| "Der Embryo ist also von Anfang an
Mensch. Dies gilt von der Befruchtung an, die selber einen Prozess darstellt,
der mit dem Eindringen eines Spermiums in die Eizelle beginnt und mit der
Fusion der Zellkerne endet." |
Das "also" wird in Lehmanns Referat nicht begründet sondern
festgelegt. Katechismus der katholischen Kirche: "Da der Embryo schon
von der Empfängnis an wie eine Person behandelt werden muss, ist er wie
jedes andere menschliche Wesen im Rahmen des Möglichen unversehrt zu
erhalten, zu pflegen und zu heilen." Lehmann widerspricht sich im Referat
selbst, wenn er später ausführt:
| "... dass ein ursprünglicher Keim,
kaum größer als ein Punkt am Satzende, zu einem so faszinierenden
Menschen heranwächst." |
Hier ist der Embryo noch kein Mensch, sondern er wächst erst
zum Menschen heran. Widerspruch bei Kirche und
Staat:
- Christliche Praxis: der Mensch wird erst nach der Geburt durch die Taufe von der
Erbsünde befreit. Warum wird die aufgezwungene Taufe nicht sofort nach der
Menschwerdung erteilt?
- Christliche Praxis: Abgestorbenen / abgetriebenen Föten
wird kein kirchliches Begräbnis erteilt.
- Staatliche Praxis: der Mensch erhält erst mit
der Geburt wichtige Rechte. Z.B. § 1 Bürgerliches
Gesetzbuch: "Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung
der Geburt."
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