniger." SZ, 19.11.2003, S.37 Zampano: prahlerischer Mann, nach einer Figur der Films "La Strada" |
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| Eltern Weilheimer Schüler des Gymnasiums reichten Klage
wegen zuvielen ausgefallenen Unterrichtsstunden ein. Grund sind massive
Unterrichtsausfälle von bis zu 21 Prozent. SZ, 16.5.2003,
S.46 Auch ich beschwerte mich einst im Kultusministerium über zuviele ausgefallene Stunden am Luitpold-Gymnasium Wasserburg. Antwort vom Schreibtisch am Salvatorplatz, München: Das stimmt nicht, es fallen keine Stunden aus. |
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| Innenminster Günther Beckstein, CSU, zu den
Wohnungsproblemen der Münchner Studentenschaft. "Was man da so im
Bekanntenkreis gesehen hat, war meiner Sicht nach in der tat eine
beschämende Situation". Studentenwerk München
3/2003 S.7. Weitere |
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| Die Bayerische
Rektorenkonferenz warnte. Im Bewirtschaftungshaushalt 2002 fehlen
den Hochschulen 12.400.000 Euro, für
die Jahre 2003/4 erwartet man Defizite von jeweils 16.000.000 Euro. Die Haushaltsansätze wurden
als "realitätsfremd" bezeichnet. OVB, 12.4.2003,
S.2 |
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| Berndt
Ostendorf, Professor für Amerikanische Kulturgeschichte hat in
diesem Semester 26 Magisterarbeiten zu lesen. Auf 179 Studenten kommt am
Institut ein Professor: "Absurde Zahlen." SZ, 19.11.2002, S.40.
Ebenso absurd ist es dann, wenn die für Bildung in Bayern
Verantwortlichen bei diesen katastrophalen Verhältnissen die lange
Studiendauer beklagen. |
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| Die Verbände für Behinderten fordern seit langem die
Integration von Behinderten in die Regelschulen, wie es in anderen
Bundesländern der Fall ist. Doch die CSU will
dies nicht. Entgegen dem Wunsch vieler Eltern (siehe
beispielsweise Fall Miriam Steinborn) und dem
Behindertenbeauftragten der bayerischen Regierung (!) verhindert die CSU den
Anspruch der Kinder auf einen Platz in der Regelschule. U.a. sprach sich der
bildungspolitische Sprecher der CSU-Fraktion Siegfried
Schneider dagegen aus. 60.000 der rund 70.000 behinderten Kinder in
Bayern wird der Besuch der Regelschule verweigert. SZ, 7.11.2002, S.44 |
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| Bernadette Bisle-Steinborn: "Die absolute
Aussichtslosigkeit für unsere Tochter Miriam im bayerischen Schulsystem
gab für uns den Ausschlag nach Kärnten auszuwandern." Die
neunjährige Tochter (Rett-Syndrom) durfte nicht in eine bayerische
Regelschule mit nicht behinderten (nebenbei: wer kann das schon
von sich behaupten?) Kindern. Behinderte Kinder werden im bayerischen
Schulsystem ausgegrenzt und extrem benachteiligt. Bernadette Bisle-Steinborn:
"Hier in Villach ist es paradiesisch. 70 Prozent der behinderten Kinder gehen
in Regelschulen." Münchner Merkur, 31.10.2002, Seite 7
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| Die halbjährige Vollzeit-Ausbildung zur Hauswirtschafterin
in Wasserburg wurde von der Regierung in Oberbayern verboten. Alfons
Bruckmaier, Leiter des Landwirtschaftsamtes dazu: "Nicht nett"; Walter Haller,
Abteilung Hauswirtschaft: "Etwas überraschend". Die Begründung
"Personalmangel" weist auf Unfähigkeit
bei der Personalplanung in der
Bildungspolitik hin. OVB Wasserburger Teil,
24.7.2002, S.15 |
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| Um seinen Fachkräftebedarf zu decken,
muß Bayern jährlich 4400 Akademiker aus den anderen
Bundesländern und dem Ausland einwandern lassen. Bayern bildet zuwenig eigene Bürger aus.
Daß Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair, CSU, nichst verstanden
hat, erkennt man darn, daß er darauf verwies, daß in Bayern mehr
Auswärtige studieren, als Bayern in anderen Ländern. Dieser Fakt hat
mit dem obigen Vorwurf wenig zu tun, im Gegenteil, er unterstreicht sogar,
daß die Hochschulplätze in Bayern eben nicht mit einheimischen
Studenten aufgefüllt werden können (weil zuwenig für die
qualifizierte Erhöhung der Abiturquote getan wird). Münchner Merkur, 12.6.2002, S.1. |
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| Die fundamentalistischen katholischen Nonnen vom Orden
"Schulschwestern von unserer lieben Frau" dürfen weiterhin trotz
Skandals in Auerbach Schüler/-innen unterrichten. Nur
für das Fach Biologie sind sie ungeeignet. SZ, 6.2.2002,
S.49. Weiß Monika Hohlmeier,
CSU, nicht, daß man auch in Deutsch, Geschichte usw. den
Kinder Schmarrn einreden kann? |
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| Religiöse
Neutralität gilt an Bayerns Schulen nicht, ebensowenig
parteipolitische. Bayerns Wissenschaftsminister Hans
Zehetmair, CSU, berief seinen Parteifreund Heinrich Oberreuter, CSU, auf den Lehrstuhl für
politische Wissenschaften an der Münchner LMU entgegen den
Vorschlägen der Hochschule. Damit verkomme das Geschwister-Scholl-
Institut, GSI, zu einem Amigo-Institut. SZ,
5.2.2002, S.9 |
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| Nach dem Skandal um die Zensur von
Sexualkunde-Büchern durch Nonnen des Ordens "Schulschwestern von unserer lieben Frau" bleibt die
Auerbacher Realschule weiterhin in der Leitung eben diesen Ordens. Religiöse Neutralität gilt an Bayerns
Schulen nicht. SZ, 30.1.2002, S.57. |
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| Der bayerische Staat hat anscheinend viel Geld
übrig. Er unterhält, so Bayerns Wissenschaftsminister Hans Zehetmair,
CSU, auch weiterhin (trotz Tadel des Bayerischen Rechnungshofes) sechs
Katholisch-Theologische Fakultäten. Religiöse Neutralität gilt
für Bayern nicht. SZ, 30.1.2002, S.57. |
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| Donnerstag, 20.12.2001: alles ist ganz anders laut dem Sprecher der Staatskanzlei Martin Neumeyer. Das
bayerische Kabinett beschloß, dass künftig ausreichende
Deutschkenntnisse bereits zu Beginn der Grundschule gegeben sein müssten.
Wie das realisert wird ist offen. SZ, 20.12.2001,
S.51 |
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| Dienstag, 11.12.2001: Antrag der Opposition im
bayerischen Landtag zur Einführung eine obligatorischen, kostenfreien
Kindergartenjahres wird von der CSU Landtagsmehrheit abgelehnt. Welt am Sonntag, 16.12.2001: Monika Hohlmeier, CSU, hat einen genialen Einfall ein verpflichtendes Kindergarten als überlegenswert zu bezeichnen. SZ 17.12.2001, S.51 |
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| Wer in Deutschland aus unteren Bevölkerungsschichten kommt
hat in der Bildung erhebliche Nachteile zu erwarten: die Chancen z.B. auf einen
mittleren Bildungsabschluß oder aufs Abitur sind ungleich kleiner als in
anderen Industrieländern; das gilt auch für Bayern. Verantwortlich:
Monika Hohlmeier, CSU. Münchner Merkur, 5.12.2001, S.2 |
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| Beim Anteil der Ganztagesschulen
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| Schlechte Noten für Deutschlands
Schüler. Beim weltweit größten Leistungstest "Pisa"
landete die Bundesrepublik in allen drei Kategorien auf den hinteren
Plätzen. Kein Wunder, wo die Bildungspolitik so vernachlässigt wird
und man den Unterricht Fundamentalisten überläßt.
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| Der Orden "Schulschwestern
von unserer lieben Frau" betreibt eine staatlich finanzierte Realschule in
Auerbach, Oberpfalz. Die fundamentalistischen katholischen Nonnen
zensierten
Schulbücher, sind teilweise alkhol- und medikamentenabhängig und
dürfen trotzdem, staatlich unterstützt, unsere Kinder ausbilden. Hans
Wagner, CSU: "Sie sind ein großes Kapital für uns". SZ, 17.11.2001, S.62 |
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| Behinderte Kinder, z.B. mit
Down-Syndrom, schieben die Bürokraten in Bayern normalerweise in
Sonderschulen ab.Mit Hartnäckigkeit und Engagement gelang es
Eltern und Erzieher in Trostberg ein Kind mit Down-Syndrom auf die
reguläre Grundschule zu bringen. CSU und die bayerische Regierung
enttäuschten: nur schöne Worte. SZ, 26.10.2001,
S.59 |
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Helmut
Ruppert, Universitätspräsident Bayreuth, Vorsitzender der
bayerischen Rektorenkonferenz forderte Verbesserungen an den bayerischen
Hochschulen
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| Während Wissenschaftsminister Hans
Zehetmair, CSU, mehr ausländische Studenten fordert, bietet das
bayerische Studienkolleg (hier müssen ausländische Studenten
Schulabschlüsse anerkennen lassen und eine Deutschprüfung bestehen)
nur 165 Plätze für 760 Bewerber(innen). Gerda Leisch, Leiterin des Studienkollegs:
"Eigentlich ist es fast zynisch, wie wir mit den jungen Leuten umgehen. Man
will die Besten aus der ganzen Welt haben, aber man tut nichts dafür."
SZ, 11.9.2001, S.52 |
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| Realschulleiter Peter Peltzer, Wasserburg: "Wir
bräuchten 750 zusätzliche Lehrer in Bayern, um wieder einen normalen
Unterricht mit durchschnittlich 25 Schülern abzuhalten." SZ, 30.6.2001, S.59 |
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| Am Dienstag, 22.Mai 2001 traten 40 Mütter und Väter der
Moosacher (Ortsteil München) Grundschule, Jenaer Straße, in Streik.
Motiv: Lehrermangel. Die Kinder ging nicht in die
Schule. Grund: sie werden kaum noch unterrichtet. Rainer Volkmann, MdL, SPD: "Es ist erbärmlich,
wenn Kultusministerium und CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag nicht imstande
sind, unsere Grundschüler einigermaßen ordentlich zu beschulen."
SZ, 23.5.2001, S.52 |
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| Auch in Westerndorf St.Peter (bei Rosenheim)
herrscht akuter Lehrermangel. Langjährige Schluderei im
Bildungsministerium trägt nun Früchte. Klassen mußten
zusammengelegt werden: 37 Schüler pro Klasse, 18 Schulstunden pro Wochen
fallen ersatzlos weg. OVB, 25.4.2001, S.9 |
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| Zu große Klassen, zu wenig Lehrer, zu viele Fehlstunden.
"Die bayerische Schulpolitik ist in einer Sackgasse angelangt", sagte Klaus
Baumann, Elternbeiratsvorsitzender einer Grundschule der Stadt Königsbrunn
im Süden von Augsburg. Süddeutsche Zeitung,
20.3.2001, S.58 |
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| Die bayerischen Schülervertreter
fühlen sich vom Freistaat benachteiligt. Nach bayerischem Schulrecht sind
Zusammenschlüsse mehrer Schülervertretungen nicht zulässig. Die
Schülervertreter fühlten sich auf ihrem Kongreß "basis 2001" in
Nürnberg außerdem von Kultusministerin Monika Hohlmeier, CSU,
ignoriert. "Wir sind kaltschnäuzig abgemeiert" worden, sagte
LSV-Geschäftsführer Oliver Kohmann. Süddeutsche
Zeitung, 12.3.2001, S.55 |
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| Die Literaturversorgung an den deutschen Hochschulen steht nach
Ansicht der Hochschulrektorenkonferenz HRK vor dem Kollaps. Süddeutsche Zeitung, 27.2.2001, S.V2/16 |
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| Während die Uni Konstanzer Uni-Bibliothek
von Monatg bis Freitag rund um die Uhr geöffnet werden soll, werden in
Bayern die Bibliotheksöffnungszeiten gekürzt. SZ,
27.2.2001, S.V2/16 |
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| 20 Klassen in Rosenheim (stadt, Land) werden derzeit nur mit
einem Lehrer-Notprogramm abgespeist. Hauptschullehrer gibt es in Bayern viel
zuwenige. Oberbayerisches Volksblatt, 1.3.2001,
S.13 |
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| Hessen bekämpft den Lehrermangel und
stellt bayerische Pädagogen ein. "SZ: Üben Sie Kritik am
Freistaat? Lehrer Hoheisel: Ich finde das Verhalten einfach ärgerlich.
Einerseits werden Lehrer dringend gebraucht, andrerseits lässt man sie
dann einfach ziehen. Und das alles geht letztlich auf Kosten der Kinder, die zu
immer schlechteren Bedingungen unterrichtet werden." Süddeutsche Zeitung, 20.1.2001, S.52 |
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| Die Bedingungen für ausländische Studenten müssen
verbessert werden. Dies fordern Andreas
Heldrich, Rektor der LMU München, und Dieter Maßberg, Geschäftsführer des
Studentenwerks. Süddeutsche Zeitung, 12.12.2000,
S.L1 |
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| Der Staat gibt immer weniger pro
Student/in-Absolvent aus. Die Grundfinanzierung (wasimmer das ist) stieg
zwischen 1993 und 1998 um 1,3 % pro Jahr, die Zahl der Absolventen dagegen um
2,4 %. Süddeutsche Zeitung, 5.12.2000, S.
V2/14 |
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| Der Unterrichtsausfall an den
bayerischen Schulen ist schon mindestens seit 1994 drastisch
schlecht. Dies zeigt eine Untersuchung des Kultusministeriums im
Vergleich mit einer durch die Unternehmensberatung Kienbaum aus 1994. Der CSU
gelingt es dieses vernichtende Urteil zum Guten zu wenden: "Die bisweilen
vorgetragene Behauptung, der Unterrichtsausfall habe in den letzten Jahren
drastisch zugenommen, ist damit widerlegt", heißt es im Bericht. Süddeutsche Zeitung, 30.6.2000, S.L8 |
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| 500 Stunden fielen an der Grund- und
Hauptschule Schliersee bisher in diesem Schuljahr aus. Münchner Merkur 24.6.2000, S.5 |
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| Seit Monaten fällt in Bayern immer wieder Unterricht aus:
Lehrermangel aufgrund kurzsichtiger Bildungspolitik. Es werden mindestens 450
Lehrer benötigt, genehmigt wurden 250. Das Problem betrifft neben den
Volksschulen auch Realschulen, Gymnasien und Berufsschulen. Münchner Merkur, 10.6.2000, S. 1, 6 |
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| Jedem Föderalismus abhold fordert Bayerns
Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU,
zu einer Ausbildungsinitiative von mindestens 1,5 Milliarden Mark auf.
"Bildungspolitik ist Ländersache" gilt nicht mehr. Süddeutsche Zeitung, 10.6.2000, S.5 |
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| Der CSU-Medienexperte Markus
Söder, MdL, forderte die
Einführung einer neuen Steuer, genannt Studiengebühren.
Münchner Merkur, 30.5.2000, S.4 |
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| Paul
Wilhelm und Ludwig Spaenle, beide
CSU, forderten: Tutorien für alle Studenten; längere
Öffnungszeiten der großen Uni-Bibliotheken (12 Stunden werktags;
neun samstags); ausreichend Personalmittel bereits im Doppelhaushalt 2001/2002;
ausreichend Geld für eine bessere Ausstattung (Bibliotheken, Computer,
Hössäle). Süddeutsche Zeitung, 29.5.2000,
S.L1. Wir sind gespannt, wie die CSU auf die Forderungen der CSU
reagiert. |
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| Die Bibliotheken leiden unter Büchermangel, weil die
Politiker lieber ihre Gehälter erhöhen als den Kulturetat. Der
renommierte Historiker Hans Mommsen sieht
die wissenschaftliche Leistungsfähigkeit Deutschlands durch die unzureichende Bibliotheksversorgung gefährdet.
Süddeutsche Zeitung, 16.5.2000, Seite L8 |
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| Im Vergleich der 28 OECD (Organisation für
Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ist Deutschlands Bildungssystem mangelhaft. Im Vergleich
der 28 OECD Staaten und weiterer 16 Staaten ist Deutschland ins Mittelfeld
zurückgefallen. In Deutschland kommen auf 100 000 Beschäftigte nur
1040 Graduierte der Fächer Mathe, Informatik, Bio- und
Naturwissenschaften. Durchschnitt in Frankreich, Irland, Japan oder Korea:
5200. Süddeutsche Zeitung, 17.Mai 2000, Seite
6 |
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| David Lines, US-Amerikaner, Historiker zur LMU, Bayern: "...wie
veraltet das Universitäts-System hier
ist, viel umständlicher und komplizierter
als in den USA. Wenn ich in Harvard ein Buch ausleihen wollte, hatte
ich es drei Stunden später in den Händen. Hier muss ich oft sechs
Tage warten ... Die Seminarräume und Vorlesungssäle sind unglaublich altmodisch." Süddeutsche Zeitung, 14.4.2000, Seite L2 |
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| Während
Rüttgers, CDU, für die
Wiedereinführung der
Kinderarbeit plädiert, blockierte Bayern mehr als 13 Jahre die
Einführung eines mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweiges am Gymnasium
Gars am Inn. Jetzt wurde die Einführung der für den
Informatiknachwuchs so bitter nötigen Schulrichtung genehmigt.
Oberbayerisches Volksblatt, 31.3.2000, S.16 |
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| Sauschlechte Bildungspolitik in
Bayern "Die Politik ist zögerlich, allen voran das bayerische Wissenschaftsministerium." Manfred Broy, seit 1989 Professor für Informatik an der TU München. Süddeutsche Zeitung, 16.3.2000, Seite L3 |
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| Briefe des BLLV, in dem für das
Volksbegehren "Die bessere Schule" geworben wird, dürfen an den
Schulen nicht verteilt werden; so ein Erlass des Kultusministeriums. Dagegen
forderte dasselbe Ministerium die Schulleiter auf, die neueste Ausgabe der
Zeitschrift Schule aktuell unverzüglich an Eltern und Schule
weiterzuleiten. Darin wird massiv für die Reformpolitik der
Kultusministerin Monika Hohlmeier, CSU,
geworben. Der Art.84 des einschlägigen Bayerischen Gesetzes verbietet
politische Werbung. Frau Hohlmeier hat ihre
Schulleiter zum Gesetzesbruch aufgefordert. Oberbayerisches Volksblatt, 27.12.1999, S.16; Schreiben des Schulamts
Mühldorf, 28.12.1999; Süddeutsche Zeitung, 21.2.2000,
S.L8. |
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| Unterrichtsausfall an den bayerischen Gymnasien häuft sich.
Rainer Rupp, Bayerischer Philologenverband fordert ausreichende Reserven.
Münchner Merkur, 26.April 1999, Seite 26. |
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| "...die bayerische Hochschulreform ist
ein Flickwerk." "Herr Zehetmair zeigte sich
nicht gerade informiert über das Ganze. Bei der Besprechung hat er eine
halbe Stunde versucht, sich 'rauszuwinden. Erst dann sah sich ein Mitarbeiter
genötigt, ihm beizuspringen und uns die Änderungen mitzuteilen. Das
war peinlich!" Thoralf Dietz, Studentenvertreter Uni Eichstätt.
Süddeutsche Zeitung, 9.März 1999, Seite V2/18
Zehetmair ist der zuständige
bayerische Minister: keine Ahnung und von der
CSU. |
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| 20 Jahre lang BAföG
Demontage "Wir weisen noch einmal darauf hin, daß der Finanzaufwand von Bund und Ländern für das Studenten-BAföG im Jahre 1997 dem des Jahres 1978 entspricht." Hans-Dieter Rinkens, Präsident des Deutschen Studentenwerks, Studentwerk München Informationen 2/99. Studierende 1978: 900 Tsd. - 1997: 1.800 Tsd. |
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| "Sparpolitik an Schulen treibt Eltern auf die Straße." Zahlreiche Demonstrationen und Proteste zeigten die undemokratische, grundgesetzfeindliche Einstellung der bayerischen Politiker: Hans Zehetmair, Kultusminister, bezeichnete die Streiks und Demos als gesetzwidrig; das Kultusministerium behauptete, es gäbe sie nicht. Die Regierung von Oberbayern verbot, eine Informationsbroschüre zu verteilen. Süddeutsche Zeitung, 12.2. 1998, Seite 53 |