| Hubert Mania: Gauß. Eine
Biographie Reinbek: Rowohlt, 2008. Gebunden, 366 Seiten |
| Über eines der
größten Genies der Geschichte wusste ich zu wenig. Gaußsche
Kurve, Gauß als physikalische Messeinheit, war an der Uni in
Göttingen, Schulanekdote vom Addieren, ... das war's. Die Biografie von Hubert Mania füllte diese Lücke. |
| Mania beschreibt den Lebensweg des
Mathematikers, Astronomen, Geodäten und Physiker Carl Friedrich Gauß
so, dass man die Leistung des Mannes ganz abgesehen von seinem Genie
einschätzen kann. Vor allem überraschte mich die
Vielseitigkeit des Gelehrten. Dass Mania ohne eine Formel auskommt mag manchem
willkommen sein, eine Formel oder zwei hätten das eine oder andere besser
gezeigt. Aber da jede Formel bekanntlich den Absatz eines Buches halbiert, war
es wohl klüger. Auch der Privatmann Gauß, zweimal verheiratet, mit einem Sohn zwischendrin viel Ärger, kommt nicht zu kurz. Die wichtigen Lebensentscheidungen gegen Berlin und Petersburg werden klar. Den geschichtlichen Hintergrund berücksichtigt Mania gerade in dem Masse, wie es zum Verständnis der Gaußschen Lebensstationen nötig ist. Kleiner Mangel: zwei Seiten tabellarische Chronologie vermisste ich. |
| Mania schreibt
wohltuend unaufgeregt. Wenige bekannte Anekdoten über den meister stellt
er richtig. Etliche kurze sachliche Wiederholungen festigen das Gelesene und
waren mir sogar willkommen. Dass er ab und zu eine religionskritische Spitze einbaut kam mir ebenfalls zupass. Über den Religionsunterricht in Braunschweig: "karg erzählte Geschichten eines archaischen Wüsenvolkes" (S. 21). |
| Amüsiert las ich aus einem Brief
Gauß an seinen langjährigen Freund Wolfgang
Bolyai ( |
| Gute abgewogene Biografie, die für einen ersten Einblick in Wirken und Leben von Carl Friedrich Gauß ausreichend ist. Sehr zu empfehlen. |
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