| Archiv
bis inklusive 2001 zur Arbeit der Geheimdienste
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| Mit breiter Mehrheit stimmte der Bundestag dem größten
sogenannten Sicherheitspaket zu. Mit Sicherheit kann nunmehr jeder Bürger
überwacht, ausgehorcht, abhört und gefilmt werden. Die Kompetenzen
der Geheimdienste wurden erheblich erweitert: noch mehr Überwachung auch
von unbescholtenen Leuten, die davon nichts erfahren und denen auch auf
Befragen jede Auskunft verweigert wird. 1984 wurde um
Jahrzehnte überholt. SZ, 15.12.2001, S.1 und
4 |
| Zu den Aufgaben des bayerischen Landesamts
für Verfassungsschutz zählt auch die Beobachtung der organisierten
Kriminalität (was immer das ist; Kriminelle werden in den anderen
Bundesländern von der Polizei behandelt), der Rechtsextremen und der
islamistischen Extremen. SZ, 15.11.2001, S.53 |
| Erst im März 1996 rückte der Bundesnachrichtendienst BND wichtige Akten zum
Anschlag in der Berliner Diskothek "La
Belle" im Jahre 1986 (drei Menschen starben) heraus. SZ, 4.10.2001, S.3 |
| Der damalige Geheimdienstkoordinator Bernd Schmidbauer, CDU, hatte enge Beziehungen zum
damailigen iranischen Geheimdienstchef Ali
Fallahian, als dessen Verwicklung in das Massaker in dem berliner
Lokal "Mykonos" offenkundig war.
SZ, 4.10.2001, S.3 Eine Krähe hakt der anderen
... |
| Die völlige
Unwirksamkeit unserer Staatssicherheitsdienste, halt dieses
Wort ist jenen verpönt; also: Geheimdienste, zeigt sich darin, daß
islamistische Terroristen offenbar ungehindert und unbeobachtet in Deutschland
(Hamburg!) schwerste Straftaten vorbereiten konnten. SZ,
1.10.2001, S.4 |
| Gerhard
Forster, Präsident des bayerischen Verfassungschutzes über
die Unwirksamkeit seines Geheimdienstes: "Wenn ein Schläfer gezielt
platziert ist und sich unauffällig verhält, dann kann den der beste
Verfassungschutz nicht erkennen." SZ, 27.9.2001, S.8
Schläfer = unauffälliger, potentiell gesetzwidrig handelnder
Bürger. |
| Obwohl die Geheimdienste der USA und Deutschlands beim Terroranschlag am 11. September 2001 in den USA völlig versagt haben, will die bayerische Regierung den Geheimdienst ausbauen: 1000 zusätzliche Stellen für Polizei und Verfassungsschutz. SZ, 25.9.2001, S.51. Zum Versagen der hochbezahlten Geheimdienste Gore Vidal, US Schriftsteller: "Aber was haben uns die Geheimdienste genützt? Die Frage ist doch, ob wir eine Polizeidiktatur errichten wollen, um besser gegen eventuelle arabische Terroristen gerüstet zu sein. ... Meine Antwort lautet: Nein." Kulturspiegel, 10/2001, S.28 |
| Obwohl die Geheimdienste der USA und
Deutschlands beim Terroranschlag am 11. September 2001 in den USA völlig
versagt haben , fordern einige Politiker die Aufblähung dieser
offensichtlich wirkungslosen Staatssicherheitsdienste. Dagegen: Ilka Schröder, Mitglied des Europäischen Parlaments (Grüne): "Nach den Terror-Attacken auf die USA ist der Ruf nach stärkeren Geheimdiensten als spontane emotionale Reaktion verständlich, politisch aber fatal. Gerade angesicht einer Verdächtigung von Bin Laden als Drahtzieher wäre der Ausbau der Geheimdienste pervers. Die USA selbst haben über den pakistanischen Geheimdienst ISI die afghanischen Mudschaheddin und Bin Laden in hohem Maße gefördert." Presseerklärung Nr. 22/2001, Bruxelles, 13.09.2001 |
| Die Organisation des
Militärgeheimdienstlers unter Adolf Hitler Reinhard Gehlen, die Vorläuferbehörde des
BND, wurde zum "braunen Biotop". Zu ihnen gehörten SS-Oberführer
Willi Krichbaum, Freund von Reinhard Heydrich. "So zogen alte Kämpfer aus
SD und Gestapo ins neue Amt und wurden schnell wieder von Gejagten zu
Jägern". Der Spiegel 36, 2001, S.167 |
| Christoph Lez wurde in Moskau
verhaftet, nach Weissrussland ausgeliefert und dort wegen Spionage zu sieben
Jahren verschärfter Lagerhaft verurteilt. Er hatte zuletzt als Dozent im
George-C.-Marshall Center, Gernackerstrasse
in Garmisch-Partenkirchen gearbeitet. Das Center wird von den USA mit knapp 24
Millionen, von Deutschland mit zwei Millionen gesponsort. SZ,
28.7.2001, S.3 |
| Die Bundeswehr will selbst
spionieren (kein Schelm vertraut dem anderen) und schuf das Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr in
Gelsdorf bei Bonn. Das neue Kommando Strategische Aufklärung untersteht
Harald Kujat, Bundeswehr Generalinspekteur und Peter Röhr,
Stabsabteilungsleiter. Der Spiegel 29/2001,
S.38ff |
| Angesichts der vielen Neonazi beim Verfassungsschutz urteilte
der PDS-Fraktionsvize Bodo Ramelow: "Die
Grenzlinie zwischen Verfassungschutz und rechter Szene ist nicht mehr
erkennbar." Der Spiegel, 21/2001, S.38 |
| Der Verfassungsschutz Thüringen bezahlt
nach der Thüringer Allgemeinen Rechtsradikale, so den stellvertretenden
NPD-Landesvorsitzender Tino Brandt und
Thomas Dienel ( Der oben genannte Tino Brandt, alias "Otto" wurde vom Verfassungsschutz mit bis zu 40.000 DM pro Jahr gesponsort. Der Spiegel 25/2001, S.29 |
| Die deutschen Geheimdienste erhalten
immer mehr Polizeibefugnisse. Bayern und das Saarland wollen
künftig mit dem Verfassungschutz den Drogenhandel, Prostitution und
illegales (der Staat liebt keine Konkurrenz) Glücksspiel bekämpfen.
Dies kündigten Edmund Stoiber, CSU,
und Peter Müller, CDU, an.
Süddeutsche Zeitung, 21.2.2001, S.L8 |
| "Der BND ließ sich jahrelang von eigenen
Agenten gegen bar alte Informationen andrehen," Der Spiegel 5/2001, S.40ff |
| Die Islamische Föderation, eine muslimische Vereinigung,
wird vom Berliner Verfassungsschutz
beobachtet. Straftaten konnten ihr bisher nicht nachgewiesen werden.
Süddeutsche Zeitung, 20.1.2001, S.10 |
| Wolfgang Zeitlmann, CSU, MdB, über die Bundeswehr am
Standort Bad Aibling: "Zudem müsse die Einrichtung im Zusammenhang mit der
Funkaufklärung des Bundesnachrichtendienst
(BND) am gleichen Ort gesehen werden". OVB,
30.12.2000, S.13 |
| Peinliche Schlappe
für den BND. In einem Liechtenstein-Bericht vom 8.4.1999 wurde
Hans Brunhart, Verwaltungspräsident der Liechtensteiner Verwaltungs- und
Privatbank, eine zentrale Rolle in der "Geldwäsche-Community"
zugeschrieben. Im Gerichtsfahren bei der Bonner Staatsanwaltschaft blitze die
Bank ab: "ein Geheimdienst könne quasi tun und lassen, was er wolle." [War
wohl zu erwarten: Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.] Im
Abschlußbericht des Bundeskanzleramts wurde aber dem BND unseriöse
Arbeit bescheinigt [Jeder Geheimdienst arbeitet unseriös]. Die
Erklärung schließt mit dem für den BND peinlichen Satz: "Nach
der Kurzfassung des Abschlussberichts haben sich die gegen Herrn Brunhart
erhobenen Anschuldigungen nicht bestätigt." Neue
Zürcher Zeitung, 30.10.2000, S.7 |
Das Bundesamt für Verfassungsschutz wird
50 Jahre alt und blickt auf zahlreiche Affären, Pannen, Pleiten und
Reinfälle in dieser Zeit zurück.
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| Der Verfassungsschutz Thüringens beschäftigte
den verurteilten Neonazi Thomas Dienel und
zahlte ihm 25.000 DM. "Für mich ist der Verfassungsschutz im Augenblick
ein einziges Trümmerfeld" Heiko Gentzel, SPD-Fraktionschef in
Thüringen, Süddeutsche Zeitung, 1.9.2000,
S.6 |
| Sonderstaatsanwalt Kurt Spitzer warf in seinem Abschlussbericht
zur Geldwäsche in Liechtenstein dem BND Unprofessionalität vor. Der
BND habe Fehlinformationen eines Anlagebetrügers und Erpressers über
Wirtschaftskriminalität in Liechtenstein unkritisch übernommen.
taz, 1.9.2000, S.2 Der BND Informant sei ein Betrüger und Dilettant. Er habe Namen und Sachverhalte verwechselt und Verwandschaftsverhältnisse kriminalisiert. Süddeutsche Zeitung, 1.9.2000, S.2 |
| Der Verfassungschutz
Brandenburgs beschäftigte jahrelang einen wegen Mordversuchs
verurteilten Neonazi als Spitzel. 1992
beteiligte sich der spätere Verfassungschutzangestellte an einem
Mordversuch an einem Asylbewerber aus Nigeria. Dafür wurde er 1995 zu 8
Jahren Freiheitsentzug bestraft und prompt beim Verfassungsschutzdienst
angestellt. Süddeutsche Zeitung, 10.7.2000,
S.6 |
| "Wie weit ist Deutschland im Jahr 2000 nach dem
'Tausendjährigen Reich' und der Vereinigung wieder abgesunken! Ist es doch
möglich, dass ein rechtsradikaler Neonazi-Führer wie Thomas Dienle
für angebliche Informationen vom Verfassungsschutz mit 25 000 Mark
entlohnt wird und dass er dann (laut der ZDF-Sendung 'Kennzeichen D') auch noch
sein Honorar als 'Spendengelder' für die Szene betrachtet."
Aus dem Leserbrief von Frau Evelyn Hecht-Galinski, Süddeutsche Zeitung, 30.6.2000, S.15 |
| Der BND beschäftigt 5000 zum Teil verdeckt
im Ausland operierende Spione und Spitzel. Sie Berichten z.B. über die
Aufrüstung im Nahen und Mittleren Osten. Einfacher wäre es, hierzu
die Waffenlieferanten in Deutschland zu befragen. Münchner
Merkur, 19.6.2000, S.3 |
| Die Agenten von
Bayerns Verfassungsschutz spionieren seit 50 Jahren Vor 50 Jahren nahm dieser Geheimdienst seine Tätigkeit gegen umstürzlerische Umtriebe auf. Inzwischen hat er 400 Mitarbeiter, sein Tätigkeitsfeld hat sich radikal geändert. Bayerns Verfassungsschutz ermittelt gegen den Islam und Scientology. Zielpersonen werden "mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln" beobachtet: Telefon-Abhörschaltungen, Videoüberwachung, Peilsender, Wanzen, V-Leute. Münchner Merkur, 7.6.2000, S.3 |
| Die demokratisch legitimierte Partei PDS sei eine Gefahr für
die Demokratie, behaupten akkurat die Millionen-Schieber-Partei CDU und Günther Beckstein,CSU, der bekanntlich von
Demokratie nichts hält. CDU und CSU fordern, ihre Konkurrenz durch den
Staatssicherheitsdienst zu bespitzeln. Süddeutsche
Zeitung, 22.4.2000, Seite 5 |
| Das bayerische Landesamt für Verfassungsschutz (bayerischer
Staatssicherheitsdienst) hat 1990 Bespitzelungsakten der DDR-Staatssicherheit
aufgekauft. Münchner Merkur 27.4.2000, Seite
4 |
| Der
Verfassungsschutz versucht Studenten anzuwerben. Ein im Allgemeinen
Studentenausschuss AStA tätiger Stduent sollte vom Verfassungsschutz als
Spitzel angeworben werden. Er war zur Zeit des Natoangriffs auf Jugoslawien auf
mehreren Antikriegsveranstaltungen. Der Lehramtskandidat befürchtet nun,
daß er Probleme im künftigen Berufsleben bekommt (besteht noch ein
Lehrverbot für Kriegsgegner?). Münchner Merkur,
19.4.2000, Seite 8 Das Werbegespräch dauerte nur drei Minuten; der LMU Student lehnte eine Staatssicherheitstätigkeit ab. Mayers Das Hochschulmagazin für München, Mai 2000 Seite 7 |
| Die Kooperation zwischen BND und dem
sowjetischen Geheimdienst FSB existiert schon seit längerem.
Hartmut Büttner, CDU: Gegenseitige
Besuche von BND und FSB sind die Regel. Münchner Merkur,
14.4.2000, Seite 4 |
| Die Bundesregierung kritisiert den Krieg
Moskaus gegen Tschetschenien. Das
Parlamentarische Kontrollgremium (PKG) des Bundestags für die
Staatssicherheitsdienste hat gegen die Unterstützung des russischen Geheimdienstes
durch BND-Präsident August Hanning
keinen Einwand. Süddeutsche Zeitung, 14.4.2000, Seite
5 |
| Im Frühjahr 1990 hat das bayerische Landesamt für
Verfassungsschutz ein Staatssicherheits-Dossier über den ehemaligen
Ministerpräsidenten Franz Strauß,
CSU, vernichtet. Andere werden aufgrund der Staatssicherheits-Akten
vor Gericht gestellt; mit dem richtigen Parteiausweis kann das nicht passieren.
Günther Beckstein, CSU, hält
diese Vertuschungsmaßnahme für OK. Süddeutsche
Zeitung, 10.4.2000, Seite L11 |
| BND
unterstützte Russland bei den Menschenrechtsverletzungen gegen
Tschetschenien. BND-Chef Hanning war zur
"Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Terrorismus" in der Nähe der
zerstörten Hauptstadt Grosny; der Kontakt lief über FSB und SWR, zwei
Nachfolgeorganisationen des KGB. Süddeutsche Zeitung,
8.4.2000, Seite 1 |
| Staatssicherheitsaffäre im Berliner Landesamt für
Verfassungsschutz (LfV). Der Verfassungsschutz beschäftigte über
Jahre einen ehemaligen Hauptmann der DDR-Staatssicherheit und der dem Decknamen
"Förster". Süddeutsche Zeitung, 27.3.2000, Seite
9. |
| Report des
BND über die "Geldwäsche-Community", 18 Seiten. Darin
wird Liechtenstein als Hort der Mafia beschrieben. "Mit krimineller Energie" hätten angeblich
"honorige Treuhänder" ein "gut funktionierendes Netz zur Geldwäsche"
geschaffen. "Illegales Vermögen wird
völlig legal durch anonyme Stiftungen und Firmen geschleust. Spuren, die
die wahre Herkunft erkennen lassen, wurden verwischt". Renommierte Politiker
wurden namentlich mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht.
Bekanntlich mischten dabei auch Kohl, Koch und CDU
mit. Süddeutsche Zeitung, 26.1.2000, Seite
2 |
| Der BND unterstützte
unter Bundeskanzler Helmut Schmidt, SPD,
über die Parteien die Rechtsextremen in Spanien und Portugal.
Kernsätze aus
der Süddeutschen Zeitung, 2.2.2000, Seite 7. |
| Der frühere liechtensteinische
Regierungschef Hans Brunhart und die Vaduzer Verwaltungs- und Privatbank AG
haben Strafanzeige gegen den Boss des Bundesnachrichtendienst, August Hanning,
erstattet. Vorwurf: Beleidigung und üble Nachrede. Süddeutsche Zeitung, 7.2.2000, Seite 2 |
| Der Bundesnachrichtendienst
soll zwischen 1974 und 1982 geheime Kassen deutscher Parteien
gefüllt haben, damit diese "Partner" in Spanien und Portugal
unterstützen: an Helmut Schmidt, SPD, sollen 30 bis 40 Millionen gezahlt
worden sein. Den Schatzmeistern der Parteien wurde das Geld bar übergeben.
Dazu hatte die CDU Konten in der Schweiz und Luxemburg. SZ,
1.2.2000, S.1 |
| Kurzes Aufflimmern des Rechtsstaates: Das Landesamt für Verfassungschutz (LfV) muss
eine nicht nachweisbare Information über einen Münchner Rechtsanwalt
löschen. Süddeutsche Zeitung, 22.1.2000, Seite
49 |
| Während die Geheimdienste gnadenlos diejenigen verfolgen,
die jemals mit einem Scientologen oder Republikaner in Kontakt kamen,
reklamieren die Politiker für sich Absolution. Alois Glück, CSU: Niemand sei haftbar zu
machen für die Taten eines anderen Menschen, und sei dieser auch der beste
Freund. FAZ 15.1.2000, Seite 2 |
| Datenschützer
gegenüber den deutschen Geheimdienst machtlos. Der bayerische
Geheimdienst speichert falsche Daten, ist aber weder bereit, seine Quelle zu
nennen, noch die Daten zu korrigieren. Süddeutsche
Zeitung, 14.Januar 2000, Seite L2 |
| Der frühere deutsche Verfassungsschutzpräsident Ludwig-Holger
Pfahls soll 3,8 Millionen Schmiergeld aus
Waffenschiebergeschäften erhalten haben. Süddeutsche
Zeitung, 24.November 1999, Seite 2. |
| Möglicherweise ist der
BND in die
Spenden- und
Schmiergeldaffäre um Waffenschieber Karlheinz
Schreiber und Dieter Holzer und
Walther Leisler Kiep, CDU, verwickelt.
Karlheinz Schreiber und Dieter Holzer Haben viele Jahre für den BND
gespitzelt. Konkrete Verbindungen der beiden zum Geheimdienst siehe
Süddeutsche Zeitung, 24.November 1999, Seite 2. |
| Der CSU angehörende BND
Mitarbeiter sollen bei Waffenlieferungen an
die Rebellen in Nicaragua mitgemischt
haben. Es gibt angeblich auch Verbindungen zum Waffenschieber
Karlheinz Schreiber (Franz Strauß
Amigo). Mit verstrickt soll sein Werner
Ströhlein, Spitzel des BND in Costa
Rica. Süddeutsche Zeitung, 1.Oktober 1999,
Seite 5 |
| Gegen den ehemaligen Vizepräsidenten des
Bundesnachrichtendienstes (Staatssicherheit für Äußeres)
Paul Münstermann, CSU, leitet die
Staatsanwaltschaft München 1995 Ermittlungen wegen Verletzung von
Dienstgeheimnissen ein: Er versorgte CSU-Amigos
mit Geheimdienstinterna. Der Spiegel 37/1999, Seite
30 |
| "Den früheren Büroleiter von Strauß und späteren
Verfassungsschutzchef Ludwig-Holger Pfahls
- in der Staatskanzlei einst enger Kontaktmann Stoibers - jagt das
Bundeskriminalamt. Er soll 3,8 Millionen Mark Bestechungsgelder angenommen haben."
Der Spiegel 37/1999, Seite 29 - Siehe
Waffenhandelsaffäre |
| "Knapp 40 der gut 400 bayerischen
Verfassungsschützer sind nun auf die organisierten Kriminellen angesetzt."
"Der bayerische Innenminister Günther Beckstein,
CSU, hat den Lausch- und Spähangriff seiner
Verfassungsschützer auf mutmaßliche Kriminelle gegen den
ausdrücklichen Widerstand der Polizei durchgesetzt." Süddeutsche Zeitung, 12.August 1999, Seite 2. Daraus ersieht man, daß unsere Geheimdienste nicht ausgelastet und personell weit überdimensioniert ist. |
| Der Geheimdienst-Mitarbeiter (BND) Helmuth D. verkaufte seinem
Arbeitgeber ausgewertetes Material nochmals; dies in etwa 1000 Fällen,
ohne daß der Geheimdienst es merkte. Süddeutsche
Zeitung, 4.Februar 1999, Seite L7 |
| Bürgerrechtsgruppen protestieren gegen
Überwachung eines namhaften Kritikers der Geheimdienste RA Dr. Rolf Gössner seit über 28 Jahren nach wie vor unter geheimdienstlicher Beobachtung. Es ist keine Realsatire über "Schlapphüte", die nach Beendigung des Kalten Krieges beschäftigungslos geworden sind, sondern bitterer Ernst: Nach wie vor und das heißt seit über 28 Jahren wird Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt, renommierter Publizist und engagierter Bürgerrechtler vom Verfassungsschutz geheimdienstlich überwacht. Diese Tatsache hat das Bundesamt auf Antrag dem Betroffenen Ende letzten Jahres mitgeteilt. Presseerklärung der Humanistischen Union vom 12.Januar 1999 |
| Von den 3500 Spionen des Außen-Staatssicherheitsdienstes in Pullach ziehen 200 Mitarbeiter ziehen nach Berlin. SZ, 16.Januar 1999, Seite 42 |