| Lizenz zum Töten Bundesinnenminster Wolfgang Schäuble, CDU, plant den Quasi-Verteidigungsfall Hier geht es nicht um Lizenz zum Töten [Licence to Kill], James Bond Film, 1989; dazu siehe Noch lautet der Art. 102 GG: "Die Todesstrafe ist abgeschafft". |
| Wolfgang Schäubles Vorschläge sind nicht
nur die Menschenwürde verachten, das Grundgesetz mißachtend und
völlig überzogen, sondern teilweise auch eine Lachnummer. So sei zu überlegen, ob man
für sogenannte Gefährder, die nicht abgeschoben werden könnten,
bestimmte Auflagen erlasse, "etwa ein Kommunikationsverbot im Internet oder mit
dem Handy". |
Nach der massiven Kritik an den
Plänen des Innenministers Wolfgang Schäuble zur Sonderbehandlung von
Terroristen und solchen, bei denen der Verdacht einer Straftat besteht (!!!)
gibt es mehrfache Gegen-Gegen-Reaktionen:
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| Bundespräsident Köhler kritisierte in
scharfer Form Ideen und Vorgehensweise des Innenministers Wolfgang
Schäuble.
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| Wolfgang
Schäuble, CDU, will noch eine Lizenz
zum Töten. Terroristen und mögliche Attentäter sollen gezielt getötet werden dürfen. Dagegen läuft die Opposition (noch) Sturm. Sogar Wolfgang Bosbach, CDU, zeigte sich skeptisch. Das gezielte Töten von Attentätern halte er für problematisch. Die Linke und die Grünen forderten den Rücktritt Schäubles. Claudia Roth, Grüne: "Das [die Lizenz zum Töten ohne Gerichtsverfahren] hat mit unserem Rechtsstaat und unserer Demokratie nichts zu tun." Dagegen kommt für Angela Merkel, CDU, die radikale Aufhebung des Artikels 102 GG durchaus in Frage. Im TV-Sender RTL (»Tutti Frutti«) sagte die Kanzlerin: "Ich glaube, dass wir eine Bedrohung haben, die wir vor zehn Jahren noch nicht gekannte haben. Und deshalb ist es auch die Pflicht jeder Politik über die neuen Bedrohungen nachzudenken. [...] Denkverbote helfen nicht weiter". SZ, 11.7.2007, S.1 Kann es bald auch in Deutschland wie in Islamabad, Pakistan, am 11. Juli 2007 lauten: "Blutbad in Roter Moschee. Säuberung der Moschee von Terroristen" ? Dabei fällt fast nicht mehr ins Gewicht, dass Wolfgang Schäuble auch eine "Internierung von Gefährdern" fordert. Das heißt, Unschuldige sollen, nur weil sie potentielle Gefährder sind, eingesperrt werden dürfen. Die Ministerpräsidenten Roland Koch, CDU, Hessen, und Günther Oettinger, CDU, Baden-Württemberg, begrüßten den Vorschlag Schäubles. (Oettinger schob vor kurzem posthum Nazi-Richter Hans Filbinger in die Nähe der Weißen Rose; bedauerte dies später aber). |
| Als "rechtliches
Problem" bezeichnete Wolfgang Schäuble die gezielte Tötung von
Verdächtigen durch den Staat. Würde etwa Osama Bin Laden
aufgespürt und stünde eine derartige Entscheidung an, wären die
Rechtsfragen in Deutschland "völlig ungeklärt", so der Innenminister.
Hier lügt Schäuble. Die
Rechtsfrage ist geklärt: Art.102 GG: "Die Todesstrafe ist abgeschafft".
Das gilt selbstverständlich auch für die Tötung ohne
Gerichtsverfahren. Schäuble weiter: "Wir sollten versuchen, solche Fragen möglichst präzise verfassungsrechtlich zu klären und Rechtsgrundlagen schaffen, die uns die nötigen Freiheiten im Kampf gegen den Terrorismus bieten." |
| Wolfgang Schäuble, CDU, plant die Regeln des
Kriegsvölkerrechts für Deutschland Lebensrecht und Menschenwürde werden in gewissen Fällen zum Abschuß freigegeben |
| Das Bundesverfassungsgericht wies die von der Regierung Schröder, SPD, Fischer, Grüne, geplante Erlaubnis zum Abschuß von Flugzeugen als gegen die Menschenwürde verstoßend und damit verfassungswidrig zurück. Gerichtsurteile jucken manche Politiker wenig. So plant Bundesinnenminster Wolfgang Schäuble, CDU, erneut eine Lizenz zum Töten. |
| Schäuble will bei einer
Flugzeugentführung den Quasi-Verteidigungsfall ( Schon im Mai 2006 planten Innenminister Wolfgang Schäuble und Verteidigungsminister Franz Josef Jung, beide CDU den Verteidigungsfall neu zu definieren.Nicht nur am Hindukusch, nein auch im Taunus, über Unterföhring und an der Spree wird Deutschland verteidigt. |
| Innenpolitiker Dieter Wiefelspütz, SPD, lehnte Vorschläge
aus dem Haus von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, CDU ab, der
Bundeswehr mit dem Abschuss von entführten Passagierflugzeugen eine Lizenz
zum Töten zu geben.
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| Volker
Beck, Grüne, warnt vor dieser »Lizenz zum
Töten«. Der Vorschlag Schäubles verwische die Grenzen zwischen
Kriminalitätsbekämpfung und Krieg.
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| Sabine
Leutheusser-Schnarrenberger, Rechtsexpertin der FDP-Fraktion und
frühere Bundesjustizministerin, griff den Innenminister Schäuble in
der Süddeutschen Zeitung scharf an: "Schäuble ist davon besessen, mit
aller Macht den Abschuss von Passagieren zuzulassen, die sich in der Hand von
Terroristen befinden." SZ, 3.1.2007, S. 5 Max Stadler, FPD, mahnte Schäuble, das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu respektieren. Stadler meinte, die Bindungswirkung von Entscheidungen des höchsten Gerichts sei rechtsstaatliche Konstante in der Geschichte der Bundesrepublik. Zählt Stadler Bayern nicht zur Bundesrepublik? Ex- Bundesinnenminister Gerhart Baum, FDP: "Der Vorstoß von Innenminister Schäuble ist eindeutig verfassungswidrig", OVB, 3.1.2006, S. 2 |
| »Quasi-Verteidigungsfall« |
Die Entführung
eines Passagierflugzeugs durch Terroristen soll nach den Vorstellungen von
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, CDU
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