| Evolutionsunterricht in verschiedenen
Ländern Entwicklungen etwa ab 2004 |
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| Einer von acht Biologielehrer an einer
US Highschool lehrt Kreationismus oder Intelligent Design als ernsthafte
Alternative zur Evolution. Doppelt soviel (ein Viertel der Befragten 939
Highschool Biologielehrer) widmen zumindest 1 oder mehr Stunden dem
Kreationismus/ID. |
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| Lars Reichardt:
"Bezweifeln die Amerikaner also die Evolution weil die Wirtschaft
stagniert?" Benjamin Friedman, Wirtschaftswissenschaftler, Harvard University, USA: "So scharf würde ich das niemals formulieren." "Aber Sie sehen da einen Zusammenhang?" "Durchaus. Während der Depression in den zwanziger Jahren oder der Stagnation Ende der achtziger Jahre wurde die Evolutionstheorie ebenfalls angegriffen, und als die Wirtschaft sich Ende der neunziger Jahre wieder besserte, verschwand diese Debatte ebenso schnell, wie sie aufgekommen war." SZ Magazin 25 (2006), S.22 |
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| Die American Association for the
Advancement of Science (AAAS; siehe |
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| Judge Rules
Against 'Intelligent Design' Dover, Pa., District Can't Teach Evolution Alternative Dem Dover, Pa., Schulbezirk wurde die Lehre des Intelligenten Design als Alternative zur Evolutionstheorie untersagt. U.S. District Judge John E. Jones III, ein Republikaner, der von Präsident Bush eingesetzt worden war (!), kritisierte Mitglieder des Schulausschusses für Meineid und den Versuch Religion in den Unterricht zu tragen. Michael Powell, Washington Post, 21.12.2005 |
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| "Today evolution is the foundation of all biology, so basic and
all-pervasive that scientists sometimes take its importance for
granted." Daher wurde die Evolutionstheorie als "Breakthrough of the Year 2005" ausgezeichnet. |
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| Die Debatte um die Evolution im
Unterricht von Kansas eskaliert. Die National Academy of Sciences und National
Science Teachers Association entzogen Kansas das Recht ihre Materialien zur
Evolution zu benutzen. Begründung: das Material des Kansas State
Department of Education für den Unterricht überzeichnet die
Ungewißheiten der Evolution und macht nicht klar, dass das
Übernatürliche in der Wissenschaft keinen Platz hat. Rick Weiss: "Evolution Debate in Kansas Spurs Battle Over School Materials", Washington Post 28.10.2005 |
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| In Pennsylvania
drehten elf Elternpaare den Spieß um: sie klagten vor Gericht gegen die
Intelligent Design Lehre, die "moderne"
Variante der Schöpfungslehre, im Unterricht. Die Kreationslehre wurde
bisher von Wissenschaftlern als religiös motivierte Weltsicht abgelehnt
und deshalb aus dem Unterricht in den USA verbannt. Die ID-Version bemühte
sich ohne ausdrücklichen Bezug auf Gott auszukommen (er/sie wird dabei
"Designer" genannt) und schlüpfte so wieder in die Lehrpläne. Eric
Rothschild, Anwalt der Klärer, argumentierte gegen den
pseudowissenschaftlichen Jargon. Michael
Behe, ein Vertreter des ID (siehe
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| Die AAAS American Association
for the Advancement of Science gab eine Resolution gegen den Unterricht
von Intelligentes Design in den
Klassenräumen heraus. Die Unterweisung zum ID soll ähnlich wie
Kreationismus und anderer religiöser Unterricht extra gegeben
werden. |
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| Präsident George
W. Bush mischte sich in die Debatte über Evolution und Intelligentes
Design ein: in den Schulen sollte beides gelehrt werden. |
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In die US-Lehrpläne soll das
Intelligent Design stärker
berücksichtigt werden. Die wissenschaftliche Lehre zur Evolution wird in
Frage gestellt. Mehr zu diesem Thema hier:
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| Kreationismus? Intelligent Design?
Evolution! Derzeit berät die Schulkommission in Kansas, ob die Evolutionstheorie aus dem Lehrplan gestrichen werden soll. SZ, 9.5.05, S. 9 Peter Slevin: "Kansas education authorities put evolutionary theory on trial Thursday in a hearing marked by sharp exchanges over Earth's origins and what students should be taught in science class." Washington Post, 6. Mai 2005 "But there is no serious scientific controversy over whether Darwinian evolution takes place. Intelligent design is not science. Whatever its rhetoric, the public questioning of evolution is fundamentally religious, not scientific, in nature." »Kansas Evolves Back«, Washington Post, 8. Mai 2005
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| "The rise of
Creationism in the US is an unfolding intellectual tragedy ..." Timothy Taylor, Archäologe, University of Bradford, UK, in John Brockman, Hg.: Die neuen Humanisten. |
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| Die Evolutionslehre Lehre darf in Italien wieder
unterrichtet werden Bildungsministerin Letizia Moratti nahm nach Protesten von namhaften Wissenschaftlern, Lehrern, Eltern und Schülern eine umstrittene Änderung des Lehrplans zurück, nach der die Evolutionslehre nur in der Oberstufe der Gymnasien beziehungsweise in den Berufsschulen behandelt werden sollte. Quelle: Henning Klüver Mailand, Süddeutsche Zeitung Nr.100, Freitag, den 30. April 2004 , S. 7 Letizia Moratti, Italiens Erziehungsministerin, widerrief ihre Anordnung vom 19. Februar 2004, dass in italienischen Grund- und Mittelschulen die Evolutionstheorie nicht unterrichtet werden soll. Die Anweisung hatte zahlreiche Proteste und eine Petition von Wissenschaftlern in der Tageszeitung La Repubblica ausgelöst. Sie wurde von über 45 000 Menschen unterzeichnet. |
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| Italiens
Schulministerium und die Evolutionslehre Die italienische Wissenschaftszeitung Le Scienze reagierte mit: "Für die Kleinen verboten", werde die Evolutionslehre im neuesten Lehrplan in Italiens Schulen. Lehrer protestierten lautstark, an mehreren italienischen Universitäten sollen Aktionswochen organisiert werden, um die fundamentale Bedeutung der Evolutionstheorie für das moderne Weltbild herauszustellen. Die Evolutionslehre sei keineswegs gestrichen, erklärte dagegen der für den Schulunterricht zuständige Generaldirektor Silvio Criscuoli der Süddeutschen Zeitung. Vielmehr solle die Lehre von der Entwicklung des Menschen den jüngeren Schülern auf eine "mehr empirische, eher experimentelle Weise" dargebracht werden als mit reiner Theorie. SZ, 23.4.2004, S. 13 Die italienische Bildungsministerin Letizia Moratti entfernte in den neuen Lehrplänen für die Grund- und Mittelschulen das Kapitel zu Darwins Evolutionslehre. |
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