| Mikrofone im Büro einer Bundestagsabgeordneten
gefunden Im Büro von Wolfgang Neskovic, Mitglied des BND-Untersuchungsausschusses |
| Die Abhöraffäre fand eine
groteske Lösung: zwei SPD-Mitarbeiter haben sie angeblich zum
Scherz
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| Die Mikrofone im
Büro eines Volksvertreters werden von der Bundestagsverwaltung
heruntergespielt. Die beiden Mikrofone gehörten definitiv nicht zu einer
Abhöranlage und seien zur Übermittlung von Nachrichten ungeeignet
teilte die Bundestagsverwaltung mit. Damit ist anscheinend der Sachverhalt
für das Bundesamt für Sicherheit abgeschlossen. Die fehlenden Teile
zum Abhören und der Übermittlung wurden nicht gefunden, deshalb gab
es sie nie, lautet offensichtlich der sonderbare Befund. SZ, 27.1.2007, S. 5 |
| An der Deckenbeleuchtung im
Bundestagsbüro von Wolfgang Neskovic,
PDS, wurden zwei Mikrofone gefunden. Neskovic ist Geheimdienstexperte der
Linksfraktion und gehört sowohl dem Parlamentarischen Kontrollgremium PKG
als auch dem Untersuchungsausschuss an, der u.a. die Machenschaften des
Bundesnachrichtendienstes BND klären soll. Als Mitglied des
BND-Untersuchungsausschusses kritisierte Neskovic die Bundesregierung und die
Geheimdienste. Experten des Bundesamts für Sicherheit in der
Informationstechnik BSI meinten, die Mikrofone seien nicht zum Abhören
geeignet
Große Aufregung bei Norbert Röttgen, CDU, und Olaf Scholz, SPD: sie fordern Aufklärung Lauschangriff deutscher Geheimdienste? ausländische Agenten? übler Scherz? Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ulla Jelpke, Büronachbarin von Neskovic, versteht die Aufregung nicht ganz: Abgeordnete der Linksfraktion werden bekanntermassen von deutschen Geheimdiensten bespitzelt. Auch Journalisten wurden und werden in Deutschland abgehört. OVB, 24.1.2007, S. 4; Der Spiegel Online 23. Januar 2007 |
| »Sachakte« Die Bundesregierung bestätigte aufgrund einer parlamentarischen Anfrage der Linksfraktion, dass der Bundesverfassungsschutz die Linkspartei wegen "linksextremistischer Bestrebungen" beobachte: das Bundesamt für Verfassungsschutz führt eine »Sachakte«; abgehört würden Parteimitglieder und -gremien aber nicht (soweit es die Bundesregierung weiß oder zugibt). |
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