| Zu- und Abwanderungen von Ausländern in Deutschland
Quelle: |
||||||||||||
| Seit 2008
Netto-Abwanderung aus Deutschland Das Statistische Bundesamt: Seit 2008 wandern mehr Menschen aus Deutschland aus als ins Land einwandern. Im vergangenen Jahr (= 2009) kamen rund 721 000 Menschen nach Deutschland. Das waren sechs Prozent mehr als 2008. Die meisten kamen aus Polen (123 000), Rumänien (56 000), den USA (30 000), der Türkei (30 000) und Bulgarien (29 000). Die Zugewanderten ließen sich vor allem in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern nieder. Aus der Bundesrepublik weg zogen etwa 734 000 Menschen. Die meisten gingen nach Polen, Rumänien, in die Türkei, in die USA und in die Schweiz. Insgesamt gab es 13 000 mehr Auswanderer als Zuwanderer. Im Jahr 2008 lag das sogenannte Wanderungsdefizit sogar bei rund 56 000. In den Jahren 1985 bis 2007 gab es jeweils deutlich mehr Zugezogene als Auswanderer. |
||||||||||||
| Zu- und Abwanderung von
Türken in Deutschland Horst Seehofer, CSU, sagte dem Magazin "Focus": Es ist doch klar, dass sich Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern insgesamt schwerer tun. Daraus ziehe er den Schluss, dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen. Damit heizte Seehofer die Integrationsdebatte am falschen Ende an und zog massive Kritik auf sich. Seehofer fehlt der Realitätsbezug Zumindest zeigt Seehofer mit seinen Forderungen, dass er kaum Realitätsbezug hat. Seit vier Jahren gibt es einen negativen Zuwanderungssaldo von Türken in Deutschland.
Für die CSU-Mitglieder: das "" ist ein Minus und bedeutet, dass in dem jeweiligen Jahr mehr Türken aus Deutschland auswanderten als hinein. Verstanden? |
||||||||||||
| Höhere Hürden für Zuwanderung
zusätzliche Schikanen für Familien OVB,
7.7.2007, S. 1 Allen Expertenratschlägen zum Trotz erschwerten unsere Politiker die Zuwanderungen erneut. Die Bestimmungen werden teilweise verschärft. Hürden für
|
||||||||||||
| "Es wäre endlich an der Zeit für einen
zuwanderungspolitischen Befreiungsschlag, mit dem man die Möglichkeiten
freier Zuwanderung von Menschen, die hier bleiben wollen, entschieden
erweitert", Klaus Bade, Prof. emerit. für Neueste Geschichte, Institut für Migrationsforschung an der Universität Osnabrück, Mitglied der Zuwanderungskommission der Bundesregierung, aus seiner Abschiedsvorlesung unter dem Titel "Leviten lesen". SZ, 6.7.2007, S. 2 |
||||||||||||
| Professor Dr. Dr. hc mult. Franz-Xaver Kaufmann, Soziologe, Universität
Bielefeld: "Wollte man die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland allein durch Zuwanderung wieder ins Gleichgewicht bringen, müssten jährlich weit über eine Million Personen einwandern. " SZ, 16.3.2006, S. 11 Dabei hat Kaufmann berücksichtigt, dass sich nur ein Teil der Zuwanderer in Deutschland niederlässt und dass viele Ausländer auch wieder abwandern. Damit kommt seine Prognose in den Bereich der Diagnose von Dieter Oberndörfer: Deutschland in der Abseitsfalle. Poltische Kultur in Zeiten der Globalisierung; |
||||||||||||
| Jahr | Netto-Abwanderung | Netto-Zuwanderung |
| 2004 | + 83 | |
| 2003 | + 103 | |
| 2002 | + 153 | |
| 2001 | + 188 | |
| 2000 | + 86 | |
| 1999 | + 118 | |
| 1998 | 33 | |
| 1997 | 22 | |
| 1996 | + 149 | |
| 1995 | + 225 | |
| 1994 | + 148 | |
| 1993 | + 279 | |
| 1992 | + 596 | |
| 1991 | + 428 | |
| Jahressaldo in 1000 | ||
Über die Einwanderungsdebatte urteilt Jörg Alt, Mitarbeiter des Jesuiten Flüchtlingsdienstes: "Zunächst ist es gut, dass es diese Debatte überhaupt gibt. Viel zu lange log Deutschland sich vor, (a) dass es kein Zuwanderungsland ist (obwohl es einen faktisch hohen Zustrom nach Deutschland gab), und (b) dass Deutschland keine Zuwanderung braucht obwohl Wirtschaft und Demographen hier seit Jahren andere Botschaften zu verbreiten suchten." An unsere Freunde, 4/Dezember 2001, S.11 |
|
| Empfehlenswerte |
Bei amazon nachschauen |
| Alt, Jörg, Ralf Fodor. Rechtlos? Menschen ohne Papiere. Anregungen für eine Positionsbestimmung. Karlsruhe: von Loeper, 2001. Taschenbuch, 230 Seiten | |
| Alt, Jörg. Illegal in Deutschland. Karlsruhe: von Loeper, 1999. Taschenbuch, 453 Seiten. | |