| Christoph Türcke: Fundamentalismus - maskierter
Nihilismus Springe: zu Klampen, 2003. Broschiert, 156 Seiten |
| Christoph Türcke vertritt in
Fundamentalismus - maskierter Nihilismus die These, daß der
Fundamentalismus eine Form des Nihilismus sei. Ich konnte dies nach einmaliger
Lektüre nicht ganz nachvollziehen (was an mir liegen mag). Mehr brachte
mir seine geschichtlichen Ausführungen zu Christentum, Judentum und Islam.
Sie zeigen, wie diese drei Weltanschauungsrichtungen im 20. Jahrhundert
zusammenkommen und den (neuen) Fundamentalismus beleben. Zunächst beschreibt Türcke, daß der 11. September 2001 kein unvorstellbares Ereignis war. In vielen Phantasieprodukten, hauptsächlich aus der Quelle Hollywoods, war die Tragödie vorweggenommen. Allerdings war dieser Tag im September "ein Etappensieg für den Fundamentalismus" (S. 10), hatten und haben die westlichen Staaten doch nichts anderes zur Antwort als Gewalt und massive Einschränkung der Menschen- und Bürgerrechte (Beispiele zuhauf unter Die Beziehungen, die Türcke aufweist, sind überraschend (beispielsweise die Entstehung und evolutive Begründung des Opferkults) und bedürfen der Zweitlektüre zur endgültigen Beurteilung. Ein originelles und gescheites Buch, das ein besonderes Spotlight auf das Showbusiness und die fundamentalistischen Richtungen der Religionen wirft. Lesenswert. |
| Der Fundamentalismus
der christlichen Kirchen zeigte sich immer wieder in der Konfronation mit der
Wissenschaft. Türcke lenkt den Blick auf den Syllabus errorum (S. 18), ein Verzeichnis von 80
Irrtümern (auch die Wissenschaft betreffend) des Vatikans von 1864. Dazu
zwei Online-Quellen: |
| Prof. Dr.
Christoph Türcke * 1948 1993 Professor für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig 1995 Lehrbefugnis für Philosophie an der Universität Leipzig |
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