| Immer
noch keine freie Marktwirtschaft in Deutschland "Wer sich auf den Staat verlässt, ist verlassen" Dr. Werner Görg, Gothaer Versicherungsbank, Gothaer Magazin, Juli 2004, S. 20 "I like this private ownership, I wanna be left alone Let the Government run his business and let me run my own" Grandpa Jones |
| Dem Verein "Kindertafel Glockenbach e.V." in
München wurde mitgeteilt, dass er das Wort "Tafel" widerrechtlich
benütze. Unterlassungserklärung und Kosten über 1379,80 Euro
wären fällig. Das Wort "Tafel" ist vom Bundesverband Deutsche Tafel
e.V. geschützt und darf nicht verwendet werden. Der markenrechtliche
Irrsinn, verbunden mit teuren Abmahnungen ( |
| Schufa,
Creditreform Consumer, Arvato Infoscore und Bürgel schaffen ein Klima des
Misstrauens mit vielen fehlerhaften Daten über die
Bundesbürger Die Schufa speichert heikle Daten von über 64 Millionen Verbaucher ohne deren Wissen. Will ein Bürger Auskunft darüber, ob und was von ihm gespeichert ist, so kostet dies im Normalfall eine Gebühr von 7,80 Euro, obwohl die Schufa mit diesen persönlichen Daten des Bürgers Geld verdient. Soweit, so schlimm. Doch es kommt noch gröber: viele der Daten sind falsch. "Die Datenqualität ist das Problem", so Helga Springeneer, Finanzexpertin beim Bundesverband der Verbraucherzentralen Vzbv. SZ, 24.1.2008, S. 27. So schafft die Schufa (mit vielen anderen geheimen und geheimsten Organisationen in Deutschland) ein "Hokuspokus zum Nachteil der Verbraucher" (Überschrift der SZ, 24.1.2008, S. 27) Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner, CSU, hält die Fehlerquoten der gesammelten Daten sind viel zu hoch. Presse und Politiker beschwichtigen: der Verbraucher könne die Fehler berichtigen. Sie verschweigen, dass die Geheimdatensammler hohe Gebühren für die Selbstauskunft verlangen, so z.B. die Schufa 15,60 Euro Hannah Wilhelm: "Schluss mit dem Schufa-Schmu", SZ, 21.8.2009, S. 22 |
| Mehrere Krankenkassen, z. B. BKK Mobil Oil,
wollten ihre Beiträge zum Juli 2005 senken. Das BVA Bundesversicherungsamt
verweigerte die Genehmigung der Beitragssenkung in der gewünschten
Höhe. SZ, 4.7.05, S. 21 1. Betragssenkung muss
genehmigt werden!
|
| Media Markt startete die Fussball-EM mit einer
ungewöhnlichen Wette. Wer am Dienstag, 1. Juni 2004 in einer der Filialen
einen Fernseher kaufte, bekommt den vollen Kaufpreis zurück, wenn das
deutsche Team Europameister wird. Die Aktion, die im Rahmen des
25-jährigen Media-Markt-Jubiläums gestartet wurde, lief unter dem
Slogan "Die größte EM-Wette aller Zeiten. Fernseher umsonst." Doch
Preisvorteile für den Verbraucher sind im
wettbewerbsfeindlichen Deutschland verpönt. Das Hamburger
Landgericht untersagte per einstweiliger Verfügung drei Filialen von
Media-Markt die Fortführung der Aktion zur
Fußball-Europameisterschaft. Der Hamburger Verein für lauteren
Wettbewerb, bei dem unter anderem Otto und Karstadt Mitglied sind, vereitelte
die Aktion. Die betroffenen Filialen dürfen nun den Kaufpreis nicht
erstatten. |
| Neukunden erhalten bei Amazon.de keine
Startgutscheine mehr. Amazon hatte bisher neuen Kunden einen Gutschein im Wert
von fünf Euro angeboten. Dieser konnte beim Kauf von Büchern
eingelöst werden. Gegen diese Praxis klagte der
Preisbindungs-Treuhänder der Verlage, Dieter Wallenfells: Amazon biete
einen unzulässigen Nachlass. Die Richter forderten Amazon auf, keine
Gutscheine mehr auszugeben. netzeitung, 24.11.2003:
|
| Der Praktiker Baumarkt (eine
Metro Tochter) wollte nahezu für alle Artikel die Preise um 20 % senken.
Das Landgericht Hamburg untersagte dies. Eine Konkurrent hat eine einstweilige
Verfügung gefordert. Daraufhin wollte das Unternehmen bei einem Kauf von
mehr als 50 Euro einen Rabatt von 20 % gewähren. Das Landgericht Hamburg
untersagte dies. Niedrigere Preise in Deutschland verboten. SZ, 6.10.2003, S.21 |
| Bürokratiekosten, der Wirtschaft durch die
Politiker auferlegt: bei Kleinbetrieben 4300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr, bei
Großbetrieben 115 Euro, so Hanns-Eberhard Schleyer, Generalsekretär
des Deutschen Handwerks. SZ, 13.8.2003, S.21 |
| Nur für kurze Zeit darf man in Deutschland mit
Sonderangeboten unter den Einstandspreis gehen; allenfalls drei Wochen lang.
Was darüber hinausgeht, ist (bußgeldbewehrt) verboten.
SZ 9.8.2003, S. 17. Hochpreise sind im Gesetz gegen
Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) gesetzlich vorgeschrieben. Es
müßte korrekt Gesetz für Wettbewerbsbeschränkungen
heißen. |
| "Gegen Zwangswirtschaft". Überschrift des
Gastkommentars von Heinrich Traublinger im
OVB, 7.8.2003, S. 27. Ein Witz? Ein Versehen? Heinrich Traublinger, MdL, ist
als Präsident der Handwerkskammer für München und Oberbayern
geradezu eine Ikone der Zwangswirtschaft. |
| Wolfgang Clement; SPD,
lockert den Meisterzwang in 65 von 94 Handwerksberufen. Heinrich Traublinger, Präsident der
Handwerkskammer für München und Oberbayern, ist für die
Beibehaltung des Zwangs. Bei vielen der 580.000 Betriebe ist dagegen die
Lockerung willkommen. OVB, 30.5.2003, S.33 Das zeigt:
die Bosse der Kammern kümmern sich um die Meinung ihrer Mitglieder
wenig. |
| Deutschland weiterhin wettbewerbsfeindlich =
verbraucherunfreundlich. Der Hamburger Carlsen Verlag hat ein gerichtliches
Verbot gegen Amazon.de erwirkt, das es diesem untersagt, sich durch Angebot von
Preisnachlässen Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Boersenblatt online Newsletter vom 12.02.2003 |
| Ein Friseur darf keine Treueprämie an seine Kunden geben.
Bei einem Abonnement über sieben Haartönungen darf er dem Kunden
keine achte kostenlos geben! OLG Jena, 2 U 362/01
(Münchner Merkur, 31.10.2002, S.32) Saftige Preiserhöhungen
sind dagegen jederzeit erlaubt. |
| Endlich raffte sich die CSU auf, die
anachronistische Sperrzeit (Gastwirte dürfen bekanntlich nicht
durcharbeiten) wenigstens um eine Stunde zu verkürzen. Von 2003 an soll
die Sperrzeit um zwei Uhr (von Sonntag bis Donnerstag) und um drei Uhr (Freitag
und Samstag) beginnen. SZ, 2.10.2002, S.59 Von einer
Liberalisierung kann keine Rede sein. Mysteriös ist deshalb die Aussage
von Innenminister Dr. Günther Beckstein, CSU: "Wenn verschiedentlich
behauptet wird, ich hätte mich gegen eine Sperrstundenliberalisierung
ausgesprochen, ist dies schlichtweg nicht richtig." (Pressemitteilung
Stmi) Wenn dies richtig ist: wann kommt dann die
Liberalisierung? |
| SZ: Sie rufen nach mehr Staat? Porter: "Das wäre ein
Missverständnis. In Deutschland greift der Staat häufig in die
Wirtschaft ein, dabei schadet er ihr immer mehr. Andere Länder haben
Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen und ähnliches abgebaut, in
Deutschland haben sie dramatisch zugenommen." SZ-Interview mit
Michael Porter, Harvard Business School, 20.9.2002, S.21
|
| Innenminister
Günther Beckstein, CSU, diktiert der Gastronomie weiterhin,
wann sie öffnen dürfen. Die Sperrzeit von 1 bis 6 Uhr bleibt. Gegen
eine Gebühr von ca. 45 Euro pro Stunde (!) können Münchner
Gastronomen eine Ausweitung beantragen. SZ, 22.6.2002,
S.53 Hierzu bezichtigt Günther Beckstein die SZ der Lüge:
"Wenn verschiedentlich behauptet wird, ich hätte mich gegen eine
Sperrstundenliberalisierung ausgesprochen, ist dies schlichtweg nicht richtig",
stellt Innenminister Dr. Günther Beckstein erneut klar. PM 375/02 vom
09.07.02 |
| Das Bundeskartellamt schreibt
der Lufthansa die Preise vor und bekam vor Gericht recht. Die Deutsche
Lufthansa muß auf der Strecke Frankfurt Berlin die
verbraucherfreundlichen Niedrigpreis Tickets stoppen und ihre Tickets um
mindestens 30,50 Euro teurer als die Konkurrenz anbieten. Münchner Merkur, 12.4.2002, S.33 |
| Die Wettbewerbsverhüter aus Bad Homburg haben wieder
zugeschlagen. Sie zogen vor Gericht, weil C&A eine verbraucherfreundliche
Rabattaktion durchführte. Sie bekamen recht, da sich das deutsche
Wettbewerbsrecht an Hochpreisunternehmen orientiert, nicht am Verbraucher.
C&A muß eine Million Euro Strafe zahlen; geht aber in Berufung.
SZ, 28.3.2002, S.23 |
| Das Bundeskartellamt untersagte der Deutschen Lufthansa auf der
Strecke Frankfurt Berlin billiger zu sein als der Konkurrent Germania.
Sie betätigen sich als Wettbewerbsverhüter. SZ
20.2.2002, S.21 |
| Oft wird das Bundeskartellamt in den Medien als
"Wettbewerbshüter" bezeichnet. Weit gefehlt. Dem Bundeskartellamt obliegen
"(nur) die Durchsetzung des Kartellverbotes, die Aufsicht über den
Missbracuh marktbeherrschender und marktstarkter Stellungen, die Kontrolle von
Unternehmenszusammenschlüssen sowie die Nachrpüfung von
Vergabeaufträgen des Bundes." (Brief vom 5.2.2002 an mich). Das
Bundeskartellamt hat eine sehr enge Sicht ihrer Aufgaben (durchaus
beamtentypisch), keinesfalls ist es an mehr Wettbewerb interessiert und es
greift nicht ein, wenn eine Zentrale in Bad Homburg
dafür sorgt, daß keiner aus dem Hochpreisparadies
ausschert. |
| Kanzlerkandidat Edmund Stoiber,
CSU, steht für Staatsdirigismus. Als Ministerpräsident in
Bayern setzte er alles daran die marode Maxhütte und die Schmidt-Bank zu
retten. Die Biotechnologie wird vom Staat Bayern massiv subventioniert. Münchner Merkur, 21.1.2002, S.33 |
| Die Münchner Einzelhändler wollen
wenigstens an sechs Terminen samstags ihre Geschäft länger
öffnen. Der Stadtrat München ist mehrheitlich gegen etwas mehr freie
Marktwirtschaft. SZ, 5.1.2002, S.50 |
| Das Textilunternehmen C&A lockte Kartenzahler mit einem 20
Prozent Rabatt. |
| Das Rabattgesetz wurde nach fast 70 Jahren
ersatzlos gestrichen. Ein Meilenstein hin zur freien Marktwirtschaft ein
Schlag ins Gesicht für alle Planwirtschaftler, Bremser und die Zentrale
(deren Namen ich nicht nennen darf; |
| Die bayerischen Winzer sind künftig zu einer jährlichen
Zwangsabgabe in eine gmeinsame Werbekasse verpflichtet. Diese dirigistische, planwirtschaftliche Maßnahme
beschloß die CSU-Mehrheit im
bayerischen Landtag. SZ, 13.7.2001, S.50 |
| "Die Politik der
Dauerreglementierung ist gescheitert. Das müssen wir uns endlich
eingestehen." Ex-Gesundheitsminister Horst
Seehofer, CSU, zur Gesundheitspolitik; auf die Wirtschaftspolitik
locker übertragbar. Der Spiegel 27/2001,
S.24 |
| Das Nazi-Rabattgesetz wird abgeschafft. Für die Beibehaltung
der Wettbewerbsknebelung stimmten lediglich CDU, CSU und PDS. SZ, 30.6.2001, S.5 "Ich appelliere an die SPD zum bisherigen
Konsens aller Demokraten zurück zu kehren und nicht mit Extremisten
zusammenarbeiten, gleichgültig ob von Rechts oder von Links", gab
Innenminister Dr. Günther Beckstein
heute in München bekannt. Bayerisches Staatsministerium
des Innern Pressestelle, PM 285/01 vom 28.06.01 Beckstein weiß
anscheinend nichts über die Zusammenarbeit zwischen CSU und PDS wenn es um
Nazi-Gesetze geht. |
| Der Bundestag hält mit den Stimmen der
rot-grünen Regierungskoalition und der PDS an der Planwirtschaft fest: das
Briefmonopol der Deutschen Post AG wurde bis zum Jahr 2007 verlängert. Das
Briefmonopol sichert der Post einen Großteil ihres Gewinnes. SZ, 29.6.2001, S.5 |
| Im Jahre 1999 wurden mit dem Risikostrukturausgleich zwischen den Krankenkassen
22,7 Milliarden DM umverteilt. Gut
wirtschaftende "reiche" Kassen subventionieren so zwangsweise die "armen".
Süddeutsche Zeitung, 2.3.2001, S.13 |
| Das Rabattgesetz soll
endlich wegfallen. Dies beschloß die Regierungskoalition von SPD und
Grüne. Jahrzehntelang hat es die CDU/CSU/FDP-Regierung so belassen; nun
will die CDU die Befreiung auf ihre Fahnen schreiben |
| Gesetze aus der Nazi-Zeit
(Zusatzgeschenkeverbot 1932, Rabattgesetz 1933) bestimmen den Handel
Deutschlands im Jahre 2000: keine freie Marktwirtschaft; gegen den Verbraucher
gerichtet. Süddeutsche Zeitung, 8.4.2000, Seite
1 |
| Die Post will das Briefporto erhöhen.
Wirtschaftsminister Werner Müller
(parteilos) will die ihm zugeordnete Regulierungsbehörde für Telekommunikation und
Post einschalten. Das muss man sich bei der angeblich freien
Marktwirtschaft auf der Zunge zergehen lassen... Regulierungsbehörde
für Telekommunikation und Post. Münchner Merkur,
20.März 2000, Seite 1 |
| "Dem Börsenaspiranten T-Online wird
per Gerichtsbeschluss verboten, die
Teilnahme an einer Kundenumfrage mit der bevorzugten Vergabe der Aktien zu
verbinden." Landgericht Hamburg, basierend auf dem Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb von 1907.
Süddeutsche Zeitung, 18.3.2000, Seite 31 |
| Adolf Dinglreiter,
CSU, Befürworter von staatlicher Reglementierung (siehe auch
weiter unten), lehnt mit der "CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag eine
generelle Liberalisierung der Ladenschlusszeiten ab." Oberbayerisches Volksblatt, 28.Oktober 1999, Seite 12 |
| Telekom wollte die Gebühren senken, doch Klaus-Dieter
Scheurle von der Regulierungsbehörde (Planwirtschaft!) lehnte ab. Schon im
März 1999 wurde der Telekom untersagt, den Preis für
Ortsgespräche nach 21 Uhr zu senken. Die Zeit,
23.September 1999, Seite 29 |
| Landgericht Mannheim: Die Elektrohandelskette
Promarkt darf zu ihrem Billigstromangebot keinen Farbfernseher als Zugabe
geben. Münchner Merkur, 23.September 1999, Seite
5 |
| Barbara Stamm, CSU, und
weite Kreise der CDU/CSU sind gegen
Abschaffung des Ladenschlußgesetzes und damit gegen die freie Marktwirtschaft. Süddeutsche Zeitung, 5.August 1999, Seite 6 |
| Alois Glück,
CSU:"Ich plädiere gegen die großzügige Preisgabe des
Sonntags." Münchner Merkur, 1.Juli 1999, Seite
3. |
| Adolf Dinglreiter, CSU,
Befürworter von staatlicher Reglementierung, legte einen
Zehn-Punkte-Katalog zum Ausbau der
Planwirtschaft vor: Bau großer Einkaufszentren soll erschwert
werden; diese sollen nur noch 10% der Kaufkraft abschöpfen dürfen.
Süddeutsche Zeitung, 29.Mai 1999, Seite 60 |
| Heftigen Widerstand will die CSU-Fraktion im
Landtag der Liberalisierung der Ladenschlußzeiten entgegensetzen.
Adolf Dinglreiter, CSU, Befürworter
von staatlicher Reglementierung: "Wenn es in Bonn zu bunt getrieben wird,
werden wir eine eigene Länderregelung fordern." Süddeutsche Zeitung, 29.Mai 1999, Seite 60 |
| "Die Telekom darf ihre Gebühren für
Ortsgespräche nicht auf einen Minutenpreis von drei Pfennig senken. Mit
dieser Entscheidung hat die Regulierungsbehörde für Telekommunikation
erstmals eine Preissenkung untersagt." Münchner Merkur, 17.März 1999, Seite 1 |
| "Was halten Sie von der freien Marktwirtschaft in Deutschland?" - "Schön wär's!" |