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Ehrentafel für die Schleuser
Ehrentafel für die Schleuser
Fluchthelfer, früher oft mit Orden ausgezeichnet, doch auch in der Zeit nach dem 2. Weltkrieg verachtet und geächtet, z.B. Flucht Hermann Friedrich GräbeFlucht Festung Europa
Flucht LinksFlucht Literatur

EU Innenminister sind für die Flüchtlingskatastrophen an den EU-Grenzen verantwortlich

Burkhard Veigel verhalf zwischen 1961 und 1970 etwa 650 DDR-Bürgern  nach Westdeutschland zu fliehen. Der Fluchthelfer (heute: Schleuser) erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Jahre 1977 entschied der Bundesgerichtshof: Wer Flüchtende dabei unterstütze, "das ihnen zustehende Recht auf Freizügigkeit zu verwirklichen, kann sich auf billigenswerte Motive berufen und handelt sittlich nicht anstößig." Ein Fluchthelfer hatte sein "Honorar" erfolgreich eingeklagt.

Hanna L. verhalf  im 21. Jhdt. Flüchtlingen zur Einreise nach Deutschland. Der Fluchthelfer (heute: Schleuser) wurde im Juli 2013 für das "Einschleusen von Ausländern" zu 110 000 Euro Geldstrafe und zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Der damalige Innenminister Hans-Peter Friedrich, CSU, nannte die Fluchthelfer 2013 in einem Atemzug mit "organisiertem Menschenhandel und Zwangsprostitution". Dabei sind es die Innenminister der EU-Länder darunter
  • Wolfgang Schäuble, CDU
  • Hans-Peter Friedrich, CSU
  • Thomas de Maizière, CDU
die dafür sorgen, dass Tausende von Flüchtlinge ertrinken.
  • Sie investierten dafür Milliarden Euro in den Bau von Stacheldrahtzäunen und anderer Abwehrsysteme.
  • Sie etablierten die Grenzschutzbehörde Frontex, die den Auftrag hat, Flüchtlinge abzuweisen und ihr Ertrinken in Kauf zu nehmen.
SchlepperSchlepper und Schleuser Das Flüchtlingsverbrechen, SZ, 28.2.2015, S. 17 – schleuser Festung Europa
Der Flüchtlingshelfer Rupert Neudeck erhält den Marion Dönhoff-Preis: neudeck3sat
Manche erhalten einen Preis, andere werden kriminalisiert Flucht.
Varian Fry 15. Oktober 1907 – 13. September 1967
schleuste während des 2. Weltkriegs Tausende aus der Vichy-Zone in die Freiheit. Er half Marc Chagall, Max Ernst, Hannah Arendt, Jacques Lipchitz und Hertha Pauli (Schwester des Nobelpreisträgers für Physik Wolfgang Pauli. Obwohl er als der "amerikanische Schindler" bekannt wurde, starb er völlig vergessen.
fryThe forgotten hero who displayed extraordinary courage. . .
fryVarian Fry Project dedicated to Americans Who Cared
fryVarian Fry and the Emergency Rescue Committee: A Resource Guide for Teachers
fryRescuers
fryThe Artist's Schindler
fryWikipedia, the free encyclopedia

Aimée Stitelmann schmuggelte im Zweiten Weltkriegs 15 bis 20 jüdische Kinder in die Schweiz und rettete sie so vor dem Tod im Vernichtungslager. Aimée Stitelmann nahm trotz aller Gefahren kein Geld. 1942 war sie 17 Jahre und wohnte in Genf. Ihre vier bis 15 Jahre alten jüdischen Kinder sammelte sie auf stundenlangen Fußmärschen in Frankreich ein. Nachts führte sie den Trupp in die Schweiz. Ein Priester, der an der Grenze wohnte, half mit Zeichen die deutschen Wachen zu überwinden. Die Urteile gegen sie und viele andere Fluchthelfer können nun endlich aufgrund eines neuen Gesetzes aufgehoben werden. Unter dem Justizminister Christoph Blocher wird die Schweizer Asylpolitik wieder restriktiv. Wie vor sechzig Jahren schickt man Menschen in Länder zurück, in denen ihnen Verfolgung und Tod drohten. Aimée Stitelmann: „Wo ist der Unterschied?“ SZ, 21.2.2004, S. 10
Die Schweiz rehabilitierte die Fluchthelfer, die Juden und andere Opfer Nazi-Deutschlands ins Land brachten und dafür bestraft worden sind. Die Urteile gegen diese Fluchthelfer, Schleuser und Schlepper (schleuser Politiker-Deutsch) wurden aufgehoben. SZ, 2.1.2004, S.8
Edgar Friedrich schleuste nach Kriegsende den Auto-Pionier August Horch und Audi-Fachkräfte von Sachsen nach Bayern. Über 600 Menschen, Führungskräfte und Facharbeiter der südsächsischen Automobilindustrie samt ihren Familien, schleuste er zwischen 1945 und 1948 über die Grenze. Diese Spezialisten bauten in Ingolstadt den Audi-Konzern mit auf. SZ, 17.11.2003, S.53
Edgar Friedrich"Wie würde sich Papa Horch" - Edgar Friedrichs Erinnerungen – Edgar FriedrichEdgar Friedrich erzählt ... von Autopionier Horch
Fluchthelfer werden als Schleuser denunziert oder kurzerhand von Geheimdienstleuten erschossen, wie Michael Gartenschläger. Die Täter gehen straffrei aus.
Michael Gartenschläger Michael Gartenschläger und die Geheimdienste Deutschlands
Ein Netz humanitärer Organisationen und der deutsche Arzt Norbert Vollertsen ermöglichten 25 Nordkoreanern die Flucht nach China. Im Politkerdeutsch: sie schleusten. SZ, 16.3.2002, S.3
30 Studenten bauten 1964 einen Tunnel, um Freunde, die Mutter, den Bruder oder die Verlobte zu sich inden Westen zu holen. Darunter der Fluchthelfer Christian Zobel, der von der DDR – wie sich erst 2001 herausstellte: zu unrecht – beschuldigt wurde, den Grenzsoldaten Egon Schultz erschossen zu haben. Die Schleusung durch den Tunnel war das erfolgreichste Fluchtunternehmen an der Berliner Mauer, insgesamt 57 Leute werden aus der DDR geschleust. . SZ, 8.8.2001, S.9
Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt gegen 25 Deutsche wegen des Verdachts auf Schleusung von 12.000 Menschen binnen eines Jahres. Der Spiegel 31/2001, S.20
Zwischen 1972 und 1975 verhalf der West-Berliner Rainer Schubert unter dem Decknamen Robert Leitner 97 Menschen aus der DDR zur Flucht. Er wurde am 8.Januar 1975 von der Stasi verhaftet. Neun Jahre saß er dann in den DDR Gefängnissen Hohenschönhausen und Bautzen wegen Sabotage, Spionage und staatsfeindlicher Hetze.
1966 flieht Hartmut Richter aus der DDR. Ab 1972 schleust er im Kofferraum seines Ford Escort 33 Menschen durch die Mauer nach Westdeutschland. Er wird 1975 verhaftet und wird wegen staatsfeindlichen Menschenhandels zu 15 Jahren verurteilt; er sitzt in Hohenschönhausen und Bautzen ein. 1980 wird er von der Bundesrepublik freigekauft. SZ, 1.8.2001, S.11
Links
Schleuser Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee
Schleuser Ehrentafel für den Judenhelfer und Schleuser Hermann Friedrich Gräbe 
Schleuser Douglas K. Huneke: In Deutschland unerwünscht. Hermann Gräbe. Biographie eines Judenretters
Schleuser Literatur zu: Ausländer & Minderheiten in Deutschland, Schwerpunkt Bayern
Literatur
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Buchen BuchenStefan Buchen: Die neuen Staatsfeinde. Wie die Helfer syrischer Kriegsflüchtlinge in Deutschland kriminalisiert werden. Dietz , 2014. Broschiert, 200 Seiten Keussler
Klaus-M. von Keussler, Peter Schulenburg: Fluchthelfer: Die Gruppe um Wolfgang Fuchs. Berlin: Berlin Story, 2011. Broschiert, 300 Seiten Veigel
Schleuser NicolaAndrea Di Nicola, Giampaolo Musumeci: Bekenntnisse eines Menschenhändlers: Das Milliardengeschäft mit den Flüchtlingen. München: Kunstmann, 2015. Gebunden, 208 Seiten
Veigel VeigelBurkhart Veigel: Wege durch die Mauer: Fluchthilfe und Stasi zwischen Ost und West. Berliner Unterwelten e.V. (Hg.). Edition Berliner Unterwelten, 2011. Taschenbuch, 488 Seiten Veigel
Burkhart Veigel: Mauerbrecher: Flucht und Fluchthilfe, Stasi und Spitzel an der Berliner Mauer. Berlin: Berlin Story, 2011. Gebunden, 450 SeitenVeigel
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 27.4.2015