Ehrung für Oswald Gundelach durch die Bayerische
Staatsregierung Wer durch die Bayerische Staatsregierung
geehrt wird, sollte sich überlegen, in welche Riege er/sie eingereiht
wird.
Literatur |
Kriminaloberassistent Oswald Gundelach,
Mitarbeiter der Gestapo Würzburg, begleitete im 2. Weltkrieg den Transport
mainfränkischen Juden in die Vernichtungslager bis nach Lublin. Er
beteiligte sich recht eifrig am Völkermord: Oswald Gundelach begleitete
fast alle Deportationen aus Würzburg nach Polen. Nach dem Krieg meinte
Gundelach, er habe lediglich "Arbeiten verrichtet, die vor 1933 und nach 1945
zu den dienstlichen Obliegenheiten der Polizei gehörten". Am 10
Oktober 1947 von den USA zum Tode verurteilt ( Nazi
Crimes on Trial), wird das Urteil zu lebenslänglich
abgemildert. 1953 (!) wird der Beteiligte am
Massenmord entlassen und 1954 in den bayerischen Polizeidienst
übernommen. |
Am 17. Juni 1963 wird
er in den Ruhestand versetzt und von der Bayerischen Staatsregierung geehrt.
Im Namen des
Freistaates Bayern spreche ich dem Polizeiobermeister a. D. Oswald Gundelach
zur Vollendung einer Dienstzeit von 40 Jahren den Dank und die Anerkennung der
Bayerischen Staatsregierung aus. Quelle:
Dokumentation "Die Gestapo", SWR und ARTE 2005 |
Während die Zeit bei der Gestapo für
die Dienstzeit bei Verbrechern wie Gundelach angerechnet wurde, wurde sie
Widerstandskämpfern und Kriegsdienstverweigerern im Nazi-Reich oft
verweigert. Die Witwe der Henkerrichters Roland
Freisler bezog daher lange Jahre staatliche Rente. |
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Frank Gutermuth, Arno
Netzbandt: Die Gestapo. Nicolai, 2005. Gebunden |
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Rupert Butler: Die Gestapo.
Neuer Kaiser, 2004. Gebunden
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Gerhard Paul, Klaus-Michael
Mallmann, Hg.: Die Gestapo - Mythos und Realität. Primus, 2003.
Broschiert, 597 Seiten |
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Kurt Piehl: Latscher, Pimpfe und
Gestapo. Brandes & Apsel 1994. Broschiert
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Gabriele Lotfi: KZ der
Gestapo. Frankfurt: Fischer, 2003. Broschiert |
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Norbert Frei: Karrieren im
Zwielicht. Hitlers Eliten nach 1945. Campus, 2001. 364 Seiten
Rezension
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