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Kirchenasyl
Kirchenasyl
in Bayern und anderswo
Erstmals wurde in Nordrhein-Westfalen ein Kirchenasyl mit Polizeigewalt aufgelöst.
Am 22. Mai flüchteten der Kurde Abdullah Kürklü und seine Sohn Özkan und Ozan aus Angst vor der Gewalt in die Kapelle des Klosters der Dominikanerinnen von Bethanien in Schwalmtal im Kreis Viersen. Die Kapelle wurde gewaltsam gestürmt, der Vater und die zwei Söhne wurden am 23. Mai von Polizei und Ausländerbehörde abgeholt und in Handschellen abgeführt. Die ebenfalls anwesenden erwachsenen Töchter Özlem und Nalan Kürklü zeigten ob dem Eindringen massive psychische Reaktionen. Die vierköpfige Familie lebt seit 1996 in Deutschland (!) und seit sieben Monaten in dem katholischen Kinderdorf. Während für die Mutter im Februar eine Duldung erwirkt werden konnte, sind die drei Männer seit September 2002 ausreisepflichtig. Aachens Bischof Heinrich Mussinghoff bedauert die "erstmalige Räumung eines Kirchenasyls in NRW" mit Polizeigewalt. Eine Sprecherin des Kreises Viersen sagte, Kirchen seien "keine rechtsfreien Räume". Vergleiche: Rechtsfreier Raum Rechtsfreie Räume in Bayern
Quellen: Frankfurter Rundschau, 24.05.2003; taztaz Nr. 7062 vom 24.5.2003, Seite 7; Neue Ruhr Zeitung, Samstag, 24. Mai 2003; Rundbrief des Internationalen Versöhnungsbundes 2/2003. Links: Aachener FriedenspreisAachener Friedenspreis
Auflösung des letzten Kirchenasyls in Bayern
Das letzte Kirchenasyl in Bayern ist gestern [7. August 2001] auf Druck von Innenminister Günther Beckstein, CSU, aufgelöst worden. Die achtköpfige, voll integrierte kurdische Familie Ömürlü, die seit 1989 in Deutschland lebt und 1995 im Benediktinerkloster St. Ottilien Zuflucht fand, verließ Bayern mit einer LH Maschine Richtung Polen! Auch in Polen wird die Familie voraussichtlich nur geduldet (aber immerhin humaner als Bayern!). Familienvater Halil saß in der Türkei im gefängnis, weil er sich geweigert hatte, auf seine kurdischen Landsleute zu schießen.
Gegen die Familie: Günther Beckstein, CSU
Für die Familie setzten sich ein:
  • der Starnberger Landrat Heinrich Fey, CSU
  • Generalsekretär Thomas Goppel, CSU
SZ, 8.8.2001, S.55
Kirchenasyl
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 5.8.2003