| Aufwandsentschädigungen für
Bundestagsabgeordnete nur ein kleiner Ausschnitt; Beleg für die Nehmerqualitäten der Mitglieder des Bundestags "Die Raffkes aus Berlin" Stern 41/2004, S. 58 |
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"Schon wieder
mehr Geld: Kriegen unsere Politiker den Hals nicht voll?"
Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, ehem. Bundesjustizministerin, FDP Heribert Prantl, Innenpolitik-Chef, Süddeutsche Zeitung Ludwig Stiegler, SPD, und Stephan Mayer, CSU, MdB, logen, dass sich die Balken bogen. Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim, Verfassungsrechtler: "Das Verfahren ist unmöglich. Im November hat man fast zehn Prozent erhöht, in Zwei-Jahresschritten, und jetzt, kaum ist ein halbes Jahr verstrichen, erhöht man noch mal um weitere sechs Prozent, und sattelt auf die schon beschlossenen Erhöhungen noch drauf. So etwas kann nur eine große Koalition. Das ist die Arroganz der Macht. Es herrscht allgemein Unmut über diese Selbstbedienung in der Bevölkerung." |
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| Neben den
Aufwandsentschädigungen erhalten die Abgeordneten auf Landes- und
Bundesebene noch erhebliche Euros aus ihren zahlreichen Tätigkeiten
(euphemisch "Nebentätigkeiten" genannt). Schon seit Jahren mußten Abgeordnete die Art ihrer Tätigkeiten zu ihrer Nebentätigkeit als Abgeordnete(r) bekanntgeben. Die Arbeit als Bundestagsabgeordneter lässt dazu offensichtlich viele Zeit. Im Sommer 2005 entschied der Bundestag (also die Merhzahl der Abgeordneten), dass alle Bundestagsabgeordneten auch die Höhe der Bezüge bekanntgeben müssen, sofern sie mehr als 3000 Euro im Monat einbringen. 9 MdB klagten gegen dieses Gesetz. Flugs wurde daraus konstruiert, dass das Gesetz, das nur MdB betrifft, die MdB nicht betrifft. Mehrheitsentscheidungen gelten für den gemeinen Bürger, nicht für den privilegierten Abgeordneten. Bundestagspräsident Norbert Lammert, CDU, änderte nun offensichtlich seine Meinung. Das Gesetz, das nur die MdB betrifft, soll eingehalten werden. Noch vor der Sommerpause sollen die Nebentätigkeiten der deutschen Bundestagsabgeordneten veröffentlicht werden. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 20.05.2007 Hintergrund: zahlreiche Abgeordnete wollen ihre Bezüge erhöhen; dazu soll wohl ein gutes Klima vorbereitet werden. |
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| Die Große Koalition CDU, CSU,
SPD, November 2005 hat bisher hauptsächlich die Einnahmen der Bürger
gekürzt. Die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Peter Struck, SPD und Volker Kauder, CDU, wollen aber eine
grundsätzliche Neuregelung der Abgeordnetendiäten angehen.
SZ, 28.11.2005, S. 6 Im Klartext man: das bedeutet
Erhöhung der Bezahlung und vielleicht sogar Ausweitung der
Privilegien. |
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| Während die
Politiker an ihrem steuerfreien Einkommensanteil festhalten wollen (für
MdB immerhin ca. 3600 Euro steuerfrei monatlich, das entspricht einem zu
versteuernden Zusatzeinkommen von ca. +7200
Euro) sollen für Bürger zahlreiche pauschalen
Steuervergünstigungen (Eigenheimzulage, Pendler) gestrichen werden.
OVB, 27.5.2005, S. 2 |
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| "Im Bundestag lässt sich freitags beobachten, wie Abgeordnete mit dem Koffer in der Hand sich am Morgen schnell in die Liste eintrage, um dann zum Bahnhof zu entschwinden. Das spart 50 Euro Diätenabzug." Stern 41/2004, S. 60 | ||||
| ... nach § 12 Abs. 2 und 5 Abgeordnetengesetz in Millionen Euro |
| Zuwachs | Soll 2004 | Soll 2003 | Ist 2002 |
| + 1,5 % | 25 235 | 24 866 | 27 735 |
| ... für die Beschäftigung von Mitarbeitern nach § 12 Abs. 3 Abgeordnetengesetz in Millionen Euro |
| Soll 2004 | Soll 2003 | Ist 2002 | |
| + 10,7 % | 98 579 | 89 050 | 82 076 |