| Verwaltungsreform 2004 und später gegen Wasserburg am Inn
Aktionen der CSU gegen Bürgernähe und wider das Subsidiaritätsprinzip Zentralisierung auf Kosten (wörtlich und übertragen verstanden) der Bürger Motto der Verwaltungsreform 2004: Bürgerferne vergrößern; Subsidiaritätsprinzip weiter aushebeln. |
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| Nach einigem Taktieren steht nun fest: weitere
Zentralisierung Die Amtsgerichte in Wasserburg und Bad Aibling wurden zu Zweigstellen des Rosenheimer Amtsgerichts gemacht und werden nunmehr endgültig aufgelöst. Bürgerferne ist Pflicht für die bayerische Politik. Alle Bürger, die zu den einzelnen Gerichten oder Gerichtsabteilungen z.B. Betreuungsgericht oder Nachlassgericht, wollen, müssen nach Rosenheim fahren. Wenn es in Rosenheim genügend Säle gibt, werden auch die Zivil- und Strafprozesse dort geführt. |
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| Schließung des Amtsgerichts Wasserburg am Inn ist vorerst
aufgeschoben Nicht aufgrund von Einsicht oder etwaiger Umkehr zur Bürgernähe, sondern aufgrund von Raumproblemen in Rosenheim wird die Schließung des Amtsgerichts Wasserburg am Inn ist vorerst aufgeschoben. Zudem soll der Abzug der Amtsgerichtzweigstellen von Bad Aibling und Wasserburg gleichzeitig erfolgen. Beide zugleich können aber in Rosenheim derzeit nicht unterkommen. Annemarie Biechl, CSU, verkauft dies als Erfolg "Schließung abgewendet. Pro Amtsgericht Wasserburg Zusage von Ministerpräsident Seehofer an MdL Biechl und Landrat Neiderhell", Blickpunkt, 22. Mai 2010, S. 4 |
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| Bei der
Arbeitsagentur ist es ab 25. Mai 2005 soweit: die
Bürgerferne ist realisiert. Arbeitssuchende müssen jetzt
nach Rosenheim fahren. Wegen der ungünstigen Bahnverbindung bedeutet das
1/2 bis 1 Tag Zeitaufwand für diesen wichtigen Behördengang.
OVB, 24.5.2005, S. 11 |
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Neue Übersicht: die
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| Details zum bürgerfernen
Amtsgericht Anton Mertl, Vorsitzender des Bayerischen Anwaltsverbands: "Die Gerichte Aibling und Wasserburg zu schließen, ist ein Schildbürgerstreich der Staatsregierung". |
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| Im Rechtsausschuss
des Landtags stimmte die CSU gegen den
Erhalt der 32 Zweigstellen der Amtsgerichte. Franz Schindler, SPD, Vorsitzender
des Rechts- und Verfassungsausschusses: "Entgegen vollmundiger
Ankündigungen in den Stimmkreisen und der von vielen CSU-Abgeordneten
erhobenen Forderung, dass eine Kosten-Nutzen-Analyse auf den Tisch müsse,
haben alle anwesenden CSU-Abgeordneten für die Schließung aller
Zweigstellen gestimmt." Eine sachliche Begründung für die
Schließung gibt es nicht, es sei denn: Ausweitung der Bürgerferne. |
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| Typische Nicht-Information für den
Bürger am 28. November 2004: auf der Der neueste Eintrag ist: |
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| Die Fraktion von
Bündnis 90/Die Grünen im bayrischen Landtag reichte am 24.11.2004
einen Antrag für den Erhalt der Amtsgerichtzweigstellen ein. Darin wird
der Erhalt der Amtsgerichte von Wasserburg und Bad Aibling gefordert. Eine
Auflösung aller Zweigstellen, heißt es in dem Antrag, würde dem
Anspruch einer bürgernahen und effektiven Justiz nicht gerecht.
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Übersicht: Auf der Klausur der CSU wurde
für Wasserburg am Inn ein Radikalschlag beschlossen:
"Die Rechtsuchenden haben weitere Wege zum Amtsgericht und damit auch eine noch größere Scheu, die dort gebotenen Leistungen in Anspruch zu nehmen. Die Schließung von amtsgerichtlichen Zweigstellen führt klar zu einer Einschränkung der bürgernahen Justiz." Michael Kölbl, SPD, Bürgermeister von Wasserburg am Inn, OVB, 20.11.2004, Verlagsbeilage |
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| Erwin Huber, CSU."Wir
führen die Debatte in Landtagsausschüssen, in der
CSU-Landtagsfraktion sowie mit Mitarbeitern, Verbänden und Gewerkschaften
und Kommunalpolitikern ergebnisoffen. Wir prüfen Alternativmodelle,
führen den intensiven Dialog fort und treffen keinerlei
Vorwegfestlegungen." Huber stellt Zwischenbilanz für Paket 2 der Verwaltungsreform vor; |
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| Hier ist die
Realität: Der Dialog findet nicht statt.
"Ministerpräsident Stoiber hat auf das Schreiben aus Wasserburg mit dem Protest gegen die geplante Ämterschließung bisher überhaupt nicht reagiert." Staatsminister Erwin Huber vergibt keine Termine mehr an Delegationen der betroffenen Orte. OVB, 2.11.2004. S. 15 |
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| Um die
Bürgerferne in Bayern noch weiter zu steigern werden in Bayern zahlreiche
Ämter geschlossen. In Wasserburg plant die CSU-Regierung zu
schließen: Forstamt, Finanzamt, Vermessungsamt,
Landwirtschaftsamt und das Amtsgericht. Der Bürger soll gezwungen werden,
Amtsgänge in Amtsfahrten zu ändern, die wunderbar ausgebauten
Strassen zu benutzen ( |
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