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Humboldt
Adolf Meyer-Abich: Alexander von Humboldt in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten
Reinbek: Rowohlt, 1977. Broschiert, 187 Seiten – Meyer-Abich LinksMeyer-Abich Literatur
Die Bedeutung Alexander von Humboldts als Wissenschaftler kann kaum überschätzt werden. Meyer-Abich verdeutlicht, dass andere Länder dies erkannt haben, nicht aber Deutschland. Vielleicht ändert dazu der Bestsellererfolg durch Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt (Besprechung siehe Meyer-Abich Links) etwas. Da dieser Roman aber die behandelten Gelehrten Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humboldt verzerrt darstellt, könnte es auch sein, dass sich viele Leser mit dem dort falsch gezeichneten Bild zufrieden geben. Ihnen allen kann man die Bildmonografie der Rowohlt-Reihe dringend empfehlen. Humboldt
Meyer-Abich gliedert die Biografie in drei Abschnitte:
• "Familie, Erziehung, Beruf und Reisevorbereitung", vor der großen Amerikareise,
• "Die grosse Amerikareise",
• "Erntezeit und Vollendung", nach der Amerikareise
Damit wird deutlich, welche grosse Bedeutung die Amerikareise für Alexander von Humboldt und die nachwelt hatte. Alexander von Humboldt begründete eine Reieh von Wissenschaften: Geographie, Geophysik, Pflanzengeographie.
Der Biograf arbeitet Humboldts gesamte Lebensausrichtung auf sein Reisevorhaben heraus. Zudem stellt den einzigartigen Charakter und Einstellung: Zielstrebigkeit, Mäzen, Generösität, Eitelkeit, »Lästermaul«, europäisches Denken,wissenschaftliche und persönliche Integrität, universaler wissenschaftlicher Anspruch, heraus. Er widerspricht mit guten Argumenten der These des Biografen Hanno Beck (Meyer-Abich Literatur), dass Humboldt homosexuell gewesen wäre (Obwohl es für die Beurteilung seines Lebens und Werks wenig Unterschied macht).
Andrerseits erzählt Meyer-Abich die folgende Begebenheit aus der epochalen Biografie von hanno Beck nach (bei Meyer-Abich: S. 140-141):
Im Januar 1848 kam zu einem Pariser Friseur ein Mädchen und wollte sein Haar für 60 Franken verkaufen. Der Friseur handelte es auf 20 Franken herunter. Ein alter, silberhaariger Kunde im Friseursalon hatte dies beobachtet. Er kaufte dem Kind das Haar ab und gab ihm dafür zwei Banknoten. Mit der Schere schnitt er nur ein eínzelnes Haar ab. Erst als das Mädchen den Salon verlassen hatte, erkannte es, dass es 200 Franken waren. Es sah den Alten in ein Hotel eintreten, eilte nach und erfuhr beim Portier, dass es Alexander von Humboldt war.
Empfehlenswerte Biografie – wie fast alle Rowohl-Bildmonographien – über den großen Naturforscher und Menschen Alexander von Humboldt. Sie deckt wohl Leben, Werk als auch die Person gut ab.
Adolf Meyer-Abich (1893-1971): Naturphilosoph und Hauptvertreter des Holismus (Ganzheitslehre).
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Hanno Beck: Alexander von Humboldt. 2 Bände. Wiesbaden 1959-1961
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