| Frauenfeindlichkeit in der katholischen
Kirche seit Jahrhunderten praktiziert.
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| Wie kam
es zum Zölibat, der mit der christlichen Lehre wenig zu tun
hat? Der Zölibat ist
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| Hagen Rether,
Kabarettist, über Frauen in der Katholischen Kirche: Die Frauen waren für den Vatikan immer schon
Menschen 2. Klasse. Knapp über dem Haustier. Immer
schon. Aus seinem Programm "Liebe 2", April 2010 |
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| Ein Geltendorfer Pfarrer heiratet
die Frau seines Herzens. Er verletzte damit das Heiratsverbot für
katholische Geistliche. Er kann nicht mehr Pfarrer sein (das ist noch
verständlich, da mit dem Frauenverbot für katholische Geistliche
unvereinbar). Doch die katholische Kirche geht alttestamentlich hart vor: die geheiratete Frau verliert ihre Arbeit als Pfarrhelferin (Zölibat auch für Pfarrhelferinnen?) der Ex-Pfarrer wird exkommuniziert. "Zölibat verletzt: Ein Neuanfang zu zweit", OVB25.1.2010, S. 5 |
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| Ein katholischer Pfarrer in Hammelburg gesteht, dass
er nicht mehr ohne die Frau, die er liebt, leben will. Da reagiert der
Würzburger Bischof blitzschnell: noch am selben Tag wird der Pfarrer des
Dienstes enthoben. Der Ex-Pfarrer packt und zieht zu seiner Freundin, einer
Hauptschullehrerin in Oberbayern. Wenn dagegen pädophile Priester und Bischöfe aufgedeckt werden ( |
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| Frauen an
den Altar? Frausein an sich ist skandalös für die katholische
Kirche Nicht nur die Priesterweihe ist für Frauen verboten, die kirchliche Gesetzgebung verdammte auch Äbtissinnen, die ihre Nonnen segnen oder das Evangelium lesen oder öffentlich predigen. Hans Küng, Prof emerit. für Theologie an der Universität Tübingen stellt fest frauenfeindliche Begründungs- und Legitimationspraxis in der katholischen Tradition grundsätzlich theologische Diffamierung der Frau. Das Groteske daran ist auch, dass der katholische Klerus gerne in Frauenkleidern auftritt. Hans Küng: "Wer die Päpstin fürchtet. Frauen an den Altar?`In dieser Frage sind die evangelische und die anglikanische Kirche näher am Evangelium als Rom es ist", SZ 23.10.2009, S. 2 |
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| Joseph Ratzinger aka
Benedikt XVI. vertritt die ausgrenzende Auffassung, die spezifische
Berufung der Frau liege in Mutterschaft und Jungfräulichkeit. Hier scheint
er verschwommene Ansichten zu Mutterschaft und Jungfräulichkeit zu haben.
Dieser Auffassung wird im Sammelband Rolle rückwärts mit
Benedikt mehrfach widersprochen. Ida Raming schätzt Frauen zu mehr berufen ein, in der katholischen Kirche auch zum Priestertum. 1994 Joseph Ratzinger, Präfekt der Glaubenskongregation, liefert die theoretische Grundierung für das Apostolische Schreiben von Johannes Paul II.: "Über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe". 2002 Ida Raming lässt sich "contra legem" ("gegen das Gesetz") zur Priesterin weihen. Privatdozentin Andrea Günter, promovierte Philosophin und Theologin: Die Geschlechterbilder des Papstes und dessen "Vorstellungen über Sexualität, Fortpflanzung und Eheleben" entstammen dem Bürgertum des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie verhindern "die große spirituelle Idee des Christentums, dass die Beziehungen der Menschen ständig erneuert werden können und müssen, die Liebe also nicht mit einer bestimmten Form - der Ehe, dem Brautstand - verwechselt werden darf". |
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Im 10. Gebot werden Frauen mit
Sklaven (sic!), Tieren und sonstigen Besitztümern der
Männer in eine Reihe gestellt werden.
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Römisch-katholische Frauendiskriminierung durch
den Zölibatszwang:
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| Die Frau
wird als Quelle der Sünde und des Todes
diffamiert Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt und durch die Sünde der Tod, und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen, weil alle sündigten (Röm. 5, 12). Ist durch die Übertretung des einen (Menschen), der Tod zur Herrschaft gekommen, (...) so werden erst recht alle, denen die Gnade und die Gabe der Gerechtigkeit reichlich zuteil wurde, leben und herrschen durch den einen, Jesus Christus (Röm 5,17). Dass Adam (neben dem "einzigen Menschen" Eva) beteiligt war entging dem Saulus aka Paulus. Oder war das kein Mensch |
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| Um die Frauenfeindlichkeit zu bewahren schreckten
die Christen nach Paulus auch vor Bibelfälschungen nicht zurück,
siehe: |
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| Josef
Ratzinger, sexuell offensichtlich sehr bewandert: "Von allen
Geheimnissen der Liebeslust gibt es keines, das dem gemeinsamen Gebet
gleichkommt." "Die katholische Kirche, Kardinal Ratzinger und die Frauen". Die Zeit, Nr. 27, 26.6.1992, S. 56; zitiert nach dem Auszug |
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| »Die Kirche muß endlich jene
frauenfeindlichen Erblasten aufarbeiten, die durch spätantike
Männerkreise in die ursprünglich frauenfreundlichen Botschaft Jesu
hineingetragen worden sind.« Kirchenfunk, laut Robert Gernhardt im Vorspann zu seinem Gedicht:
"Couplet von der Erblast" |
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| Amnesty
International (AI) gilt weltweit als Verteidiger elementarster
Menschenrechte: "Auf Grundlage der Allgemeinen Erklärung der
Menschenrechte wendet sich ai gegen schwer wiegende Verletzungen der Rechte
eines jeden Menschen auf Meinungsfreiheit, auf Freiheit von Diskriminierung
sowie auf körperliche und geistige Unversehrtheit." AI hatte sich für
die Rechte von Frauen ausgesprochen: sie sollten Zugang zu medizinisch
einwandfreier Abtreibung haben, wenn ihre Gesundheit oder Menschenrechte
gefährdet sind. Renato Martino,
Kardinal der frauenfeinlichen Katholischen Kirche, Präsident des
Päpstlichen Rates Iustitia et Pax, nahm dies zum Vorwand alle Katholiken
aufzurufen, nicht mehr für AI zu spenden. |
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| "Nein"
der Katholischen Kirche zur Lehrerlaubnis für die Theologin Regina
Ammicht-Quinn Zweimal stand Regina Ammicht-Quinn ganz oben auf der Wunschliste theologischer Fakultäten. Doch die Berufung scheiterte an der Frauenfeindlichkeit der Katholischen Kirche. Eine Begründung wurde ihr verweigert. Im Gegenteil: der zuständige Bischof Reinhard Marx, Trier, behandelte sie als Unperson. Dr. Hans Maier, Professor emeritus am Geschwister-Scholl-Institut der LMU München: "... ich finde es beschämend. ... Das liegt auch daran, daß gewisse Elemente des Rechtsstaats in der Katholischen Kirche einfach fehlen." Eine Rückfrage der Theologin bei Bischof Dr. Karl Lehmann wurde nicht beantwortet. Ammicht-Quinn wäre Deutschlands erste Professorin für katholische Moraltheologie. BR2 5. September 2004 |
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| In Augsburg darf keine Frau Moraltheologie lehren.
Gleich zwei hochkarätige Theologinnen scheiterten am Veto des Augsburger
Bischofs Viktor Josef Dammertz und
erhielten nicht das nihil obstat (nichts steht
entgegen) für den Lehrstuhl für Moraltheologie.
SZ, 11.10.2001, S.57 Die katholische Kirche hält Frauen offenbar immer noch für minderwertig. |
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| Links | ||||||
| Literatur | ||||||
| Demel, Sabine (1995): "Abtreibung zwischen Straffreiheit und Exkommunikation". Theologie und Glaube 38, S. 242-255. | ||||||
| Demel, Sabine (2004):
"Ungeliebte Kinder Gottes? Frauen in der katholischen Kirche". Stimmen der
Zeit 222, S. 157-170; als
(englische Übersetzung: "Unloved children of God? Women in the Catholic Church". Theology Digest 51:3, S. 225-233 |
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| Käppner, Joachim (2010): "Heilige Versteinerung. Durch die Missbrauchsdebatte wird auch der Zölibat wieeder in Frage gestellt. Mit der christlichen Lehr hat der Zwang zur Ehelosigkeit der Priester wenig zu tun: Er entsprang der päpstlichen Machtpolitik im Hochmittelalter", Süddeutsche Zeitung, 8. Mai, S. V2/6 |
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Eckhard Bieger: Das
Öffentlichkeitsdilemma der katholischen Kirche. Mainz:
Matthias-Grünewald, 2004. Broschiert, 195 Seiten |
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| Christa Chorherr von Leykam: Wer
wirft den ersten Stein?: Unterdrückung von Frauen durch die Religion.
Judentum - Christentum - Islam. Leykam 2010. 286 Seiten
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| Norbert Sommer, Thomas Seiterich, Hg.:
Rolle rückwärts mit Benedikt. Wie ein Papst die Zukunft der Kirche
verbaut. Oberursel: Publik-Forum, 2009. 222 Seiten |
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| Sabine Demel: Abtreibung
zwischen Straffreiheit und Exkommunikation. Weltliches und kirchliches
Strafrecht auf dem Prüfstand. Kohlhammer 1998. Broschiert, 382 Seiten
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| Jack Holland: Misogynie: Die
Geschichte des Frauenhasses Nachwort: Marlene Streeruwitz, Übs.:
Waltraud Götting. Frankfurt: Zweitausendeins, 2007. Gebunden, 405 Seiten
Auch bei |
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| Iris Müller, Ida Raming:
Unser Leben im Einsatz für Menschenrechte der Frauen in der
römisch-katholischen Kirche Lebensberichte - Hintergründe - Dokumente
- Ausblick. Lit 2007. Broschiert, 255 Seiten
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Eine Untersuchung der Frauendiskriminierung durch die Kirche seit der Bibel bis heute. |
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