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BÜRGERFERNE
In Bayern wird BÜRGERFERNE groß geschrieben
Ignoranz des bayerischen Staats gegenüber seinen Bürgern – ignoranz Links
Volksbefragungen und Volksentscheide werden von der CSU im Allgemeinen abgelehnt

Franz Josef Pschierer, CSU, Staatssekretär im bayerische Wirtschaftsministerium will Bayerns Bürger entscheiden lassen, ob eine dritte Startbahn am Münchner Flughafen gebaut werden soll. Er stuft den Flughafenausbau zurecht als eine alle Bayern betreffende Maßnahme ein. Er plädierte daher im Radio Antenne Bayern für eine bayernweite Volksbefragung. Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, CSU, und CSU-Fraktionsvorsitzender Thomas Kreuzer lehnen dagegen eine Volksbefragung ab. Der Ausgang wäre ungewiss. Kreuzer geht sogar weiter: „Im Übrigen sehe ich bayernweite Volksbefragungen zu Einzelprojekten grundsätzlich skeptisch“.
VolksbefragungPschierer will bayernweite Volksbefragung - CSU-Fraktionschef Thomas Kreuzer lehnt die Idee ab, Bayerische Staatszeitung, 19.3.2015 – VolksbefragungStartbahn: Ärger um Staatssekretär, OVB 20.3.2015, S. 1
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU, ignoriert Bürgerwillen eiskalt
Die Gemeinde Übersee sprach sich für ein Tempolimit von 120 Kilometer pro Stunde auf der A8 im Gemeindebereich Übersee aus. Die Begrenzung der Geschwindigkeit würde beitragen zum  Lärmschutz, zur Umweltentlastung, gibt mehr Sicherheit und verbessert den Verkehrsfluss.Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann, CSU, lehnte den Antrag ab. Der Bürgerwille läßt den Minister Hermann kalt.
bürgerKein Tempolimit auf A8 bei Übersee, OVB, 2.10.2012, S. 1
Bürgernähe nach Art der CSU = ohne die Bürger
Vorm Wahlkampf im Jahr 2013 will die CSU bürgernäher werden. Münchens CSU-Chef Ludwig Spaenle und Rathaus-Fraktionschef Josef Schmid, CSU, wollen daher in den kommenden Monaten diverse Foren und Diskussionsveranstaltungen organisieren. Dieses Angebot gilt aber nur für die eigenen Mitglieder. Bürger setzt die CSU also mit ihren Mitgliedern gleich. Sie nennen es aber dreist: »Dreiklang des offenen Bürgerdialogs«.
"CSU-Politik soll bürgernäher werden", OVB, 14.2.2012, S. 7 – bürgerCSU hört zu, SZ, 14.2.2012, S. 41
CSU und FDP lehnen mehr Bürgerbeteiligung durch Ausweitung von Volksentscheiden ab
Eine Erleichterung von Volksentscheiden ist für CSU und FDP in Bayern „indiskutabel“. Seit 1947 gibt es zwar den Volksentscheid auf Landesebene, doch die Hürden dafür sind so hoch, dass er kaum durchführbar ist.
  • mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten müssen ein Begehren unterstützen, damit es dem Bürger zum Entscheid vorgelegt wird
  • Volksentscheide, die den bayerischen Haushalt betreffen, sind ausgeschlossen.
Es gibt kaum irgendwelche Vorhaben, die nicht den bayerischen Haushalt betreffen.
CSU und FDP scheune kaum etwas mehr als den mündigen Bürger. Deshalb steht eine Ausweitung plebiszitärer Elemente nicht zur Diskussion.
Grünen, SPD und Freie Wählern fordern dagegen eine stärkere Bürgerbeteiligung, beispielsweise bei umstrittenen Vorhaben wie bei der Zerstörung des Isentals oder dem Bau einer drittten oder vierten Startbahn am Fughafen München.
bürgerSchwarz-Gelb lehnt Ausweitung von Volksentscheiden ab, OVB 14.12.2011, S. 5 –  ignoranz A94: Zerstörung des Isentalsignoranz Flughafen und Lärmbelästigung, dritte Startbahn
Befund der Bürgerferne in der CSU aus berufenem Munde
Überraschend erklärte Peter Gauweiler, CSU, seine Kandidatur als Stellvertreter innerhalb der CSU für den Parteitag am 7.-8. Oktober 2011. Bei einer Umfrage des Oberbayerischen Volksblatt: "Was halten Sie von Gauweilers Kandidatur?" antwortete Klaus Stöttner, CSU, MdL, u.a.
“Es tut der Partei gut, einen Querdenker in ihren Reihen zu haben, der die Meinung der Bevölkerung kennt und ausspricht.”
Daran ist bemerkenswert:
• Die CSU hat also mit Peter Gauweiler, einen, der die Meinung der Bevölkerung kennt. In der gedruckten Ausgabe kann man die Betonung auf "einen" nicht hören.
• Für das einfache Politikverständnis der CSU gibt es die Meinung der Bevölkerung. Von völlig unterschiedlichen Meinungen und Abwägung derselben weiß man nichts.
• Einer von der CSU kennt die Meinung der Bevölkerung sogar und spricht sie aus.
Umfrage: "Was halten Sie von Gauweilers Kandidatur?", OVB 15.9.2011, Seite 2
Ein Leserbriefschreiber aus Pähl im Chiemgau, erkannte noch ein weiteres schweres Defizit der Antwort von Klaus Stöttner. Er kleidete sie in eine Frage an den MdL Stöttner:
• "Wozu sind Sie und all Ihre Kollegen in der CSU denn dann gewählt worden?"
Leserbriefe, OVB, 24.9.2011, S. 46
Befund durch Beatrice von Weizsäcker: den Parteien geht es schon lange nicht mehr um die Interessen des Volkes, sondern um den Machterhalt. In einer Buchsprechung wird dieser katastrophale Befund als "mäßig originell" bezeichnet (Cathrin Kahlweit: "Weniger Ochsentour. Die angebliche Volksfernheit der politischen Parteien", SZ, 14.9.2009, S. 16; wobei mir das "angebliche" doch wirklichkeitsfremd erscheint).
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Partei WeizsäckerBeatrice von Weizsäcker: Warum ich mich nicht für Politik interessiere. Lübbe 2009. Broschiert: 207 Seiten
Parallelgesellschaft der Berufspolitiker
Selbst die Printmedien trauen den Luftschlössern zur Bürgernähe nicht mehr. Viele Politiker, "zumal Spitzen-Leute, habe sich vom grauen Alltag entkoppelt: Sie richten sich in einer Scheinwelt ein, fast ohne Bezug zur Realität", erkennt Robert Arsenschek in "Die Droge Macht", OVB, 14.10.2008, S.3. Weiter stellt er fest: Die Berufspolitiker bilden eine Parallelgesellschaft mit eigenen Regeln und Ritualen.
Bürgergutachten "Unser Bayern - Chancen für alle"
200 nach einem Zufallsverfahren ausgewählte Bürger Bayerns durften über die Zukunft ihrer Heimat Bayern nachdenken und dies den Politikern mitteilen. Von den 12.523.000 Einwohner Bayerns (30. November 2007) durften also 0,016 Promille ihre Meinung äußern. Das hält Günther Beckstein, CSU, bereits für "ein wichtiges Signal gegen Politikverdrossenheit" und für eine "Einbindung der Bürger". Die CSU-Regierung zeige damit, wie wichtig ihr der Dialog mit den Bürgern ist bürger. Aus der Pressemitteilung: "Mit dem Bürgergutachten hatte die Staatsregierung erstmals [Hervorhebung H.H.] eine umfassende Stellungnahme von Bürgerinnen und Bürgern aus allen Landesteilen zu verschiedensten landespolitischen Themen [...] eingeholt." bürgerMinisterpräsident Beckstein zum Bürgergutachten "Unser Bayern - Chancen für alle", PM 4.6.2008
Zwei CSU-Mitglieder entdecken den Bürger. Meinen sie es ernst?
Die Bürgerferne wurde von einem der helleren CSU Politiker erkannt; allerdings erst nach der Wahlschlappe bei der Kommunalwahl März 2008. "Statt »Machern« sind Kandidaten mit Teamfähigkeit gefragt, die die Menschen vor Ort einbeziehen." Alois Glück, CSU, OVB 20.3.2008, 2
Die Bürgerferne der CSU wurde noch von einem weiteren CSU Politiker erkannt; allerdings erst nach der Wahlschlappe bei der Kommunalwahl März 2008. "Wir müssen auf die Menschen persönlich zugehen. Das muss für die Bürger ganz praktisch erkennbar sein." Erwin Huber, CSU, SZ 1.4.2008, S. 6
Nach Einbußen bei den Kommunalwahlen in Bayern am 2. März 2008 scheint die CSU zu entdecken, dass da noch jemand war: der Bürger
Ministerpräsident Günther Beckstein, CSU, gibt den Startschuss für ein Bürgergutachten zur künftigen Entwicklung Bayerns. Dazu trifft sich Beckstein im Prinz-Carl-Palais, München, mit rund 25 Bürgerinnen und Bürgern. Halt, kein Aufschrei! Dabei bleibt es nicht.
Das Bürgergutachten steht unter dem Motto "Unser Bayern – Chancen für alle". Hierzu finden bis Ende April in insgesamt acht bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten dreitägige Arbeitstagungen mit jeweils etwa 25 nach dem Zufallsprinzip aus der Bevölkerung (oho! CSU Parteikartei?) ausgewählten Bürgern statt.
Das Bürgergutachten wird von der Gesellschaft für Bürgergutachten gfb im Auftrag der Staatskanzlei in einem unabhängigen Verfahren durchgeführt. Die beteiligten Bürger erhalten von Experten in Referaten Fachinformationen (Impfung auf die CSU-Linie: Kinder in Lager, Familien trennen, Ausländer vertreiben, nieder mit der Bildung!?) und erarbeiten in Kleingruppen Vorschläge für die Zukunft Bayerns. Das Ergebnis des Bürgergutachtens wird von der Gesellschaft für Bürgergutachten zusammengefasst und im Juni 2008 vorgestellt (und vermutlich von der CSU ad acta gelegt bürger). PM Nr. 112 der Staatskanzlei, 7.3.2008
bürgerGesellschaft für Bürgergutachtenbürger12.02.2008: Bürgergutachten "Unser Bayern" beginnt; die Euphorie verdampft, ob dem Euphemismus auf der Webseite zum Bürgergutachten: "Bayerische Staatsregierung wieder Pionier der Bürgerbeteiligung"; wieder? bürger.
Die Staatsregierung denkt täglich nach, wie der Bürger weiter drangsaliert, überwacht und in seinen rechten beschnitten werden kann. Zum dringenden Abbau der überquellenden Bürokratie (ignoranz Regulierung und Bürokratie) kann man sich nicht entschließen, dafür will man nun dem Bürger das Recht gegen Entscheidungen einer Behörde Widerspruch einzulegen nehmen. Franz Schindler, SPD, der Vorsitzende des Ausschuss für Verfassungs-, Rechts- und Parlamentsfragen zog nach Prüfung durch den Ausschuss den Schluss: Die geplante teilweise Abschaffung des Widerspruchsspruchsrechts sei unnötig (Maximilianeum 4, 2007, S. 3). Daher soll es nun abgeschafft werden. Bürger, die sich wehren wollen, bleiben nur die Gerichte: kostenpflichtig, zeitaufwändig, verzögernd. Der Bürger ist klar im Nachteil.
Wenn in Bayern Bürgernähe nicht mehr zu vermeiden ist (da die umliegenden Länder schon weit voraus sind; im Oktober 2006 lehnte die CSU im bayerischen Landtag ein Informationsrecht für Bürger ab!) wird pro forma ein Gesetz verabschiedet, beispielsweise, dass die Bürger Anfragen an die Behörden stellen dürfen (oho!). So geschehen mit dem Umweltinformationsgesetz im November 2006. "Zugang zu staatlichen Informationen aus dem Umweltbereich haben zukünftig auch die Bürgerinnen und Bürger in Bayern", mehrMehr Demokratie in Bayern. Die Akteneinsicht nach diesem Gesetz beschränkt sich auf Umweltinformationen und ist kostenpflichtig. Einer örtlichen Gruppe des Bund Naturschutzes wurde für die Kopie eines Gutachtens 250 Euro Gebühr berechnet. "Gebühren, die abschrecken", SZ 4.4.2007, S. 33
Der Gesetzentwurf zu einem Bayerischen Informationsfreiheitsgesetz wurde im Rechtsausschuss von der CSU abgelehnt. Auch weiterhin ist Transparenz der Tätigkeit der öffentlichen Verwaltung in Bayern zu vermeiden. In sehr vielen Staaten der Welt gibt es Informationsfreiheitsgesetze; die CSU stellte Bayern in eine Reihe mit Nordkorea, Iran und Afghanistan.
Florian Ritter, SPD: bürgerferneCSU verweigert Bürgern Zugang zu amtlichen Informationen, 27.04.2006
Vielleicht tröstet es die bayerischen Bürger: die Ignoranz des bayerischen Staats besteht nicht nur gegenüber seinen Bürgern. Auch die Bürgermeister werden im Minutentakt abgefertigt.
Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU, lud für den Donnerstag, 27. April 2006, 150 Stadt- und Gemeindeoberhäupter aus Franken und Schwaben ins mittelfränkische Dinkelsbühl zum direkten Dialog. Am Freitag, 28. April 2006 trifft Stoiber auf 150 Bürgermeister aus der Oberpfalz, Nieder- und Oberbayern in Rosenheim. Jeder kann sich ausrechnen wieviel Minuten direkter Dialog da pro Bürgermeister bleibt. Jeder Bürgermeister aus - sagen wir nördlich von Regensburg - kann sich ausrechnen, ob sich 4 Stunden Fahrt für 4 Minuten "Dialog" rentieren. OVB, 26.4.2006, S. 11
"Alois Glück über das neue Grundsatzprogramm der Partei", OVB, 8.4.2006, S. 2
Alois Glück, CSU: "... Das spiegelt wohl eine Gesamtbefindlichkeit der Bevölkerung wider: Suche nach Orientierung, nach Sinn. ..."
Diese Bevölkerung wird bei der Diskussion des Grundsatzprogramms ausgespart.
Glück: "Wir wollen sehr stark das Internet nutzen als Medium zur Meinungsbildung. Es wird ein Portal eingerichtet nur für die Mitglieder – bitte, diskutiert mit!" Bürgerferne wird hier zum Programm.
Nicht nur Studenten, auch Schüler werden zur Kasse gebeten. Rosenheimer Schüler haben gegen das zusätzliche Büchergeld von 40 Euro pro Schüler, die einen hohen Verwaltungsaufwand verursachen, beim Kultusministerium protestiert. Schulsprecher Walter von Koskull: "Enttäuscht sind wir vom Ministerium. Wir wurden in mehreren Schreiben mit Floskeln abgespeist". OVB 14.12.2005
Die softwaretechnische Krücke Elster Online wird weiterhin als voll elektronische Steuererklärung propagiert. Bei mir war sie einst ein Fehlschlag. Die Anmeldung ist extrem kompliziert. Im Elster-Forum wird diskutiert, warum die Einkommensteuererklärung nicht geht. Nun ja, im nächsten Jahrhundert wird wohl auch die Bayerische Finanzverwaltung einen elektronischen Service anbieten. Nachfragen per Post sind sinnlos, da Kurt Faltlhauser, CSU, dem "normalen" Bürger nicht antwortet: siehe meine bisher unbeantwortete elster Anfrage vom 3.10.2005. – elsterElster OnlineelsterElsterOnline-Portal
eGovernment-Initiative der Bayerischen Staatsregierung
Das eGovernment (welch bayerischer Name!) begann (eGovernmenteGovernment-Information) laut der bayerischen Regierung bereits 1994 mit der BayernOnline-Initiative. In rasantem Tempo beschloss das bayerische Kabinett am 9. Juli 2002 ein eGovernment-Konzept und am 29. Juli 2003 einen umfassenden Maßnahmenkataloge für eGovernment in Bayern. Inzwischen geht auf meinem PC noch nicht einmal die elektronische Einkommensteuererklärung, da ELSTER ein software-technischer Fehlschlag ist. Nach langer Eingabe klappte die Übertragung des Programms nicht; es war auch kein Ausdruck möglich, d.h. ich mußte alle Eingaben auf dem Formular wiederholen.
Ich nehme an, das gesamte eGovernment betrifft die Verwaltung intern, erleichtert jedoch für den Bürger nichts, gemäss dem Motto: CSU - dem Bürger fern. Staatskanzleichef Erwin Huber kündigte am 28. Mai 2005 bei der 13. European Conference on Information Systems (ECIS) in Regensburg einen zügigen Ausbau der eGovernment-Strukturen in Bayern an: „eGovernment garantiert ein Höchstmaß an Bürgerservice.” PM Nr. 207 Bayerische Staatskanzlei, 28.5.2005. Für Erwin Huber ist offensichtlich bei Null das Höchstmaß an Bürgerservice erreicht.
Was hält der Ausschuss für Eingaben und Beschwerden (AusschussAusschuss für Eingaben und Beschwerden) vom Kontakt der Landespolitik mit den (parteilosen) Bürgern? Wenig bis nichts.
"Der Ausschuss kam in seiner Beratung [Sitzung 23.2.05, H.H.] überein, dass die Installierung eines Bürgerbeauftragten derzeit nicht für erforderlich erachtet wird." Schreiben vom 24.3.2005, gez.: Klotz, Oberregierungsrat
Dazu sollte man wissen, dass im Ausschuss für Eingaben und Beschwerden 17 MdL sitzen. Diese hatten erwartungsgemäss wenig Interesse "derzeit" Kontakte zwischen Landespolitik und Bürgern aufzubauen.
Antwort auf mein Login am 11.1.2005 im juJU-Forum
"Du wurdest von diesem Forum verbannt. Kontaktiere den Administrator, um mehr Informationen zu erhalten." – Der Kontakt mit dem Administrator ist nicht möglich, da dazu ein Login notwendig ist.
Obwohl auf der Hauptseite (scheintolerant) steht: "Eure Meinung ist uns wichtig!" Eine sachliche Auseinandersetzung ist bei JU, CDU und CSU unerwünscht. Andere Meinungen werden nicht geduldet.
Wer meint, bayerische Bürgerferne erfahre nur der parteilose Untertan, der liegt falsch.
Dr. Max Gimple, CSU, Landrat Kreis Rosenheim, übte scharfe Kritik an der "Behäbigkeit des Bayerischen Wirtschaftsministeriums" und an der schleppenden Umsetzung wichtiger Gutachten durch die Verwaltung bei Otto Wiesheu, CSU. Als Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands Südostbayern reichte er vor zwei Monaten eine Bitte an das Wirtschaftsministerium ein: bisher erhielt er nicht einmal eine Zwischenantwort. Rosenheimer Nachrichten, 16.12.2004, S. 2
Mit den Stimmen der CSU lehnte der bayerische Landtag einen Antrag ab, die Staatsregierung solle sich im Bundesrat für die Einführung bundesweiter Volksentscheide einzusetzen. Zuviel demokratische Bürgernähe ist den CSU Abgeordneten unerwünscht. Maximilianeum 16.9, 2004. S. 138
12. Mai 2004 Nachfrage zu SPD Bayern Mittteilung: Kein einziger CSU-Vertreter bei Plenardebatte im Landtag über Dringlichkeitsantrag der SPD zur Lernmittelfreiheit
über Ihr Kontakt zur SPD-Landtagsfraktion http://www.spd-landtag.de/
keine Antwort
Date: Mon, 03 May 2004 09:50:44 +0200
From: Herbert Huber gavagai@gmx.de
To: angelika.niebler@ebe-online.de
Subject: "Was verdienen Sie als Europaabgeordnete ?"
keine Antwort
"CSU näher am Menschen" heisst der Slogan. Wie ist er zu verstehen?
Den Bürger und den Dialog mit dem Bürger scheut die CSU wie der Teufel das Weihwasser.
Von forum@csu-bayern.de an gavagai@gmx.de. Subject: Ihr Forumsbeitrag wurde abgelehnt. 22 Mar 2004 11:58
Hallo Herbert Huber, Ihr Forenbeitrag mit dem Thema "Re: Erwin Huber" wurde abgelehnt.
Von gavagai@gmx.de an forum@csu-bayern.de. Subject: Ihr Forumsbeitrag wurde abgelehnt. 22 Mar 2004
Liebes CSU Forum, ich danke, bestätigt es doch meine Meinung, dass im CSU Forum nur zum Zuge kommt wer a) rechtsradikale Meinungen vertritt oder b) CSU Mitglied ist oder beides.
Andere Beiträge von mir, darunter ein Testbeitrag bestehend aus ".", wurden ebenfalls abgelehnt.
Ihr Forenbeitrag mit dem Thema "Re: Angriff auf die Grundrechte" wurde abgelehnt Tue, 23 Mar 2004
Ihr Forenbeitrag mit dem Thema "Re: Zuwanderung" wurde abgelehnt Tue, 23 Mar 2004
Die Einstellung der bayerischen MdL zeigte sich symptomatisch am Dienstag, 16. März 2004
  • Länger zu arbeiten (= im Saal sitzen) ist bei den MdL ungewöhnlich: "Was ist denn dabei, wenn die mal länger sitzen?", fragt Franz Maget, SPD. "Das muss jeder Arbeitnehmer auch mal tun."
  • Um 22.43 Uhr scharen sich draußen vor dem Plenarsaal viele Landtagsabgeordneten um den Fernseher. Der VfB Lübeck führt in der 100. Spielminute gegen Werder Bremen mit 2:1. Im Landtag spricht gleichzeitg Karin Pranghofer, SPD, über das Schicksal der 217 bayerischen Volkshochschulen.
  • Um 21 Uhr spricht Kathrin Sonnenholzner, SPD, zum Blindengeld und zur Finanzierung der Krankenhäuser. Doch die mehr als 100 Änderungsanträge der Opposition werden von der CSU alle abgelehnt: ihre soziale Kälte ist unbeirrbar; hauser Kommentar Caritas-Vorstand Albert Hauser
  • Hans-Ulrich Pfaffman, SPD, spricht über die Not der Kommunen. Viele Parlamentarier und die wenigen verbliebenen Journalisten sind in der Landtagsgaststätte beim Bier.
SZ, 18.3.2004, S.44
Breite Bevölkerungsgruppen (Polizei, Lehrer, Trachtler, Professoren, Forstwirtschaft, Studenten, Beamte, Schüler) leiden unter den rigorosen Kürzungen der bayerischen Regierung, die von der CSU im Landtag abgesegnet wurden. "Bürgernähe" nach Art der CSU kündigte nun Erwin Huber, CSU, an: "Wir haben unsere ersten großen Reformziele erreicht. Jetzt ist mehr Zeit für die weiteren Entscheidungen zur Verwaltungsreform und für die intensive Diskussion mit den Bürgern". SZ, 15.3.2004, S.48. Weitere Bürgernähe mdl Zitate von und über Erwin Huber
Die Bürgerferne besteht nicht nur zwischen Staatsregierung und Bürger und zwischen Landtag und dem Bürger sondern auch zwischen den kommunalen Verbänden in Bayern und dem Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU. Er weigert sich mit den Präsidenten (alle gehören der CSU an) der vier Verbände über ein Sofortprogramm zur Linderung der kommunalen Finanznot zu reden. SZ, 4.3.2004, S.47
Links
Feind Der Abgeordnete als institutioneller Feind des Bürgers
mdl Ahnungslosigkeit bayerischer Landtagsabgeordneter und anderer Politiker
arroganz Die Arroganz unserer Politiker
BürgerferneBürgerferne
mdl Bürgerferne der Abgeordneten
Bürgernähe mdl Bürgernähe bayerischer Landtagsabgeordneter
bürgernähe Hildegard Hamm-Brücher warnt vor Bürgerferne
bürgerferne Dr. Friedhelm Hengsbach: "Die Klage über die Ohnmacht der Politiker ist ein Alibi"
Volksbefragung Lügen der Parteien und der bayerischen Staatsregierung
maulkorb Maulkorb für Bürger
Bürgernähe mdl Petitionsrecht in der Verfassung Bayerns
Bayerndirekt Das Potemkinsche Dorf »Bayern Direkt«
bürgernähe Undurchsichtigkeit ist Trumpf bei den bayerischen Landtagsabgeordneten
csu Verwaltungsreform 2004 für mehr Bürgerferne
Verwaltungsreform Verwaltungsreform 2004 gegen Wasserburg am Inn
Bayerndirekt Kein Willkommen im Bayerischen Landtag
bürgerferne Anfang

Ignoranz
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 20.3.2015