| Ausländer & Minderheiten in Deutschland, Schwerpunkt
Bayern Mit schikanöser Behandlung von Ausländern ist zu rechnen. Archiv Hier war ein kurzes Zitat von Karl Valentin. Die Enkelin des Künstlers Anneliese Kühn will Karl Valentin hier öffentlich nicht sehen / lesen. Das Zitat wurde daher am 20. Juli 2005 entfernt. |
| "Wer sich
einbildet, ohne die Existenz einer anderen Gemeinschaft glücklicher zu
sein, der beweist seine geistig-seelische Verwandtschaft mit den
Kinderverbrennern", György Konrad, Schriftsteller ( in: |
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| "Bayern
wird die Position nicht aufgeben, dass Vertreibung Unrecht ist und ein
Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Vertreibung ist mit dem Recht, dem Geist
und der Kultur Europas nicht vereinbar." Edmund Stoiber, CSU, beim Sudetendeutschen Tag 2007 Leider verstößt gerade Bayern ständig gegen den Geist und die Kultur Europas |
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| "Dulden
heißt beleidigen."
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| "Damit verbietet sich die Festung
Europa!" Angela Merkel, CDU,
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| "Feind
heißt ihm alles, was neu ist, und wehe dem Fremdling, den das Ungewitter
an seine Küste schleudert! Kein wirtlicher Herd wird ihm rauchen, kein
süßes Gastrecht ihn erfreuen." Kein Lamento über die Politiker Deutschlands, sondern |
| "Unser Nachbar ist nicht unser
Nachbar, sondern dessen Nachbar so denkt jedes Volk."
Nietzsche Jenseits von Gut und Böse - Sprüche und Zwischenspiele |
"Imagine there's no country, it
isn't hard to do, Nothing to kill or die for and no religion, too." John Lennon. Imagine 1971 |
| Anhaltende menschenverachtende
Diskriminierung von Ausländern durch Vertreter der
C-Parteien Der innenpolitische Sprecher der Berliner CDU, Peter Trapp: "Ich bin für Intelligenztests bei Einwanderern". Markus Ferber, CSU, verwies auf das Beispiel Kanadas, das von Zuwandererkindern einen höheren IQ als von Einheimischen verlange. (Dies ist nicht korrekt, aber das stört einen MdB nicht.) Memet Kilic, Migrationsexperte der Grünen im Bundestag, regte einen IQ-Test bei der Aufstellung der Kandidaten der Unionsparteien zu den Wahlen an. Das ist überzogen, da es wohl eine recht kurze Kandidatenliste ergäbe. |
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| Abzuschiebende
Menschen werden ins Gefängnis gesperrt Wer keine Aufenthaltspapiere hat, wessen Asylantrag abgelehnt wurde oder wessen Visum abgelaufen ist, muss in Deutschland damit rechnen ins Gefängnis zu Straftätern und Untersuchungshäftlingen geworfen zu werden. Nach Schätzungen wird ca. 7000 Menschen so die Menschenwürde (Art. 1 GG: "Quälende Wochen des Wartens", SZ, 1. Juli 2010, S. 6 |
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| Zynismus pur gegenüber Behinderten:
Aufforderung zum "woanders hingehen" "Die Medien sind orientiert auf die soziale Problematik, aber türkische Wärmestuben können die Stadt nicht vorantreiben. Ich würde einen völlig anderen Ton anschlagen und sagen: Jeder, der bei uns etwas kann und anstrebt, ist willkommen; der Rest sollte woanders hingehen." Ex-Finanzsenator von Berlin und Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin, SPD, in einem Gespräch mit der Zeitschrift Lettre International. Den menschenverachtenden Ratschlägen Sarrazins folgen die Politiker gerne, so beim Sparpaket 2010, das fast ausschließlich Arme, Hartz-IV-Empfänger, Familien mit Kinder trifft ( |
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| Schlag ins Gesicht der
Obdachlosen und deren Team In einer grandiosen Eigeninitiative wollte das Tem der Straßenzeitung Biss ein 18-Millionen-Hotel in München bauen und dort Beschäftigungsmöglichkeiten für Obdachlose entstehen lassen. Der Haushaltsausschuss im Bayerischen landtag verhinderte mit der Mehrheit der Regierungsfraktion aus CSU und FDP dieses Vorhaben: für das ins Auge gefasst Objekt soll ganz normal verkauft werden: keine Ausnahme für Obdachlose. Auch eine Ausschreibung mit Sozialklausel verhinderte die soziale Kälte bei CSU und FDP. Damit hätte das Biss-Team eine Erwerbschance behalten. Gegen Bieter auf dem freien Markt sehen die Mitarbeiter des Biss-Teams nur wenig Chancen. "CSU und FDP verweigern BISS das Knast-Hotel"; Süddeutsche Zeitung, 7.5.2010, S. 55 |
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| Sparen bei denen, die sich kaum wehren
können Der CSU dominierte Bezirk Oberbayern will beim Personla für Behinderte sparen. In der Stiftung Pfennigparade sind rund 400 Menschen mit teils schwersten körperlichen Behinderungen beschäftigt. Ihnen droht eine drastische Verschlechterung bei Pflege und Betreuung. Der zuständige Kostenträger, der Bezirk Oberbayern oberster Repräsentant: Christoph Hillenbrand, Regierungspräsident von Oberbayern will rund 20 Stellen streichen, das sind etwa ein Viertel der Mitarbeiter in diesem Bereich. "Sparen zu Lasten von Schwerstbehinderten", SZ 22. März 2010, S. 49 Wenn es dagegen um eine Feier der Politiker zur Maibaumaufstellung in Brüssel geht oder um eine überflüssige Umfrage der Staatsregierung, dann sitzt der Geldbeutel prall gefüllt mit Steuergeld locker: |
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| Nur keine
Humanität zeigen: CSU bleibt in der Asylpolitik hart Wenn es um Minderheiten oder bedrohte Ausländere geht, will die CSU ihrem Ruf der sozialen Kälte treu bleiben. An vorderster Stelle steht daher für die CSU die möglichst schnelle Ausreise und die sogenannte Abschiebung abgelehnter Asylsuchender. Sozialministerin Christine Haderthauer, CSU, wollte zwar die Lebensumstände der Flüchtlinge verbessern doch Innenminister Joachim Herrmann, CSU, zeigte Härte. Die beabsichtete Verbesserung der Lebensbedingungen von Schutzsuchenden steht unter dem Haushaltsvorbehalt. Und da das Geld angeblich knapp ist ... "CSU bleibt in der Asylpolitik hart", SZ, 4.2.2010, S. 45 |
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| Innenminister Joachim
Herrmann, CSU, stoppt städtische Zuschüsse für die
offene Behindertenarbeit Das Freizeit- und Begegnungszentrum im Löhe-Haus, München, FBZ ist eine rege Begegnungsstätte für Behinderte und Nicht-Behinderte. Laut FBZ-Geschäftsführer Diakon Heinz Karrer wird das FBZ regelmässig von rund 200 Leuten besucht; für viele werden hier wichtigste Kontakte gepflegt. Die Stadt München darf nach der Rechtsauffassung des Innenministeriums keine Zuschüsse mehr bezahlen. Die Stadt bezahlte bisher freiwillig 2,2 Millionen Euro Zuschuss pro Jahr. Nach dem Gesetz sind die Bezirke für die Förderung dieser Pflichtaufgabe zuständig. Sozialreferent Friedrich Graffe, SPD, forderte das Innenministerium auf, die Rechtsauffassung zu überdenken. Dies ist ein besonders perfides Vorgehen der CSU gegen Minderheiten: Verlagerung der Pflichtaufgabe, die bisher bestens erledigt wurde, zu einer Institution, die nicht unter der Mehrheit der CSU steht (Stadt München) auf eine Institution, die unter der Mehrheit der CSU dann die Förderung abdrehen kann. |
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| Wenn es um Umsiedelung
und Vertreibung von Ausländern gilt, nimmt die Union aus CDU und CSU aufs
Völkerrecht wenig Rücksicht In den Programmen [der Parteien, H.H.] stehen zwar allgemeine Bekenntniss zu den Menschenrechten, doch wenn es um Flüchtlinge geht, konkret um die Ausweisung von Ausländern, wird es bedenklich. So verlangt die Union in ihrem Programm, »zur Abwehr der Gefahren durch kriminelle Ausländer und durch Terrorismusverdächtige« schneller auszuweisen, etwa schon bei einer Gefängnisstrafe von einem Jahr ohne Bewährung. Das aber verstößt gegen das Völkerrecht, Monika Lüke, amnesty international. "»Die Unions-Forderung verstößt gegen das Völkerrecht« Amnesty-Chefin Monika Lüke über bedenkliche Aussagen im Wahlkampf, Europas Umgang mit Flüchtlingen und Mängel bei Verrfahren gegen Piraten", SZ, 7.9.2009, S. 8 |
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| Der von der CSU viel beschworene Einzug der Ost-Kriminalität
nach Bayern nach dem Einbezug Tschechiens in den Schengener-EU-Raum blieb aus.
Das musste Innenminister Joachim Herrmann, CSU, nun kleinlaut zugeben. Am
zweiten Jahrestag nach Wegfall der Grenzkontrollen zu Tschechien zog
Innenminister Joachim Herrmann eine positive Bilanz: "Das Risiko für die
entlang der Grenze lebenden Menschen, Opfer einer Straftat zu werden, liegt
erheblich unter dem Landesdurchschnitt [!] und die Aufklärungsquote der
Polizei ist hier mit über 70 Prozent erneut beeindruckend",
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| Tausende kosovarische Flüchtlinge sollen
aus Deutschland vertrieben werden. Derzeit leben cirka 14.000
ausreisepflichtige Flüchtlinge und Vertriebene aus dem Kosovo in
Deutschland, fast 10.000 davon sind Roma. Die Innenexpertin der Linken im
Bundestag Ulla Jelpke kritisierte das
Vorhaben als "monströses Projekt". Auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR kritiserte die
Vertreibung. "Roma vor Abschiebung", SZ, 14.10.2009, S.6 |
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| Joachim Herrmann, CSU,
kündigte an weitere 60.000 geduldete Ausländer aus Bayern zu
vertreiben. "Herrmann macht Druck auf geduldete Ausländer", SZ 19.11.2009, S. 49 |
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| CDU und CSU
kündigen in ihren Wahlprogrammen an gegen das Völkerrecht zu
verstoßen Die Menschenrechtsorganisation amnesty international warf der CDU/CSU vor, das Völkerrecht zu ignorieren. Die Forderung, kriminelle Ausländer schneller abzuschieben, verstosse gegen das Völkerrecht, sagte Monika Lüke, AI-Generalsekretärin. Die Vertreibung der Menschen aus Deutschland solle unabhängig davon erfolgen, ob im Abschiebeland Folter drohe. Die Bundesregierung, allen voran der Innenminister der humanen Kälte Wolfgang Schäuble, CDU, weigert sich zudem, einer gerechteren Verteilung der Asylbewerber innerhalb der EU zuzustimmen. »Union ignoriert Völkerrecht«, SZ 7.9.2009, S. 1 und S. 8 |
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| Einzelne Rufer in der CSU nach
Humanität und Menschenwürde in den bayerischen Flüchtlingslagern
werden von der Partei niedergebügelt Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer, CSU, will die gnadenlose bayerische Asylpolitik behutsam lockern. Die Zustände in den Gemeinschaftsunterkünften sind menschenunwürdig. Sie hält auch die CSU-Formulierung, dass die Unterkunft der hierher Vertriebenen "deren Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern" soll, für inakzeptabel. Innenminister Joachim Herrmann, CSU, sieht jedoch ein Dilemma. Einerseits sagte Horst Seehofer, CSU, die CSU-Linie in der Asylpolitik sei: "Wir waren immer dafür, dass Asylbewerber menschenwürdig behandelt werden". Andererseits will die CSU die Rahmenbedingungen so gestalten, dass "keine Anreize" geschaffen werden, die weitere Asylbewerber ins Land locken. In diesem Dilemma entschied sich Joachim Herrmann gegen Menschlichkeit und Menschenwürde. Auch Georg Schmid, CSU Fraktionschef, bekennt sich klar gegen die aus ihrer Heimat Vertriebenen: "Es war schon immer Haltung der CSU, kein Anreizsystem für Asylbewerber zu schaffen." Beide verkennen dabei, dass die Flüchtlinge nicht aufgrund der Unterbringung in Bayern ihre Heimat verlassen, sondern aufgrund der Verfolgung im Herkunftsstaat.
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| Experten bei
Anhörung im Landtag: Bayerische Flüchtlingsunterkünfte unter
aller Sau Sozialministerium lobt den menschenunwürdigen
Zustand In der Regel müssen vier Flüchtlinge auf 13 Quadratmetern leben. Der Würzburger Mediziner August Stich stellte fest: "Gemeinschaftsunterkünfte machen krank, die Menschen nehmen ´psychisch und körperlich Schaden". SZ, 24.4.2009, S. 45 |
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| Das Bundesinnenministerium unter Wolfgang Schäuble, CDU, plante eine Warndatei aller Personen, die Ausländer zum Besuch nach
Deutschland einladen. Diese Personen sollten zentral erfasst werden.
Erst nach starkem Protest scheiterte der ungeheuere Gesetzentwurf.
SZ, 18.3.2009, S. 5 |
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| In Bayern müssen
fast 8000 Flüchtlinge in Sammelunterkünften leben: 200
Euro Miete für ein Mehrbettzimmer mit Kakerlaken und Ratten. Viele klagen
über menschenunwürdige Bedingungen. |
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| Zwei Angehörige
der Sinti und Roma wurden in Augsburg wegen des Verdachts der
räuberischen Erpressung und Bedrohung angeklagt. Angeblich hatten sei
einen Schrotthändler mit vorgehaltener Pistole eingeschüchtert. Doch
die Anschuldigungen waren aus der Luft gegriffen. Ein Angeklagter wurde
freigesprochen, einer zu fünf Jahren Haft verurteilt - wegen Beihilfe zur
Steuerhinterziehung. Der Verteidiger sowie der Vertreter der Sinti und Roma
bezeichneten die Haftstrafe als "nicht nachvollziehbar" und "völlig
überzogen". Ein Firmeninhaber und der Bruder des verurteilten Sinit waren bereits im Dezember 2008 zu hohen Haftstrafen verurteilt worden. Hugo Höllenreiner, Sprecher der deutschen Gipsy Conference Board, warf der Justiz vor, gegenüber dem Angeklagten wie den vielen Sinti im Gerichtssaal voreingenommen zu sein. Der Steuerhinterzieher in Millionenhöhe Klaus Zumwinkel, Ex-Vorstandsvorsitzender der Post, verließ den Gerichtssaal als freier Mann. Was macht den Unterschied aus? Volksgruppenzugehörigkeit? Vorstand in einem DAX-Unternehmen? Millionenbetrug statt kleine Brötchen? |
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| Rekord bei den
rechtsextremen Straftaten in 2008 (oft mit ausländerfeindlichem
Hintergrund) Im Jahr 2008 gab es mit 13.985 Delikten die höchste Zahl an rechtsextremen Straftaten seit dem Jahr 2000, als mit der Zählung dieser Art begonnen wurde (die Art der Zählung wird gerne gewechselt: Verschleierungstaktik der Politik). Darunter waren 735 teils schwere Gewalttaten mit 773 verletzten Personen. Quelle: vorläufige Aufstellung des Bundesinnenministeriums; SZ 19.2.2009, S. 6 |
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Anteil der Bevölkerung mit
ausländerfeindlicher Einstellung
Quelle: Universität Leipzig; SZ 16.12.2008, S. 2; Befragung vom Juni 2008 |
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| Nach vielen bürgerschädlichen
Kurswechseln zeigt sich am Horizont eine Wende der CSU hin zu mehr
Humanität: Oliver Jörg, CSU, MdL,
will die Lage der Asylsuchenden verbessern. Er erkannte (was jedem seit Jahren
einsichtig ist), dass die Zustände in den Gemeinschaftsunterkünften menschenunwürdig sind (verantwortlich: Staatspartei CSU) die "Residenzpflicht" (der Asylsuchende darf sich kaum bewegen; verantwortlich: Staatspartei CSU) inhuman ist. Oliver Jörg will den Bewegungskreis der Menschen auf den Regierungsbezirk ausweiten. OVB, 19.2.2009, S. 4 |
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| Wieder einmal zeigt die CSU ihre
inhumane ausländerfeindliche Fratze US-Präsident Barack Obama löste das US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba, in dem unter US-Präsident George W. Bush gefoltert wurde und die Menschenrechte kaum beachtet wurden, auf. Die Uiguren in München erklärten sich bereit, die 17 inhaftierten Uiguren nach ihrer Freilassung aus Guantánamo aufzunehmen und sich um sie zu kümmern. Dem Freistaat = Steuerzahler entstünden somit keine Kosten. Pro Humanität und Aufnahme der Uiguren Ausschussmitglied Markus Rinderspacher, SPD,fordert die Bayerische Staatsregierung im Ausschuss für Recht, Verfassung, Parlamentsfragen und Verbraucherschutz in einem Dringlichkeitsantrag auf, gegenüber der Bundesregierung ihre Bereitschaft zu erklären, die 17 unschuldigen uigurischen Guantanamo-Gefangenen aufzunehmen. Die Landtags-Grünen setzen sich ebenso für die humanitäre Aufnahme von zehn der inhaftierten Uiguren ein. Fraktionsvorsitzende Margarete Bause: «Nach allen Informationen sind diese Menschen unschuldig und bedürfen des humanitären Schutzes» Im Rechtsausschuss des Landtags stimmte der FDP-Vertreter dafür, dass Bayern sich zur Aufnahme unschuldiger Häftlinge bereiterklären soll. Contra Humanität und Aufnahme der Uiguren Der Antrag, unschuldige uigurische Guantánamo-Gefangene aufzunehmen, wurde bei Stimmengleichheit von acht zu acht im Rechtsausschuss des Landtags dennoch abgewiesen. Die CSU sprach sich im Ausschuss geschlossen gegen Humanität und die Aufnahme der Uiguren aus.
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| Über 16 Monate
Tatenlosigkeit nach einer Jagd auf Ausländer 3. April 2007 Halberstadt im Harz: zwei junge Iraker werden durch die Strassen gejagt und verletzt Sept. 2007 Verfahrenseinstellung gegen die Täter durch die Staatsanwaltschaft Halberstadt Oktober 2008 nach Eingriff einer Berliner Anwältin wird in Halberstadt nachermittelt Immerhin: Das Justizministerium Sachsen-Anhalt will den Fall überprüfen. SZ, 22.10.2008, S. 6 |
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| Deutsche Anti-Rassismus-Politik unter
scharfer Kritik Auf einer internationalen Konferenz in Durban, 2001, verpflichtete sich Deutshcland zu einem Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus in Deutschland. Bis heute gibt es keinen endgültigen Plan und die Umsetzung ist mangelhaft. Auch das Forum Menschenrechte kritisierte u.a. das verengte Verständnis von Rassismus, das dem Report der Bundesregierung zugrunde liegt. SZ, 7.8.2008, S. 5 |
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| Ausländer hinaus
... um fast jeden Preis, scheint die Devise der bayerischen Politik zu sein. Der Hauptzeuge für Schwarzarbeit und Ausbeutung auf Münchner Baustellen, F.D. wird in die Türkei vertrieben. Der Prozess gegen die vier ausbeuterischen Baufirmen beginnt im September 2008. Aufgrund der komplizierten Beweisführung kann die Anwältin der ausgebeuteten Arbeiter vor Gericht nur mit guten, verlässlichen zeugen bestehen. Das KVR München verfügte aber die Ausweisung. Man kann nun mutmassen: Ausländervertreibung hat Priorität vor Aufklärung von Straftaten? Straftäter sollen nicht verurteilt werden und deshalb werden die Zeugen aus Bayern vertrieben? Martin Runge, MdL, Grüne, fordert die Unterstützung des mutigen Zeugen: er müsse in Bayern bleiben: "Sonst unterstützen sie [die Behörden] indirekt das ganze System des illegalen Niedriglohnes, der Wettbewerbsverzerrung und Ausbeutung." SZ, 9.6.008, S. 56 |
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| Fremdenfeindliche
Vorurteile sind weit verbreitet Zwei Drittel der deutschen Schüler stimmen der Aussage zu, es gebe in Deutschland zuviele Ausländer. Die Hälfte davon stimmt sogar "voll und ganz" zu; so ein Abschlussbericht der Arbeitsgruppe zur Jugendgewalt. SZ, 18.4.2008, S. 8 |
| Ein engagierter Betreuer von Ausländer in der
Flüchtlingsorganisation Karawane
( |
| Familientrennung auf
behördendeutsch Auf Deutschland kann man kaum stolz sein, man muß sich schämen Gazale Salame lebte 17 Jahren lang bestens integriert in Niedersachsen, bis sie vor drei Jahren als Schwangere mit einem ihrer Kinder in die Türkei abgeschoben wurde! Die Türkei kannte die im Libanon geborene Frau nur von der Durchreise. Zurück blieben ihr Mann und zwei ihrer Kinder. Ministerpräsident Christian Wulff und Innenminister Uwe Schünemann, beide von der familien- und kinderfeindlichen CDU, verhindern derzeit (März 2008) die Rückkehr von Frau Gazale Salame zu ihren Kindern und ihrem Mann. |
| Nach einer Untersuchung von Professor
Rolf Meinhardt, Migrationsforscher an der Universität
Oldenburg, bekommen etwa 40 % der Migranten ihren Universitätsabschluss in
Deutschland nicht anerkennt. Viele versuchen es wegen der hohen Bürokratie
erst nicht. So können Ärzte, Lehrerinnen und andere Akademiker als
billige Hilfskräfte besser ausgebeutet werden. Die Nichtanerkennung
ausländischer Abschlüsse ("reine Idiotie") schadet dem Standort
Deutschland, da wir gerade diese qualifizierten Kräfte dringen
brauchen. SZ, 22.9.2007, V2/11 |
| Schikane mit Handschellen,
Haft und Vertreibung von drei türkische Studentinnen Drei Studentinnen aus Izmir, Türkei, nahmen an einem von der EU finanzierten Erasmus-Programm in Wroclaw, Polen, teil. Da angeblich die Grenzen zwischen Deutschland und Polen aufgehoben sind, erkundigten sich die Frauen nochmals, ob sie nach Deutschland reisen dürften und nahmen den Fernzug Wroclaw - Hamburg. Von der deutschen Bundespolizei wurden die drei Frauen schikaniert: Leibesvisitation, Handschellen, eine Nacht in der Gefängniszelle, Eintrag ins Eurodac-Register (als "unerwünschte Personen"), fünf Jahre lang Einreisesperre, Vertreibung zurück nach Polen. Das ist kein Einzelfall. Ausländer werden in Deutschland oft wie Verbrecher behandelt. SZ, 1.2.2008, S. 12 Immerhin bewirkten die Medienberichte, dass die Behörden und das Innenministerium es als fehlerhaft eingestanden, dass ausländische Studentinnen erbärmlich schikaniert wurden. SZ, 6.2.2007, S. 12 Ein Lichtblick: die Universität Bamberg lud die drei jungen Frauen zu einem vierwöchigen Sommerkurs ein. Kein Grund zum Jubeln: die Behandlung der Studentinnen ist deutsche Regelbehandlung bei (vermeintlich) »illegaler« Einreise: Abschiebung ins Visumland, dann ins Heimatland und mehrjährige Einreisesperre in die Festung Europa; Handschellen, "Sicherstellung" des mitgeführten Geldes, Abschiebehaft sind deutsche Normalien im Umgang mit Ausländern! SZ, 14.2.2008, S. 16 |
| Hetze von C-Politikern und NPD-Politiker gegen
Ausländer 2 ausländische Jugendliche überfielen im Dez. 2007 einen Rentner im U-Bahnhof Arabellastrasse, München, und schlugen ihn brutal krankenhausreif. Sofort traten die üblichen Ausländerhetzter auf: Roland Koch, CDU ( Einer der jugendlichen Täter ist Grieche und kann nicht ausgewiesen werden (ist wohl noch nicht bis zu Koch, Herrmann und Huber durchgedrungen Der andere hat zwar einen türkischen Pass aber keine Verbindung in die Türkei. Hier versagte die sonntags vielbeschworene Integration völlig. Eine höhere Höchstsstrafe ist völlig unsinnig, da der türkische Jugendlich zwar 39-mal straffällig wurde und immer noch frei herumlief. Eine nicht verhängte 15-jährige Höchststrafe (gefordert) bewirkt genausowenig wie eine nicht verhängte 10-jährige Höchststrafe. Die vernünftigste Einstellung kam von Konrad Freiberg, Chef der Gewerkschaft der Polizei: keine Gesetzesverschärfung, zunächst müsse "der Rahmen, den es heute gibt, ausgeschöpft werden." SZ, 28.12.2007, S. 37 Weiteres zur |
| Voll integrierte
Flüchtlingsfamilie wurde aus Bayern vertrieben und lebt nun vom Sammeln auf einer Müllkippe im Kosovo. Täglich ist Ragip Ibrahimi mit seinen Kindern beim Sammeln von Dosen, auch wenn giftige Gase die Luft verpesten. Mitte Juni 2007 wurde die Familie mit 3 Kindern aus Bad Kissingen wie bei solchen Aktionen üblich: im Morgengrauen vertrieben. Nur kurze Zeit ließ man ihnen um das Nötigste zu packen. Bekannte Verhaltensmuster bei Vertreibungen. SZ, 5.12.2007, S. 42 Film: Row Hard - Abschiebung in den Kosovo. Regie: Julia Bayer, D - 2007, 22 min |
| Zwangsverpflegung von Asylsuchenden und
Flüchtlingen Kuam etwas ist einem Politiker oder Beamten lieber als wenn er seine Macht gegenüber Menschen ausüben kann. Zur Machtausübung und Unterdrückung dienen auch die Essenspakete, die in Bayern an Asylsuchende und Flüchtlinge ausgegeben werden. Mit schließt sie gesellschaftlich aus und verweist sie auf die Tauschwirtschaft ("Kommen eh aus dem Urwald" Hubert Heinold: "Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen", Hinterland 6/2007, S. 4 |
| Die bayerischen
Ausländerbehörden vertreiben immer mehr
Flüchtlingsfamilien Die katholische syrische Familie Ora in Furth bei Bogen (Niederbayern) beispielsweise ist gut integriert. Sie fürchtet wegen ihres Glaubens in syrien verfolgt zu werden. Zu kurz gedacht: sie wird in Bayern verfolgt. Die Asylanträge wurden abgelehnt. Nach Ansicht des Landratsamtes Straubing ist die Familie seit 1998 ausreisepflichtig. Jetzt will die Behörde durchgreifen. Doch in diesem Fall geschah ein Wunder: das Innenministerium (sonst der Quell der Auzsländervertreibung) bat darum, die Verteibung auszusetzen bis über eine Petition entschieden ist. SZ, 26.10.2007, S. 43 In Fürstenfeldbruck wollten die Behörden eine Familie aus dem Kosovo trennen und zerstören. In der Heimat waren ihre Angehörigen ermordet worden; das war den Behörden egal: zurück, auch wenn es den Tod bedeutet! Hier stoppte (auch das fast ein Wunder!) das Bayerische Verwaltungsgericht die Vertreibung der jetzt dreijährigen Tochter und des Mannes. SZ, 26.10.2007, S. 43 In München wollten die Behörden eine 17-jährige Togolesin von der Mutter trennen. Hier griff (ein drittes Wunder) das Innenministerium ein. Allerdings erst nach Einspruch von Michael Stenger, Projektleiter des Integrationsprojekts "Schlau" bei Renate Ackermann, Grüne im Landtag. Die akute Gefahr der Vertreibung der jungen Frau besteht weiter. SZ, 25.10.2007, S. 55, 26.10.2007, S. 43 |
| Der Catch-22 ( Ohne Arbeit keine Aufenthaltserlaubnis Ohne Aufenthaltserlaubnis keine Arbeit |
Ungefähr 170.000 nur gedultete Ausländer, meist Flüchtlinge, leben seit etlichen Jahren in Deutschland. Ihre Asylanträge wurden oft aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgelehnt (Ausländerphobie in Deutschland; siehe |
| Hetzjagd auf indische
Besucher eines Stadtfestes in Mügeln, Kreis Torgau-Oschatz, Sachsen, am
Wochenende 18./19.8.2007 Zwölf Verletzte, darunter alle acht Inder und zwei Polizisten; ausländerfeindliche Rufe: "Ausländer raus"; etwa 50 Jugendliche und junge Erwachsene hetzen und schlägern; viele sehen zu. Gotthard Deuse, FDP, Bürgermeister der Stadt Mügeln: "Bei uns gibt es keine rechtsextreme Szene". Deuse meinte weiter, die Täter müssen aus Nachbarorten kommen. Das ist das Standardargument: Nicht in unserem Dorf! der Wegseher, Nicht-wahr-haben-Woller. OVB, 21.8., S.4; SZ, 21.8.2007, S. 1 Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt, CDU, wiegelte ab: Keine Vorverurteilung. "Weder kann ein rechtsextremistischer, ausländerfeindlicher Hintergrund verneint werden, er ist aber auch nicht bewiesen", sagte Milbradt. Auch Wolfgang Bosbach, "Innenexperte" der CDU, warnte vor Vorverurteilungen: "Ich rate dringend dazu, erst den Sachverhalt aufzuklären und ihn dann zu bewerten". Vielleicht entstanden die Verletzungen ja durch Eigenverschulden oder dem Hurrikan "Dean", der bekanntlich gleichzeitig in der Karibik heraufzog!? Hanebüchern ist der Vorschlag der SPD zur Verbesserung der Bekämpfung von Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Sie wollen die Verantwortung dafür vom (derzeitigen) Familienministerium ins Innenministerium verschieben. Reiner bürokratischer Schnickschnack; ganz abgesehen davon, dass Innenminister Wolfgang Schäuble, CDU, nun wirklich dafür ungeeignet ist. |
| Firma
»Schäuble-Reisen« Pro Asyl und Flüchtlingsräte aller Bundesländer starteten eine Kampagne gegen Abschiebung, Vertreibung und Verschärfung des Zuwanderungsrechts. Die Firma »Schäuble-Reisen« mit Zweigstellen in den Regierungen aller Bundesländer ist »One-Way-Spezialist«. Die Reiseziele: Afghanistan, der Kongo, der Irak, Kosovo, ... Fast überall dort, wo auch die Bundeswehr tätig ist: denn was für unsere Soldaten gut ist, kann für die zu uns gekommenen Einheimischen von dort nicht schlecht sein. |
| Inhumane Ausländerpolitik in Bayern wird fortgesetzt:
Integration soll verhindert werden Bayern macht Tempo und nutzt als erstes Land die restriktive Länderklausel beim Bleiberecht. Edmund Stoiber, CSU: Wir wollen weitere Zuwanderung zu Lasten der deutschen Sozialkassen verhindern. Keine potentielle Volksschädlinge auf Kosten des Steuerzahlers! Renate Ackermann, sozialpolitische Sprecherin der Landtagsgrünen: Ministerpräsident Stoiber unterläuft damit jeglichen Versuch, humanitäre Verbesserungen für die schwierige Lebenssituation von langjährig geduldete Ausländern zu erreichen. Für arbeitslose Asylbewerber (rechtswidrig hier lebende Ausländer, so Stoiber) gibt es in Bayern weiter Sammellager. Selbstverständlich ist in "bewährter" Familienfeindlichkeit der CSU , dass für diese Ausländer der Familiennachzug ausgeschlossen wird. Edmund Stoiber berief sich dabei auf das Gerechtigkeitsgefühl der Bürger. Das erinnert an das sogenannte gute, gesunde Volksempfinden. |
| Nur wenige Flüchtlinge
erhalten ein Bleiberecht in Deutschland. Politik und Behörden verhindern
seit Jahren die Jobsuche von Ausländern; dadurch wird die Integration
erschwert. SZ, 26.2.2007, S. 54 |
| Trotzdem zwischen CDU, CSU und SPD ein Kompromiss
zum Bleiberecht für Ausländer ausgehandelt wurde, legte sich kurz vor
der Verabschiedung der bayerischen Innenminister Günther Beckstein, CSU, mit
ausländerfeindlichen Verschärfungsforderungen quer. Begründung von Hardliner Beckstein: "Dieses
Thema kann eine entscheidende Bedeutung dafür erlangen, ob die CSU in
Bayern die absolute Mehrheit verteidigen kann (SZ, 5.3.2007, S.
5). Diese Einwände musste die CSU aufgeben. Das Gesetz soll
verabschiedet werden: nur noch Niedersachsen mit Innenminister Uwe
Schünemann, CDU, will im Bundesrat dagegen stimmen. |
| Im Gegensatz zu den Politikern ist
die Bevölkerung Bayerns Fremden gegenüber oft aufgeschlossen.
Paradebeispiel sind drei frühere Straßenkinder aus Ruanda, die in
Landshut zu Computer-Experten ausgebildet werden. SZ,
27.2.2007, S. 34 |
| Uwe-Karsten
Heye, Vorsitzender des Vereins "Gesicht zeigen", warnte vor einer
Verharmlosung der Fremdenfeindlichkeit in Deutschland. 2006 war laut
Bundeskriminalamt ein Rekordjahr rechtsextremistisch motivierter Gewalttaten.
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| Wie blind gehen deutsche
Behörden und Beamte gegen Dunkelhäutige vor. Nach dem Motto:
»Jeder Andersfarbige ist wahrscheinlich ein Drogendealer«
kontrollierten Beamte der Polizei Kaiserslautern in Zivil fünf
Schwarzafrikaner. Ein Ruander darunter floh in einen Supermarkt: er soll dort
von den Polizisten geschlagen und getreten worden sein. Die Vorwürfe
werden überprüft. Die TU Kaiserslautern, an der der Ruander studiert
und ein Stipendium erhält, legte Dienstaufsichtsbeschwerde ein.
SZ, 23.10.2006, S. 16 |
| Positiver
Zuwanderungseffekt durch Ausländer: Staats- und Sozialkassen
profitieren Im Durchschnitt zahlten in Deutschland lebende Zuwanderer mit ausländischer Staatsangehörigkeit pro Kopf 1.840 Euro mehr Steuern und Beiträge an die öffentlichen Kassen, als sie an Transferleistungen erhalten haben. Darstellung der IZA-Berechnungen in Capital, 10/2006 |
| Als 1992 Duy ein Jahr alt war,
flüchteten seine Eltern aus Vietnam nach Straubing. Natürlich war die
Familie den CSU-Politikern und der Ausländerbehörde ein Dorn im Auge.
Trotzdem die Familie voll integriert war Duy spricht fliessend deutsch
, musste sie im Jahr 2003 zurück nach Hanoi. Dank der hilfsbereiter
Menschen Werner Schäfer, Schulleiter
des Anton-Bruckner (Vorsicht: Ausländer!)-Gymnasiums, Martin Panten, Leiter der
Ausländerbehörde, Ricarda
Assenbrunner, Caritas, und Franz Xaver
Augustin, Leiter Goethe-Institut Hanoi, konnte Huy für ein
Gastschuljahr zurück nach Straubing. SZ, 20.7.2005, S.
42 |
| Ausländer werden in
Bayern vielfach benachteiligt ( |
| SZ: "Auch
viele Europäer sind der Ansicht, dass der Kontinent eine solche
»Flut« nicht mehr verkraften kann." Mike Davis: "Das stellt die soziale Wirklichkeit auf den Kopf. Euorpas epochales Problem besteht darin, dass es Menschen in rapider Geschwindigkeit verliert, nicht, dass es überschwemmt wird. Solange die deutschen nicht bereit sind, Kondome zu verbieten und öffentliche Fruchtbarkeitsrituale zu veranstalten, sollten sie akzeptieren, dass Zuwanderung ihre einzige Hoffnung ist, den Transfer von Renten- und Sozialleistungen an eine alternde Bevölkerung zu sichern." SZ, 10.7.2006, S. 12 Mike Davis, USA, Soziologe, Historiker, Journalist und Autor; |
| Die Familie Saado (keine Staatsangehörigkeit)
lebt seit 5 Jahren in Münnerstadt. Per Gerichtsbeschluß darf sie
nicht abgeschoben werden (was die deutschen Behörden gerne täten:
Ausländer raus, heißt die Devise). Die Famile Saado darf aber den
Landkreis nicht verlassen, obwohl beispielsweise Gwen Saado, 21 Jahre, beim TSV
Münnerstadt kickt. Wenn schon keine Abschiebung, dann wenigsten Schikane!
Die Begründung des Landrats Thomas
Bold, CSU: Integrationsbedarf ist nicht vorhanden. SZ, 7.7.2006, S. 47 |
| Das
UN-Flüchtlingskommissariat und amnesty international forderten eine
Bleiberecht für langjährig geduldete Flüchtlinge in Deutschland.
Die deutschen Behörden vertreiben zahlreiche Flüchtlinge in andere
Länder oder sprechen sogenannte Kettenduldungen aus um die Integration von
Ausländern zu verhindern. Der Regionalvertreter des
UN-Flüchtlingskommissariats UNHCR Gottfried
Köfner und die Generalsekretärin der deutschen ai-Sektion
Barbara Lochbihler forderten
Rechtssicherheit und Abschiebestopp. ai journal 06/2006,
S. 8 |
| "Linksextremisten und ihre Sympathisanten waren von
ihrer Intelligenz her so weit erreichbar, dass man erwarten konnte,
gesellschaftlicher Veränderungen würden aufgenommen werden. Der
dumpfe Rechtsextremismus, etwa in Gestalt marschierender Glatzköpfe, ist
in dieser Richtung kaum ansprechbar", Kay
Nehm, Generalbundesanwalt 1995-2006, SZ, 27.5.2006,
S. 8 |
| "Es gibt kleine und mittlere
Städte in Brandenburg und anderswo, wo ich keinem, der eine andere
Hautfarbe hat, raten würde, hinzugehen. Er würde sie
möglicherweise nicht mehr lebend verlassen". Uwe-Karsten Heye, Ex-Regierungssprecher,
Generalkonsul New York. SZ, 29.5.2006, S. 4 |
| Abschiebung im
Morgengrauen Gestapo und andere Geheimdienste, aber auch die deutsche Polizei agiert gerne beim Morgengrauen. Auf Haiti gibt es für die staatlichen Folterknechte deshalb die passende Bezeichnung "Dew Breaker", siehe Edwidge Danticat: The Dew Breaker ( "Abschiebung im Morgengrauen": 2005 ARD Medienpreis CIVIS; 2006 Adolf-Grimme-Preis. |
| Die Hetze
einiger deutscher Politiker gegen Ausländer trägt weitere
Früchte Unweit seiner Wohnung in Potsdam wurde der Deutsch-Äthiopier Ermyas M. brutal niedergeschlagen. Die Polizei bezeichnete den Vorfall als absoluten Einzelfall. Die Tausende anderen "Einzelfälle" kann man in den Pressearchiven nachlesen; teilsweis sind sie hier dokumentiert. SZ. 19.4.2006, S. 3 Wolfgang Schäuble, CDU, Innenminister beschwichtigt: "Wir wissen die Motive nicht, wir kennen die Täter nicht, wir sollten ein wenig vorsichtig sein." Der Beauftragte der Bundesregierung für Tourismus Ernst Hinsken beschwichtigt: Er befürchtet keine Auswirkungen auf den Fremdenverkehr. OVB, 21.4.2006, S. 2 Die Neonazis kommen vor Gericht meist günstig weg, Anti-Nazi-Demos dagegen werden unterbunden; Anti-Nazi-Aktivisten werden mit Bußgeldern mundtot gemacht: |
| Franz
Maget, SPD, wirft der CSU plumpe Ausländerfeindlichkeit
vor Der Freistaat Bayern stellt keine Mittel für Sprachkurse für bereits in Bayern lebende Ausländer bereit. Stoiber fordert Integration und meint wohl sie zum Nulltarif zu erhalten. gefordert. Sepp Dürr, Fraktionschef der Grünen forderte mehr Unterstützung für Kinder und Jugendliche aus Einwandererfamilien. Die CSU will mit ideologischen Scheuklappen Integration mit drohen, verbieten, wegsperren und rauswerfen erzwingen. |
| Die
Hilflosigkeit vieler deutscher Politiker (der Journalist Tanjev Schultz nennt
Wolfgang Bosbach, CDU, und Edmund Stoiber, CSU) im Umgang mit Nicht-Deutschen
zeigt sich, indem sie auf Gewalt mit Gegengewalt reagieren. Stoiber: "Unser
Staat muss an den Schulen unsere Werte und unsere Rechtsordnung klar vertreten
und durchsetzen" und er nennt die beiden Hauptwerte seiner Haltung: "An unseren
Schulen muss Disziplin und Anstand
herrschen". Tanjev Schultz fasst zusammen: "Drohen, verbieten, wegsperren, rauswerfen", SZ, 3.4.2006, S. 4 Die Gegenstrategien zum Problem der Gewalt an Schulen werden jedoch in der Lehrerausbildung ignoriert, meinen Britta Bannenberg, Prof. für Kriminologie und Strafrecht, Universität Bielefeld, und Dieter Rössner, Prof. für Kriminologie und Strafrecht, Universität Marburg. SZ, 3.4.2006, S. 12 |
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Ein weiterer Titel mit der Professorin Britta Bannenberg als Ko-Autorin: Wolfgang J. Schaupensteiner, Britta Bannenberg: Korruption in Deutschland. Portrait einer Wachstumsbranche; |
| Der Abwehrspieler Adebowale Ogungbure von Sachsen Leipzig stammt aus
Nigeria. Oft wird er im Stadion verhöhnt, bespuckt, beleidigt und
angegriffen. In Halle wurde er wieder mal als »Nigger, Bimbo,
Drecksnigger« beschimpft. Ogungbure reagierte auf die anhaltenden
nazistischen Reaktionen der Fussballanhänger mit dem Hitlergruss. Die
Polizeidirektion Halle ermittelt nun nein, nicht gegen die
Ausländerhetzer und Neonazis sondern gegen Ogungbure wegen
»Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen«.
Junge Welt, 29.03.2006 |
|||||||||
| Hayriye
Aydin kam 1989 mit sechs Monaten nach Deutschland. Wegen ihres
vorbildlichen Engagements gegen Antisemitismus wird sie am 22. März 2006
im Schloss Bellevue, Berlin, vom Bundespräsidenten Horst Köhler öffentlich belobigt und dann
soll sie in die Türkei deportiert werden. Hayriye spricht nicht
türkisch sondern ausgezeichnet deutsch. Dabei wollen die Behörden
besonders perfide und familienfeindlich ( SZ, 20.3.2006, S. 10 |
|||||||||
| Nach Antonio
Guterre, Flüchtlingshochkommissar der UN, ist die Zahl der
Flüchtlinge weltweit auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Über
die Grenzen hinweg gibt es nur 10 Millionen, innerhalb ihrer Heimatländer
nur 25 Millionen Flüchtlinge. Ursache sind stabilere Situationen in
Ex-Jugoslawien und Afghanistan, aber auch die Abschottungspolitik vieler
Staaten. Flüchtlinge finden immer schwerer schutz vor ihren Verfolgern.
Trotzdem will Bundesinnenminister Wolfgang
Schäuble, CDU, diese niedrige Humanität noch weiter
zurückfahren. Er fordert noch strengeren Umgang mit den Zuwanderern in
Deutschland. Süddeutsche Zeitung, 22.2.2006, S.
6 |
|||||||||
| Der bayerische Innenminister
Günther Beckstein, CSU, fordert eine
weitere schärfere Behandlung von Ausländern: Bestrafung mit Fußfessel bei bloßem
Verdacht Gefährliche Ausländer, die nicht abgeschoben werden können, sollten mit einer elektronischen Fußfessel ständig überwacht werden. Die Einstufen als gefährlich nehmen die Behörden vor. Herta Däubler-Gmelin, SPD, bemängelte, dass damit jemand, der nur verdächtig ist, belangt wird. SZ, 16.1.2006, S. 6 |
|||||||||
| Die Innenminister Deutschlands lehnten ein
Bleiberecht für langjährig hier wohnende Flüchtlinge ab. Allen
voran erklärte Günther Beckstein, CSU, dass die unionsregierten
Länder eine generelle "Altfallregelung" ablehnen. Menschen sind in den
Augen dieser C-Parteien "Altfälle". SZ, 10.12.2005, S.
6 |
|||||||||
| Die deutschen Botschaften in
Yaonde (Kamerun) und Manila (Philippinen) verweigern Jugendlichen das Visum zum
Weltjugendtag in Köln. Die Jugendlichen im Ausland werden zunächst
von Deutschland gedemütigt: sie müssen persönlich in der
Botschaft vorsprechen; sie benötigen ein Empfehlungsschreiben des
örtlichen Bischofs; ein Hin- und Rückflugticket. Trotzdem Jugendliche
all diese Voraussetzungen erfüllen, wird ihnen das Visum verweigert. Die
Botschaften in Togo, Kamerun, Indien und Zentralafrika verlangen
zusätzlich Arbeitsnachweis (!), Kontoauszüge (!) und Urkunden
über Landbesitz. SZ, 8.8.05, S. 6. Deutschland soll weiterhin weltweit als ausländerfeindlich anerkannt werden. |
|||||||||
| Günther
Beckstein, CSU, fordert, verdächtige Ausländer vorbeugend
wegzusperren. "Potenzielle Terroristen dürfen bei uns nicht frei
herumlaufen", sagte Beckstein zu Bild am Sonntag. Man fragt sich, warum
Beckstein das auf Ausländer einschränkt. Beckstein zeigte sich einmal
mehr als Grundgesetzgegner ( |
|||||||||
| Eine 6-köpfige Familie aus
dem Kosovo wird zerrissen: der Vater wird in Handschellen abgeführt und
kommt ohne Straftat ( |
|||||||||
| In Bayern werden laut Bruder Dr. Michael Hainz, Jesuiten-Flüchtlingsdienst,
pro Jahr etwa 4700 Flüchtlinge in Abschiebehaft genommen. Fachleute
kritisieren seit langem die Unterbringung abzuschiebender Menschen in Bayern.
Diese und viele andere Menschen werden aus Bayern gnadenlos vertrieben.
Innenstaatssekretär Georg Schmid und
Justizministerin Dr. Beate Merk (beide
CSU): "Abschiebungshaft in Bayern entspricht in jeder Hinsicht
rechtsstaatlichen Grundsätzen." Von Humanität keine Rede, wenn
völlig unbescholtene Flüchtlinge in den Justizvollzugsanstalten in
Nürnberg und München eingesperrt werden. SZ,
16.7.2005, S. 51 |
|||||||||
| Am 7.10.2003, mitten unter der
Vorbereitung aufs Abitur, wurde Thi Bang Tam Nguyen aus Königsfeld im
Schwarzwald aus Deutschland vertrieben (Beamtenjargon: abgeschoben). Auf
öffentlichen Druck wurde diese inhumane Vertreibung rückgängig
gemacht. Die junge Dame kam zurück und machte ihr Abotur mit dem
Notschschnitt 1,7. Der neue Innenminister in Baden-Württemberg Heribert
Rech, CDU, hat das Bleiberecht wieder abgelehnt. Ausländer sind
unerwünscht. SZ, 15.7.2005, S. 10 |
|||||||||
| Eine sechsköpfige Familie aus dem Kosovo wurde am 1.
Juli 2005 aus Zirndorf nach Slowenien vertrieben ("abgeschoben"). Flüchtlingsrat und
Vertreter der Kirchen versuchten vergeblich die menschenverachtende,
familienfeindliche Massnahme zu verhindern. Ein Eilantrag des
Religionspädagogen Erwin Bartsch war
vom Petitionsausschuss des Landtags ( Ein passender Ort für dieses Zentrum gegen Vertreibungen ist das Zentrum der bayerischen Vertreibungen Zirndorf bei Nürnberg. Siehe: |
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| Die Zahl der Ausländer in
Deutschland nimmt ab; derzeit sind 6.700.000 Ausländer in Deutschland,
sagte Marieluise Beck, Grüne,
Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Einige Politiker wie Günther Beckstein, CSU, ( |
|||||||||
| Jahrelang wurde die fünfköpfige Familie
Sendilmen in Pirna ("Antalya"-Grill in Pirna, Sachsen) von Skinheads
belästigt und angegriffen. Bis zu 30 Neonazis standen oft mitten in der
Nacht vor dem Haus und grölten ausländerfeindliche Parolen. Von der
Polizei, die mehrfach um Hilfe gebeten wurde, war keine Hilfe zu erwarten. Als
sich die Sendilmens gegen die braune Brut wehrte griff die Staatsanwaltschaft
in Pirna endlich ein: die angegriffene Familie kam vor Geicht! Enttäuscht
und resigniert zog die Familie nach Berlin. |
|||||||||
| Die CSU
fordert Deutschkurse für Ausländer!? Auf der Webauftritt
der |
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| Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU, fordert, dass Ausländer,
die den deutschen Pass wollen, aufs Grundgesetz schwören sollen.
Da sollte er zuerst mal seine Parteiamigos schwören lassen. Der bayerische Landtag hat dem Grundgesetz nie zugestimmt. |
|||||||||
| Praxis
der alltäglichen Ausländerfeindlichkeit in
Deutschland Hee-Seon Jin lebt seit 1983 mit kurzer Unterbrechung in Deutschland und bildete sich hier zur Orchester-Dirigentin aus. Sie spricht perfekt Deutsch, hat noch keinen Euro vom Staatbeantragt (sie wird von ihren Eltern unterstützt, bringt also Geld ins Land) und soll trotz allem im März 2005 aus Deutschland vertrieben werden. Anfang 2003 heiratete sie einen Deutschen (inzwischen geschieden). Sie darf nicht arbeiten (Vermerk im Paß), da sie nur geduldet wird. Süddeutsche Zeitung, 20.11.2004, S. 11 |
|||||||||
| Weit entfernt von der Liberalitas Bavariae ( |
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| Für alle, die es bedauern,
daß die CDU, CSU die angekündigte Unterschriftenaktion zum EU
Beitritt der Türkei widerrufen hat: es gibt sie doch. Ihr könnt
unterschreiben. Gerhard Frey, DVU, und
Udo Voigt, NPD, finden den Vorschlag von
Edmund Stoiber, CSU, u.a. gut. Sie wollen diese Unterschriftenaktion
durchführen. Süddeutsche Zeitung, 2.11.2004,
S. 3 |
|||||||||
| Das Asylrecht geht immer mehr den Bach hinunter.
Selbst Ruud Lubbers, Chef des UNHCR, Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen,
wurde schon vom mind washing durch die Politiker ( |
|||||||||
| "Die Ankündigung, daß
die Grenzen dicht gemacht werden, hat dazu geführt, daß sich das
Schleppertum zu einem Wirtschaftszweig entwickelt hat." "Ich meine,
daß der Ansatz darin bestehen müßte, den Personenverkehr noch
freizügiger zu gestalten." Catherine Wihold de Wenden, Forschungsdirektorin am
Centre national de la recherche scientifique CNRS, Spezialistin für
Einwanderungspolitik am Centre d'Etudes et de Recherches Internationales (CERI)
in "Einwanderung: Schotten dicht?", Arte 9.10.2004 19:00 |
|||||||||
| Ein in Deutschland geborenes Mädchen, 12 Jahre,
wird nach Rumänien deportiert, obwohl es Sprache und Land nicht kennt. Das
entschied der Hessische Verwaltungsgerichtshof VGH, Az.: 12 Q 2852/04. Das
Mädchen und ihre Eltern sind staatenlos. Der Vater wurde bereits
deportiert. SZ, 5.10.2004, S.6 |
|||||||||
| Ausländer werden am Franz Josef Strauss Flughafen
festgehalten Aufgrund eines Defekts am Airbus A 340 können 45 chinesische sowie 4 farbige Passagiere nicht nach Schanghai ausreisen. Sie dürfen aber auch nicht ins Hotel: das Visum fehlt. Der Bundesgrenzschutz hält sie unter unwürdigen Umständen im Flughafengebäude fest. Erst nachdem die Beijing Evening News groß über diese unwürdige Behandlung berichtet, lenkt der BGS für künftige Fälle ein. SZ, 4.9.2004, S.46 |
|||||||||
| Bundesinnenminister Otto Schily, SPD, schlug vor in
Afrika Aufnahmelager für Flüchtlinge zu schaffen. Das passt "genau in
die flüchtlingsfeindliche Linie des europäischen Asylsystems. ... Das
Ziel: ... Schutz vor Flüchtlingen statt Schutz für Flüchtlinge."
Dr. Julia Duchrow, Amnesty International, SZ, 19.8.2004,
S.2 |
|||||||||
| Wiebke
Steffen, Dezernat Forschung, Statistik und Prävention im
Bayerischen Landeskriminalamt LKA, berichtete: Deutsche sind weit häufiger
straffällig als Ausländer. Flüchtlingen fallen polizeilich kaum
auf, trotz ihrer sehr problematischen Lebenssituation, werden aber immer
häufiger kriminalisiert. SZ, 16.8.2004, S.
46 |
|||||||||
| Das deutsche Flüchtlingsschiff Cap Anamur nahm so Cap-Anamur-Chef Elias Bierdel 37 afrikanische
Flüchtlinge 100 Meilen vor Lampedusa als Schiffbrüchige aus einem
Schlauchboot auf. Italien nahm den Kapitän Stefan Schmidt, den ersten Offizier sowie Elias Bierdel in Porto Empedocle, Italien, fest. Süddeutsche Zeitung, 14.7.2004 , S. 8 Vorwurf: Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Die deutsche Regierung forderte von Italien die sofortigen Freilassung von Elias Bierdel. Es dürfe nicht zugelassen werden, dass Bierdel dafür bestraft werden solle, weil er Menschen in Not habe helfen wollen, erklärte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Süddeutsche Zeitung, 14.7.2004 , S. 1 Das ist völlig scheinheilig, habe doch die deutschen Politiker für Fluchthelfer selbst das abfällige Wort "Schleuser" ( "Denn gleichviel, ob die 37 Schiffbrüchigen auf der Cap Anamur aus dem Sudan oder aus anderen afrikanischen Ländern kommen: sie befanden sich in Seenot und brauchten dringend Hilfe und sie begehren Asyl ob zu Recht oder zu Unrecht, lässt sich erst in einem Asylverfahren feststellen, das nicht auf See durchgeführt werden kann. Elias Bierdel und seine Leute auf der Cap Anamur sind keine Verbrecher, sondern Helden. Die organisierte Verantwortungslosigkeit der Politik dagegen ist zum Kotzen." Hubert Heinhold, Infodienst, Bayerischer Flüchtlingsrat 3/2004, S. 4 |
|||||||||
Deutschland zurrt die Ausländerfeindlichkeit im
sogenannten "Zuwanderungsgesetz" fest
|
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| Die Europäische
Kommission gegen Rassismus und Intoleranz ( |
|||||||||
| Florian Fritz, Münchner Migrationsexperte, zum
geplanten Zuwanderungsgesetz ( "Das Gesetz ist zum reinen Terror- und Flüchtlingsabwehrgesetz geworden. Es würde den Flüchtlingen letztlich nur schaden, deshalb hoffe ich, dass es gar nicht kommt." SZ, 25.5.2004, S. 39 |
|||||||||
| Edmund Stoiber,
CSU, fordert die Ausweisung von Ausländern, wenn schon der bloße
Verdacht auf eine terroristische Tätigkeit besteht. Das kommt einer
weiteren Vorverurteilung von Bürgern gleich. br-online 16.3.2004 |
|||||||||
| Die 14-jährige Alice aus
Nigeria saß über einen Monat zusammen mit Frauen, die wegen Mord und
Totschlag einsitzen, in der Justizvollzugsanstalt Ottweiler in Abschiebehaft.
In Deutschland sitzen reglmässig Minderjährige bei Verbrecher in der
Haft. Flüchtlingsdienste kritisieren, daß Minderjährige
abgeschoben und in der Abschiebehaft "verbrecherisiert" werden. SZ, 21.1.2004, S.1 |
|||||||||
| Die Innenminister der Länder sind zu Beginn
ihrer Herbsttagung in Jena noch uneins über den Zeitpunkt der Vertreibung
von Kriegsflüchtlingen. Die Generalsekretärin der deutschen Sektion
von Amnesty International, Barbara
Lochbihler, warnt vor Abschiebungen nach Afghanistan: "Wir sind
geradezu empört, dass über so etwas derzeit ernsthaft nachgedacht
wird. Es ist doch abstrus, wenn die Bundeswehr monatelang nach einem halbwegs
sicheren Einsatzort außerhalb Kabuls sucht, Flüchtlinge aber in
dieses Land abgeschoben werden sollen. Das Land wird außerhalb der
Hauptstadt von War Lords regiert, im Süden herrscht sogar Krieg. In den
Gefängnissen funktioniert nicht einmal die Versorgung mit
Nahrungsmitteln." SZ, 21.11.2003, S.11 |
|||||||||
| Günter Burkhardt, Geschäftsführer Pro
Asyl: "Die Innenminister bereiten Abschiebungen nach Afghanistan vor, owohl das
Auswärtige Amt die Sicherheitslage dort als dramatisch
beschreibt." Volker Beck, MdB, Grüne: "Es passt tatsächlich nicht zusammen, wenn wir Truppen wegen der instabilen Lage nach Afghanistan schicken, gleichzeitig aber Menschen dorthin abschieben wollen." taz, 2.20.2003, S.3 |
|||||||||
| Günther
Beckstein, CSU, läßt gerade Türken ohne Skrupel des
Landes verweisen, ja, er fordert noch härtere Vertreibungsmethoden, denn
die Türkei ist schließlich ein demokratischer Rechtsstaat. Edmund Stoiber, CSU, Boss von Beckstein, warnt vor
einem EU Beitritt der Türkei. Es bestehen massive Zweifel an der
Rechtsstaatlichkeit der Türkei. Süddeutsche Zeitung,
3.9.2003, S. 1 |
|||||||||
| Die Gerichte sind nicht
zimperlich, wenn es um die Zwangsvertreibung von Ausländern geht. Trotzdem
untersagte das Kölner Verwaltungsgericht den Türken Metin Kaplan abzuschieben: in der Türkei ist
Folter und Tod nicht auszuschliessen. Empört reagierten Wolfgang Bosbach, CDU, ( |
|||||||||
| Ludwig Spaenle,
CSU, fordert eine Ausländerquote an Volksschulen. OVB, 28.8.2003, S.1. Egal, ob er damit eine Mindest- oder
Höchstquote meint, jeder der rechnen kann, weiß, daß dies
entweder einen erhöhten Bustourismus oder die Aufhebung der Schulpflicht
für Ausländer bedeutet oder unmöglich ist. |
|||||||||
| Deutsche Behörden dürfen
Ausländer auch an Staaten ausliefern, in denen Folter weit
verbreitet ist. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden.
Az: 2 BvR 685/03 SZ 23.7.2003, S.6 |
|||||||||
Ausländeranteil in Deutschland
|
|||||||||
| Integration nach Art der
CDU und FDP = Ausweisung in den Balkan CDU/FDP- Landesregierung in Baden-Württemberg schickt voll integrierte Familie ins Ausland. Vor Heiligabend holten in Kusterdingen Polizisten nachts um zwei Uhr eine aus dem Kosovo stammende fünfköpfige Familie mit einem Säugling aus der Wohnung und zwangen sie zum Flug nach Pristina. Die Familie Jashari lebte schon seit beinahe zehn Jahren in Kusterdingen und galt als integriert. Der Vater Naim und die Mutter Fikrije verdienten den Lebensunterhalt als Lackierer und Küchenhilfe in der Gemeinde nahe Tübingen. Alle drei Kinder wurden dort geboren, das jüngste vor nicht einmal drei Monaten. Die Eltern bezogen keinen Pfennig Sozialhilfe. SZ, 28.12.2002 , S.5 |
|||||||||
| DVU und NPD fordern
»Ausländer raus«, in Bayern es seit Jahren praktiziert. Doch
die ausländerfeindliche Stimmung hat auf ganz Deutschland
übergegriffen (Otto Schily, SPD, gilt
als bundesdeutscher Beckstein) und auf die EU, die ihre Grenzen immer mehr
abschottet. Die »Ausländer raus«-Initiative der EU Kommission
kann nun im
Grünbuch
und
Weißbuch
zur "Gemeinschaftspolitik zur Rückkehr illegal aufhältiger Personen"
(Verhinderung von Flucht in die EU) nachgelesen werden. |
|||||||||
| Weitere Schikane für
Ausländer: die Beantragung der unbefristeten
Aufenthaltserlaubnis beträgt derzeit 611
Euro. Die Politiker sind sehr findig, den Ausländern den
Aufenthalt in Deutschland zu verleiden. infodienst.
Bayerischer Flüchtlingsrat, 6/2002, S.33 |
|||||||||
| In der brandenburgischen Uckermark
wurde ein 17-jähriger in seiner Wohnung angegriffen, als "Jude"
bezeichnet, geschlagen, verschleppt und in einer Odelgrube (niederdeutsch:
Jauchegrube) versenkt. Die mutmaßlichen Täter sind drei junge
Neonazis. SZ, 19.11. 2002, S.5 |
|||||||||
| "No taxation without representation! Dafür
haben sich die nordamerikanischen Kolonien von der britischen Krone losgesagt.
In einem Deutschland für Deutsche hält man dieses Prinzip für
absurd ein Stück institutionalisierte Diskriminierung, an das man
sich gewöhnt hat." Florian Coulmas,
Professor für Sprache und Geschichte des modernen Japan, Universität
Duisburg, SZ, 17.9.2002, S.13 |
|||||||||
| Beckstein: Name
ist Grund für Ausweisung, SZ 11.9.2002, Seite 6. Wenn Günther Beckstein, CSU, schon aufgrund des
Namens Leute für potenziell gefährlich hält und ausweisen
möchte, empfehle ich allen Adolfs in Bayern sich schon mal im neuen
Ausreisezentrum Fürth einzufinden. Das AZ ist zwar mit einem 2,20 m hohen
Zaun umgeben (SZ, 10.9.2002, Seite 45), aber das sollte
nicht beunruhigen: angeblich darf man es ungehindert verlassen. Träger der
Namen Heinrich, Hermann und Joseph mögen sich bitte verfügbar
halten. |
|||||||||
| Die Staatsregierung beabsichtigt, in absehbarer Zeit
auch in Bayern zentrale Einrichtungen zur Unterbringung ausreisepflichtiger
Personen zu schaffen. Günther Beckstein, CSU: "Denn es gibt zur Ausreise keine Alternative."
Pressemitteilung 406/02 19. Juli 2002 "Der Konzentration folgte die Deportation und dieser der Tod." Joachim Käppner über die Praxis im Dritten Reich. SZ, 20.8.2002, S.3 |
|||||||||
| Massive
Desintegration von 2800 Flüchtlingen in München. Sie
müssen ihr bisheriges Quartier verlassen und in andere
Gemeinschaftsunterkünfte umziehen. Ursache ist die bayerische Regierung
mit dem neuen Asylbewerber-Aufnahmegesetz. Stadtrat Siegfried Benker,
Grüne: "Das Lebensumfeld der Flüchtlinge soll weiter verschlechtert
werden, damit sie ausreisen.". SZ.15.7.2002,
S.33 |
|||||||||
| Die CSU ist weiterhin massiv gegen Ausländer:
"Die Union fordert deshalb eine wirkliche Begrenzung
und Steuerung der Zuwanderung." Günther Beckstein,
PM 354/02 vom 28.06.02 |
|||||||||
| Otto
Schily und Gerhard Schröder in den Fußstapfen von Walter Ulbricht.
Die EU schottet ihre Grenzen weiter ab. In der spanischen
Enklave Ceuta steht Europas teuerste Mauer. Was vor Jahrzehnten Walter Ulbricht, SED, und seinen Nachfolgern
vorbehalten blieb: eine Mauer mitten durch die Menschen, unterhalten nun die
EU-Staaten: achteinhalb Kilometer lang, 21 Wachtürme, 37 Kameras und 230
Scheinwerfer sorgen dafür, daß kein Notleidender eventuell Asyl
beantragen kann. Aus der Straße von gibraltar wurden in 5 Jahren 3286
Leichen gefischt, Tausende wurden vermutlich nie gefunden. SZ,
21.6.2002, S.11 |
|||||||||
| Das Land Bayern meisterte nach 1945
vielleicht auf dem ökonomischen tiefsten Punkt der Geschichte die
Aufnahme von fast zwei Millionen Flüchtlinge. Dazu gibt es ab 22.6.2002 in
der Bayerischen Staatskanzlei die Ausstellung "In Bayern angekommen. Die
Integration der Flüchtlinge und Vertriebenen in Bayern nach 1945". Bei der
heutigen flüchtlingsfeindlichen Politik hätten die 2 Millionen
Flüchtlinge, trotz wirtschaftlich sehr viel besserer Lage, keine Chance.
Zwangs-Rückführung wäre die Devise! Sonderbarerweise dankte
Erwin Huber, CSU, den knapp zwei Millionen
Zugewanderten, die am Ende des Zweiten Weltkrieges aus den verlorenen
Ostgebieten nach Bayern kamen. SZ, 24.6.2002 |
|||||||||
| Die Innenministerkonfernz IMK
beschloß die Vertreibung von Flüchtlingen aus dem Kosovo (darunter
30.000 Roma). Auch die Flüchtlinge aus Afghanistan müssen mit ihrer
Vertreibung, euphemisch genannt
|
|||||||||
| "Staatlich sanktionierte Vertreibung war und ist
Unrecht, was immer an Verbrechen vorausgegangen ist." |
|||||||||
| Schwere
Ausländerkriminalität: zwei Skinheads hetzten ihren
Kampfhund auf einen Asylbewerber aus Äthiopien, griffen ihn mit einem
Messer an und verletzten ihn erheblich. Immer wieder flüchten
Ausländer nach Deutschland und geben so Anlaß zu schweren
Ausschreitungen. Die CDU / CSU will deshalb die Zuwanderung strikt begrenzen .
SZ, 19.2.2002, S.6 |
|||||||||
| Amtliche
Hetze gegen zwei Ecuadorianerinnen. Ana und Maria Almache-Sierra aus
Ecuador wollten in der Oberpfalz eine Ausbildung zu Hotelfachfrauen
machen: Innenminister Günther Beckstein,
CSU, war dagegen. Deshalb besuchten die Mädchen eine private
Hotelfachschule in Regenstauf bei Regensburg. Morgens um fünf wurden sie
von Beamten der Ausländerbehörde geschreckt: Aufmachen oder die
Polizei wird geholt. Später wurden die Pässe der beiden eingezogen.
Maria wurde abgeschoben, Ana erhielt eine "Aussetzung der Abschiebung" bis zum
11.1.2002. Selbst wenn man vom Vater viele Dollars kriegt, ist man in Bayern
unerwüscht. SZ, 4.1.2002, S.42 |
|||||||||
| Obwohl in München über 3000
Pflegekräfte fehlen, muss der ausgebildete, ungarische Pfleger Janosch
Schmidt, seit August 2000 beim ambulaten Evangelischen Pfegedienst tätig,
bis Anfang Februar 2001 München verlassen. Münchner
Merkur, 17.12.2001, S.8. Ja, wenn er für Bayern kicken könnte
... |
|||||||||
| Während der bayerische
Ministerpräsident Edmund Stoiber und
sein Innenminister Günther Beckstein, beide
CSU, vehement gegen Zuwanderung kämpfen wächst Bayerns
Bevölkerung durch Zuwanderung ständig. Im Jahr 2000 war der
Zuwanderunsgewinn in Bayern + 75.000 Bürger. Innenstaatssekretär
Hermann Regensburger, CSU: "Ich werte die
vielen Zuzüge als Kompliment für Bayern". Münchner Merkur, 11.12.2001, S.1 Entweder Regensburger
widerspricht damit Stoiber und Beckstein oder den beiden geht es garnicht um
Begrenzung der Zuwanderung sondern um Begrenzung der
Äusländer. |
|||||||||
| Der bayerische Innenminister Dr. Günther Beckstein, CSU, forderte im sogenannten
Sicherheitspaket II die Möglichkeit, Ausländer auszuweisen, wenn der
Verdacht bestehe, dass sie terroristische Bestrebungen unterstützen. Damit
könnte er alle missliebigen Ausländer
ausweisen: "terroristische Bestrebung" kann alles sein, einen
Verdacht findet man immer. SZ, 1.12.2001, S.5 |
|||||||||
| 1992 wurden in
Rostock-Lichtenhagen Ausländer gejagt und Brandbomben geworfen; die
Nachbarn schauten zu. Erst am 20.11.2001 beginnt in Schwerin der Prozess gegen
die mutmasslichen Täter wegen versuchten Mord und schwerer Brandstiftung.
Einer der Mittäter kam schon straflos davon: sein Delikt Landfriedensbruch
ist inzwischen verjährt. Die Justiz verschleppte den Prozess, die
Täter können mit geringen Strafen rechnen. SZ,
20.11.2001, S.1 |
|||||||||
| SZ: "Weite Teile der Union wollen
aber lieber die Begrenzung der Zuwanderung zum Wahlkampfthema
machen." Heiner Geißler, CDU: "Ich bin nach wie vor der Meinung, dass die Idee, Ausländer zum Thema des Wahlkampfs zu machen, in die Psychiatrie gehört." SZ, 6.11.2001, S.11 |
|||||||||
| Das Einschleusen von Ausländern (Fluchthilfe)
ist in Deutschland strafbar. Es gibt dafür bis zu zehn Jahre Haft.
SZ 23.8.2001, S.10
|
|||||||||
| Am 28.Mai 1999 starb der
30-jährige Sudanese Aamir Ageeb an Bord der LH 588 auf dem Flug von
Frankfurt nach Kairo, da ihn drei BGS-Beamte minutenlang zusammenpressten.
Der Spiegel 31/2001, S.42 |
|||||||||
| Zum 50.Jahrestag der Unterzeichnung der Genfer
Flüchtlingskonvention hat |
|||||||||
| 700 Schüler des
Nürnberger Albrecht-Dürer-Gymnasiums demonstrierten gegen die
Abschiebung eines rumänischen Mitschülers, der mit seiner Familie
seit 11 Jahren in Deutschland wohnt. Während sich die bayerischen
Schüler ausländerfreundlich zeigen, werden die Behörden zu
ausländerfeindlichen Abschieungen aufgepeitscht. SZ,
19.7.2001, S.49 |
|||||||||
| Obwohl in Deutschland abgelehnte kurdische
Flüchtlinge nach ihrer Abschiebung in der Türkei oft verfolgt und
gefoltert werden, schiebt die deutsche Regierung unter SPD/Grüne immer
noch unbeirrt Menschen direkt in den Polizeigewahrsam ab. antifaschistische Nachrichten 15-2001, S.10 |
|||||||||
| Der Europarat (genauer:
Rassismus-Kommission ECRI) äußerte sich am 3.Juli besorgt über
die wachsende Zahl antisemitischer und rasistischer Gewalttaten in Deutschland
und forderte eine Verschärfung der bestehenden Gesetze. Die
Europaratskommission kritisierte insbesondere den von CDU-Politikern in die
Debatte gebrachten Begriff der
deutschen Leitkultur.
SZ, 5.7.2001, S.2 |
|||||||||
| "Um den Rassismus im Land zu bekämpfen, gilt es
zu allererst diskriminierende Gesetze abzuschaffen und die menschenfeindliche
Abschiebeparxis zu beenden." Tobias Baur, HU-Mitteilungen
174/2001 |
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| In der Nacht zum 14.Juni 2001 kam
es vor einer Kneipe in Düsseldorf zu einer Auseinandersetzung zwischen
sechs Neonazis und drei zur linken Szene gehörenden Opfer. Anlass:
"Sieg-Heil-Rufe" der Neonazis. Ein Vierter wollte helfen und wurde durch einen
acht Zentimeter langen Stich in den Rücken verletzt. Die Polizei
verhaftete die Täter und ließ sie am nächsten Tag frei. Die
"Nationalisten im Düsseldorfer Süden" veröffentlichten darauf
ein Foto und Personenbeschreibung eines der Opfer. Die Opfer sollen nun
haftiert werden, weil sie den Namen des dritten Opfers aus Angst vor
Neonazi-Rache nicht preisgeben wollen. SZ, 29.6.2001,
S.5 Fazit: Täter frei, Opfern droht Verhaftung, unbeteiligter Gast schwer verwundet. |
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| Im Januar 2001 wurde in München der Grieche
Artemios von Neonazis krankenhausreif geschlagen. Nur dem beherzten Einsatz von
zwölf Helfern türkischer Herkunft war es zu verdanken, daß
Artemios noch lebt. Nach kurzen Stilisierung der Türken zu Helden kam die
Gegenreaktion: massive Bedrohung durch Neonazis, üble Nachrede in der
Presse und Ablehnung der Helfer am Arbeitsplatz durch deutsche Kollegen. Einem
der Helfer wurde gar, ohne Angabe von Gründen, von seinem Arbeitgeber
gekündigt, ein anderer musste seinen kleinen Laden aufgeben.
antifaschistische nachrichten 13/2001, S.14 |
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| "Die Berliner Innenverwaltung will
einen 16-Jährigen, der in geordneten Verhältnissen bei seinem Vater
lebt, in die Elfenbeinküste abschieben" Der Spiegel
25/2001, S.42 |
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| "Das ist das viel schlimmere
Problem, daß die Flüchtlinge, die nun wirklich in Deutschland ihre
Zuflucht haben müßten, in tatsächlich abgeschlossenen Gettos
unmenschlich behandelt werden." Volker Panzer, Moderator, |
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| Die CSU will weiterhin das Futter
der rechtsradikalen Parteien für sich alleine behalten.
Zuwanderungspolitik ist für sie mit Begrenzung und Steuerung verbunden.
Michael Glos, CSU: "Wir wollen nicht, dass
Rechtsaußen-Parteien neue Nahrung finden." Münchner
Merkur, 27.4.2001, S.2 |
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| "Die Hoffnungen, die die rot-grüne
Bundesregierung in das neue Staatsangehörigkeitsrecht gesetzt hat, haben
sich bei weitem nicht erfüllt. Die anfangs prognostizierte Zahl von rund 1
Million Einbürgerungsanträgen wurde aufgrund der weit geringeren
Nachfrage nach der deutschen Staatsangehörigkeit mittlerweile auf ca.
200.000 korrigiert. Die jetzt vom Bundestag am 06.04. beschlossene
Verlängerung des befristeten Einbürgerungsanspruchs für in
Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern unter zehn Jahren lehnt
Bayern ebenso ab wie die vorgesehene Gebührenreduzierung. Ein Ausverkauf
der deutschen Staatsangehörigkeit ist mit Bayern nicht zu machen", stellt
Staatsminister Dr. Günther Beckstein fest. Bayerisches Staatsministerium des Inneren Pressestelle, PM 176/01 vom 17.04.01. Damit stellt Beckstein fest: die Hetze mit der Unterschriftkampagne traf ins Leere; die Urheber dieser Aktion prognostizierten einen Ausverkauf der deutschen Staatsangehörigkeit; diese Prognose hat "sich bei weitem nicht erfüllt". Trotzdem faselt Beckstein weiterhin vom Ausverkauf der deutschen Staatsangehörigkeit. |
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| "Schon eine Ewigkeit brandschatzen
die Neonazis, machen KZ-Gedenkstätten kaputt, schlagen Ausländer tot
und die Strafen sind so gering, dass ich glaube, ich lebe in einem
Irrenhaus." Johannes Mario Simmel, Schriftsteller, Interview
mit der Süddeutschen Zeitung, 22.2.2001, S.20 |
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| Nach Angaben der Antirassistischen Initiaitve e.V.
(ARI) in Berlin sind in den letzten sieben Jahren 239 Flüchtlinge durch
staatliche Maßnahmen der Bundesrepublik ums Leben gekommen. 159
Flüchtlinge wurden bei der Abschiebung verletzt, 5 starben.
Antifaschistische nachrichten 4/2001, S.10 nach der taz
24.1.01 |
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| Nach dem brutalen
Neonazi-Überfall in München (ein Grieche wurde krankenhausreif
geschlagen) werfen die Grünen der CSU vor, diese betreibe eine Politik der
Ausgrenzung und ermutige damit Rechtsextremisten gegen Ausländer
vorzugehen. Süddeutsche Zeitung, 17.1.2001,
S.L1 |
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| Georg Kreis, Basler Politologe zur Rolle der CDU/CSU, Schweizerischen Volkspartei
SVP und der Freiheitlichen FPÖ in Österreich: "Ihre Botschaften
bestehen doch zu einem wesentlichen Teil darin, die Ungleichwertigkeit von
Menschen, die übergeordnete Nationalgemeinschaft, die hierarchisierte
Ordnung zwischen Angehörigen verschiedener Nationalitäten zu betonen
und salonfähig zu machen. Sie schüren auch immer wieder die Illsuion,
mit schnellen Radikallösungen eine saubere Welt herbeizuzaubern."
Süddeutsche Zeitung, 12.1.2001, S.9 |
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| Heiner Geißler, CDU: "Wenn Missbrauch dazu
berechtigte, andere Menschen abzufackeln, totzuschlagen, Häuser
anzuzünden, müsste Deutschland ein Schlachtfeld sein".
Süddeutsche Zeitung, 12.1.2001, S.9 |
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| "In manchen Städten und Landstrichen des
[deutschen] Ostens können sich Ausländer ihres Lebens nicht mehr
sicher sein." Süddeutsche Zeitung, 12.1.2001, S.9 [
Einfügung von H.H.] |
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| Was DVU
und NPD fordern ("Ausländer raus"), wird in Bayern seit Jahren
praktiziert. |
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