![]() Überwachung des Bürgers durch den Staat "1984", "Gläserner Bürger"; siehe auch Überwachung ist die aufmerksame Beobachtung von Personen bzw. Objekten zu technischen, politischen, militärischen oder anderen Zwecken. Es geht hier nicht um die Verkehrsüberwachung, medizinische oder technische Überwachung sondern um die Überwachungsmaßnahmen von staatlichen Stellen wie Geheimdiensten und Behörden. Stichworte sind hier Videoüberwachung, Überwachung von Telefon, E-Mail, Biometrie, Gendatenbank, Kontendaten, Depotüberwachung |
Begriffserläuterungen
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| Überwachung
nahezu total Aus 37 Millionen überwachten Mails im Jahr 2010 haben deutsche Sicherheitsbehörden gerade mal verwertbare 213 Hinweise destilliert. Mit ungeheurem Aufwand wird nach Stichworten wie "Bombe" oder "Rakete" gesucht. Tauscht so ein Wort auf, lesen die deutschen Geheimdienste mit: Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Bundesnachrichtendienst (BND) Militärischer Abschirmdienst (MAD) dürfen ganz legal E-Mails abfangen und mitlesen. Welche deutschen Geheimdienste sonst nocht mitlesen ist geheim. Zur Verhinderung des rechten Terror bleibt da weder Personal noch Zeit übrig, also sind unsere Geheimdienste weiter auf dem rechten Auge sehschwach! |
| Mehr
als vier Millionen Datensätze von Mobiltelefonen
durch Polizei überprüft Die Berliner Polizei überürfte innerhalb von 4 Jahren mehr als vier Millionen Datensätze von mobilen Telefonen. Zwischen 2007 und 2010 wurden die Inhaber von 950 Telefonnummern ermittelt. Berlins Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses, 23. Januar 2012: "Die Maßnahmen haben nicht zur Ermittlung eines Tatverdächtigen geführt". |
| Konten der
Bürger im Lesezugriff durch den Staat Seit April 2005 dürfen und können Finanzbehörden, Sozial- und Bafög-Ämter und andere Behörden sämtliche Konten und Depots eines Bürgers in Deutschland einsehen. Bisher ist nur der Lesezugriff gestattet. Die Abfrage erfolgt ohne das Wissen des Bürgers und sogar ohne Wissen des jeweiligen Kreditinstituts. Seit der Einführung des Überwachung stieg die Anzahl der Abrufe um rund 700 Prozent. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar kritisierte diese ausufernden Kontenabfragen. |
| Das Handy
als Ortungswanze für verdächtige Bürger Darf man Verbrechern elektronische Fussfesselung zur Ortung anlegen? Wie vieles in Deutschland ist das reine Fassadendiskussion um die Bürger still zu halten. Verdächtigte (im Status also weiter "unterhalb" des überführten Verbrechers; im Grund oft unbescholtene Bürger) werden per stillen SMS umfangreich überwacht. Die stille SMS wird von Bundespolizei, Verfassungsschutz, MAD, Bundeskriminalamt, Zoll usw. an das Mobiltelefon eines Verdächtigen gesandt. Die SMS wird nicht angezeigt, das Handy reagiert und der Netzbetreiber muss aufzeichnen. Die Geheimdienste, Polizei und andere Behörden können genau nachvollziehen, wo sich der Bürger aufgehalten hat. Hundertausende solcher SMS wurden 2010 versandt. Justiz- und Innenministerium finden diese Überwachung völlig in Ordnung. Der Staat muss wissen, wo sich die Bürger aufhalten. Andrej Hunko, Die Linke, MdB, will darüber eine öffentliche Diskussion. |
| Datenschutz in Deutschland Man darf nicht beim Namen nennen:
Dafür dürfen von den Geheimdiensten und vom Staat meine E-Mails gelesen werden.
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Verfassungswidrige
Überwachungsmethoden in Bayern Die Strafverfolgungsbehörden in Bayern gerieten wegen des Vorwurfs, verfassungswidrige Überwachungsmethoden mit Spionagesoftware anzuwenden, massiv in die Kritik. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 27.2.2008 die Grenzen zum Ausspionieren der Bürger weit gezogen. Vielen Politikern ist das nicht genug. Sie lassen Trojaner und andere Schnüffelsoftware einsetzen um beispielsweise in einem Fall 30.000 Screenshots zu ziehen, Passwörter der Bürger auszuspähen und deren PCs mit Trojanern zu verseuchen. Der Chaos Computer Club erhob daher schwere Vorwürfe. Doch Innenminister Herrmann, CSU, wiegelt ab. Er kann die Hand ins Feuer legen, dass die Auskundschaftung der Privatspäre die zulässigen Grenzen nicht überschritten habe. Die Humanistische Union forderte den Stopp der Onlineüberwachung und Offenlegung aller Überwachungsinstrumente. Auf Druck hin stellte Innenminister Herrmann den Lausch- und Spähangriff ein. Auch Innenminister anderer Bundesländer gaben zu, dass bei ihnen die umstrittenen Staatstrojaner zur Überwachung Verdächtiger eingesetzt wurden. Der Vorsitzende des Rechts- und Verfassungsausschusses in Bayern, Franz Schindler, SPD, forderte deshalb den Einsatz der umstrittenen Überwachungssoftware in Bayern „bis ins Detail“ aufzuklären. Ein Sprecher des bayerischen Landeskriminalamt gestand inzwischen, dass seit Anfang 2009 insgesamt 22 Fälle, in denen mit Programmen E-Mail-Verkehr und Telefongespräche abgefangen worden seien, die beanstandete Spähsoftware eingesetzt wurde. Innenministerium Herrmann, CSU, gestand bisher nur fünf Fälle zu. "Die staatliche Wanze liest mit", OVB, 12.10.2011, S. 5 – Überwachungsstaat Bayern PM Bündnis 90 / Die Grünen, 13.10.2011 – PM der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union, Berlin, 11.10.2011 – |
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| Peter
Schaar: Das Ende der Privatsphäre: Der Weg in die
Überwachungsgesellschaft. München: Goldmann, 2009.
Taschenbuch, 256 Seiten |
| Überwachung von Bundestagsabgeordneten durch
deutsche und andere Geheimdienste Die deutsche Regierung gestand in einer Antwort auf eine Anfrage der Abgeordneten Ulla Jelpke, Die Linken, zu, dass • der Verfassungsschutz mehrere Bundestagsabgeordnete, deren Mitarbeiter und Beschäftigte in Wahlkreisbüros geheimdienstlich überwache, • mehrere ausländische Nachrichtendienste im Rahmen ihrer Aufklärung in Deutschland auch Fraktionen und Abgeordnete des Deutschen Bundestages beobachten. Die Bundestagsabgeordneten müssen also damit rechnen dass Geheimdienste ihre Telefonate abhören und ihre E-Mails lesen. |
| Austausch intimer Daten zwischen USA und
Deutschland vereinbart Innenminister Wolfgang Schäuble, CDU, Justizministerin Brigitte Zypries, SPD, der US-Justizminister Michael Mukasey und der US-Heimatschutzminister Michael Chertoff vereinbarten den gegenseitigen Austausch von Bürgerdaten nach dem Vorbild des europäischen Prüm-Vertrags. So erfahren die USA beispielsweise die Mitgliedschaft in einer deutschen Gewerkschaft und intime Daten über das Sexualleben deutscher Bürger. Schwacher Protest seitens DGB-Chef Michael Sommer, FDP Innenexpertin Gisela Pilz und Petra Pau, Die Linke, verhallte ungehört. "Austausch intimer Daten zur Terrorabwehr", SZ 28. April 2008, S. 6 |
| Die
deutsche Polizei, Finanzämter und Staatsanwaltschaft überprüften im
ersten Halbjahr bereits 56.975 private Bankkonten, darunter Hartz-IV
Empfänger und Studenten mit Bafög. Ob die Betroffenen – nach
gesetzlicher Vorschrift – nachträglich informiert wurden konnte die
Bundesregierung nicht angeben. "Die Zahlen zeigen, dass der Rechtsstaat
bei der Kontoabfrage in Vergessenheit gerät", meinte Gisela Pilz, FDP,
MdB. Täglich habe es rund 200 Abfragen gegeben ohne unabhängige Prüfung
der Verhältnismäßigkeit. "Gläserne
Konten", SZ, 18. Juli 2009, S. 6
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| E-Mail-Überwachung und -Durchsuchung in
Deutschland weitgehend erlaubt und praktiziert Das Bundesverfassungsgericht erlaubte den Ermittlungsbehörden E-Mails von Bürgern zu durchsuchen und zu beschlagnahmen. Das gilt auch für die E-Mails auf den Servern des Maildienste-Anbieters. Dazu genügt der Anfangsverdacht einer Straftat. Da den Behörden heutzutage jeder Bürger verdächtig ist, bedeutet es eine fast völlige Freigabe der E-Mails. Grundgesetz Artikel 10, “(1) Das Briefgeheimnis sowie das Post- und Fernmeldegeheimnis sind unverletzlich” ist Makulatur. Nicht einmal die Durchsuchung höchstpersönlicher E-Mail-Nachrichten ist verboten, sie ist "nach Möglichkeit zu vermeiden". "Ermittler dürfen E-Mails auf Servern durchsuchen", SZ, 16. Juli 2009, S. 5 – |
| Zum 60. Jahrestag des Grundgesetzes feierten
dessen Totengräber Der Ex-Verfassungsrichter Winfried Hassemer beklagte aber den Trend zu mehr Sicherheit auf Kosten der Freiheit. Das angebliche Grundrecht auf Sicherheit steht aber nicht im Grundgesetz. Der Staat greift mit Berufung darauf in immer mehr Rechte der Bürger ein. SZ, 19.5.2009, S. 6 |
Die Humanistische Union legt eine
Stellungnahme zum Gesetzentwurf über die Reform des BKA-Gesetzes vor:
Gesetzgeber plant erneut unzulässige Überwachungsvorhaben und
überschreitet seine Kompetenzen. Die wichtigsten Kritikpunkte am
Entwurf des BKA-Gesetzes:
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| Die Aufgabe des Rechtsstaats in Zeiten des
Terrors |
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| Stefan Huster, Karsten Rudolph, Hg.: Vom Rechtsstaat zum Präventionsstaat. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008. Broschiert, 229 Seiten |
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| Zentrales Bundesmelderegister zur besseren
Überwachung aller Bürger Das Bundesinnenministerium legte ein Gesetz mit dem harmlosen Titel "Zur Fortentwicklung des Meldewesens" vor. Es ist dies eine zentrale Datenbank aller Bürger. |
| Bessere optische Überwachung: Elektronischen
Gesundheitskarte mit Foto der Versicherten Die gesetzlichen Krankenversicherungen benötigen für die Produktion der elektronischen Gesundheitskarte (eGK auch eCard) Fotos der Versicherten, haben aber erhebliche Probleme, sie zu bekommen. Anders als bei Personalausweis, Pass und Führerschein schrieben die staatlichen Überwacher aber keine Mitwirkungspflicht der Versicherten vor. |
| Wer stoppt den überwachungswütigen Wolfgang
Schäuble, CDU? Bundesinnenminster Wolfgang Schäuble, CDU, will den Zugriff auf Daten der Bürger ausweiten. Dazu will er ein zentrales Register schaffen, in dem viele Daten aller Bürger aus ganz Deutschland zusammengefasst werden: Adresse, Konfession, Steuerdaten, Passnummer, Waffenschein, usw. Scharfe Kritik kam von FDP, Grünen, Linken und dem Bundesdatenschutz-Beauftragten Peter Schaar. Die SPD ist "skkeptisch". SZ, 28.6.2008, S. 1 |
| Juli Zeh verteidigt die Grundrechte:
»Die Verknüpfung von E-Paß und Terrorbekämpfung ist dermaßen an den
Haaren herbeigezogen, daß man sich erschrocken fragt, welche
politischen Ziele sich in Wahrheit hinter dieser neuen Regelung
verbergen. Ich sage hiermit voraus: So sehr alle Beteiligten betonen,
es ginge nicht um die Errichtung einer europaweiten Datenbank, in der
die Fingerabdrücke sämtlicher Bürger gespeichert und abrufbar sind – in
wenigen Jahren werden wir diese Datenbank haben, wenn der politische
Widerstand sich nicht formiert.« Sie legte Verfassungsbeschwerde ein. |
| Mit
einem umfangreichen Gesetz zur Reform des Bundeskriminalamtes
BKA treibt Innenminister Wolfgang
Schäuble, CDU, die Überwachung und Ausspähung
der Bürger durch den Staat konsequent voran. Nach der Verabschiedung im
Kabinett sagte Schäuble: "Die Diffamierung und Verächtlichmachung des
demokratischen Rechtsstaats gefährdet unsere Freiheit". Da freilich
verharmloste Schäuble die vorangegangene Aushöhlung des Rechtsstaats
durch Einschränkungen zahlreicher Grundrechte. Richtiger wäre: "Die
jahrelange Diffamierung und Verächtlichmachung des nur noch ansatzweise
übrig gebliebenen demokratischen Rechtsstaats durch den Gesetzgeber
nahm dem Bürger zahlreiche Rechte und vernichtete deren Freiheit". Der Schutz der Privatspäre nähert sich den
Zuständen in der früheren DDR an. Nach den
Länderpolizeien erhält mit dem neuen Gesetz auch das BKA die volle
Palette zur Überwachung des Bürgers: • Großer Lauschangriff: Akustischer und visueller Lauschangriff • heimliche Online-Durchsuchung der Computer von unbescholtenen Bürgern • Bespitzelung und Überwachung der Wohnungen: früher galt: Art.13 (1) Die Wohnung ist unverletzlich Das Gesetz soll im Herbst 2008 im Bundestag beschlossen werden. SZ, 5.6.2008, S. 5 Fahnder dürfen Computer online durchsuchen Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, CDU, und Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, SPD, bereiten ein BKA-Gesetz vor, dass es Fahndern erlaubt auf private Computer online zuzugreifen. Sie geben damit dem Rechtsstaat einen weiteren Dolchstoß. Bayerns Justizministerin Beate Merk, CSU, geht das Duchsuchungserlaubnisgesetz sogar zu wenig weit: "Warum das Betreten der Wohnung ausgeschlossen sein soll, leuchtet mir nicht ein". "Fahnder dürfen Computer online durchsuchen", SZ 16. April 2008, S. 1 |
| Gesetz erlaubt Musikindustrie Namen +
Adressen von Tauschbörsenbenutzern anzufordern Der Bundestag beschloss ein Gesetz, dass es der Musikindustrie erlaubt, von den Internetdiensteanbietern Namen und Adresse von Tauschbörsenbenutzern zu verlangen. Damit wird dem Datenschutz ein weiterer Dolchstoß versetzt. Private Unternehmer können sich ganz legal Daten von Privatpersonen beschaffen. "Gesetz gegen illegale Downloads", 12.4.2008, S. 1 Das Gesetz nennt sich euphemisch "Gesetz zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten dees geistigen Eigentums". Zusammen mit dem Geldbeschaffungsverfahren "Abmahnung" ( |
| In Bayern (wie
es in anderen Bundesländern ist, weiß ich nicht) gibt es Datenschutz
bei der Gemeinde nur auf Antrag. Vor Jahren habe ich diesen
Datenschutzvermerk eintragen lassen. Anlässlich der bevorstehenden
Landtagswahl berichtete die örtliche Presse, dass – unabhängig von
dieser eingetragenen Datensperre – a) eine Übermittlung an Parteien und Wählergruppen erlaubt ist b) zwischenzeitlich auch eine Internet-Abfrage-Freigabe dazu kam. Für a) und b) musste ich also jetzt erneut eine Datensperre beantragen. Ich finde es unerhört, dass der Gesetzgeber (ohne dass ich es mitkriegte) neue Lücken und Möglichkeiten um meine Daten zu verscherbeln auftat. So sieht der erforderliche Antrag aus: Antrag auf Einrichtung von Übermittlungssperren ... Ich beantrage die Einrichtung folgender Obermittlungssperre(n): a) X an Parteien und Wählergruppen b) X zu Altersjubiläen X zu Ehejubiläen c) X an Adressbuchverlage d) X an Religionsgesellschaften e) X zu Internetauskünften ... Der Eintrag der Übermittlungssperre ist unbefristet und gilt bis auf Widerruf. |
| Nicht nur Deutschland wacht lückenlos über
seine Bürger – auch die US-Regierung erhält künftig gewaltige
Datenmengen über deutsche Bürger; "dank" sei
Innenminister Wolfgang
Schäuble, CDU, und Justizministerin Brigitte Zypries,
SPD. Der Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar warnte vergeblich. Wolfgang Schäuble, CDU, und Justizministerin Brigitte Zypries, SPD unterzeichneten am 11.3.2008 ein Abkommen mit dem US-Heimatschutzminister Michael Chertoff und Justizminister Michael B. Mukadey. Ausgetauscht werden • Daten zur Terrorabwehr, bekanntlich ein dehnbarer Begriff. • Erkenntnisse über »Gefährder«, das sind alle Personen, die laut Geheimdienste eventuell Straftaten begehen könnte; siehe • DNS-Spuren und Fingerabdrücke werden präventiv ausgetauscht. |
| Ein
höchstrichterlicher Spruch spuckte den Online-Überwachern,
"Trojaner-ist-jeden-Bürgers- Pflicht"-Verfechtern, kurzum fast allen
deutschen Innenministern kräftig in die Suppe. Laut Bundesverfassungsgericht verletzt der heimliche Zugriff des Staates auf Privatcomputer und Handys das Grundrecht "auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme" und ist nur in streng begrenzten Ausnahmefälle und nur Damit wurden einige Vorschriften des Verfassungsaushebelungsgesetz aka Verfassungsschutzgesetz aus NRZ von 2006 für verfassungswidrig erklärt. Zugriffe auf private Computer nur • bei drohenden Gefahren für überragende Rechtsgüter wie Leib, Leben und Freiheit einer Person • eine konkrete Gefahr für Güter der Allgemeinheit, den Bestand des Staates oder die Grundlagen der Existenz von Menschen • Daten des absolut geschützen Kernbereichs müssen sofort gelöscht werden • auf richterliche Anordnung. Wie zu befürchten ficht das Karlsruher Urteil einige Innenminister nicht an. |
| "Im Dritten Reich hieß Polizeiarbeit auch
Menschen zu überwachen und ohne Gerichtsbeschluß in Haft zu nehmen, die
man für potentielle Verbrecher, asozial und arbeitsscheu hielt." |
In der Bundesrepublik Deutschland läßt der Staat Menschen überwachen und spioniert ohne Gerichtsbeschluß deren PC aus, Menschen, die man für potentielle Verbrecher, asozial, arbeitsscheu und für verdächtig hält. Verdächtig sind alle, meint dazu Innenminister Wolfgang Schäuble, CDU. |
| Sicherheit auf Kosten der Bürgerrechte?
CDU/CSU: Ja!, SPD, Grüne: Nein! Viele Politiker der C-Parteien (nur stellvertretend: Günther Beckstein, CSU; Wolfgang Schäuble, CDU) wollen künftigen Grund- und Bürgerechtsverletzungen vorbeugen, indem sie diese Rechte einschränken oder gar abschaffen, wie es vielfach schon geschehen ist. In letzter Konsequenz ist das ein unfehlbares Verfahren: wo keine Rechte mehr sind, können sie auch nicht verletzt werden. • Telekommunikationsüberwachung, • Datensammelwut der Sicherheitsbehörden, • Überwachung des Wohnraums, • Rasterfahndung, • Speicherung von Fingerabdrücken, • präventive Abhören von Telefonanschlüssen, • Online-Durchsuchungen von privaten Computerfestplatten, Innenminister Wolfgang Schäuble, CDU, hat viele Pläne (zum Teil schon realisiert) um den Bürger möglichst lückenlos zu überwachen (und zu steuern?). Einige andere Stimmen dazu von der Veranstaltung: "Wie viel Überwachung ist nötig, wie viel Sicherheit möglich?", Evangelische Stadtakademie München, 23.8.2007 Schleswig-Holsteins Innenminister Ralf Stegner, SPD, sprach sich dagegen aus, Sicherheit auf Kosten der Bürgerrechte zu gewährleisten. Es sei nicht sozialdemokratische Politik, gerade die Freiheiten, die man schützen wolle, zu beschneiden oder abzuschaffen. In einem Interview äußerte er sich skeptisch zu Schäubles Pläne für neue Sicherheitsgesetze: Dr. Klaus Hahnzog, Verfassungsrichter a.D., zeigte an konkreten Beispielen auf, welche Auswirkungen die Datensammelei der Polizei auf die Bürger haben kann. Auch wenn sie nur ihre verfassungsgemäßen Rechte wahrnehmen und bei einer Demonstration gegen Rechtsradikale dabei sind, können sie ins Visier, zur Vernehmung und hinter Gittern geraten. Zu Hahnzogs Warnung siehe die schon zahlreichen Journalisten und Wissenschaftler, die wegen loser Bekanntschaft mit einem Araber oder Ähnlichem in die Fänge der Polizei und Justiz gerieten: |
| Überwachungsstaat kann weiter ausgebaut
werden Das Bundesverfassungsgericht billigte die Kontenabrufe durch Behörden ohne Kenntnis des Betroffenen. Diese Abfrage erfolgt inzwischen automatisiert. Der Kontostand kann ebenfalls abgerufen werden, wenn Zweifel bestehen. Die Sammlung der Kontendaten bei den beörden auf Vorrat sei aber unzulässig. Das Gericht argumentierte: das Gemeinwohl (Steuereinzug) habe Vorrag vor den Rechten des Individuums. Wärend der Bundesdatenschützer Peter Schaar dadurch den Datenschutz gestärkt sieht und die Süddeutsche Zeitung gar titelt: "Verfassungsrichter stärken den Datenschutz" (13.7.2007, S. 1), sah dies Hermann Otto Solms, FDP, nüchterner: er sprach von einer weitgehenden Beseitigung des Bankgeheimnisses. SZ, 13.7.2007, S. 1 Früher waren Kontenabfragen durch die Behörden nur bei Anhaltspunkten für eine Straftat zulässig. Nun bestehen keine Hürden mehr. Der Kontenstand darf bei Verdacht (jeder Bürger ist verdächtig, meinen Günther Beckstein und Wolfgang Schäuble) ebenfalls abgefragt werden. SZ, 13.7.2007, S. 26 |
Bürgerrechtler
protestieren gegen den vom Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf,
der noch mehr Schnüffelstaat und Big Brother erlauben soll.
Siehe dazu |
| Kritik am Staatshacking und an den
staatlichen Trojaner für alle Bürger Der Deutsche Anwaltsverein DAV übte scharfe Kritik an der Überwachung der Bürger in Deutschland. Konkret kritisierte er die Onlinedurchsuchungen auch ohne Verdacht, die Vorratsdatenspeicherung der Telekommunikationsdaten und die Beschränkung des Zeugnisverweigerungsrechts. Hartmut Klinger, Präsident des DAV bemängelte, dass alle Bürger verdächtigt werden. Die Unschuldsvermutung wird umgekehrt und der Bürger müsse seine Unschuldbeweisen. Die Summe der in den letzten Jahren angehäuften Eingriffe in die Grund- und Bürgerrechte sei unerträglich. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, SPD, findet die Überwachung der Bürger aber für OK. SZ, 19.5.2007, S. 6 |
| Der Stasi-Relaunch in Deutschland geht weiter.
Eine Sprecherin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble,
CDU, bestätigte, dass deutsche Geheimdienste seit 2005 Privatcomputer
ausspionieren. Angeblich in weniger als einem Dutzend Fällen |
| Die Überwachung der Bürger wird noch
umfassender und lückenloser Wenn es nach Wolfgang Schäuble, CDU, Bundesinnenminister, geht, darf schon bald das BKA, was ide Polizie offenbar macht: Einsicht in die im Internet surfenden Computer. Während der ahnungslose, unbescholtene Bürger im Online z.B. Bestellungen oder Überweisungen ausführt, wird auf seine Festplatte zugegriffen. Sie wird durchsucht. Dabei ist dieser Zugriff ohne Mitarbeit des Bürgers technisch nicht so einfach. Dazu kann beispielsweise ein Trojaner in den Computer eingeschleust werden. Wie Polizei und BKA dabei letztlich derzeit schon vorgehen und zukünftig erweitert vorgehen werden, ließ Dietmar Müller, Pressesprecher des BKA, offen. SZ, 8.12.2006, S. 20 |
| Überwachungsminister
Günther Beckstein
(Beckstein gegen Rechtsstaat, Demokratie
und die Liberalitas Bavariae), CSU, fordert eine noch
stärkere polizeiliche Überwachung des Internets.
SZ, 8.12.2006, S. 1
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| Das
Bundesverfassungsgericht erklärte die Überwachung der Bürger via Handy und IMSI-Catcher für
verfassungemäss. Der Einsatz des IMSI-Catchers (mit dem Handys geortet
werden können) nach §100 iStPO verstößt demnach weder gegen den Schutz
des Fernmeldegeheimnisses, noch gegen die informationelle
Selbstbestimmung. Etwas naiv verließ sich das Gericht dabei auf das
Bundeskriminalamt BKA, das zusicherte, dass die Daten automatisch und
anonym abgeglichen und unverzüglich gelöscht würden. Az.:
2 BvR 1345/03 SZ, 14.10.2006, S. 6
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| Die Überwachung der Bürger soll möglichst
lückenlos werden Jörg Schönbohm, CDU, Innenminister Brandenburg und Günther Beckstein, CSU, Innenminister Bayern fordern eine flächendeckende Videoüberwachung von Bahnhöfen und in Zügen. Wolfgang Schäuble, CDU; Bundesinnenminister, will die Daten der Lkw-Maut zur Verfolgung von schweren Verbrechen und bei der Abwehr von Terrorgefahren – also praktisch immer – verwenden. Dem stimmten zu: Dieter Wiefelspütz, SPD, Wolfgang Bosbach, CDU, Peter Schaar, Bundesdatenschutzbeauftragter (!) und selbstverständlich Günther Beckstein, CSU. SZ, 5.8.2006, S. 6 |
| Der Staat
überwacht nicht nur einfache Bürger, sondern auch Abgeordnete,
Journalisten und Rechtsanwälte. Nach einem Bericht der SZ sollen die
bayerischen Ermittlungsbehörden nach einem Beschluss des Amtsgerichts
München seit Beginn dieses Jahres 2006 den Ulmer Rechtsanwalt Manfred Gnjidic
abgehört haben. Der Anwalt vertritt den vom CIA entführten Deutschen El Masri. Christine Stahl,
rechtspolitische Sprecherin der Grünen: „Das Abhören eines
Rechtsanwalts ist ein Verstoß gegen den besonderen Schutz von
Berufsgeheimnisträgern.“ |
| Der
Horrorvision von George Orwell: 1984 sind wir
schon ziemlich nahe, ohne dass sich jemand besonders daran stört. Die Überwachungsindustrie und der Missbrauch
mit Datenspuren, die Verbraucher achtlos hinterlassen, boomt.
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| Kritik am Gesinnungstest in Baden-Württemberg
(2) Rechtsexperte Florian Geyer: "Der Antragsteller [für die Einbürgerung von Ausländern] muss laut Gesetz nur unterschreiben, dass er die freiheitlich demokratische Grundordnung bejaht und dass er keine extremistischen Bestrebungen verfolgt. Ein Gesinnungstest ist nicht vorgesehen." In "den baden-württembergischen Einbürgerungstests" geht es"gar nicht um Wissensfragen über Demokratie, Rechtsstaat und Grundrechte, sondern es werden Meinungen und Einstellungen abgefragt. Dafür gibt es im Gesetz keine Grundlage." |
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| Kritik am Gesinnungstest in Baden-Württemberg
(1) Nach dem Zentralrat der Muslime und dem Zentralrat der Juden (siehe unten) wurde der Gesinnungstest nur für Einbürgerungsbewerber auch von anderer Seite kritisiert: Katherina Reiche, CDU (kritisierte nur einige Fragen im Fragebogen als überzogen); das Deutsch-Türkische Forum (DTF); Bülent Arslan, DTF: Der Test sei integrationsfeindlich und ausgrenzend; SPD; Grüne; FDP. Günther Oettinger, CDU, der schon öfter unangenehm auffiel ( |
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| Die Überwachung der Bürger wird massiv
ausgeweitet (1) Die Behörden wollen alle Spieler, Funktionäre und Mitarbeiter der Fussball-WM erfassen und überprüfen; so der Sprecher des WM-Organisationskomitee Gerd Graus. Wolfgang Wieland, Fraktionssprecher der Grünen für innere Sicherheit protestierte nur zaghaft: "Die Menschen haben das Recht zu erfahren, wieso sie als potenzielle Bombenleger eingestuft werden". SZ, 9.1.2006, S. 5. Ich meine dagegen, die Bürger haben das Recht, nicht als potenzielle Bombenleger eingestuft zu werden. Die Überwachung der Bürger wird massiv ausgeweitet (2) Muslime in Baden-Württemberg müssen sich einem Gesinnungstest unterziehen. Günther Oettinger, CDU, stärkte seinem dafür verantwortlichen Innenminister Heribert Rech, CDU, den Rücken. Er hält eine Gesinnungsüberprüfung sogar für selbstverständlich. Dagegen kritisierte der Zentralrat der Juden die Gedankenpolizei-Maßnahme. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Nadeem Elyas, kündigte eine Verfassungsklage gegen den Fragebogen an. SZ, 9.1.2005, S. 5 Leider stelle ich in Diskussionsforen fest: die meisten Bürger befürworten die Überwachung, Bespitzelung, pauschalen Verdächtigungen und Benachteiligung aufgrund von Abstammung (Balkan), Rasse (Schwarze werden "bevorzugt") und religiösen Glauben (Islam). |
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| In
Bayern darf die Polizei die Bürger ab 2006 noch lückenloser und
umfangreicher überwachen. Telefone und Handys dürfen präventiv
angezapft werden. Der Landtag beschloß mit der CSU-Mehrheit die
Änderung des Polizeiaufgabengesetzes (PAG). SZ,
15.12.2005, S. 37
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| Die Überwachung der Bürger soll extrem
intensiviert werden. Siehe:
Am Mittwoch 14.12.2005 steht im Europäischen Parlament zur Abstimmung: Entwurf einer Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung. Diese ist nach Auffassung der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union verfassungswidrig. Der Entwurf bindet alle Mitgliedstaaten, gesetzliche Regelungen zu schaffen, die die Telekommunikationsanbieter verpflichten, sämtliche Verkehrsdaten der EU-Bürger aus der Nutzung von Telekommunikation, Mobilfunk und Internet für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten bis zu zwei Jahren zu speichern. Der Richtlinienentwurf verstösst gegen: Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention: Recht auf Achtung des Privatlebens.
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| BigBrotherAward 2005 in der Kategorie
Lifetime geht an Otto Schily, derzeit SPD Aus der Begründung der Jury: "Otto Schily erhält den Preis auch für sein »Lebenswerk«, nämlich für den Ausbau des deutschen und europäischen Überwachungssystems auf Kosten der Bürger- und Freiheitsrechte und für seine hartnäckigen Bemühungen um die Aushöhlung des Datenschutzes unter dem Deckmantel von Sicherheit und Terrorbekämpfung." |
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| Die Überwachung des Bürgers wird
internationalisiert. Die Innen- und
Justizminister von Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, den
Niederlanden, Österreich und Spanien unterzeichneten einen Vertrag des
gemeinsamen Zugriffs auf die Daten der Bürger (DNS, Fingerabdruck,
Kfz-Register). SZ, 28.5.05, S. 8 |
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| DNA Speicherung durch den Staat keineswegs
harmlos. SZ: Warum wehrenSie sich so standhaft dagegen [Generalverdacht und DNA Speicherung]? Justizministerin Brigitte Zypries, SPD: "Weil der genetische Fingerabdruck qualitativ etwas ganz anderes ist als der normale. Genetisches Material gibt Auskunft über höchst persönliche Daten und Erbinformationen. Wir wissen heute einfach noch nicht, was man mit diesem Material in wenigen jahren alles anfangen kann. Außerdem hinterlässt jeder Mensch immer und überall DNS-Spuren wie Haare oder Hautschuppen. das kann schnell zu einem Tatverdacht führen – und damit zu einer Aushöhlung der Unschuldsvermutung." SZ, 12.5.2005, S. 5 |
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| Das
Bundesverfassungsgericht urteilte: die Staatsgewalt darf Tatverdächtige
(und wer ist das nicht?) mit Hilfe des GPS überwachen. Diese
Überwachung verletze nicht die Grundrechte der Bürger.
Rundumüberwachung sei aber unzulässig. Videoüberwachung, Überwachung
des Post- und Telefonverkehrs und lückenlose Überwachung per GPS ist
keine unerlaubte Rundumüberwachung. Az.: 2 BvR 581/01; SZ, 13.4.2005, S. 1 |
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| DNA Speicherung durch den Staat keineswegs
harmlos. Genetische Diskriminierung bei
Versicherungen und beim Arbeitgeber ist in Deutschland kein Einzelfall.
Eine Lehrerin wurde 2004 nicht verbeamtet, weil sie ein 50-%-iges
Risiko hat, an Morbus Huntington (Veitstanz) zu erkranken. Sie klagte
(noch) erfolgreich. Die genetische Diagnose eines familiären
Dickdarmkrebses (Familiäre adenomatöse Polyposis FAP) führte zu
Ratschlägen, keine Kinder zu zeugen. SZ,
5.4.2005, S. 9
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| Während sich
die Abgeordneten mehr Transparenz verweigern (keine
genaue Bekanntgabe ihren Nebenjobs und Lobbytätigkeit |
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| Hans Peter Uhl, MdB,
CSU, ehemaliger Kreisverwaltungsreferent der Stadt München, zum
Münchner Lokal Substanz,
in dem u.a. der Poetry Slam
stattfindet. "Ich weiss noch, dass da nachts öfter mal irgendwelche
Leute rumgeschlichen sind. Das haben wir ja am anderen Tag auf den
Bildern der Überwachungskameras am Kreisverwaltungsreferat sehen
können." SZ, 10.3.2005, S. 47
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| Kontrolle der Konten durch den Staat Behörden sollen Zugriff auf die Konten der Bürger erhalten; vorerst soll es nur ein Lesezugriff sein. Obwohl dies im Vergleich zu DNA-Analyse und Video- und Lauschangriff ( |
DNA-Analyse bei möglichst vielen Bürgern fordert dagegen Günther Beckstein, CSU: "Gegenwärtige Rechtslage bei DNA-Analyse behindert noch effektivere Verbrechensbekämpfung – Datenschutzbedenken nicht stichhaltig". Alle Bürger erklärt er zu potenziellen Straftätern: "Wir brauchen den genetischen Fingerabdruck als erkennungsdienstliche Standardmaßnahme um schwerste Verbrechen aufzuklären und Tätern das Handwerk zu legen, bevor sie wieder morden, vergewaltigen und Kinder schänden." |
| Gesetz zur
Förderung der Steuerehrlichkeit: "Die Regierung behandelt Unternehmer, als seien sie potenzielle Verbrecher." Dr. Josef Deindl, Vorsitzender des Regionallkreises Südostbayern der Selbständiger Unternehmer ASU, OVB, 25.2.2005, S. 10 |
DNA-Analyse: |
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| BKA-Präsident
Jörg Ziercke
forderte zum Kampf gegen rechtsextreme Internet-Kriminalität, dass
Provider ihre Daten mindestens sechs Monate speichern müssen, "damit
beweiskräftig ermittelt werden kann, wer wann auf strafbare
Webauftritts zugegriffen hat". Anscheinend ist auch schon der Zugriff
strafbar. |
| Die Regierung
unter Edmund Stoiber, CSU, drängt auf weitere
Überwachung der Bürger durch Ausweitung der
DNA-Analyse für die Verbrechensbekämpfung. Obwohl die schnelle
Aufklärung im Fall Moshammer mit der DNA-Analyse gezeigt hat, dass die
derzeitgen Ermittlungsmethoden ausreichen und obwohl heute praktisch
100 % der Kapitalverbrechen in Bayern aufgeklärt werden, wollen
Stoiber, Innenminister Dr. Günther Beckstein und Justizministerin Dr.
Beate Merk, alle CSU, das Überwachungsnetz enger ziehen. |
| Überwachungskamera nutzlos Anschlag am 9. Juni 2004 in Köln. Die Überwachungskamera nimmt die Attentäter auf: die beiden mutmaßlichen Attentäter kamen mit einem Mountainbike und einem Damenfahrrad. Die Sonderkommission tappt nach drei Monaten noch im Dunkel. (SZ, 3.9.2004, S. 10) |
| Die Bankverbindungen der Bürger können von Behörden eingesehen werden. Ab 1. April 2005 haben alle Behörden, die mit "Begriffen des Einkommensteuergesetzes" zu tun haben, ein automatisiertes Kontenabfragesystem nutzen können. Das "Gesetz zur Förderung der Steuerehrlichkeit" erlaubt es. Zu den abzufragenden Informationen gehören: wer ein Konto oder Depot hat; Kontostand, Aktienbestand, Geldbewegung. OVB, 23.8.2004, S. 29 |