| Grundgesetz für die Bundesrepublik
Deutschland seit 23.Mai 1949 mehrfach verwässert und entkräftet |
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| Art.13 | (1) Die Wohnung ist unverletzlich. |
| Die Verletzung dieses Grundrechts steht oft im Zusammenhang mit dem
Bruch des Grundrechts "Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich." |
| Rüde Wohnungsrazzia wegen einer
Ordnungwidrigkeit Jeweils fünf Polizisten machten zeitgleich in einem Privathaus in Bochum und Büros in München und Pfaffenhofen eines jüdischen Geschäftmanns Hausdurchsuchungen. Seine Konfession machte dem Geschäftsmann schon des öfteren Scherereien, dabei dürfte sie für Ermittlungen keine Rolle spielen. Das Landgericht Ingolstadt erklärte inzwischen die Razzia für unverhältnismäßig und rechtswidrig. Doch die massiven Grundrechtsverletzungen sind naturgemäß nicht mehr rückgängig zu machen. SZ, 21.11.2008, S. 37 |
| Amtlicher
Hackerangriff (zunächst) gerichtlich zurückgewiesen Der Staat misstraut allen Bürgern; es besteht ein Anfangsverdacht. Innenminister Wolfgang Schäuble, CDU, will daher geheim alle privaten Computer ständig ausspionieren und kontrollieren. Der 3. Strafsenat des BGH entschied jedoch, dass für diese massiven Online-Durchsuchungen jede gesetzliche Grundlage fehlt. Die heimliche Computer-Durchsuchung wurde als gravierender Eingriff in Persönlichkeits- und Freiheitsrechte, sowie in das informationelle Selbstbestimmungsrecht angesehen. Wolfgang Schäuble will nun durch entsprechende Gesetze die permanente Ausspionierung der Bürger ermöglichen. |
| Die Bespitzelung,
Überwachung und Wohnungsdurchsuchungen in Deutschland nehmen immer
groteskere Ausmasse an. Ein Journalist fragte einen Polizisten: "Was läuft
denn so bei Euch?" Das wertete die Staatsanwaltschaft als Anstiftung zum
Geheimnisverrat. Die Wohnung des Journalisten sollte daraufhin durchsucht
werden (ob es tatsächlich geschah wird nicht berichtet). SZ, 25.11.2005, S. 8 |
| Informationen zum Lauschangriff, der
unter anderem die Würde des Menschen und die Unverletzlichkeit der Wohnung
aushebelt, habe ich ab 1. März 2004 hier zusammen gefasst:
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| Wilhelm Schmidbauer,
Polizeipräsident in München, CSU (*), tritt
für eine Ausweitung der Überwachung von Wohnungen ein. SZ: "Rechtfertigt aus polizeilicher Sicht der Nutzen den Eingriff in die Privatsphäre?" Schmidbauer: "Ja, unbedingt. ... Ich gehe sogar noch weiter und sage, wir brauchen auch den Großen Video-Angriff, etwa um zu sehen, wer sagt was ..." SZ, 9.7.2003, S.45 (*) Sollte es Herrn Wilhelm Schmidbauer, ähnlich wie dem Hauptgeschäftsführer Dr. Reinhard Dörfler - [ |
| Eine Mehrheit der Bundesländer
will künftig Hausverwalter und Kaminkehrer als Helfer einsetzen um
Gespräche in Privatwohnungen leichter abhören zu können. Nach
der neuen Regelung könnten die Stadtwerke künftig die Stromzufuhr
für Alarmanalgen zeitweise abschalten, damit die Wohnung verwanzt werden
kann. OVB, 7.7.2003, S.1 aufgrund eines
"Focus"-Berichtes |
| Die Zahl der
Telefonüberwachungen hat sich in 2001 zu 1995 fast verfünffacht! Rund
die Hälfte der 272 betroffenenen Personen gehörte zu den
Nichtbeschuldigten. Aufklärung durch die bekannt gewordenen
Überwachungen: 1 Mordfall. SZ, 1.7.2003,
S.2 |
| Günther Beckstein, CSU, lässt nicht
locker: er will die Telefonüberwachung in Bayern erheblich ausweiten.
Telefongespräche sollen vorsorglich, also ohne konkreten Verdacht
abgehört werden dürfen. Dabei sollen Ärzte, Priester und
Journalisten ausgenommen sein. OVB, 1.7.2003, S.5 Obwohl
der Staat und Religion getrennt werden sollte, wird für bestimmte
Religionsgemeinschaften eine Sonderregelung gefordert. Wenn schon abgehört
wird, dann bitte alle Wohnungen: Wanzen in jede
Wohnung! |
| Sogar der
Datenschutzbeauftragte der Regierung Bayerns Reinhard
Vetter bemängelte den Lauschangriff auf private Wohnungen. Die
Verfassung wird dadurch missachtet. SZ, 13.12.2002,
S.44 |
| Zur Bekämpfung eines
Übels (z. B. Verbrechen) mit einem anderen, |
| Das
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| Als die Unverletzlichkeit der Wohnung massiv
eingeschränkt wurde, drangen die Befürworter dieses
Grundrechts den Gegnern eine strenge Überwachung ab. Doch was zu
befürchten war: "Die Kontrolle funktioniert aber
nicht", Ute Vogt, SPD, Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses.
Der Spiegel 23/2001, S.35 |
| Günther Beckstein, CSU: "Neben der Wanze
brauchen wir auch das Video zur Überwachung." Nur so könnten gerade
bei ethnischen Gruppen, die auch mit Zeichensprache arbeiteten, Straftaten
dokumentiert werden. Münchner Merkur, 12.5.2001,
S.3 |
| Mit Unverständnis reagierte
Innenstaatssekretär Hermann Regensburger auf die Pressemitteilung der
Bayern-SPD, wonach angeblich die Bayerische Staatsregierung die
Videoüberwachung von privaten Wohnräumen plane. "Geplant ist
lediglich in Zukunft Wohnräume per Video mit richterlicher Genehmigung zu
überwachen, wenn ...", rügte Regensburger. Bayerisches Staatsministerium des Inneren Pressestelle, Wocheninfo
Namen und Fakten der 19. Kalenderwoche 2001 Also doch! |
| Günther Beckstein, CSU, fordert zur Verbrechensbekämpfung auch die Videoüberwachung von Privatwohnzimmern und Hotelzimmern. SZ, 12.5.2001, S.61 |