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Kritik an Das Recht, ein Mensch zu sein
Kritik an
"Das Recht, ein Mensch zu sein. Zur Grundfrage der gegenwärtigen bioethischen Probleme"

Eröffnungsreferat des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Karl Kardinal Lehmann, Mainz, bei der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda, Sept. 2001
"Der Embryo ist also von Anfang an Mensch. Dies gilt von der Befruchtung an, die selber einen Prozess darstellt, der mit dem Eindringen eines Spermiums in die Eizelle beginnt und mit der Fusion der Zellkerne endet."
Das "also" wird in Lehmanns Referat nicht begründet sondern festgelegt.
Katechismus der katholischen Kirche: "Da der Embryo schon von der Empfängnis an wie eine Person behandelt werden muss, ist er wie jedes andere menschliche Wesen im Rahmen des Möglichen unversehrt zu erhalten, zu pflegen und zu heilen."
Lehmann widerspricht sich im Referat selbst, wenn er später ausführt:
"... dass ein ursprünglicher Keim, kaum größer als ein Punkt am Satzende, zu einem so faszinierenden Menschen heranwächst."
Hier ist der Embryo noch kein Mensch, sondern er wächst erst zum Menschen heran.
Widerspruch bei Kirche und Staat:
  • Christliche Praxis: der Mensch wird erst nach der Geburt durch die Taufe von der Erbsünde befreit. Warum wird die aufgezwungene Taufe nicht sofort nach der Menschwerdung erteilt?
  • Christliche Praxis: Abgestorbenen / abgetriebenen Föten wird kein kirchliches Begräbnis erteilt.
  • Staatliche Praxis: der Mensch erhält erst mit der Geburt wichtige Rechte. Z.B. § 1 Bürgerliches Gesetzbuch: "Die Rechtsfähigkeit des Menschen beginnt mit der Vollendung der Geburt."
 

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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 25.9.2001