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Gauweiler
Deutschland ist ein Einwanderungsland
Deutschland ist auf dem Weg in die demografische Katastrophe. Wolf Lepenies, SZ 9.8.2003, S.11
Wehler LinksWehler Literatur
„Gegenwärtig leben in Deutschland etwa 6,7 Millionen Ausländer, das bedeutet 8 Prozent der
Gesamtbevölkerung. Seit dem Zweiten Weltkrieg sind im Durchschnitt pro Jahr mehr Menschen
nach Deutschland ein- als als ausgewandert. In manchen Jahren verzeichnet die Bundesrepublik mehr Immigranten als beispielsweise Kanada, das als klassisches Einwanderungsland gilt.“ S. 16
Dick, Rolf van (2007): “»Wir sind besser als die« – »Gemeinsam sind wir stark« Vielfalt in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz – Fluch oder Segen?”. Forschung Frankfurt 25:3, S. 16-21 – Online verfügbar: einwanderung1einwanderung2
Einwanderungsland aus dem Blickpunkt vom Jahr 2012
Vor 20 Jahren erklärte die CDU: „Deutschland ist kein Einwanderungsland.“ Man ging auf die Strasse und sah überall Einwanderer. Man dachte: „Habe ich jetzt Halluzinationen? Oder ist die gesamte CDU auf Droge?“
einwanderungHarald Martenstein: "Wozu die Aufregung? Debatte über Islamstudie", Der Tagesspiegel, 4.3.2012
Wortgeplänkel: Zuwanderungsland = Einwanderungsland
Das Statistische Bundesamt berichtet: Unter dem Strich kamen im ersten Halbjahr 2011
135.000 Menschen mehr nach Deutschland, als fortzogen. Die Wirtschaft freut sich über neue Arbeitskräfte, doch Migrationsforscher warnen.
einwanderung"Deutschland ist ein Zuwanderungsland auf Zeit", Welt Online 22.12.2011
Einwanderung als wirtschaftlicher Gewinn – für fast alle. Studie über die Folgen einer freizügigen Immigration für den deutschen Arbeitsmarkt.
Prof. Wilhelm Kohler, Wirtschaftswissenschaftliches Seminar der Universität Tübingen einwanderungonline (pdf)
"Kein Mensch ist überflüssig!"
“Ich habe mir durchaus Kritik eingehandelt, als ich als Professor für Sozialethik frühzeitig von einem Einwanderungsland Deutschland gesprochen habe.”
Erzbischof Reinhard Marx: "Kein Mensch ist überflüssig!", OVB, 17.9.2010, S. 3. –
Mehr dazu unter Marx Ausländer & Minderheiten in Deutschland, Schwerpunkt Bayern
Wilhelm von Sternburg für dradio über die frühen sechziger Jahre des 20. Jhdts.:
"Bald dann, als die Bundesrepublik zu einer Wirtschaftsmacht aufgestiegen ist und die eigene Bevölkerung nicht mehr ausreicht, die Forderungen der Industrie nach Arbeitskräften zu befriedigen, holen die Westdeutschen die Gastarbeiter ins Land. Bis in unsere Tage hinein verschließt die Politik vor dem, was sich da bevölkerungspolitisch entwickelte, die Augen. Die Bundesrepublik ist - mit all ihren kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen - ein Einwanderungsland geworden".
Hans-Ulrich Wehler:
"Im Gesamteffekt weist die Bundesrepublik zwischen 1950 und 2000 – in relativer Größenordnung – die weltweit höchsten Zuwanderungsraten auf. Um 1990 besaß sie – erneut relativ – mehr im Ausland geborene Einwohner als die USA. In den ersten vierzig Jahren ihrer staatlichen Existenz übertraf sie damit den klassischen Einwanderungsrekord, den die »New Immigration« in die Vereinigten Staaten zwischen 1910 und 1913 bisher markiert hatte."
Wehler"Abschluss eines epochalen Geschichtswerks". Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Band 5 Rezensiert von Wilhelm von Sternburg , dradio 31.8.2008
Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Band 5 Bundesrepublik Deutschland und DDR 1949 - 1990, siehe Wehler Literatur.
geissler Die Behandlung von Ausländern ist eine Schande für Deutschland und weitere geissler Literatur
Versäumnisse der CDU - CSU bezüglich Zuwanderer
• Die Union blockiert jahrzehntelang die Integration; in den achtziger Jahren wurden in den Schulen Nationalklassen gebildet
• Die Bundesregierung unter Helmut Kohl, CDU, dem größten Versager als Bundeskanzler (bisher; siehe geissler Die Untaten Helmut Kohls), gab Rückkehrwilligen Prämien aus der Tasche des Steuerzahlers!
• Ein Gesetzentwurf des damaligen Bundesinnenministers Friedrich Zimmermann, CSU (geissler Old Schwurhand), sah 1988 gar vor, dass ein Ausländer, der sich gut integriert hatte, die Aufenthaltserlaubnis verliert. Begründung: er zeigte mit seiner Integration, dass er nicht rückwillig sei.
• Die Union widersetzte sich den Bestrebungen von FDP und SPD die Zuwanderung zu steuern
• Eine umfassende Bildungsförderung für ausländische Kinder gibt es bis heute (2008) nicht
• In Wahlzeiten hetzte die Union immer wieder gegen die Belastung durch die Ausländer. "Die Unionsparteien signalisierten den Ausländern so: Ihr seid unerwünscht", Roland Preuß, SZ, 9.1.2008, S. 5
Die Presse witzelt über Deutschland: When It Comes to Integration, Silence Is Golden silence"Integration is back on the political agenda in Germany these days. The xenophobic rhetoric underscores decades of foreigner bashing by the country's politicians. And it may explain why immigrant youth here have fewer opportunities than in any other industrialized country."
silenceCharles Hawley, Berlin, Der Spiegel, International Newsletter, January 10, 2008
Inzwischen gesteht sogar die CSU ein: "Deutschland ist zu einem Einwanderungsland geworden."
Wahlkampfprospekt der CSU Ortsverband Wasserburg, September 2005
Heiner Geißler, CDU, betont, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist. geissler Massive Fehler
Seit 1955 sind 31 Millionen Menschen nach Deutschland eingewandert. 22 Millionen haben unser Land verlassen. Die Nettozuwanderung liegt bei 200000 Personen jährlich. Deutschland nimmt, bezogen auf die Einwohnerzahl, zwei bis drei Mal mehr Einwanderer auf als die USA. Mit neun Prozent der Wohnbevölkerung ist der Ausländeranteil in Deutschland doppelt so hoch wie im EU-Durchschnitt. Die Bundesrepublik ist ein Einwanderungsland, zögert aber seit Jahrzehnten, daraus die rechtlichen Konsequenzen zu ziehen. Wolf Lepenies, SZ 9.8.2003, S.11; Hervorhebung durch H.H.
Die Regierungskommission zur Zuwanderung unter Leitung von Rita Süssmuth, CDU, stellt fest, dass Deutschland ein Einwanderungsland geworden ist. SZ, 5.7.2001, S.8
Bisher lehnte es die CSU ab, jetzt fordert es sogar Bayerns Innenminster Beckstein: ein Einwanderungsgesetz. Münchner Merkur, 6.Februar 1999, Seite 2
"Deutschland ist kein Einwanderungsland": Für Peter Gauweiler (CSU) eine klare Sache.
OVB 4./5.Juli 1998, mit dem Foto von Peter Gauweiler (CSU)

Mein Leserbrief an das Oberbayerische Volksblatt auf die Gauweiler-Hetze vom 4.Juli 1998:
Der Text "Deutschland ist kein Einwanderungsland: Für Peter Gauweiler (CSU) eine klare Sache." und das Foto von Peter Gauweiler (CSU), lassen den Eindruck entstehen, der bekannte CSU-Politiker würde diese unsinnige Behauptung vertreten. Ich stimme zwar mit seinen Argumenten keinesfalls überein, aber hier muß ich ihn verteidigen. Vor wenigen Tagen, am 1.Juli 1998, besuchte ich eine Podiumsdiskussion der CSU München im Hofbräuhaus zwischen Peter Gauweiler (CSU) und Hep Monatzeder (Grüne), Moderator Joachim Haedke (CSU). Ich saß nur durch einen schmalen Gang getrennt von Peter Gauweiler, konnte also jedes Wort verstehen, kann außerdem auf mitgeschriebene Notizen zurückgreifen. Diskussionsthema: "Deutschland - ein Einwanderungsland?" Bitte beachten: ohne "k" und mit Fragezeichen. Peter Gauweiler sagte in seinem Eingangsstatement (ab 19 Uhr 30) sinngemäß, daß seit 1990 in Deutschland sehr viele Menschen eingewandert sind. Dann wörtlich: "Wir sind faktisch ein Einwanderungsland." Gauweiler hatte ein Heimspiel, er redete also niemand nach dem Mund, außerdem ist es nicht seine Art, sich zu verstellen. Mit seiner Aussage, daß Deutschland ein Einwanderungsland ist, erübrigten sich meine beabsichtigten Fragen: Haben die Verfasser der Lüge "Deutschland ist kein Einwanderungsland" im Geschichtsunterricht gefehlt? Haben sie vergessen, daß nach dem 2.Weltkrieg Millionen Sudetendeutsche, Schlesier usw. einwanderten? Daß die derzeitige Regierung aus unserem Rententopf die Einwanderung der Rußlanddeutschen finanziert? Nun, Peter Gauweiler ist Realist genug. Er überläßt es anderen zur Auschwitzlüge die Kein-Einwanderungsland-Lüge hinzuzufügen.
Links
ausland Ausländer in Deutschland, Schwerpunkt Bayern
ausland Die Behandlung von Ausländern ist eine Schande für Deutschland
Einwanderungsland Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit
Wehler Dieter Oberndörfer: Deutschland in der Abseitsfalle. Politische Kultur in Zeiten der Globalisierung
Literatur
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wehler WehlerHans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte: Deutsche Gesellschaftsgeschichte - Von der Gründung der beiden deutschen Staaten bis zur Vereinigung 1949 - 1990: Bd. 5. München: Beck, 2008.Gebunden 560 Seiten wehler
Hans-Ulrich Wehler: Deutsche Gesellschaftsgeschichte Band 1 - 5. München: Beck, 2008. 4900 Seitenwehler
Wehler Anfang

Einwanderungsland
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 4.3.2012