| Vertreibung, Abschiebung,
Duldung Die Konferenz der Länder-Innenminister beschloß Regelung zu Vertreibung, Abschiebung, Duldung: Die Innenminister-Dekrete, November 2006, und die Vertreibungsdekrete, März 2007
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| Die Bundesregierung
teilte am 17. April 2009 mit: Im Jahr 2008 wurden aus Deutschland 8394 Menschen
abgeschoben (7778 Menschen wurden per Flugzeug abtransportiert, 616 zu Lande).
Knapp 13.000 Menschen wurde an deutschen Flughäfen und an den Grenzen
sofort die Zuflucht verweigert. Das sind die offiziellen Vertreibungszahlen,
viele Tausende werden anderweitig aus Deutschland vertrieben, verlassen
Deutschland aus Verzweiflung oder Druck. SZ 18. April 2009, S.
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| Der Freistaat Bayern steht fest an der
Seite der Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler.
Ministerpräsident Günther Beckstein, CSU, äußerte dies am 7.9.2008 in Coburg beim Zentralen Tag der Heimat. Allerdings versteht Beckstein unter Heimatvertriebenen anscheinend nur die 2,7 Millionen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, die seit 1945 nach Bayern gekommen sind. Die Heimatvertriebenen der jüngsten Jahre wurden entweder nicht nach Bayern gelassen ( |
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Unter dem Titel "Wissenschaft, Planung, Vertreibung - Der Generalplan Ost der Nationalsozialisten" zeigt die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG an verschiedenen Standorten eine Ausstellung, die von der engen Verbindung akademischer Forschung, rationaler Planung und Forschungsförderung im Dienste der nationalsozialistischen Eroberungs- und Vernichtungspolitik berichtet. |
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| Bayern besteht auf einer Verschärfung der
Vertreibungsdekrete vom November 2006 Edmund Stoiber, CSU: "Unsere Position war von Anfang an: Wir wollen keine weitere Zuwanderung in die Sozialsysteme. Deswegen werden wir darauf dringen, dass die bisherige Koalitionsregelung in unserem Sinne verändert wird." Dagegen: Mmit Integration statt Ausgrenzung und Abschiebung fordert Maria Scharfenberg, Grüne, im Petitionsausschuss des Landtags, eine humanitäre und pragmatische Bleiberechtsregelung. |
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| Günther Beckstein, CSU:
"Bleiberechtsregelung der Innenministerkonferenz bietet faire Chance für
faktisch wirtschaftlich und sozial integrierte Ausländer und vermeidet
Zuwanderung in die Sozialsysteme nach nur 100 Tagen bereits über
650 positive Entscheidungen in Bayern." In Wirklichkeit bieten die Dekrete der Innenministerkonferenz kaum eine Chance für Ausländer.
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| In Deutschland leben
etwa 200.000 Ausländer, die wegen politischer oder religiöser
Unterdrückung oder Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind. Sie sind bei
uns keine anerkannten Asylbewerber (Asylrecht wurde praktisch abgeschafft:
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| Die Innenminister errichteten hohe Hürden für die Duldung von Ausländern in Deutschland. Die ausländerablehnenden Hardliner unter den Innenministern Günther Beckstein, CSU, und Uwe Schünemann, CDU, setzten sich durch. SZ, 18.11.2006, S. 1 und S. 4 | |||||||||||||||
| Die Innenminister zeigten dabei auch geschichtliches Verständnis: die Dekrete wurden auf der IMK-Herbstkonferenz in Nürnberg, der Stadt der Parteitage, beschlossen. | |||||||||||||||
Geduldet wird ein Ausländer in
Deutschland nur, wenn er folgende Bedingungen erfüllt:
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| Geduldeten
Ausländern soll die Arbeitssuche erleichtert werden. Vergleiche das mit
der 1. Forderung: er/sie wird nur geduldet, wenn er/sie bereits Arbeit hat
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| Wer bis 30. September 2007 keinen Arbeitsplatz hat wird aus Deutschland vertrieben. Innenminister Günther Beckstein will dies rigoros durchziehen. | |||||||||||||||
| Dass diese Innenminister-Dekrete für die Ausländer
extrem schlecht sind, zeigt sich daran, dass sie Beckstein als gutes Ergebnis
bezeichnete. Nur eine fünfstellige Zahl der ca. 190.000 geduldeten
Ausländer in Deutschland werden voraussichtlich von der Regelung
profitieren. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Dr. Edmund Stoiber begrüßte das Ergebnis der IMK zum Bleiberecht von Ausländern: "Das Ergebnis der Innenministerkonferenz ist ein voller Verhandlungserfolg für Günther Beckstein und für die Linie, die die Union hier seit vielen Jahren vertreten hat." |
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| Für
spätere Vorwürfe sicherten sich die Innenminister ab.
Hessens Innenminister Volker Bouffier, CDU,
zu Spiegel Online: "Nach mehreren Gläsern Wein hat es in den frühen
Morgenstunden dann geklappt." Die Dekrete kamen also unter Alkoholeinfluss
zustande. |
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| Axel Graser, SWR, ARD-Hauptstadtstudio: "Das
Ergebnis der Innenministerkonferenz ist enttäuschend"; |
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| Kritik an den Nürnberger Dekreten kam von den Oppositionsparteien, Flüchtlingsverbänden, Wohlfahrtsverbände und von den christlichen Kirchen. In München sind beispielsweise von den 3000 geduldeten Ausländer nur 700 vom neuen Vertreibungsrecht positiv betroffen. OVB, 21.11.2006, S. 1 | |||||||||||||||