| Deutschland
ist ein Einwanderungsland Deutschland ist auf dem Weg in die demografische Katastrophe. Wolf Lepenies, SZ 9.8.2003, S.11 |
| Wortgeplänkel:
Zuwanderungsland = Einwanderungsland Das Statistische Bundesamt berichtet: Unter dem Strich kamen im ersten Halbjahr 2011 135.000 Menschen mehr nach Deutschland, als fortzogen. Die Wirtschaft freut sich über neue Arbeitskräfte, doch Migrationsforscher warnen. |
| Einwanderung
als wirtschaftlicher Gewinn – für fast alle.
Studie über die Folgen einer freizügigen Immigration für den deutschen
Arbeitsmarkt. Prof. Wilhelm Kohler, Wirtschaftswissenschaftliches Seminar der Universität Tübingen |
| "Kein
Mensch ist überflüssig!" “Ich habe mir durchaus Kritik eingehandelt, als ich als Professor für Sozialethik frühzeitig von einem Einwanderungsland Deutschland gesprochen habe.” Erzbischof Reinhard Marx: "Kein Mensch ist überflüssig!", OVB, 17.9.2010, S. 3. – Mehr dazu unter |
Wilhelm von Sternburg
für dradio über die frühen sechziger Jahre des 20.
Jhdts.:
"Bald dann, als die Bundesrepublik zu einer Wirtschaftsmacht aufgestiegen ist und die eigene Bevölkerung nicht mehr ausreicht, die Forderungen der Industrie nach Arbeitskräften zu befriedigen, holen die Westdeutschen die Gastarbeiter ins Land. Bis in unsere Tage hinein verschließt die Politik vor dem, was sich da bevölkerungspolitisch entwickelte, die Augen. Die Bundesrepublik ist - mit all ihren kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen - ein Einwanderungsland geworden".Hans-Ulrich Wehler: "Im Gesamteffekt weist die Bundesrepublik zwischen 1950 und 2000 – in relativer Größenordnung – die weltweit höchsten Zuwanderungsraten auf. Um 1990 besaß sie – erneut relativ – mehr im Ausland geborene Einwohner als die USA. In den ersten vierzig Jahren ihrer staatlichen Existenz übertraf sie damit den klassischen Einwanderungsrekord, den die »New Immigration« in die Vereinigten Staaten zwischen 1910 und 1913 bisher markiert hatte." Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Band 5 Bundesrepublik Deutschland und DDR 1949 - 1990, siehe |
| Versäumnisse der CDU - CSU bezüglich
Zuwanderer • Die Union blockiert jahrzehntelang die Integration; in den achtziger Jahren wurden in den Schulen Nationalklassen gebildet • Die Bundesregierung unter Helmut Kohl, CDU, dem größten Versager als Bundeskanzler (bisher; siehe • Ein Gesetzentwurf des damaligen Bundesinnenministers Friedrich Zimmermann, CSU ( • Die Union widersetzte sich den Bestrebungen von FDP und SPD die Zuwanderung zu steuern • Eine umfassende Bildungsförderung für ausländische Kinder gibt es bis heute (2008) nicht • In Wahlzeiten hetzte die Union immer wieder gegen die Belastung durch die Ausländer. "Die Unionsparteien signalisierten den Ausländern so: Ihr seid unerwünscht", Roland Preuß, SZ, 9.1.2008, S. 5 Die Presse witzelt über Deutschland: When It Comes to Integration, Silence Is Golden |
| Inzwischen gesteht sogar die CSU ein: "Deutschland ist zu einem Einwanderungsland
geworden." Wahlkampfprospekt der CSU Ortsverband Wasserburg, September 2005 |
| Heiner Geißler, CDU,
betont, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist. |
| Seit 1955 sind 31 Millionen Menschen nach Deutschland
eingewandert. 22 Millionen haben unser Land verlassen. Die
Nettozuwanderung liegt bei 200000 Personen jährlich. Deutschland nimmt,
bezogen auf die Einwohnerzahl, zwei bis drei Mal mehr Einwanderer auf
als die USA. Mit neun Prozent der Wohnbevölkerung ist der
Ausländeranteil in Deutschland doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Die Bundesrepublik ist ein Einwanderungsland,
zögert aber seit Jahrzehnten, daraus die rechtlichen Konsequenzen zu
ziehen. Wolf Lepenies, SZ 9.8.2003, S.11;
Hervorhebung durch H.H.
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| Die Regierungskommission zur
Zuwanderung unter Leitung von Rita Süssmuth, CDU, stellt fest, dass
Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist. SZ,
5.7.2001, S.8
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| Bisher lehnte es die CSU ab, jetzt fordert es sogar
Bayerns Innenminster Beckstein:
ein Einwanderungsgesetz. Münchner
Merkur, 6.Februar 1999, Seite 2
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| "Deutschland ist kein
Einwanderungsland": Für Peter Gauweiler (CSU) eine klare Sache. OVB 4./5.Juli 1998, mit dem Foto von Peter Gauweiler (CSU) |
| Mein Leserbrief an das Oberbayerische
Volksblatt auf die Gauweiler-Hetze vom 4.Juli 1998: Der Text "Deutschland ist kein Einwanderungsland: Für Peter Gauweiler (CSU) eine klare Sache." und das Foto von Peter Gauweiler (CSU), lassen den Eindruck entstehen, der bekannte CSU-Politiker würde diese unsinnige Behauptung vertreten. Ich stimme zwar mit seinen Argumenten keinesfalls überein, aber hier muß ich ihn verteidigen. Vor wenigen Tagen, am 1.Juli 1998, besuchte ich eine Podiumsdiskussion der CSU München im Hofbräuhaus zwischen Peter Gauweiler (CSU) und Hep Monatzeder (Grüne), Moderator Joachim Haedke (CSU). Ich saß nur durch einen schmalen Gang getrennt von Peter Gauweiler, konnte also jedes Wort verstehen, kann außerdem auf mitgeschriebene Notizen zurückgreifen. Diskussionsthema: "Deutschland - ein Einwanderungsland?" Bitte beachten: ohne "k" und mit Fragezeichen. Peter Gauweiler sagte in seinem Eingangsstatement (ab 19 Uhr 30) sinngemäß, daß seit 1990 in Deutschland sehr viele Menschen eingewandert sind. Dann wörtlich: "Wir sind faktisch ein Einwanderungsland." Gauweiler hatte ein Heimspiel, er redete also niemand nach dem Mund, außerdem ist es nicht seine Art, sich zu verstellen. Mit seiner Aussage, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist, erübrigten sich meine beabsichtigten Fragen: Haben die Verfasser der Lüge "Deutschland ist kein Einwanderungsland" im Geschichtsunterricht gefehlt? Haben sie vergessen, daß nach dem 2.Weltkrieg Millionen Sudetendeutsche, Schlesier usw. einwanderten? Daß die derzeitige Regierung aus unserem Rententopf die Einwanderung der Rußlanddeutschen finanziert? Nun, Peter Gauweiler ist Realist genug. Er überläßt es anderen zur Auschwitzlüge die Kein-Einwanderungsland-Lüge hinzuzufügen. |
| Links |
| Literatur |
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| Hans-Ulrich
Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte Band 1 - 5.
München: Beck, 2008. 4900 Seiten |
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