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alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich, manche sind
gleicher Zahlreich sind die Ungleichbehandlungen vor deutschen Gerichten |
| Inzwischen spannte es auch die HypoRealEstate
HRE als Unternehmen: die Anwälte der HRE lasten dem ehemaligen Konzernchef
Georg Funke schwere Fehler und
Versäumnisse an. Beim Münchner Landgericht wurde eine entsprechende
Klage eingereicht. Ende 2008 wurde der hochüberbezahlte Vertrag des
Desaster-Vorstands fristlos gekündigt, das Altersgeld ab dem 60.
Lebensjahr Funkes von jährlich 560.000 Euro (!) wurde gestrichten. Funke
verklagte die HRE daraufhin auf Vertragserfüllung. Erst dadurch wohl wurde
die HRE bewogen gegen Funke Klage zu erheben. SZ, 29.5.2009, S.
23 |
| Während beispielsweise Klaus
Zumwinkel, Ex-Vorstandsvorsitzender der Post, vom Gericht mit gepolsterten Samt-Daunen-Handschuhen behandelt
wurde, spüren kleine Leute, Ausländer oder Angehörige
unbeliebter Volksgruppen die volle Härte des deutschen Rechtssystem,
siehe zum Beispiel |
| Die größten wirtschaftlichen
Versager waren die Manager der HypoRealEstate HRE. Das Kreditinstitut braucht
102.000.000.000 Euro nur um zu Überleben. Der ehemalige Konzernchef
Georg Funke und der frühere
Finanzvorstand, Markus Fell, beide
hauptverantwortlich für die disaströse Lage der HRE, wurden fristlos
entlassen. Verglichen mit beispielsweise mit einer Kassiererin, die wegen 1,30 Euro fristlos entlassen wurde, müssten die beiden rückwirkend etwa zu 5000 vor Christus entlassen werden; alle seitdem an sie gezahlten Gehälter sind mit Zins und Zinseszins zurückzuzahlen. Doch es kommt härter: Funke und Fell klagen vor Gericht ihre Verträge, die bis September 2013 laufen würden, ein und Funke macht seinen Anspruch auf Ruhegeld geltend. Bei Erfolg bekäme er 560.000 Euro Rente im Jahr. Sein Gehalt lag zuletzt bei 800.000 Euro im Jahr. SZ, 27.2.2009, S. 26 Georg Funke lotse die HRE in ein wahnsinniges Schuldengrab: der Steuerzahler musste das Ruinunternehmen mit 102.000.000.000 Euro stützen. Unverdrossen klagt der wegen seines Missmanagements entlassene Ex-Chef auf Gehaltszahlungen von 3,5 Millionen Euro. "Empörung über Funke", SZ, 9.3.2009, S. 18 |
| "... für mich steht fest: Der Umgang der Bankvorstände
im Zusammenhang mit dem Kauf von Schrottpapieren ist pflichtwidrig", Prof.
Marcus Lutter, Jurist, OVB,
3.3.2009, S. 2 Marcus Lutter: |
| Dem Steuerhinterzieher
Klaus Zumwinkel, Ex-Vorstandsvorsitzender
der Post, bescheinigte das Gericht "kriminelle Energie". Trotzdem verließ
Zumwinkel den Gerichtssaal als freier Mann. Im Jahre 2008 lagen auf Zumwinkels
Konten in Liechtenstein ca. 11,8 Millionen Euro. Trotzdem befand ihn das
Gericht nur schuldig 967.815 Euro Steuern hinterzogen zu haben. Er
schädigte also den deutschen Steuerzahler nachweislich fast um eine
Million Euro. Er selbst beglich einen Gesamtschaden von 3,9 Millionen Euro. Das
Gericht wertete es ihm hoch an, dass er geständig war und Reue
zeigte. SZ, 27.1.2009, S. 1 Als dagegen eine Kassiererin Pfandbons im Werte von 1,30 Euro unterschlug zeigten die Gerichte durch mehrere Instanzen volle Härte: Als ich beim Falschparken (es ging um 30 Euro) geständig war und Reue zeigte, half mir das nichts. |
| Merke: Müllmänner,
Lehrer(innen) und Kassierer(innen) etc. erwartet die volle Strenge des
Gesetzes; Manager, Sportstars und Parteiamigos werden für völliges
Versagen belohnt und gehen für Steuerhinterziehung
(Liechtenstein) in Millionenhöhe frei aus dem Gerichtssaal. |
| Links |
| "Alle Tiere sind gleich, aber manche sind gleicher", aus: |
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| Literatur |
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| Jürgen Roth: Ermitteln
verboten! Reinbek: Rowohlt 2007. Broschiert: 336 Seiten
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