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Zoelibat
Zwangszoelibat ist unmoralisch
Email von Willibald Glas an Kardinal Lehmann
Sehr geehrter Herr Kardinal Lehmann,
In BUNTE (8. 11. 2001) haben Sie vor aller Welt bekundet: “Leider ist viel zu wenig bekannt, dass es in den katholischen Ostkirchen viele verheiratete Priester gibt, die nicht schlechter katholisch sind als wir unverheirateten. In der Synode sitze ich beispielsweise neben dem Großerzbischof von Lemberg in der Ukraine. Der hat 540 verheiratete Priester und nur 38 ledige. So etwas gibt es auch bei den Kollegen im Nahen Osten, in Rumaenien oder z.B. auch in Tschechien.” Damit haben Sie, Herr Kardinal, oeffentlich bekundet, was Sie und die gesamte Synode vom Zwangszoelibat halten. Sie, der Papst und alle uebrigen bischoeflichen Kollegen, haben ihn als absolut unnoetig eingestuft. Aus dieser Tatsache kann nur gefolgert werden, dass sich alle Teilnehmer der Bischofssynode voellig unmoralisch verhalten, so lange der Zoelibat den einen zur Pflicht gemacht, den andern aber freigestellt ist. Wenn Sie, Herr Kardinal und Ihre Bischofskollegen, glaubwuerdig bleiben wollen, muessen Sie fuer Ihre Dioezese dieses Zoelibatsgesetz sofort ausser Kraft setzen, nachdem dieses Gesetz durch das Verhalten der Synode und durch Ihre persoenliche Aeusserung bereits ausser Kraft gesetzt worden ist. Von dieser moralischen Verpflichtung kann auch der Gehorsamseid gegenueber dem Papst nicht entbinden.
Willibald Glas, Ringbergstr. 71, 92054 Sauerlach
 

Zwangszoelibat
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 30.11.2001