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unbarmherzigen Schwestern Magdalene Sisters Christentum Terror Religion
Die unbarmherzigen Schwestern [The Magdalene Sisters]
Film: GB 2002; Regie: Peter Mullan; mit: Geraldine McEwan, Anne-Marie Duff, Nora-Jane Noone 119 Min. FSK ab 12
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Im Irland der Sechziger Jahre kümmern sich katholische Magdalenen-Stifte um angeblich bedürftige Mädchen. Gründe für die Einweisung gibt es genug
  • Magaret wird vom Sohn des Priesters vergewaltigt; also muß das Mädchen weg!
  • Rose hat ein uneheliches Kind zur Welt gebracht; das Kind wird ihr genommen, Rose kommt zu den katholischen Nonnen.
  • Bernadette sieht einfach zu gut aus. Damit keine Unkeuschheiten passieren: ab ins Nonnenstift.
  • Crispina wird zum Opfer männlicher Übergriffe; nicht die Männer, nein, Crispina büßt.
Im Magdalenen-Stift gehen die katholischen Nonnen hart vor: sadistische Aufseherinnen halten die Mädchen wie Sklavinnen der katholischen Kirche. Jedes Vergnügen ist sündhaft, ja sogar Essen und Schlafen werden gestört. Stattdessen müssen die Insassinnen schuften, damit die Ordensleute zu Geld kommen. Die Frauen werden geschlagen, gedemütigt, drangsaliert und ausgebeutet, nur auf Grund der religiösen Wahnvorstellungen katholischer Schwestern und der Billigung durch die Gesellschaft. Manche wurden in den Wahnsinn oder den Selbstmord getrieben; Rose und Bernadette, gelingt die Flucht.
Nach vier teuflischen Jahren wird Margaret aus dieser katholischen Hölle befreit. Gewalt, Terror und Wahnsinn, der von religiösen Eiferern ausgeübt wird gibt es überall. Keine Religion ist ausgenommen.
In Irland wüteten die Nonnen an 30.000 Frauen bis 1996. Sind wirklich alle derartigen christlichen Anstalten geschlossen?
Der schottische Schauspieler und Regisseur Peter Mullan kam 1996 durch die Channel 4-Dokumentation "Sex in the Cold Climate" auf dieses Thema.
Kritik
"Die unbarmherzigen Schwestern" wurde in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet. In Irland wurde der Film sensationell erfolgreich. Ehemalige Magdalenen-Insassinnen offenbarten sich öffentlich und drohen jetzt, die Katholische Kirche zu verklagen. Religiöser Terror ist nicht nur Spezialität der Taliban oder des Islam.
Der Vatikan dagegen zeigte sich uneinsichtig und kam in Rage. Radio Vatikan warf dem Film antikirchliche Propaganda und Verzerrung der Tatsachen vor, das Kampfblatt des Vatikans "L'osservatore romano" bezeichnete das Werk (= Film, nicht die Heime) als "anticatolico". Die Kritik wirkte zumindest in Italien. In Rom sind die "Unbarmherzigen Schwestern" nicht mehr zu sehen, und auch das Gespräch über sie ist längst vergessen, und erst recht jede Aufregung.
Der Religionskritiker Karlheinz Deschner hat die katholische Kirche einmal als die größte kriminelle Vereinigung der Geschichte bezeichnet. Diese These provoziert. Sogar der Vatikan hat inzwischen ein vages Schuldeingeständnis für Kreuzzügen, Hexenverfolgung, Kolonisationsmorde abgegeben, allerdings nicht für die Kirche, sondern einzelne verfehlte Schafe. Der Film "Die unbarmherzigen Schwestern" zeigt, daß die katholische Kirche, so es ihr erlaubt wird, wieder auf alte Unterdrückungs- und Folterpraktiken zurückgreift.
Links
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