| Irakische Flüchtlinge in Bayern 2009 Bayern nimmt Flüchtlinge auf, vertreibt aber gleichzeitig Flüchtlinge |
| Bayern nahm beginnend im März 2009 irakische Flüchtlinge auf; seit Jahren werden andrerseits Flüchtlinge, auch aus dem Irak gnadenlos vertrieben. |
| Ab dem 30. März 2009 nahm der
bayerische Innenminister Joachim Herrmann,
CSU, publikumswirksam die ersten irakischen Flüchtlinge in Empfang. Es
handelte sich 10 christliche (die SZ, 31.3.2009, S. 38, nennt
23 christliche Flüchtlinge: "Unter dem Schutz des Staates. Innenminister
begrüßt christliche Flüchtlinge aus Irak")
Flüchtlinge aus dem Irak. Sie sind die ersten von etwa 375 irakischen
Flüchtlingen, denen der Freistaat Bayern im Rahmen einer europaweiten
Initiative Schutz gewährt. Vorausgegangen war ein breites Bündnis von PRO ASYL mit dem Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen, die alle forderten, dass Deutschland jedes Jahr ein Kontingent an Flüchtlingen im Rahmen des Resettlement-Programms des UNHCR aufnimmt und integriert. München beschloss im Rahmen der Save Me-Kampagne 850 Flüchtlinge aufzunehmen. Der bayerische Flüchtlingsrat nannte die scheinheilige Begrüßung der Flüchtlinge: "Zynismus pur". Viele Iraker wurden aus Bayern vertrieben, meist werden sie nur geduldet. Oft hatten Flüchtlinge schon Arbeit und eigene Wohnung, die ihnen durch Asylverweigerung genommen wurden: sie mussten ins Flüchtlingslager, so berichtet Alexander Thal vom bayerischen Flüchtlingsrat. SZ, 31.3.2009, S. 38 |
| Doch während einerseits irakische Flüchtlinge aufgenommen werden um sie in Deutschland dauerhaft anzusiedeln, werden andererseits irakische Flüchtlinge bedenkenlos abgeschoben. Gegen 20.000 Menschen ist in ein Widerrufsverfahren eingeleitet worden, 14.000 IrakerInnen wurden zur freiwilligen Ausreise aufgefordert. |
| Etwa 1000 irakischen Flüchtling
lebten im April 2009 in München, schätzt Rudolf Stummvoll vom
städtischen Flüchtlingsamt. Monatlich kommen etwa 40 irakische
Flüchtlinge hier an. Christen werden bevorzugt behandelt: soviel zur
konfessionellen Gleichbehandlung. Für vertriebene Muslime sind
die Erfolgsaussichten bleiben zu dürfen schlecht, so Alexander Thal vom
bayerischen Flüchtlingsrat. |
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