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Hermann Friedrich Gräbe
Ehrentafel für den Judenhelfer und Schleuser
Hermann Friedrich Gräbe
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huneke gräbe Rezension: Douglas K. Huneke. In Deutschland unerwünscht. Hermann Gräbe. Biographie eines Judenretters

Hermann Friedrich Gräbe
* 19. Juni 1900 in Gräfrath, bei Solingen
1924 Ingenieursexamen und Heirat
1931 Eintritt in die NSDAP
1934 oder 1935 Bruch mit der Partei,
von der Gestapo verhaftet, eingesperrt, ohne Verhandlung wieder freigelassen
1938 bis 1941 für die Firma "Josef Jung" am West-Wall tätig
ab 1941 in der Ukraine zur Logistikunterstützung
5. Oktober 1942 Zeuge von der Massenermordung von 3.000 - 5.000 Juden
Rettete Hunderten von Juden in der Ukraine das Leben unter Einsatz seines eigenen
September 1944 Durchbruch mit 20 Mitarbeitern zur amerikanischen Linie
1945-1946 Über seine Beobachtungen sagte Gräbe – soweit mir bekannt als einer der wenigen mutigen Deutschen – in den Nürnberger Prozessen aus [alle anderen Deutschen außer Adolf, waren ja bekanntlich keine Nazis ;-)]
gräbeDer Spiegel, 23. Juli 2001:

“Gräbe berichtete amerikanischen Ermittlern, die Beweise für die juristische Aufarbeitung der Nazi-Verbrechen sammelten, von seinem infernalischen Erlebnis. In den Nürnberger Prozessen wurden seine Aussagen als Dokumente für die Gräuel im Osten verlesen; Gräbe hatte sie unter Eid zu Protokoll gegeben. Das Militärtribunal hatte bis dahin zwar schon oftmals Ähnliches gehört. Nach der Verlesung der Gräbe-Aussage durch den englischen Ankläger Sir Hartley Shawcross aber lag "ein Schweigen des Horrors über dem Gerichtssaal", notierte der amerikanische Reporter William L. Shirer.”
1948 wegen Drohungen als Verräter: Flucht aus Deutschland nach San Francisco.
Die USA nahmen Gräbe auf, obwohl er aus einem sicheren Drittland kam!
In der BRD wurde er denunziert, zur persona non grata und später vergessen.
23. März 1965 Ehrung als Righteous Among the Nations in Jad Waschem, Israel.

Hermann Friedrich Gräbe
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 2.1.2004