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Ausreiselager Ausreisezentrum
Abschiebelager Internierungslager für Asylsuchende und andere Flüchtlinge Die KARAWANE München und auch ich unterstützen die Forderung der Bayerischen Landessynode die "Ausreisezentren" in Bayern sofort zu schließen. Die Reaktion des bayerischen Innenministeriums ist menschenverachtend. |
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| Trotzdem die Bundesrepublik
Deutschland nun (Juli 2010) endlich der UN
Kinderechtskonvention zustimmte, herrschen in der
Erstaufnahmeeinrichtung Baierbrunnerstraße in München weiterhin
menschenunwürdige Zustände auch
für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Das Haus ist
völlig überbelegt. Auf die 20 Plätze für Jugendliche wurden
im Juni 67 Jugendliche gepfercht. Die Grünen-Landtagsfraktion zählte
im Juli 2010 sogar 103 Jugendliche. Dazu Oliver Bloeck, Ministerium für Arbeit, Sozialordnung, Familie und Frauen: "Das Problem ist bekannt, es wird nicht bestritten." "Asylbewerberheim überfüllt"; SZ, 14. Juli 2010, S. 37 Dazu die asyl- und migrationspolitische Sprecherin Renate Ackermann der Grünen im Bayerischen Landtag: Wir fordern die Staatsregierung auf, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die derzeit untragbare Situation in dieser Erstaufnahmeeinrichtung zu beenden. |
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| Bayern ist Spitze: es hat
mit 118 Lagern für Flüchtlinge die Spitze unter den
Bundesländern Über 7.500 Menschen werden in alte Gasthöfe, ausgedinete Kasernen und verrottete Containerunterkünfte gezwängt. Ziel ist keinesfalls Hilfe, Menschlichkeit und Beachtung der menschlichen Würde, sondern die Bereitschaft zur Rückkehr in das Heimatland fördern. Pro Asyl, Hg: Mit Diskriminierung macht man keinen Staat. Tag des Flüchtlings 2010. S. 11 |
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| Die Unterbringung von
Flüchtlingen in Lagern ist nicht nur inhuman sondern auch
kostenaufwändiger als die Unterbringung in Privatwohnungen Das Einsparpotenzial berechnet sich derzeit auf 13,6 Millionen Euro im Jahr in Bayern. "»Da steht Aussage gegen Aussage«. Kontroverse um Unterbringungskosten von Asylbewerbern. Flüchtlingsrat und Ministerium widersprechen sich", SZ, 23.11.2009, S. 49 |
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| Nach sieben Jahren wird das
umstrittene bayerische Flüchtlingslager in Fürth
geschlossen Seit September 2002 in das Ausreisezentrum in Fürth geduldete Flüchtlinge eingewiesen. Mit massivem psychischen Druck und einer ausgefeilten Zermürbetaktik sollten die Flüchtlinge dazu genötigt werden, freiwillig aus Deutschland auszureisen, da eine zwangsweise Vertreibung aus den verschiedensten Gründen nicht möglich war. Zu den Maßnahmen gehörten (nicht nur in diesem Lager): Beschränkung der Bewegungsfreiheit auf das Fürther Stadtgebiet, Leben hinter Gittern, Verhöre, Bewachung durch einen privaten Sicherheitsdienst, Entzug des Taschengeldes von monatlich 40 Euro, strikte Arbeitsverbote, damit die Flüchtlingen bei der Bevölkerung in Verruf kommen, Zimmerdurchsuchungen, zahlreiche Meldepflichten und Anwesenheitskontrollen. Neben Flüchtlings- und Menschenrechtsorganisationen, Parteien und Gewerkschaften forderte sogar die evangelische Landessynode im März 2004 ihren Synodalen und für die Torturen verantwortlichen Innenminister Günther Beckstein, CSU, auf, das Abschiebelager zu schließen. Damit geht die Ära der Zermürbung im einzigen bayerischen Abschiebelager ihrem Ende entgegen, kommentierte Alexander Thal, Sprecher des Bayerischen Flüchtlingsrats. In Bayern bestehen jedoch weiterhin zahlreiche Flüchtlingslager. Bayerischer Flüchtlingsrat, Pressemitteilung, 20.08.2009 |
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| Verleihung des Menschenrechtspreises von Pro Asyl an Nissrin
Ali und Felleke Bahiru Kum Nissrin Ali und Felleke Bahiru Kum, Delegierte des Netzwerks ( Am 5. September 2009 erhalten sie den Menschenrechtspreis von Pro Asyl. |
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| Ausländer, Flüchtlinge und Asylsuchende
werden noch immer in menschenunwürdige Containern gepfercht. In den
Container an der Rosenheimer- und Waldmeisterstrasse, München, sind die
Zustände katastrophal und untragbar, so die Grünen im Landtag. Wieder
einmal soll im Landtag deren Schließung beantragt werden.
Regierungspräsident Christoph
Hillenbrand verweigerte eine Stellungnahme, die Bereichsleiterin
Stefanie Weber ignoriert die hygienischen
Hiobsberichte: die zustände seien nicht menschenunwürdig, sonst
würden wir dort keine Menschen unterbringen. Die Verletzung der
Menschenrecht und des Artikles 1, Grundgesetz, schert anscheinend wenig.
SZ, 29.11.2008, S. 54 |
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| Ständiger Druck von
Menschenrechtsgruppen und Einzelpersonen (das Landtagswahlergebnis 2008 hat
eventuell auch beigetragen) zermürbte selbst die CSU, die Partei der
sozialen Kälte. Ein Dringlichkeitsantrag der Landtagsgrünen zur
sofortigen Schließung der Münchner Containerunterkünfte in der
Rosenheimer- und in der Waldmeisterstraße wegen katastrophaler
Zustände wurde am 3.12.2008 im Plenum einstimmig angenomme.Die Regierung
von Oberbayern wurde aufgefordert, die beiden Containerlager an der
Waldmeister- und Rosenheimer Straße zu schließen. Getrieben von der
FDP schwenkte die CSU auf die Linie der Grünen ein. Rattenplage und andere
katastrophale Zustände in den Container waren für Menschen
unzumutbar. Für Flüchtlinge fand es die CSU aber jahrelang
angemessen. Frau Christine Haderthauer,
CSU, Sozialministerin kündigte an, dass zwei weitere
Flüchtlingscontainer in München aufgelöst werden.
SZ, 5.12.2008, S. 41 Die asylpolitische Sprecherin der Grünen, Renate Ackermann: Seit Jahren kämpfen wir für eine menschenwürdige Unterbringung der Flüchtlinge. PM Grüne: Containerunterkünfte werden geschlossen - Grüne freuen sich über großen Erfolg für Flüchtlinge, 6.12.08 |
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| Die Wohnverhältnisse von Flüchtlingen in
München sind katastrophal. Die Grünen im Stadtrat forderten von der
CSU-Regierung von Oberbayern die Schließung der menschenunwürdigen
Container. Siegfried Benker, Fraktionschef
der Grünen im Münchner Stadtrat: sie stellen "eine ständige
Menschenrechtsverletzung dar". Auch REFUGIO München kritiserte die
menschenunwürdige Unterbringung. SZ, 21.6.2008, S. 54
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| In oberbayerischen
"Unterkünften für Ausländer" wurden im Dezember 2005
Hühnchen-Pakete mit längst abgelaufenem Haltbarkeitsdatum verteilt.
Wohl nach dem Motto: Fia de tuat's es scho! Der Bayerische Flüchtlingsrat
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| Deutschland ist seit vielen
Jahrzehnten Lagerland. Flüchtlinge in Bayern müssen
zwangsweise ihre Wohnungen aufgeben und werden in Gemeinschaftsunterkünfte
zwangsweise eingewiesen. Neben dem Lager hat auch der Zwang eine lange
Tradition in Deutschland ( Interview in Junge Welt, 27.12.2004, Nachdruck in Bayerischer Flüchtlingsrat infodienst 1, 2005, S. 18 |
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In den Ausreiselagern werden
Menschen weggesperrt. So können sie oft nicht an ihren Asylverhandlungen
teilnehmen. Folge: ihr Asylantrag wird abgelehnt; sie werden ins Ausland
deportiert.
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| Als effizient und erfolgreich hat Innenminister Dr.
Günther Beckstein, CSU, die Arbeit der Zentralen
Rückführungsstelle Nordbayern (ZRS) und des Ausreisezentrums
Fürth zur Vertreibung ausreiseplichtiger Ausländer gewürdigt:
"Bei insgesamt 39 ausreisepflichtigen Personen, die sich zunächst einer
Mitwirkung verweigert hatten, konnte bislang die Identität geklärt
bzw. Ausreisedokumente beschafft werden". Beckstein verwies darauf, dass seit
September 2002 insgesamt 140 Personen in die Ausreiseeinrichtung Fürth
umverteilt worden sind, immerhin im Schnitt sechs Personen pro Monat. Für
Politiker anscheinend schon ein Grad hoher Effizienz. Vergleiche: Horaz: "Parturient montes ..." und Luther: "Die Berge gehen schwanger ..." |
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| Zum Einzugsbereich "Zentrale
Rückführungsstelle Südbayern" (ZRS Süd) gehört das
Asylbewerberheim in Engelsberg bei Trostberg. Dazu Informationen via
Dokumentationsseite Ausreisezentren: |
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| Dekrete zur Ausweisung
müssen eingehalten werden Trotz der Forderung der Synode der evangelischen Landeskirche in Bayern nach Schließung des Ausreiselagers in Fürth bleibt Innenminister Dr. Günther Beckstein, CSU, hart: "Die Ausreiseeinrichtung in Fürth bleibt deswegen zentrales Element unseres Rückführungskonzeptes." |
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| Synode
fordert sofortige Schließung des Fürther Ausreisezentrums
Heilsbronn (dpa/lby) Die evangelische Landessynode hat eine sofortige Schließung des Fürther Ausreisezentrums für illegal in Deutschland lebende Ausländer gefordert. DPA, 25.03.2004 Alexander Thal von res publica: "Die Landessynode hat dem Synodalen Beckstein eindeutig gezeigt, dass sein Konzept, Flüchtlinge mit psychischem Druck zur widerstandslosen, »freiwilligen« Ausreise zu nötigen, nicht mit den ethischen Grundsätzen der evangelischen Kirche vereinbar sind. Als Christ ist er nun in der Pflicht, die Position der Landessynode zur Maxime seines Handelns zu machen. Das kann nur heißen, die Abschiebelager in Fürth, Engelsberg und Hormersdorf zu schließen und auf die Einrichtung weiterer Lager zu verzichten." |
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| In Fürth demonstrierten 700 Menschen, darunter
300 Flüchtlinge, für die Auflösung des
dortigen Ausreisezentrums, Befreiung der Ausländer und
Auflösung der menschenverachtenden Lager. OVB, 15.9.2003, S.7 Erstaunlich: die Demonstration war durch die Behörden genehmigt worden. |
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| Ausreisezentrum Fürth (PM
465/03 vom 11.09.03) Innenminister Dr.
Günther Beckstein, CSU, meint, verräterisch ist in diesem
Zusammenhang, dass Frau Langguth, die
stellvertretende bayerische DGB-Vorsitzende, den Begriff "Lager" verwendet,
obwohl es ein Ausreisezentrum (kurz: AZ) ist. |
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| Jahresbilanz
Ausreiseeinrichtung Fürth (PM 460/03 vom
10.09.03) Das bayerische Innenministerium hat in Fürth das bayernweit erste Ausreisezentrum für Asylbewerber eingerichtet. Innenminister Dr. Günther Beckstein, CSU, zieht eine positive Bilanz der ersten Ausreiseeinrichtung des Freistaats, die am 9. September 2002 in Fürth ihre Arbeit aufnahm. Asylbewerber werden per vollziehbaren Bescheid gezwungen, im Ausreiselager ihren Wohnsitz zu nehmen. Bisher sind insgesamt 110 Ausreisepflichtige dazu gezwungen worden. Das Lager ist derzeit mit 42 Personen belegt. Bei nur 17 Personen (15 %; für Beckstein eine positive Erfolgsquote; in der freien Wirtschaft wäre dies ein Kündigungsgrund, aber für Poltiker reicht's) konnte die Ausreiseverpflichtung durchgesetzt werden. |
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| Interviewauszug mit Dr. Christoph
Hammer, Leiter der zentralen Rückführungsstelle Nordbayern
zum Ausreiselager Fürth Stephan Dünnwald, Radio Lora: "Die Besuchserlaubnis wird restriktiv gehandhabt. ..." Hammer: "... Aus diesen Gründen werden keine generellen Besuchserlaubnisse erteilt. In begründeten Einzelfällen wird der Besuch gestattet." BFR infodienst 3/2003, S.3 Vielleicht funktioniert es, wie wenn man begründet Auskunft über die Aufzeichnungen über sich bei den zahlreichen Geheimdiensten Deutschlands verlangt: das Ersuchen wird als unbegründet zurückgewiesen. |
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| Kurz vor einer Demonstration gegen die
Ausländerlager in Bayern wurde eine Hausdurchsuchung beim
Bayerischen
Flüchtlingsrat BFR durchgeführt. Es wurden Materialien
beschlagnahmt. Der BFR tritt ein für
BFR infodienst 3/2003, S.3 |
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| Im Ausreisezentrum für
Flüchtlinge in Fürth sollen Flüchtlinge zur Kooperation
gezwungen werden. Dies geschieht mit Abschottung, häufige Kontrollen,
Verhöre und Drohungen. Stephan Dünnwald vom Bayerischen
Flüchtlingsrat meinte, es habe sich nicht bewährt. SZ, 16.5.2003, S.46 |
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| Die Ausreisezentren was harmlos
klingt, entpuppen sich als Abschiebelager. ... Mit "Ausreisezentren" lassen
sich sehr viel mehr Menschen an wenigen Orten konzentrieren und unter Druck
setzen, als dies mit der Abschiebehaft bisher möglich ist. |
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| Günther Beckstein, CSU,
stellte das erste AZ Ausreisezentrum für
Ausländer vor. Angeblich dürfen sie das Lager jederzeit
verlassen (nur bis zur Stadtgrenze von Fürth; wie human), doch das AZ wird
mit einem 2,2 m hohen Zaun umgeben. SZ, 10.9.2002,
S.45 |
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| Innenminister Dr. Günther Beckstein, CSU, will in Bayern
Ausländer in zentralen Ausreiselager konzentrieren. Die bayerischen
Planungen zielen darauf ab, Betroffene, für die Heimreisedokumente
beschafft werden können, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt in
derartigen Unterkünften unterzubringen. Ausreisepflichtige sollen
verpflichtet werden, im Lager bis zur Ausreise zu wohnen und sich für
Befragungen durch die Ausländerbehörden bereit zu halten.
PM 499/01 vom 05.11.01.
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| Residenzpflicht ist legalisierte Freiheitsberaubung mit
Sippenhaftung Residenzpflicht: |
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