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Der Staat und unsere Abgeordneten bedienen sich
KorruptionDer Staat und unsere Abgeordneten bedienen sich Korruption
Ohne Hemmungen beuten der Staat und die Abgeordneten unsere Steuergelder aus
"Nations are governed by self-interest, but they prefer to believe that their aims are altruistic"
aus Maugham W.S. Maugham "Lord Mountdrago"

"Weniger Staat bedeutet mehr Freiheit für alle" Werbung der Privaten Krankenversicherer, Juli 2003
Süßer die Kassen nicht klingeln, als für unsere Politiker
korruptPetition gegen käufliche Politik
mdb Aufwandsentschädigungen für Bundestagsabgeordnete
postenschieberei Belohnung durch Posten 
Diäten Bund Länder Diäten in Bund / Ländern 
Doppelmoral Doppelmoral
Stoiber Edmund Stoiber, CSU, tourt durch die Welt und schafft neue Bürokratie
mdb Entschuldigtes Fehlen der MdB
Diäten Bund Länder EU Parlamentarier sahnen ab
flugbereitschaft Flugbereitschaft etc. 

korruption Inhaber öffentlicher Ämter mit zahlreichen Nebenjobs
korruptionsregister Korruptionsregister
korruption Literatur zur Absahnung und Korruption
Diäten Bund Länder Monatliche Einkommen der bayerischen Minister etc.
parteiensubvention Parteiensubvention
mdl Politiker-Privilegien
Prozesshansl Prozesshansl Gerhard Schröder, SPD
Korruption Wolfgang Schaupensteiner wechselt die Front
steuersystem Horror-Geflecht deutscher Steuergesetze
verdienstorden Bayerischer Verdienstorden und ähnliches
Überversorgung Abgeordnete Regierungsmitglieder Überversorgung der Abgeordneten und Regierungsmitglieder
Unterbringung ehemaliger Ministerialbeamter in der Wirtschaft: speziDrucksache Nr. 14/3122 vom 13.03.2000
spenden Die staatliche Parteienfinanzierung (pdf)
spendenKontroverse um Parteispenden
spendenVeröffentlichung von Spenden > 50.000 Euro (pdf)

Immer noch gültig:
In Bayern gilt: Partei <=> CSU <=> Land Bayern <=> Regierung <=> Legislative + Judikative + Exekutive,

siehe amigos Saludos amigos
Kann etwas für die Parteiinteressen der Staatspartei CSU missbräuchlich sein?
In einem Schreiben an den Präsidenten des Bayerischen Obersten Rechnungshofs, Dr. Heinz Fischer-Heidlberger, forderte die bayerische Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag Margarete Bause den Rechnungshof auf, zu prüfen, ob durch die für die Jahre 2006-2008 veröffentlichten demoskopischen Untersuchungen (Resonanzstudien) der Staatskanzlei öffentliche Gelder missbräuchlich für die Parteiinteressen der CSU verwendet wurden.
PM Grüne: Rechnungshof soll Umfragen-Affäre prüfen, 9.8.2010
Kleiner Tipp für Frau Bause und die Landtagsgrünen: Dr. Heinz Fischer-Heidlberger war u.v.a.
• Referent im Bayerischen Staatsministerium des Innern
• Persönlicher Referent des Bayerischen Ministerpräsidenten
• Büroleiter des Leiters der Staatskanzlei
• Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz
Fischer-HeidlbergerPräsident des Bayerischen Obersten Rechnungshofs; siehe dazu gleich anschließend: Kontrollorgane sind verbandelt mit den zu Kontrollierenden.
Kontrollorgane sind verbandelt mit den zu Kontrollierenden
Wer kontrolliert den eventuellen Missbrauch von Steuergelder für Parteizwecke, das Einhalten der Regeln und der Verfassung durch die bayerische Staatsregierung und die CSU?
  1. Beschwerde an Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, CDU, Schwesterpartei der CSU
  2. Oberster bayerischer Rechnunshof: kann zwar etwas monieren, aber keiner muss sich daran halten
  3. Staatsanwaltschaft: erhält ihre Weisungen von der Staatsregierung
ParteienfinanzierungChronologie der Umfragen-Affäre der Staatsregierung. Markus Rinderspacher, SPD: CSU-Geheimkommando, das auf Lug und Trug basiert, 10. August 2010

Wegen des Verdachts verdeckter Parteienfinanzierung zeigte Markus Rinderspacher, SPD, die CSU bei Bundestagspräsident Norbert Lammert, CDU, an. Als Beleg für den Vorwurf führt Rinderspacher Meinungsumfragen an, die von der Bayerischen Staatskanzlei in Auftrag gegeben wurden und offenkundig klare Empfehlungen für die Politik der CSU enthielten.
SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher: “Unsere Befürchtungen haben sich in vollem Umfang bewahrheitet. Die Umfragen in einem Gegenwert von 108.000 Euro sind in Teilen parteipolitisch motiviert. Die CSU-Staatsregierung macht sich den Staat zur Beute.”
• Die Studie vom Dezember 2007 gibt der CSU die Empfehlung, die politische Auseinandersetzung auf SPD und Grüne zu konzentrieren, um die Freien Wähler nicht aufzuwerten.
• Die Studie von 2008 gibt der CSU die Empfehlung: "Die Fokussierung der politischen Auseinandersetzung sollte auf SPD und Grüne, eventuell auch auf die FDP erfolgen, …".
ParteienfinanzierungVerdeckte Parteienfinanzierung: Markus Rinderspacher zeigt CSU beim Bundestagspräsidenten an
ParteienfinanzierungStaatskanzleiminister Siegfried Schneider hat offenbar systematisch parteiorientierte Studien gedeckt, PM SPD-Landtagsfraktion vom 06.08.2010
Da in Bayern Regierung, Staatskanzlei, Landtagsmehrheit und die Staatspartei CSU eine Einheit bilden ist es nur zu verständlich, dass Horst Seehofer, CSU, den Vorwurf zurückwies und die Studie auf Kosten des Steuerzahlers verteidigte. – ParteienfinanzierungCSU-Chef Seehofer verteidigt “Geheimumfrage”, 6. August 2010 – "Feuer auf dem Dach. FDP empört. Regierungspartner CSU ließ sich auf Steuerzahlerkosten Tipps geben, wie sie die Liberalen am besten angreift", SZ 6. August 2010, S. 45 –
amigos Die bayerische Staatsregierung will wissen, ob sie kompetent ist
"Nach dem, was bisher bekannt geworden ist, scheint mir die Sache grob verfassungswidrig zu sein. Das müssen die Auftraggeber auch gewusst haben." Hans Herbert von Arnim, Hochschule Speyer
"Es dürfte sich um strafbare Untreue handeln", Verfassungsrechtler von Arnim geht davon aus, dass die Staatskanzlei bald Ärger mit der Staatsanwaltschaft bekommt. OVB, 7. August 2010, Seite 2
Deutschland steht bei der Abgabenlast für Geringverdiener weltweit an vorderer Stelle
Deutschland gehört in die Spitzengruppe der Hochsteuerländer: Im internationalen Vergleich zahlen Arbeitnehmer und Arbeitgeber die dritthöchsten Abgaben.
• Dagegen zahlen Millionäre kaum Steuer.
• Für Einkommensmillionäre wurde vor wenigen Monaten die Steuerlast gesenkt.
• Für Hoteliere wurde der Mehrwertsteuersatz gesenkt.
• Die im Wahlkampf versprochene Steuersenkung wird nicht durchgeführt.
Offensichtlich soll nach dem Willen der Bundesregierung die Schere zwischen reich und arm weiter geöffnet werden. Der Staat holt sich von den Löhnen und Gehältern im Durchschnitt mehr als 50 Prozent. Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU, hat die Pläne für weitere Steuersenkungen gestrichen. Die Wahlversprechen von CDU, CSU und FDP werden – wie gewohnt – gebrochen.
"Deutschland schröpft die Geringverdiener", SZ 11.05.2010, S. 28 und online
Spendenübersicht 2009 (Auszug: nur die allerersten Spender)
Partei Spender Betrag
CDU YOC 261.800
  Clou Container Leasing 200.000
  Deutsche Bank 200.000
  Verband der Metall- und Elektroindustrie NRW 170.000
  Daimler 150.000
  Ferring Arzneimittel 150.000
  weitere zahlreiche Spender > 50.000
CSU Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie 600.000
  BMW 146.776
  Scheffel Grund 124.245
  weitere Spender > 50.000
FPD Substantia (dahinter steht der Grosshotelier August von Finck) 300.000
  Substantia (kurz darauf beschlossen CDU, CSU, FDP die Subvention 300.000
  Substantia – des Hotelgewerbes via niedrigerem Mehrwertsteuersatz) 300.000
  Substantia 250.000
  weitere zahlreiche Spender > 50.000
SPD BMW 151.345
  weitere Spender > 50.000
Grüne Allianz 60.001
Quelle: "Das Prinzip der politischen Landschaftspflege", SZ, 26. 1. 2010, S. 6
Legale Korruption – „Honni soit qui mal y pense” („Ein Schuft, wer Böses dabei denkt.“)
Die Abgeordneten des Bundestags verstanden es seit Jahrzehnten "Löcher" für die legale Bestechung freizuhalten.
• Spenden an Parteien werden so zerstückelt, dass sie nicht meldepflichtig sind.
• Statt an die Parteien spendet man gleich gezielt an einzelne Abgeordnete. Private Versicherer bedienen sich viel lieber dieser legalen Methode.
• »Crossing Over« und Postenrochaden: so wechselt Anfang 2010 der stellvertretende Direktor des Verbands der Privaten Versicherungen, Christian Weber, ins Gesundheitsministerium. Dort kümmert er sich um die Gesundheitsreform. Ähnlich wechseln jährlich viele Interessenvertreter aus der Wirtschaft in die Verwaltung der Ministerien. Umgekehrt wechseln viele Beamte und Politiker in hochbezahlte Wirtschaftspositionen: Gerhard Schröder, SPD, und Joschka Fischer, Die Grünen, sind nur zwei der prominentesten Beispiele.
• Viele Reden von Abgeordneten werden in der Wirtschaft verfasst.
• Die Wirtschaft stellt gerne auch "Leihbeamte". Sie schreiben Gesetzesvorlagen und werden weiterhin von ihrem Unternehmen bezahlt.
Hans Leyendecker: "»Legale Korruption«. Moderne Lobbyarbeit funktioniert auch ohne Spenden", SZ 26.1.2010, S. 6
Spendenaufkommen 2007
(genannt werden nur Spenden über 50.000 Euro; d.h. die Summen zeigen nur die Spitze des Eisbergs)
Partei Mio Euro
CDU 19,08
CSU 10,67
SPD 10,57
FDP 7,07
Bündnis 90/Grüne 3,21
Die Linke 1,55
Quelle: Bundestagsverwaltung. Neben den Spenden < 50.000 Euro kommen dazu noch die Selbstbedienung der Parteien aus Steuergeldern: Parteienfinanzierungsgesetz und die Mitgliedsbeiträge
Goldene Füller für Abgeordnete auf Kosten der Steuerzahler
Ende der vergangenen Wahlperiode (also Mitte 2009) bestellten 115 Parlamentarier 396 Füller und Stifte im Gesamtwert von 68.800 Euro. Jedes Gerät also für durchschnittlich etwa 174 Euro! Statt sich um die Bürger zu kümmern, ordern die sogenannten Volksvertreter goldene Schreiberlinge auf unsere Kosten. OVB, 21.11.2009, S. 1
Verschweigen von Nebentätigkeiten bei Abgeordneten gilt weiter als Kavaliersdelikt
Es gibt zwar Verhaltensregeln für Abgeordnete, die peinlich genau festlegen, welche Honorare, Nebeneinkünfte und Mitgliedschaften dem Bundestagspräsidenten schriftlich angezeigt werden müssen (wohlgemerkt: nicht veröffentlicht werden müssen, sondern nur einem Kollegen mitgeteilt), doch die Abgeordneten halten sich nicht dran, meinen ihre Mitgliedschaften sind nicht meldepflichtig etc. Einige Abgeordnete gaben die Mitarbeit in Militärvereinen, wie z.B.der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) und dem Förderkreis Deutsches Heer (FKH) nicht an. Die Transparenzregeln werden immer noch als Kann-Vorschrift ausgelegt. "Verschwiegene Kontakte", SZ, 7.8.2009, S. 5
Bar auf die Tatze
Jürgen Roth berichtet in seinem Der Deutschland-Clan (siehe Literatur) wie weit Politiker in korrupte Machenschaften verstrickt sind. Zahlungen werden bat (Bar auf die Tatze) geleistet.
Wolfgang Schaupensteiner, Oberstaatsanwalt, erklärt in einem Video zu diesem Buch: “Die Korruption geht mitten in das Herz nicht nur des Rechtsstaates sondern auch der Werte, die wir als tradiert, als selbstverständlich empfinden, nämlich Loyalität, Rechttreue und dergleichen mehr”.
Prunkvolles "Austragsstüberl" für Ex-Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU
Stoiber residiert weiter in einem Büro mit 13 Zimmern an der Wagmüllerstrasse, München. Er hat zwei Beamte zur vollen Verfügung (warmen Leberkäs holen kann man allein wohl nicht stoiber), zwei persönliche Sekräterinnen und einen eigenen Chaffeur. Der Unterhalt samt Residenz kostet die Steuerzahler jährlich 450.000 Euro. Wieviel der nächste Ex-Ministerpräsdent Günther Beckstein, CSU, dem Steuerzahler kostet ist noch nicht publik. SZ, 12.11.2008, S. 41
Die Landtags-Grünen wollten die üppige Apanage des Ex-Ministerpräsidenten kürzen. Eike Hallitzky, Haushaltspolitiker der Grünen: „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, warum die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler dem Ex-Regierungschef ein solches Austragsstüberl finanzieren sollen“. Unterstützt wurde der Haushaltsantrag der Grünen von SPD und Freien Wählern. CSU und FDP votierten für die Steuerverschwendung. stoiberPM Grüne: Austragsstüberl Stoiber/Europawahlkampf, 18.2.2009
Alle müssen sparen nur die Landtagsabgeordneten nicht: + 150 %
Das Landtagspräsidium beschloss am 25.11.2008 die Ausgaben der MdL allein für ihre Mitarbeiter um ca. 50 Prozent auf 15.000.000 Euro zu erhöhen. Jeder Abgeordnete darf seine eigene Sekretärin beschäftigen und zusätzlich eine Teilzeitkraft. Dazu erhöhten die Landespolitiker die Anzahl der Vizepräsidenten von 2 auf 5, also + 150 %. Die Vizepräsidenten erhalten das 1,5-fache der eh schon satten Abgeordnetengehälter. Auch die Fraktionen genehmigten sich Extrazuschüsse. Die neue Landtagspräsidentin Barbara Stamm, CSU, verteidigte – wie kaum anders zu erwarten: ich würde meine Rente auch erhöhen, wenn ich es selbst bestimmten dürfte rente – die Mehrausgaben.
OVB, 26.11.2008, S. 5; SZ 13.11.2008, S. 49
"Diese Position ist ein Wucherprodukt", Focus über die Inflation der überflüssigen Staatssekretäre
Vielen Abgeordneten reichen die enormen Diäten, steuerfreien Zugaben, zahlreichen Nebenjobs, Privilegien usw. nicht aus. Für sie wurde die Anzahl der Staatssekretäre inflationär erweitert. Erfunden wurde diese lukrative Position von Kanzler Georg Kiesinger, CDU. Im Dezember 2007 gibt es 27 parlamentarische Staatssekretäre. Den Rekord hält die Regierung unter Helmut Kohl, CDU (kohl Die Untaten Helmut Kohls). 1990 unterhielt sie 33 Staatssekretäre. Focus 49/2007, S. 3
Die Parteien im bayerischen Landtag kassierten an Steuergeldern allein im Jahr 2006
CSU: 4.500.000 Euro
Grüne: 1.500.000 Euro
SPD: 3.200.000 Euro
Davon schütten sie das Füllhorn ("Sonderzulagen") über ihre Fraktionsmitglieder aus:
CSU: 700.000 Euro
Grüne: 30.000 Euro
SPD: 154.000 Euro SZ, 28.7.2007, S. 45 Der Steuerzahler wird's schon bezahlen fraktion
"So wie Helmut Kohl einst die Rentenkassen plünderte, schickt sich Merkels Koalition an, jetzt auch noch die Arbeitslosenkassen auszurauben", Georg Anastasiadis, OVB, 4.7.2007, S. 2
Erläuterungen für spätere Zeiten:
Helmut Kohl, CDU, die größte Flasche aller deutschen Bundeskanzler (bisher): merkel Die Untaten Helmut Kohls
Merkels Koalition: die große Koalition von CDU, CSU, SPD unter Bundeskanzlerin Angela Merkel, CDU
Thomas Strobl, CDU, MdB, stellte den Antrag jeder MdB solle auf Kosten der Steuerzahler eine Bundesflagge für sein Büro erhalten. Norbert Lammert, CDU, MdB, meint dazu, dass dies haushaltsmässig nicht gedeckt sei, er genehmige es aber. SZ, 4.7.2007, S. 6
Jürgen Roth deckte schon zahlreiche Mißstände und Korruptionsskandale auf. Er zeigte auf mögliche Verwicklungen von sächsischen Amtspersonen mit der Organisierten Kriminalität, siehe Anklage unerwünscht. Doch nicht die kriminellen Netzwerke in Plauen bangen, sondern der Autor steht unter "Beschuß". Roths Webauftritt wurde abgeschaltet; seine E-Mails abgefangen. Während eines Live-Interviews von Jürgen Roth mit dem DLF wurde die Leitung gekappt. Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo, CDU, und Ministerpräsident Georg Milbradt, CDU, sind unfähig die Affäre schnell zu klären. Oder wollen sie nicht? Oder? SZ, 3.7.2007, S. 6 – sachsen Verfassungsschutz Sachsen-Affäre
Wohl um Internet-Angriffe wie oben geschildert zu legalisieren fordert Wolfgang Schäuble, CDU, folgerichtig und vehement den Fernzugriff auf private Computer. SZ, 3.7.2007, S. 1
Der Umwelt- und der Landwirtschaftsausschuss des bayerischen Landtags touren im Mai – überwiegend auf Kosten des Steuerzahlers – eine Woche lang durch Brasilien. Was den Betriebsräten der Volkswagen AG zugestanden wurde, sollte man den Landtagsabgeordneten nicht verweigern brasilien. Ruth Paulig, Grüne, boykottiert die 36 000 Euro teure Reise. Helmut Brunner und Henning Kaul, beide CSU, verteidigen ihren Ausflug nach Brasilien. 18 hoch bezahlte MdL (12 der CSU, 5 der SPD und Adi Sprinkart, Grüne) ließen sich das Vergnügen trotz Protesten des Bundes der Steuerzahler u.v.a. nicht nehmen.
OVB, 18.5.2007, S.4, brasilienWalther Schneeweiß: "Landtag: Wirbel um Brasilien-Trip", tz-online 11.05.2007
Gegen Kajo Schommer, CDU, Ex-Wirtschaftsminister von Sachsen, wurde Anklage wegen Bestechlichkeit und Untreue erhoben. Er soll staatliche Beihilfe für die Sachsenring AG von 14,8 Millionen Euro nur unter der Voraussetzung gewährt haben, dass das Unternehmen ca. 1,5 Millionen an die CDU spendet. OVB, 18.8. 2006, S. 2 Etwa kleinlich von der Staatsanwaltschaft. Solche Mauscheleien fallen doch unter die straffreien Amigo-Geschäfte, siehe schommer das Ehrenwort Helmut Kohls.
In den nächsten Jahren kassiert der Staat von den deutschen Bürgern Mehrbelastungen in Höhe von rund 110.000.000.000 Euro (so Karl Heinz Däke, Bund der Steuerzahler). Ab jetzt ist Angela Merkel, CDU, gegen weitere Steuererhöhungen. OVB, 3.7.2006, S. 2
Die Politiker Berlins haben den Stadtstaat mit 60 Milliarden Euro Schulden ins totale Fiasko gefahren. Unverschämterweise wollen diese Politiker, dass die anderen Ländern für ihre Schulden aufkommen. Die Krone der Verschwendung und Bereicherung: Sportsenator Klaus Böger, SPD, kaufte für die Stadt 2370 Fussball-WM-Tickets für insgesamt 247.000 Euro. Diese Eintrittskarten verteilen die Genossen unter sich und bei Ehrenamtlichen und Mäzenen der Stadt. OVB, 3.6.2006, S. 4
Während jeder Müllfahrer, der eine Gratispizza erhält, weil er eine Abfalltonne umsonst entsorgt, mit der sofortigen Kündigung und dem Entzug eventueller Pensionen rechnen muss, darf jeder Bundestagsabgeordnete von jedem Geld annehmen. §108 bezeichnet nur das als verbotene Bestechung, wenn die Geldzahlung an den Abgeordneten auf eine direkte Einflussnahme bei Wahlen oder Abstimmungen zielt; ansonsten ist die Bestechung der Bundestagsabgeordneten völlig legal.
SZ, 9.5.2006, S. 8; siehe auch TransparencyTransparency International
Die deutschen Bürger müssen massive Geldeinbussen durch die Regierung hinnehmen; den bei Bund, Ländern und Kommunen angestellten Ärzten, Busfahrern usw. wird die Bezahlung der Überstunden verweigert und das Einkommen gekürzt. Doch für sich selbst schlug Bundestagspräsident Norbert Lammert, CDU, eine Erhöhung der Gehälter um 1,3 % zum 1. Mai 2006 und gleich weitere Erhöhungen in den Folgejahren vor. Volker Kauder, CDU, stimmt zu. SZ, 5.4.2006, S. 5
Lustig, aber wenig stichhaltig ist die Begründung durch Peter Struck, SPD: "Die Diäten müssen angepasst werden, weil dies in den vergangenen jahren nicht passiert ist." OVB, 5.4.2006, S. 4. Damit hat Struck sogar recht: sie müssen endlich nach unten angepasst werden und die Abgeordneten müssen wie jeder Bürger behandelt werden: struck Art. 3 GG.
Wie zu erwarten: die Bundestagsabgeordneten werden auch künftig über ihre Gehälter, Steuerfreiheit und Altervsversorgung entscheiden. So ist der Erhalt ihrer Privilegien und Vergünstigungen auch weiterhin gewährleistet. Motto: Verordnungen und Gesetze für den Bürger verkompliztieren und sich selbst oftmals davon ausnehmen. SZ, 19.1.2006, S. 6
Die Grosse Koalition von CDU, CSU, SPD
  • stellt einen verfassungswidrigen Haushalt für 2006 auf,
  • belastet den Normalbürger durch höhere Mehrwertsteuer und vieles andere
  • erhöht aber die Posten für Amigos durch Erhöhung der Anzahl der Parlamentarischen Staatssekretäre von 26 auf 30, das heißt um + 15 %.
SZ, 25.11.2005, S. 6 Dazu Karl Heinz Däke, Präsident des Steuerzahlerbundes: "Jeder Staatssekretär kostet den Steuerzahler also 500 000 Euro". OVB 25.11.2005, S. 4. Jeder Staatssekretär hat Anspruch auf Pension, einen Referenten, einen Sachbearbeiter, zwei Sekretärinnen, ein eigenes Büro und einen Dienstwagen mit Fahrer. Mir scheint die Schätzung Däkes daher zu niedrig. Die 30 Staatssekretäre kosten den Steuerzahler insgesamt jährlich 30.000.000 Euro.
Die CSU-Regierung Bayerns will im Zuge der Verwaltungsreform die Vergütung für die Präsidenten der neu geschaffenen Landesämter erhöhen. Wurden die Behördenleiter bislang in die Besoldungsstufe B 4 eingruppiert, so soll nun mit dem Nachtragshaushalt 2006 eine Höherstufung in B5 oder B6 erfolgen. Pro Besoldungsstufe erhöht sich das Salär der Präsidenten damit um rund + 5000 Euro pro Jahr.
mehrPM Die Grünen, 17. November 2005
Eine mehr als 150-köpfige CSU Delegation reiste für ein paar schöne Tage nach Rom. Darunter sind laut OVB: 124 Abgeordnete (die für Bürger kaum Zeit haben: Abgeordnete Bürgerferne vieler Abgeordneter) mit 40 Ehefrauen bzw- -männer, 20 Fraktionsmitarbeiter etc. Einen geringen Teil zahlten die Reisenden von ihren steuerfinazierten Diäten, etwa 77.000 Euro zahlte die CSU Fraktionskasse (finanziert vom Steuerzahler). OVB, 4.11.2005, S. 3. Karin Stoiber entpuppte sich dabei als Abgeordnete Fundmentalistin.
Landtagspräsident Jürgen Gansäuer, CDU, Niedersachsen, klagte gegen die Abgeordneten Ingolf Viereck und Hans-Hermann Wendhausen, SPD, auf Rückzahlung verbotener VW-Gehälter. Sie sollen die 766.000 Euro, die sie zusätzlich zu ihren Diäten von der Volkswagen AG bezogen haben, zurückzahlen. Viereck hat "kein Verständnis dafür, dass meine Arbeitsleistung für VW keine Anerkennung findet." SZ, 31.5.2005, S. 6. Das Fatale an den beiden Fällen: Zahlungen ohne Gegenleistung sind nach dem niedersächsischen Parteiengesetz verboten. Die Grundsatzfrage: darf ein Abgeordneter, mit anscheinender sehr viel Freizeit, in dieser Zeit nichts arbeiten?
Der Bundestag versäumte es – trotz lauter Absichtserklärungen, Ankündigungen und Beteuerungen – schärfere Regeln für Nebentätigkeiten der Parlamentarier zu beschliessen. Unerlaubte Nebentätigkeit, nicht gemeldete Korruption, Vorrang für andere Jobs sind weiterhin möglich. SZ, 27.4.2005, S.6
Arbeitsmoral der Bundestagsabgeordneten nach Null
Die CDU/CSU Fraktion stellte einen Antrag zur Gleichstellung von Mann und Frau. Die Regierungskoalition wollte ablehnen, doch es waren zuwenig Abgeordnete im Plenum. Es gab die erste Abstimmungsniederlage der Regierungskoalition in der Legislaturperiode. SZ, 12.3.2005, S. 6
Während die Abgeordneten gegen Transparenz bei ihren Nebenjobs und Lobbytätigkeit sind, sollen die Gehälter der Manager der börsennotierten Unternehmer per Gesetz veröffentlicht werden. Dies fordert zumindest Brigitte Zypries, SPD, die Regierung und die SPD-Bundestagsfraktion. SZ, 12.3.2005, S. 1
Während die Abgeordneten für sich das Recht auf viele Nebenjobs verteidigen (zu recht oder unrecht müßte diskutiert werden), sprechen sie dieses Recht, ihre eigenen Pro-Argument schlagartig vergessend (Kontakt mit dem Berufsleben und der Bevölkerung; soziale Betätigung darf nicht verboten sein), den Beamten ab. Das Polizeipräsidium Oberbayern untersagte es dem Polizisten Ingo Wagner, in seiner Heimatgemeinde Feuerwehrkommandant zu werden. Ein Sprecher des Bayerischen Innenministeriums begründet es damit, daß ein Beamter rund um die Uhr im Dienst sei. OVB, 3.3.2005, S. 8
Bei einer Konferenz der Präsidenten der 16 deutschen Landesparlamente wurde beschlossen, bezüglich der Nebentätigkeiten der MdL im wesentlichen alles zu lassen wie es ist: MdL dürfen auch weiterhin, statt für den Bürger und den Staat, für sich arbeiten. Diäten sollen davon nicht betroffen sein. Die Presse gab es einmal mehr völlig regierungstreu verzerrt wieder. So das Oberbayerische Volksblatt = Münchner Merkur, S. 4: "Präsidenten wollen schärfer Regeln für Nebentätigkeiten". OVB, 11.2.2005, S. 4
SZ: Welches Signal wäre das Richtige?
Schaupensteiner: "Absolute Transparenz. Offenlegung aller Nebentätigkeiten, einschließlich der Inhalte. Von wem erhält der Abgeordnete wofür, wie viel Geld – das sollte für alle Bürger und nicht nur für Parlamentspräsidenten erkennbar sein." ......
SZ: Haben die Politiker nichts dazugelernt?
Schaupensteiner: "Bei den Beamten hat der Gesetzgeber 1997 die Schupflöcher weitgehend geschlossen ... Nur bei den Abgeordneten ist alles beim Alten geblieben, trotz anders lautender Empfehlungen."
SZ-Interview mit Wolfgang Schaupensteiner, Oberstaatsanwalt, SZ, 31.1.2005, S. 18,
Mitautor von Korruption Korruption in Deutschland. München: Beck, 2004
Helmut Kohl, CDU, (kohl Untaten Helmut Kohls) kassierte als MdB und Altkanzler, für die Beratung seines Freundes Leo Kirch jährlich 600.000 DM zusätzlich zum üppigen Abgeordnetengehalt (Diäten Bund Länder Diäten). SZ, 14.1.2005, S. 1
Beim Volkswagen Konzern standen folgende angebliche Bürgervertreter im Sold:
Jann-Peter Janssen, Hans-Jürgen Uhl, beide MdB, SPD, Günter Lenz, Ingolf Viereck, Hans-Hermann Wendhausen, Hans Joachim Werner, alle MdL, SPD. SZ, 14.1.2005, S. 1
CSU-Bundesabgeordneter im Nebenberuf LKW-Verkäufer
Herbert Frankenhauser, CSU, MdB, ist mit seinem Abgeordnetenjob offensichtlich zeitlich nicht ausgelastet. Seit Jahren arbeitet er nebenher für DaimlerChrysler: "... ich betreue Kunden und assistiere im Verkauf". Dafür erhält er ein Drittel seiner früheren Bezüge vom Konzern DaimlerChrysler.
SZ, 13.1.2005, S.34; FrankenhauserWirtschaftswoche, 11.01.2005
Die Bundestagsabgeordneten sind offensichtlich nicht ausgelastet. Nur so ist es zu erklären, daß sie noch Zeit für zahlreiche, lukrative Nebenjobs finden. Hildegard Müller, CDU, ist "ein sehr positiver Imageträger für unser Haus in der Politik", so Hans-Peter Langen, Dresdner Bank. Die Bank unterstützte daher die CDU-Politikerin und die Partei üppig in Mark und Euro. SZ, 12.1.2005, S.6
Jetzt kündigte auch VW eine Liste, der unter ihrem Sold stehenden Abgeordneten (bis zu 100 Leute laut BILD) heraus. VW betonte, kein Gehalt ohne Gegenleistung zu zahlen. SZ, 3.1.2005, S.6
Die Abgeordneten des Bundestags kassieren nicht nur Diäten und steuerfreie Pauschalen sondern auch Gehälter von Energiekonzernen. So Laurenz Meyer, Generalsekretär der CDU, ("Laurenz Nimmersatt", Der Spiegel) zwischen Dez. 2000 und April 2001: 59.320 Euro von RWE; 250.000 DM Abfindung von VEW; Hermann-Josef Arentz, CDU, 60.000 Euro jährlich von Rheinbraun (heute: RWE Power); beide bezogen auch kostenlosen Strom. SZ, 18.12.2004, S. 7; SZ, 20.12.2004, S.2
"Wenn jetzt immer noch neue Details ans Licht kommen, kann ich nur sagen: Der politische Dilettantismus feiert fröhliche Urständ. Und dem Otto Normalverbraucher ist eine solche Gehaltsaffäre ohnehin nicht zu erklären ..." Heinrich Oberreuter, Politologe, OVB, 23.12.2004, S. 2

Während das bayerische Volk unterm Sparwahn in den falschen Ressorts blutet, erhöhen die Politiker-Bosse ihren Haushalt: etat Etat Ministerpräsident und Staatskanzlei Bayern.
Während die Bürger Einkommensverluste hinnehmen müssen, für mehr Steuern weniger Leistungen bekommen und über politisch geforderte Arbeitszeiterhöhungen (42 Stunden oder gar 48, statt 38 oder 39) weniger Einkommen haben, beschloß die Bayerische Staatsregierung auf Vorschlag von Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, CSU, für die Minister und Staatssekretäre im Freistaat die hohen Gehälter auch für das Jahr 2005 beizubehalten. stoiberBericht aus der Kabinettssitzung, 10.8.2004
Der Richter Michael Balte klagt beim Finanzgericht Münster (Aktenzeichen 10 K 2114/04 E) gegen die Steuerfreiheit der Abgeordnetenbezüge. Balte: "Es gibt keinen sachlichen Grund, warum die Volksvertreter eine so umfassende Steuerfreiheit genießen und das Volk nicht". SZ, 30.7.2004, S.1
Ich stimme Michael Balte zu; es gibt einen unsachlichen Grund: die Raffgier der Abgeordneten.
Kritik an der Raffgier der Abgeordneten ist gefährlich (siehe Alois Glück“Vordenker der Abkassiererkultur”), deshalb gehen die sogenannten Volksvertreter immer dreister vor. Wilhelm Schmidt, SPD, und Volker Beck, Grüne: da die Bürger Einbußen und Einschnitte hinnehmen müssen, gelte dies auch für Parlamentarier. Sie planen daher (?) eine Erhöhung der Gehälter für Bundestagsabgeordnete. Beide sind MdB und damit Profitierende. SZ, 23.7.2004, S.5; OVB 23.7.2004, S.2
Der Herausgeber eines Anzeigenblattes im Chiemgau darf Alois Glück, CSU, MdL, nicht mehr als "Vordenker der Abkassiererkultur" bezeichnen. Siehe Alois Glück Details
Der Oberste Rechnungshof kritisierte die zu großzügigen Personalkosten bei der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien BLM. Die BLM kontrolliert (blm Zensur durch die BLM) und subventioniert (blm Subventionswahn) die mehr als 100 privaten Radio- und Fernsehstationen in Bayern. Mit überhöhten Gehältern und üppigen Pensionen sahnen Amigos ab. Der oberfränkische Verleger Helmuth Jungbauer: „Zuviel Geld und ein aufgeblasener Apparat sind hier nur von Übel“.
SZ, 5.2.2004, S.43
Die Verwaltung im Sozialministerium räumte den Bundestagsabgeordneten Sonderkonditionen zur Praxisgebühr beim Arztbesuch ein. Während normale Kassenpatienten pro Quartal 20 Euro zahlen (Arzt und Zahnarzt) zahlen die Parlamentarier pauschal 20 Euro im Jahr. SZ, 10.1.2004, S.1 privileg Praxisgebühr
Die steuerfreie Pauschale für Bundestagsabgeordnete wird zum 1.1.2004 um 48 Euro monatlich erhöht. Klugerweise haben unsere Volksvertreter diese alljährliche Erhöhung schon automatisiert. Bei einer 50% Abgabenbelastung beträgt die Erhöhung also brutto 96 Euro im Monat.
KostenpauschaleKostenpauschaleHans Herbert von ArnimHans Herbert von Arnim: Die Besoldung von Politikern
"Während ein normaler Arbeitnehmer künftig bis 67 arbeiten soll, hatte Kohls Ex-Ministerin Claudia Nolte ihre Rente schon mit 36 sicher. Vier Jahre im Kabinett – das reicht, um im zarten Alter von 55 Jahren eine Pension von 3720 Euro zu kassieren. Und wer als Normalverdiener auf Eichels Rente von 11 635 Euro kommen will, hätte schon vor 450 Jahren anfangen müssen, seine Beiträge zu zahlen." Georg Anastasiadis, Münchner Merkur, 24.11.2003, S.2
Die Bundestagsabgeordneten wollen sich wieder mehr Geld genehmigen. Johannes Kahr, SPD, bestätigte die Pläne, sich eine Erhöhung von 750 Euro pro Monat zu gewähren. SZ, 12.11.2003, S.8
Von 9.084.242 Stimmberechtigten beteiligten sich an der Landtagswahl am 21.09.2003. 5.209.732, das sind 57,3 %. Davon wählten 60,7 % die CSU. nach dem CSU-Standard bei Volksentscheiden ist das ein Minderheitenvotum von 34,8 %. LandtagswahlLandtagswahl am 21. September 2003
Die CSU genehmigt sich aus dem Steuertopf etwa 7.760.000 Euro Wahlkampf-Erstattung für Plakate, Fotos und Brotzeiten. Die SPD bekommt ca. 2,51 Millionen, die Grünen 0,99 Millionen; auch die kleinen Parteien werden bedient. OVB, 25.9.2003, S.1.
Das Internet Center for Corruption Research stellt alljährlich den Korruptionsindex für die Staaten dieser Erde auf. Für 2002 wurden 106 Länder ausgewertet.
1 Finnland
2 Denmark und New Zealand
...
15 Österreich
...
18 Germany
...
101 Nigeria
102 Bangladesh
Quelle:
korruptionInternet Center for Corruption Research
korruptionThe 2002 Transparency International Corruption Perceptions Index
Der Staat kassiert in Deutschland extrem ab. Die Lohnzusatzkosten sind in Deutschland am höchsten.
  Aufwand des Arbeitsgebers für 100.000 Euro Der Staat etc. kassieren davon in Euro
Deutschland 200.000 100.000
USA 153.000 53.000
Schweiz 130.000 30.000
Quelle: OVB, 17.6.2003, S.25
Mit der Mehrheit von SPD und CDU beschloss der Finanzausschuss des Parlaments von Schleswig-Holstein Kredite aufzunehmen um die beschlossene Diätenerhöhung zu finanzieren. Gegen die Stimmen der kleinen Parteien werden die Diäten zum 1. Juni 2003 von 3927 auf 5700 Euro erhöht.
+ 45 %. Ein paar Zulagen entfallen dafür. SZ,25.4.2003, S.6
Aufgrund der Proteste wird nun doch kein Kredit aufgenommen. Die Mehrkosten der Diätenerhöhung von + 690.000 Euro wird aus dem Haushalt bezahlt. SZ, 30.4.2003, S.7
Die CDU in Sachsen beschloß eine Erhöhung ihrer Bezüge um + 8,6 %. SZ, 1.3.2003, S. 7
Hans-Peter Uhl, CSU, flog auf Einladung der Bundesregierung (!) mit der Regierungsdelegation nach Schanghai. Der Rückflug mit dem Luftwaffen-Airbus war dem CSU MdB zeitlich zu ungünstig. Er flog, unter Anrechnung von Bonusmeilen, per Linienflug einzeln zurück. Als I-Tüpfelchen will der CSU-Politiker der PNP Passauer Neue Presse die, seiner Meinung nach aufgebauschte, Berichterstattung über seine Verschwendung verbieten lassen. SZ, 3.1.2003, S.38
Die Bayerische Staatskanzlei, derzeitiger Chef Erwin Huber, "beschäftigt" 400 Mitarbeiter.
Edmund Stoiber verkündet: "Sparen!" und stockt den Etat für die Staatskanzlei um 1,2 Millionen Euro auf. Stoibers Machtzentrale ist damit teurer als das Weiße Haus in Washington. Etat für das Jahr 2004: 75,2 Millionen Euro. Münchner Merkur, 15.11.2002, S.6
"Die Parteien stehen heute kaum noch für Ideen und Visionen, eher für die nackte Machtfrage, den Gewinn und Erhalt von Regierungsverantwortung und der unzähligen Schlüsselstellen der Gesellschaft." Lukas Hammerstein. "Der Parteienstaat", BR II, 29.7.2002
"Wer in unserem Staat schmarotzt? Das ist vor allem der Staat selbst, der mit einem Anteil von 52 Prozent am Bruttosozialprodukt längst alle Marken überschritten hat, die eine freie Gesellschaft in einer lebendigen Demokratie garantieren." ederer Günter Ederer, Peer Ederer: Das Erbe der Egoisten. S. 34
Das von der Bundesregierung vorgesehene Korruptionsregister erfasst keineswegs diejenigen, die Bestechlichen, also Beamte und Amtsträger, sondern die Unternehmen, die Bestechung anbieten. Von der CSU wird es gleich vorneweg abgelehnt; "...begründete Innenminister Dr. Günther Beckstein heute die Ablehnung des vorgelegten Gesetzes zur Einrichtung eines Korruptionsregisters für Wirtschaftsunternehmen" damit, daß deren "wirtschaftliche Existenz und Arbeitsplätze auf dem Spiel" stehen. PM 388/02 vom 12.07.02
Otto Schily, SPD, schaut sich das letzte Vorrundenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Kamerun am 11.Juni 2002 in Japan an. Damit es eine Dienstreise wird führt er dort ein Gespräch zur Vertiefung der polizeilichen Zusammenarbeit. SZ, 8.6.2002, S.6
"Korruptionsbiotop Deutschland" (Zitat aus der SZ 13.4.2002, S.2; leider muß man Anzeigen befürchten, wenn man – Grundgesetz hin, Grundgesetz herdiese Meinung in Deutschland äußert). Die Bestechungen in Köln und Bonn sind nur die Spitze des Bananenbergs; Insider schätzen, dass bei jedem zweiten Geschäft im Anlagenbau (z.B. Müllverbrennungsanlage) geschmiert wird. SZ 13.4.2002, S.2
"Gestern Köln, heute Wuppertal – Korruption ist in der deutschen Gesellschaft zur gängigen Geschäftspraxis geworden." SZ, 15.3.2002, S.2 Ich zitiere nur die SZ, da in Rosenheim gegen den Vorsitzenden des Bund Naturschutzes, der sagte, deutsche Politiker seien korrupt, von einem Stadtrat der CSU Anklage erhoben wurde. Deutsche Politiker sind nicht nur korrupt, man darf es auch nicht mehr beim Namen nennen, ohne ein Klage befürchten zu müssen!
Trotz massiver Einwände – sogar seitens Edmund Stoiber, CSU – bleibt Finanzminister Kurt Faltlhauser, CSU, bei der grandiosen Gehaltserhöhung für seine Amigos im Vorstand der Landesbank. Lediglich die Tantieme wird einmalig gekürzt. Die Vorstandsbezüge steigen um 20%. Münchner Merkur, 5.12.2001, S.2, SZ, 5.12.2001, S.51
Die Gehälter der 5500 Mitarbeiter der staatlichen Landesbank werden eingefroren. Dafür genehmigen sich die Politiker im Vorstand 20% mehr Gehalt, bei ca. 800.000 DM pro Jahr und Vorstand sind das 160.000 DM mehr. Gleichzeitig wurden zwei leitende Angestellte eben dieser Landesbank vom Landgericht München I wegen "Waschung" von 15 Millionen DM Drogengeldern zu - wenn auch mickrigen - Geldstrafen verurteilt. Münchner Merkur, 15.11.2001, S.1 Im Verwaltungsrat der Landesbank sind u.a. Erwin Huber, CSU, Staatskanzleichef, Kurt Faltlhauser, CSU, Finanzminister, ParteiensubventionOtto Wiesheu, CSU, Wirtschaftsminister. Münchner Merkur, 15.11.2001, S.4
Der Bezirkstag verzichtet darauf, noch ausstehende Beträge von rund 700.000 DM von den Teilnehmern der als "Lustreisen" bekannt gewordenen Reisen des Bezirkstags (unternommen als Aufsichtsräte bezirkseigener Wohnungsgesellschaften) einzutreiben. SZ, 22.9.2001, S.61
Ex-Bezirkstagspräsident von Oberbayern, Hermann Schuster, CSU, gilt als vorbestraft. Das Amtsgericht München hatte ihm zu Last gelegt, er habe gegen die Abführungspflicht von Honoraren aus Aufsichtsratstätigkeit verstossen und Spenden für den Bezirk einbehalten. SZ, 12.9.2001, S.55
Verteidigungsminister Rudolf Scharping, SPD, benutzt Bundeswehr-Flugzeuge für Flüge an seinen Urlaubsort Mallorca zu seiner Lebensgefährtin Kristina Pilati. SZ, 1.9.2001, S.1 Scharping wird dazu heftigst angegriffen; doch viele Politiker ergänzen ihre Pfründe durch kostenlose Flüge: flugbereitschaft Flugbereitschaft
Korruption Auf der Korruptionsskala der Transparency International TI liegt Deutschland auf Platz 20 (von 91). Korruption und Vetternwirtschaft ist bei uns reichlich vertreten.
Münchner Merkur, 28.6.2001, S.1

Gastfreundliches Sachsen. Der Minsterpräsident Kurt Biedenkopf, CDU, zahlt nur 1800 DM Miete (8,5 DM pro qm), Koch, Gärtner und Putzfrau inklusive. Peter Porsch, PDS, forderte Nachzahlung in Millionenhöhe, weil die Unterbringung mit einer Hotel-Suite vergleichbar ist. SZ, 7.4.2001, S.6
Zahlreiche Regierungsmitglieder in Bund und Ländern gehören gleichzeitig Parlamenten an. Das Nebeneinkommen aus dem Abgeordnetenmandat beschere Ministern und Regierungschefs Zuschläge in sechsstelliger Höhe. Beispiel: Ministerpräsident Edmund Stoiber, CSU. Amtsgehalt von 323 327 Mark; wird auf 531 167 Mark im Jahr erhöht. Süddeutsche Zeitung, 26.1.2001, S.8
Die Regierung SPD/Grüne blähen den Staatsapparat weiter auf: drei zusätzliche Staatssekretärsposten wurden eingrichtet. Der Bund der Steuerzahler protestierte gegen diese "Versorgungspatronage in Reinkultur". Süddeutsche Zeitung, 13.1.2001, S.6
Bundesfinanzminister Hans Eichel, SPD, nutzt die teure Flugbereitschaft (ca. 4000-6000 DM) der Bundeswehr zwischen Berlin und Frankfurt auch wenn es ein Linienflug täte. Beispiele, die sein Ministerium selbst vorgelegt hat: 6.Januar Berlin-Frankfurt und zurück (!) wegen Teilnahme an einer Hessen3-Sendung. Die Liste umfaßt allein für 2000 dreißig Flüge. Süddeutsche Zeitung, 29.12.2000, S.6; Der Spiegel 1/2001, S.29
Nach nur einem Jahr und 274 Tagen im Amt hat Kulturstaatsminister Michael Naumann ab dem 8.12.2001, wenn er 60 wird, eine Pension von 2840 DM sicher. Münchner Merkur, 4.12.2000, S.1
Ein Arbeitnehmer schuftet 50 Jahre lang und erhält bedeutend weniger und das erst ab 65 Jahre!
Der Bund der Steuerzahler kritisierte: "Zu den alles andere als bescheidenen Übergangsgeldern und Pensione erhalten sie [die Ex-Minister; H.H.] in diesem Monat noch eine so genannte Sonderzuwendung in Höhe von 89,79 Prozent ihrer Bezüge." Helmut Kohl, CDU, [der soviel Unheil über Deutschland gebracht hat] erhält so im Dezember insgesamt 52 226 DM. Münchner Merkur, 1.12.2000, S.2
Eine von den Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens (Wolfgang Clement, SPD) und Bayerns (Edmund Stoiber, CSU) eingesetzte Expertenkommission schlägt eine drastische Erhöhung der Amtsbezüge von Ministerpräsidenten, Ministern und Staatssekretären vor: für Ministerpräsidenten + 20 % ! Dazu das Kommissionsmitglied, der Finanzwissenschaftler und Verfassungsrechtler Hans Herbert von Arnim: die Kommission will überzogenen Sonderzulagen in echtes Gehalt umwandeln. Seine Argumente wurden nicht beachtet, daraufhin trat er aus protest aus der Kommission aus. 13.9.2000, Süddeutsche Zeitung S.5, taz S.7.
Fast alle Zulagen, die sich Abgeordnete selbst gaben, sind verfassungswidrig. Jeder Abgeordneter muß eine gleich hohe Entschädigung erhalten. Bundesverfassungsgericht 2 BvH 3/91. 2 BvH 4/91. Parlamentsjuristen nehmen an, daß von dieser Entscheidung die üppigen Fraktionszulagen ausgenommen sind. Süddeutsche Zeitung, 22.7.2000, S.1, 4, 6.
Wolfgang Freiherr von Stetten, MdB CDU, fordert eine Erhöhung der Diäten um ca. 16%. Christine Lambrecht, MdB SPD, "verwies darauf, dass seit 1999 die Diäten der Abgeordneten nicht mehr erhöht worden seien". Münchner Merkur, 19.Juni 2000, S.1
Die Landtagsparteien in Bayern CSU, SPD und Grüne gaben sich wieder einen tiefen Schluck aus den Steuergeldern. Die Mitarbeiterpauschale wird von bis 5535 DM auf 8110 DM = + 47% erhöht. Süddeutsche Zeitung, 25.November 1999, Seite L10
Der Münchner Stadtrat (SPD, Grüne, CSU) genehmigte sich 22 % bzw. 60 % Steigerungen bei seinen Zuwendungen. Der Haushalt der Stadt wird dadurch jährlich mit 1,2 Millionen Mark belastet. Süddeutsche Zeitung, 7.Oktober 1999, Seite L1
Politiker denken weniger an das ganze Volk als "an Posten und finanzielle Ausbeutung des Staates." Hans Herbert von Arnim, Verwaltungswissenschaftler: Demokratie ohne Volk, zitiert nach Süddeutsche Zeitung, 20.September 1999, Seite 17
Die staatstragenden Parteien hatten bis in die siebziger Jahre im In- und Ausland eine Flut von Tarnorganisationen, um Parteispenden an der Steuer vorbeizuschleusen. Der Vorteil dieser Einrichtungen: Die Gelder konnten von den Spendern zumeist von der Steuer abgesetzt werden, und die Geber blieben anonym. Im Laufe der Jahrzehnte wurden so hunderte Millionen Mark am Fiskus vorbeigeschleust. Allein eine sogenannte Staatsbürgerliche Vereinigung, die den Christliberalen nahe stand, hat derart 260 Millionen Mark trickreich in die Parteischatullen gelenkt. Eberhard von Brauchitsch: Der Preis des Schweigens. Erfahrungen eines Unternehmers, zitiert nach Süddeutsche Zeitung , 20.September 1999, Seite 35
Mitte der neunziger Jahre fuhr eine Delegation nach China um sich über den Straßenbau zu informieren.
Kosten: 70 000 DM. Bayerischer Justizminister Alfred Sauter, CSU: "Ich habe diese Reise als Staatssekretär im Innenministerium durchgeführt, ..." im Interview mit der Süddeutschen Zeitung, 16.August 1999, Seite L7.
Martin Bangemann, FDP, erhält - trotz eines Millionenjobs in Spanien - eine monatliche Pension von 17 000 DM. Münchner Merkur, 7.Juli 1999 Seite 4
Der Verwaltungsrechtler Hans Herbert von Arnim beziffert die Selbstbedienung der Parteien mit 6 000 000 000 DM in einer Legislaturperiode (Parteien, Fraktionen, Parteistiftungen). Süddeutsche Zeitung, 18.März 1999, Seite 2
Auf Vorschlag von CSU und SPD erhalten die Parteien im Bayerischen Landtag 1999 +1,3 Millionen DM, das sind +8%. Für nächstes Jahr wurde auch schon ein Plus von 1,5 Millionen DM vereinbart. "Das Parlament billigte seinen Haushalt gestern ohne Aussprache innerhalb von einer Minute. Die Grünen enthielten sich der Stimme." Münchner Merkur, 11.März 1999, Seite 1
Die Parteistiftungen zur steuerfreien Spendensammlung erhalten 170 Millionen Steuergelder geschenkt.
CDU Konrad-Adenauer-Stiftung
SPD Friedrich-Ebert-Stiftung
FDP Friedrich-Naumann-Stiftung
Grüne Heinrich-Böll-Stiftung
PDS Rosa-Luxemburg-Stiftung - Süddeutsche Zeitung, 13.Februar 1999, Seite 2
Wovon Arbeitnehmer nach dreißigjähriger Einzahlung in die Rentenkasse nur träumen: "Wer nur fünf Jahre im Europaparlament saß, bekommt künftig 1943,14 Mark Monatsrente." Münchner Merkur, 23.Januar 1999, S.1
Hans Bradl, CSU, Bezirktagspräsident der Oberpfalz, kassierte 7 Jahre zu Unrecht Sitzungsgelder. Er tritt damit in die Fußstapfen der Bezirktagspräsidenten Hermann Schuster, CSU, und Georg Simnacher, CSU, die ebenfalls Steuergelder in die eigene Tasche steckten.
Oberbayerisches Volksblatt 8.1.1999, Seite 5
Höhere Staatszuschüsse für die Parteien
Die Abgeordneten bedienen sich wieder: Die Staatszuschüsse für Ihre Clubs wurden auf 245 Millionen Mark erhöht. "Der Bund der Steuerzahler hatte die Erhöhung als 'infamen Griff in die Staatskasse' kritisiert." Süddeutsche Zeitung 19.12.1998, Seite 7
Die Erhöhung geschieht - entgegen aller Rechtsstaatlichkeit- rückwirkend zum 1.1.1998
Das Bundesverfassungsgericht setzte die Obergrenze für den Griff in die Steuerkasse auf 230 Millionen Mark fest. Die Erhöhung widerspricht damit auch der Rechtssprechung.
Weihnachtlicher Geldsegen für Abgeordnete und Minister. Entgegen jeder Praxis in der freien Wirtschaft erhalten auch die vom Volk gefeuerten Minister wie Blüm, Kohl, Kinkel, Riesenhuber (bereits 1993 ausgeschieden) riesige Weihnachtszuwendungen. Beispiel Kinkel: monatlich 12 300 DM Diäten + monatlich 17 200 DM Übergangsgeld + Weihnachtsgeld 21 600 DM. Dies alles für einen Job, den er nicht mehr hat.
Subventionen für die Parteien Quelle: Focus 44/1999, Seite 108
in Mio DM SPD CDU CSU Grüne PDS FDP
1999 96,7 75,5 18,2 17,1 13,8 13
parteiensubvention Anfang

Der Staat und unsere Abgeordneten bedienen sich
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