| Franz Jägerstätter 20. Mai 1907 St. Radegund im Innviertel, Österreich 9. August 1943, Brandenburg Information und Meinung zu einem österreichischen Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg |
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| Franz Jägerstätter war ein österreichischer
Kriegsdienstverweigerer im Zweiten Weltkrieg. Zur Volksabstimmung über den
Anschluß an Deutschland am 10. April 1938 wollte er zunächst nicht
gehen. Auf Zureden hin, ging er und stimmte mit "Nein". Die Gemeinde Radegund
unterdrückte seine Stimme und meldete 100-% Zustimmung. Er verzichtete auf
Vorteile durch die Herrschaft der Nazis: er beantragte keinen Schadenersatz
nach Hagel und verzichtete auf die staatliche Kinderbeihilfe. Er weigerte sich gegen den ausdrücklichen In Österreich wurde Franz Jägerstätter nicht als Opfer politischen Widerstandes im Sinne des Opferfürsorgegesetzes (OFG) anerkannt. Begründung der Behörden: Desertion sei in allen Armeen der Welt strafbar. Umso ungeheuerlicher ist seine "Wiederverwendung" für Kasernen. |
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| Oper "Franz Jägerstätter" | |
| Musik: Viktor Fortin;
Libretto: Gerd Linke geschrieben im Auftrag des Vereins Musica Forte Uraufführung am 22. September 2007 in Graz, Kirche des Franziskanerstifts in Graz; Premiere in Linz am 26. Oktober 2007, Alter Dom Begleitende Ausstellung: "Franz Jägerstätter" - eine biografische Präsentation" im Foyer des Ursulinenhofs. |
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| Späte Ehrung Franz Jägerstätters in Braunau, August 2006 | |
| Nachdem Franz Jägerstätter jahrzehntelang in
Österreich als Verräter galt, bei den Behörden bestenfalls als
"Spinner" abgetan, wurde im August 2006 in Braunau ein Park nach ihm benannt.
Dazu kam Bundespräsident Heinz Fischer und die 93-jährige Witwe
Franziska Jägerstätter.. Ein Umfrage eines Braunauer Lokalblatts im Jahre 2006 ergab, dass 80 % derjenigen, die sich zu äussern wagten, gegen die Benennung des Parks nach Franz Jägerstätter waren. Er sei ein Feigling gewesen, der Vaterland und Familie im Stich gelassen habe. SZ, 10.8.2006, S. 8 |
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| Kaserne nach Jägerstätter | |
| Die Bundesheer-Kaserne von Kirchdorf/Krems soll nach dem
Wehrdienst-Verweigerer Franz Jägerstätter benannt werden. Das
schlägt die "Arbeitsgemeinschaft katholischer Soldaten" vor.
"Jägerstätter war kein Pazifist, sondern Patriot", erklärt
Brigadier Rolf M. Urrisk. Schließlich habe er wohl für
Österreich Wehrdienst leisten, nicht aber für Hitler in den Krieg
ziehen wollen. Auch der Theologe Dr. Johann Berger von der
Landesverteidigungsakademie steht hinter der Idee. Er sieht
Jägerstätter in der christlichen Tradition des |
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| Der Linzer Bischof Joseph Calasanctius Fließer
erinnerte Jägerstätter an seine Verantwortlichkeit gegenüber der
Orbigkeit und seiner Familie. Der ehemalige Heimatpfarrer
Jägerstätters, Franz Karobath,
wollte 1946 in der Linzer Kirchenzeitung einen Artikel über den "Fall
Jägerstätter" veröffentlichen. Jener Bischof Joseph
Fließer verbot diese Veröffentlichung. Bischof Fließer, 1946: "Ich kenne Jägerstätter persönlich, da er vor seinem Einrücken über eine Stunde bei mir war. Ich habe umsonst ihm die Grundsätze der Moral über den Grad der Verantwortlichkeit des Bürgers und Privatmannes für die Taten der Obrigkeit auseinandergesetzt und ihn an seine viel höhere Verantwortung für seinen privaten Lebenskreis, besonders für seine Familie erinnert. ... Darum ist Jägerstätter ein ganz besonderer Fall, der mehr zu bewundern als nachzuahmen und darum nur in der entspechenden eindeutigen Darstellung dem Volk bekannt zu machen ist. ... Ich halte jene idealen katholischen Jungen und Theologen und Priester und Väter für die größeren Helden, die in heroischer Pflichterfüllung und in der tiefgläubigen Auffassung, den Willen Gottes auf ihrem Platz zu erfüllen, wie einst christliche Soldaten im Herr des heidnischen Imperators, gekämpft haben und gefallen sind."
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Erika Weinzierl (siehe
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| Missa Heroica zur Seligsprechung von Franz Jägerstätter | |
| Der tschechische Komponist Pavel Smutný (* 9. 2. 1975 Brno, Tschechien)
studierte an der Masaryk Universität in Brno. 1998-99 komponierte er die
Missa Heroica zur Seligsprechung von
Franz
Jägerstätter. Missa Heroica für Solisten, gemischten Chor, 2 Trompeten, 2 Posaunen, Kesselpauke und Orgel. |
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| Franz Jägerstätter und Leopold Engleitner | |
| Die Geschichte eines österreichischen Zeugen Jehovas, der
ähnlich wie Franz Jägerstätter aufgrund seiner
religiösen Einstellung nicht gleichzeitig Christ und Soldat für den
Nationalsozialismus sein konnte. Während sich Jägerstätter im
Widerstand gegen seine Kirche (Pfarrer und Bischof von Linz) zur Verweigerung
entschied, hatte Engleitner die Zustimmung anderer Zeugen Jehovas und die der
Leitung seiner Glaubensgemeinschaft. Siehe Andreas Maislinger unter
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| Links | |
| Franz Jägerstätter gehört zu:
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(siehe auch die DVD unter |
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| Gott hab' ihn selig - Der
Leherbauer Franz Jägerstätter Ein Film von Bettina
Schimak |
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| Literatur |
| Bergmann, Georg, Arnold Guillet: Franz Jägerstätter. Ein Leben vom Gewissen entschieden. Stein am Rhein: Christiana, 1980. 327 Seiten. 2. Auflage: 1988, 356 Seiten |
| Läpple, Alfred: "Franz Jägerstätter. Märtyrer der Gewissensentscheidung". Klerusblatt. Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz 88:7 (2008), S. 154-160 |
| Moos, Reinhard: "Die Rehabilitierung Franz
Jägerstätters durch das Landgericht Berlin". Neues Archiv für
die Geschichte der Diözese Linz, 12. Jg., Heft 1/1998/99, S. 26 ff.
online, siehe |
| Pax Christi Oberösterreich, Hg.: Franz Jägerstätter. Zur Erinnerung seines Zeugnisses. Eine Handreichung. Linz: Wagner, 2001. Taschenbuch, 148 Seiten. |
| Putz, Erna: Franz Jägerstätter: "... besser die Hände als der Wille gefesselt...". 2. Aufl., 1987; Neuaufl. 1997. |
| Putz, Erna: Franz Jägerstätter - Märtyrer: Leuchtendes Beispiel in dunkler Zeit. Steinmassl 2007. Gebunden. |
| Putz, Erna: Gefängnisbriefe und Aufzeichnungen. Franz Jägerstätter verweigert 1943 den Wehrdienst. Linz 1987. 247 Seiten. |
| Riedl, Alfons, Josef Schwabeneder, Hg.: Franz Jägerstätter. Christlicher Glaube und politisches Gewissen. Thaur 1997. Mit einem Geleitwort von Bischof Maximilian Aichern. |
| Scheibenpflug, Helga: Franz Jägerstätter /Arigona Zogaj. Denkmayr, 2007. Taschenbuch, 140 Seiten |
| Schwarz, Ludwig, Severin Renoldner, Erna Putz, Alfons Riedl: Franz Jägerstätter: Christ und Märtyrer: Mit handschriftlichen Originalzitaten aus seinen Briefen und Aufzeichnungen. Linz: Pastoralamt d. Diözese Linz, 2007. Broschüre, 40 Seiten |
| Weinzierl, Erika: "Österreichischer Katholizismus und Krieg 1914-1945" im Sammelband der Katholisch-Theologischen Hochschule Linz über Franz Jägerstätter |
| Zahn, Gordon C.: Er folgte seinem Gewissen. Das einsame Zeugnis des Franz Jägerstätter. G. Steinböck, Übs. Graz 1967. 314 S. |
| Neues Archiv für die Geschichte der Diözese Linz, 12. Jg., Heft 1/1998/99, S. 22 ff. |
| Seinen Ort finden. Texte und Fotos einer Ausstellung des Antikriegsmuseums, der Friedensbibliothek der Ev.Kirche in Berlin-Brandenburg. Berlin 1997. 107 S. Texte von Simone Weil, Hans Paasche, Clara Grunwald, Kurt Kretschmann, Franz Jägerstätter u.a. |
| Zinnhobler, Rudolf, Monika Würthinger: Von Florian bis Jägerstätter: Glaubenszeugen in Oberösterreich. Linz: Wagner, 2004. Gebunden, 339 Seiten |
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| Wolfgang Neugebauer: Der
Österreichische Widerstand 1938-1945. Wien: Edition Steinbauer, 2008.
Broschiert, 286 Seiten
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| Manfred Scheuer: Selig, die
keine Gewalt anwenden: Das Zeugnis des Franz Jägerstätter.
Tyrolia 2007. Gebunden, 207 Seiten
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Detlef Garbe: Zwischen Widerstand und Martyrium: Die Zeugen Jehovas im 'Dritten Reich'. München: Oldenbourg, 1998. Taschenbuch, 605 Seiten | |
| Schoenborn,
Paul Gerhard. Alphabete der Nachfolge. Märtyrer des politischen
Christus. Wuppertal 1996. 215 S. Personen: Franz Jägerstätter,
Kaj Munk, Dietrich Bonhoeffer, Oscar Romero, Margarida Maria Alves. |
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| Soweit die nachfolgenden Medien nicht bei amazon erhältlich
sind, kann man sie direkt beziehen via |
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| Bernhard Rammerstorfer:
Ungebrochener Wille: Der außergewöhnliche Mut eines einfachen
Mannes: Leopold Engleitner, geb. 1905. Heinz Fischer, Josef Pühringer,
Walter Manoschek (Vorworte). Rammerstorfer, 2008. Gebunden, 448 Seiten
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| 100 Jahre ungebrochener Wille.
Nein statt Ja und Amen. 2 DVDs. Produktion: Bernhard Rammerstorfer
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| Bernhard Rammerstorfer: Unbroken
Will: The Extraordinary Courage of an Ordinary Man. Grammaton 2006.
Taschenbuch, 332 Seiten
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