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| Zur Aufklärung der Verstrickung der
deutschen Geheimdienste in den Irak-Krieg 2003-2006 unter der Regierung
Gerhard Schröder (SPD und Grüne)
wurde der BND-Ausschuss eingerichtet. Vorsitzender: Siegfried Kauder, CDU, Vize: Michael Hartmann, SPD
Hier finden Sie schon heute, 12. 4. 2006 das Ergebnis des BND-Ausschusses: nichts null niente. |
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| Geheimdienstkontrolle in
Deutschland Das Parlamentarische Kontrollgremium PKG hat sich über die Aktiviäten der deutschen Geheimdienste aus der Presse zu informieren. |
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| Die New York Times informierte die
Mitglieder des PKG und die deutschen Bürger über die Verwicklung des
BND in den Irak-Krieg. Eigentlich sollte die Regierung die Mitglieder des PKG
über wichtige Vorgänge informieren. Doch Bernd Schmidbauer, CDU, und
Max Stadler, FDP, Mitglieder des PKG beschwichtigen:
"Desinformation" (damit meint Schmidbauer nicht das Fehlverhalten der
Regierung, sondern die New York Times); "Ungereimtheiten" (Stadler sieht
es euphemistisch; wer gibt auch schon gerne zu, dass er links liegen gelassen
wurde?). SZ, 1.3.2006, S. 1 |
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| Nachdem sich die Grünen zu einem Untersuchungsausschuss zu
den deutschen Geheimagenten im Irak-Krieg zierten, wollen sie nun doch. Es gibt
zahlreiches zu klären: BND Spione im Irak-Krieg und ihre Zusammenarbeit
mit der Kriegspartei USA; Flüge der CIA mit Gefangenen über
Deutschland; Entführung des Deutschen Khaled-el-Masri. Die
parlamentarischen Geschäftsführer Olaf
Scholz, SPD, und Norbert
Röttgen, CDU, fanden die Zuarbeit Deutschlands mit dem
Angreifer USA in Ordnung. Scholz meinte sogar, der Bericht der Bundesregierung
zur BND-Tätigkeit im Irak-Krieg lasse keine Zweifel offen. Süddeutsche Zeitung, 25.2.2006, S. 1 Ohne dass ich den Bericht kenne, gebe ich Olaf Scholz Recht. Deutschland handelte nach dem Motto: "Möglichst kein Krieg ohne die Gerne-Grossmacht Deutschland" ( |
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Deutschland
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| Nach Hans-Christian Ströbele, Grüne, haben BND Spione 14 militärische Objekte benannt und vier Berichte (mit "Koordinaten zu sieben militärischen Teileinheiten bzw. Objekten sowie zum Restaurant im Stadtteil Mansur") an die USA weitergegeben. Süddeutsche Zeitung, 24.2.2006, S. 1 | |
| Am 24.2.2006 legte die Bundesregierung einen
zensierten Bericht zur Geheimdienstaffäre "BND im Irak-Krieg 2003" vor.
Der Abgeordnete Hans-Christian
Ströbele, Grüne, wies auf gravierende Falschdarstellungen
und Lücken hin. Der BND hat anscheinend während des Irak-Krieges 2003
Auftragsarbeiten für die US- Armee übernommen und hat dabei gegen die
eigene Regierung agiert, die sich bekanntlich und/oder angeblich am Irak-Krieg
2003 nicht beteiligen wollte. Im Strafgesetzbuch
(Paragraph 93 ff.) nennt man das Landesverrat. Erwiesen scheint demnach, dass 2003 mindestens vier schriftliche Meldungen »mit insgesamt elf potentiellen militärischen Zielen« an US-Stellen weitergegeben wurden. 28. März: Gefechtsstellungen der irakischen Armee 30. März: Stellungen von Saddams Republikanischen Garden 1. April: ein Offiziersklub der Luftwaffe 7. April: ein Ausweichquartier des irakischen Geheimdienstes. Jürgen Elsässer: "Fünfte Kolonne im BND", junge welt 24.2.2006 Die Behauptung der Bundesregierung, die Agenten hätten nur Nicht-Ziele genannt, ist gelogen. Ganz abgesehen davon, dass "6 aus 49" und "43 aus 49" exakt gleich informativ ist. |
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| Der BND soll die USA im Irak-Krieg im Frühjahr 2003
unterstützt haben. Zwei Mitarbeiter des BND informierten anscheinend die
US-Amerikaner während des gesamten Krieges mit Informationen. Sie
arbeiteten mit der Defense Intelligence Agency
DIA zusammen. Dies veröffentlichten die Süddeutsche
Zeitung und das TV-Magazin Panorama. SZ, 12.1.2006,
S.1 Wie üblich verteidigen sich die damals verantwortlichen Politiker mit Nicht-Wissen (was nachträglich ihre Unfähigkeit bescheinigt) oder indem etwas dementiert wird, was nicht behauptet wird oder indem Worte in Bill-Clinton-Manier (I had no sexual intercourse) verdreht werden. So dementierte Frank-Walter Steinmeier, SPD, Aussenminister (damals Chef des Bundeskanzleramts und damit für die Kontrolle des BND zuständig):
Das Parlamentarische Kontrollgremium PKG befragte BND Mitarbeiter und sieht keine Verwicklung von Agenten des deutschen Bundesnachrichtendiensts in den Irak-Krieg. Man stelle sich vor: zur Klärung eines Sachverhalts wird der mutmaßliche Täter befragt. Ergebnis? Na klar: unschuldig!
Das Lustige an den ablehenden Kommentare zur Aufklärung der Geheimdienstaffäre: einige sagen, es sei eh klar, dass Geheimdienste auch im Krieg miteinander kooperieren; andere, wie Ex-Aussenminister Joschka Fischer, Grüne, weisen alle Vorwürfe als absurd zurück. SZ, 24.1.2006, S. 5 |
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