| Ausländer in
Deutschland, Schwerpunkt Bayern. Archiv vor dem Jahr
2000 Mit schikanöser Behandlung von Ausländern ist zu rechnen. Archiv Hier war ein kurzes Zitat von Karl Valentin. Die Enkelin des Künstlers Anneliese Kühn will Karl Valentin hier öffentlich nicht sehen / lesen. Das Zitat wurde daher am 20. Juli 2005 entfernt. |
| "In den vergangenen zwei Jahren sind mehr Ausländer aus
Deutschland weggezogen als zugewandert." Süddeutsche
Zeitung, 18.Dezember 1999, Seite 6. |
| Der achtjährige Stephan, seit seiner
Geburt in Donauwörth wohnend, soll nach Ghana ausgewiesen werden.
Donauwörths Oberbürgermeister Alfred Böwald appellierte an
Innenminister Beckstein, der in Bayern gnadenlos gegen Ausländer vorgeht:
"Hier tut eine Entscheidung der Menschlichkeit Not." Warum nur hier?
Süddeutsche Zeitung, 10.Dezember 1999, Seite
L12. |
| "Ich kam mir wie eine Kriminelle vor. Es war
entwürdigend." Eine in den USA Geborene zu ihrer Behandlung im
Ausländeramt Münchens. Süddeutsche Zeitung,
10.Dezember 1999, Seite L1 |
| Die drei Kinder von Adnan Omar Hussein durften
ihren Vater nicht mehr sehen. Seit Juli verweigert Deutschland die Einreise.
Der leukämiekranke Vater starb im Klinikum Großhadern.
Süddeutsche Zeitung, 16.Oktober 1999, Seite
57 |
| Georg Sterzinsky, Erzbischof von Berlin: Die
Ausländerpolitik der CDU ist nicht christlich. Süddeutsche Zeitung, 8.Oktober 1999, Seite 2. Die Stuttgarter Ausländerbehörde erlaubt der russischen Professorin Olia Lialina nicht, ihre sechsjährige, kranke Tochter nachzuholen. Süddeutsche Zeitung, 8.Oktober 1999, Seite 3 |
| Bayerns Innenminister
Günther Beckstein, CSU, bleibt bei rigorosen Abschiebungen in
alle Welt. Hauptabschiebeländer sind Bosnien, Jugoslawien, Rumänien,
Vietnam, Nigeria und Togo. Süddeutsche Zeitung, 1.Oktober
1999, Seite L7 |
| In einem Focus-Interview sagte Günther Grass:
"Die ethnischen Säuberungen auf dem Balkan, die in erster Linie
Moslems getroffen haben, finden bei uns auf legale Art und Weise eine
Entsprechung. Irgendeine Behörde entscheidet, daß uns unliebsame
Ausländer in dieses oder jenes Land zurückgeschickt werden
können. Das ist im Grunde die Fortsetzung der ethnischen Säuberung."
Süddeutsche Zeitung, 5.Juli 1999, Seite
13 |
| Heiratswillige, die aus zwei Nationen stammen,
klagen über Schikanen der Behörden. Süddeutsche
Zeitung, 29.Mai 1999, Seite 53 |
| Bei der Europawahl werden in Deutschland
Ausländer benachteiligt. Die Ausländer müssen sich
registrieren lassen, wohl um sie vor einer Beteiligung an der Wahl
abzuschrecken. Der Bundesregierung droht daher eine Klage vor dem
Europäischen Gerichtshof in Luxemburg. Süddeutsche
Zeitung, 28.Mai 1999, Seite 2 |
| "Trotz der Bombenabwürfe auf
Jugoslawien und der Flüchtlingsströme auf dem Balkan werden fast
täglich Menschen aus Bayern in diese Kriegsregion abgeschoben."
Süddeutsche Zeitung, 21.Mai 1999, Seite L8 |
| Die CDU/CSU lehnt die weitere Aufnahme von Kosovo
Flüchtlingen ab. Wolfgang Zeitlmann,
CSU, zeichnete sich in der Bundestagsdebatte wieder als
Ausländergegner aus. Süddeutsche Zeitung, 7.Mai 1999, Seite 6
Politik von Wolfgang Zeitlmann,
CSU |
| "Bayerische Polizeibeamte haben in der Nacht
zum Freitag 135 Albaner an der Reise in den Kosovo gehindert."
Süddeutsche Zeitung, 10.April 1999, Seite
60. Warum dürfen Ausländer nicht ausreisen? Warum hindert
man sie an der Teilnahme an der Humanitären Aktion? |
| Querschnittsgelähmte Armenierin in München, die auf
dauernde medizinische Hilfe angewiesen ist (Erdbebenopfer, Armenien), soll
abgeschoben werden. Süddeutsche Zeitung, 30.März
1999, Seite L2 |
| "Für mich geht bei der Diskussion
das Hauptthema verloren: das Wahlrecht, das mit der Staatsbürgerschaft
kommt. Wenn Menschen das Recht haben zu wählen, finden die Parteien ein
Interesse daran, diese Leute anzulocken." Edwina S. Campbell,
Politikwissenschaft und Strategie, Nationale Verteidigungsuniversität,
USA. Münchner Merkur, 19.März 1999, Seite 3 |
| Markus Söder, CSU, will
"die Beeinflussung durch ausländisches Satellitenfernsehen" reduzieren.
Süddeutsche Zeitung, 12.März 1999, Seite
L7 |
| Über Hardliner
Alois Glück, CSU, zu den Ausländern in Bayern: "Er
will statt Polarisierung die Integration voranbringen - notfalls auch mit
Zwang." Münchner Merkur, 12.März 1999, Seite
2 |
| EU Bürger dürfen an den Kommunalwahlen teilnehmen. Die
CSU erschwert dies den Ausländern wo es nur geht: keine automatische
Eintragung in die Wählerliste; Antrag der Ausländer ist nötig;
notarielle eidesstattliche Versicherung (Zeit, Geld). Süddeutsche Zeitung, 6.März 1999, Seite 61 |
| Demonstranten gegen die doppelte
Staatsbürgerschaft wurden vom Münchner Merkur in die rechtsextreme
Ecke gestellt: "In Magdeburg demontrierten (sic!) rund 800
NPD-Anhänger gegen die doppelte Staatsbürgerschaft." Münchner Merkur, 1.März 1999, Seite 4 |
| Die Unterschriftenaktion gegen Ausländer der CDU/CSU ist
nach den eigenen Quotenforderungen zum Volksentscheid ein Flop. Jürgen Rüttgers, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: "Ein Stück Papier ist schnell unterschrieben." Münchner Merkur 5.Februar 1999, Seite 2 |
| Innenminister Schily bot erneut einen
Volksentscheid über die doppelte Staatsbürgerschaft an. Der CDU
Vorsitzende Schäuble lehnte das Angebot ab. Münchner
Merkur, 6.Februar 1999, Seite 2 |
| "Asyl: Jedes Jahr kommen über 100 000 ... Die
Anerkennungsquote...ist...auf rund acht Prozent gesunken." Münchner Merkur 28.12.1998, Seite 1. Deutschland nimmt also jährlich nur 8 000 Asylbewerber auf. Damit liegt es im europäischen Vergleich absolut und bezogen auf die Bevölkerungszahl am hinteren Ende. 1998: 98 644 Asyl Beantragende Oberbayerisches Volksblatt, 9.1.1999, Seite 1 |
| Günther
Beckstein hetzt weiter gegen Ausländer. Er setzt
Ausländer, die schon lange in Deutschland sind - nur sie können
eingebürgert werden -, mit Terror und potentiellen Verbrechern gleich.
Münchner Merkur 7.12.1998, S.4 Allerdings: gelten bei uns nicht auch Franken als Ausländer? |
| Die inhumane Asylpolitik Deutschlands blockiert die Gerichte.
Asylverfahren belasten die Kapazität der Verwaltungsgerichte mit 40%. Beim
berliner Verwaltungsgericht als oberster Instanz sind etwa ein Drittel aller
Verfahren Asylprozesse. In nur 4,9% der Fällen werden Ausländer als
Flüchtlinge anerkannt. Münchner Merkur 9.9.1998, Seite 2 |
| Günther
Beckstein, CSU, ist stolz auf seinen harten Kurs gegen
Ausländer. 1997 konnte er erstmals mehr Ausländer aus Bayern
deportieren als zugewandert sind. Süddeutsche Zeitung
22.8.1998, Seite 52 Die Münchner Stadträte Hans Podiuk und Thomas Ruhfaß, beide CSU, lehnen eine Moschee für Muslime in München ab. Süddeutsche Zeitung 22.8.1998, Seite 47 |
| Keine Ermittlungen nach Herrmann-Zitat (siehe unten)
Süddeutsche Zeitung 19.August 1998, S.L8 Unerwünschte Ausländer sind nach Meinung des Münchner Oberstaatsanwalts Helmut Meier-Staude OK. |
| Natürlich hat kein Mensch in
Deutschland was gegen Ausländer. Keiner hat was gegen Ausländer. Wir
arbeiten ja noch an einem Mittel. Volker Pispers, Düsseldorf , Kabarettist |
| Zwei-Klassen-Recht für Ausländer Der stellvertretende CSU-Generalsekretärs Joachim Herrmann forderte eine unterschiedliche Behandlung zwischen "willkommenen und eher unerwünschten" Ausländern. Die Aufregung darüber verstehe ich nicht. Schließlich sind in Bayern regierungsseitig alle Ausländer eher unerwünscht. Sie stehen deshalb alle in einer Reihe in den Ämtern an; völlig korrekt, die Reihe der willkommenen Ausländer ist leer. Der Vorschlag Herrmanns ist seit langem verwirklicht. Vielleicht wollen aber viele bayerische Bürger nicht mit Ausländerfeinden in einer Reihe stehen. Könnte man für jene nicht eine Kennzeichnungspflicht einführen? Süddeutsche Zeitung, 30.Juli 1998, Seite 8 |
| Was DVU
und NPD fordern ("Ausländer raus"), wird in Bayern seit Jahren
praktiziert. |