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Gelöbnis
Gelöbnis von und für Soldaten
Du. Mann auf dem Dorf und Mann in der Stadt. Wenn sie morgen kommen und dir den Gestellungsbefehl bringen, dann gibt es nur eins:
Sag NEIN!
Wolfgang Borchert (1921 – 1947) Wolfgang Borchert"Dann gibt es nur eins!"
Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr 2009
30. Juli 2009: 500 Rekruten auf dem Münchner Marienplatz, 4000 Zuschauer, 200 Demonstranten
Gert Wessels, Befehlshaber des süddeutschen Wehrbereichs IV, begrüßte die Friedensdemonstranten. Er meinte, die Bundeswehr werde "alles tun, um auch Ihr Recht auf Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit zu verteidigen." Das geschah wie folgt Friede:
• die Demonstranten wurden durch weiträumige Absperrungen abgeriegelt
• sie wurden daran gehindert, ihre Meinungsfreiheit und Demonstrationsfreiheit auszuüben.
• Demonstranten wurden festgenommen
Claus Schreer, Mitorganisator der Gegendemonstration, wurde vom Platz geführt.
• Feldjäger fingen einen Demonstranten und schleppten ihn hinter die Tribüne. SZ, 31. Juli 2009, S. 37
Offiziell will die Bundeswehr mit Wehrmachtsverherrlichung nichts zu tun haben. Doch ist die Mitarbeit von Offizieren in militärischen Traditionsgemeinschaften von der Bundesregierung erwünscht.
Der aufgelöste Dachverband »Ring deutscher Soldatenverbände« vereinigte 37 Kameradschaftsvereine, die ihrerseits wieder in Regional- und Divisionsverbände untergliedert sind.
HIAG Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Angehörigen der Waffen-SS; hiagWikipedia
Kyffhäuserbund: wehrmachtKyffhäuserbund e.V.
Kameradenkreis der Gebirgstruppe: wehrmachtKameradenkreis der Gebirgstruppe e.V.; Mitglieder: Christian Schmidt und Edmund Stoiber, beide CSU.
Bayerischer Soldatenbund 1874: wehrmachtBayerischer Soldatenbund 1874 e.V.
Arbeitsgemeinschaft für Kameradenwerke und Traditionsverbände
"Kennzeichnend für nahezu alle Verbände ist, daß sie die Verbrechen der Wehrmacht mindestens relativieren, wenn nicht leugnen." wehrmachtFrank Brendle: "Hintertürchen zur Wehrmacht", junge welt, 20.7.2006
Im Magazin Deutsche Militärzeitschrift (wendet sich an "die Erlebnisgeneration des II. Weltkrieges" und "an die ehemaligen Angehörigen der Nationalen Volksarmee (NVA)"; wehrmachtDMZ) schreiben Bundestagsabgeordnete der CDU, spricht Ex-Verteidigungsminister Rudolf Scharping, SPD.
Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr 2002
ist nicht öffentlich, sondern nur vor ausgewählten Claqueuren, wie man es vom 1. Mai in der DDR oder in Rumänien her kennt: 500 Rekruten und Gäste. Zur Abschirmung dienen: 800 Polizisten, 240 Feldjäger der Bundeswehr. Sperrung mehrere Strassen von 8 bis 22 Uhr, Passantenkontrolle, Aufhebung der Demonstrations- und Meinungsfreiheit. Die Demonstranten dürfen keine Megafone, Sirenen oder Nebelhörner verwenden. Das Kurt Tucholsky-Zitat "Soldaten sind Mörder" ist verboten. SZ, 18.7.2002, S.9
"Nachdem es eines der vornehmsten Kriegsziele der Alliierten gewesen ist, uns zu entwaffnen und auch für die Zukunft waffenlos zu halten ..., das deutsche Militär verächtlich zu machen ... und das deutsche Volk zu einer jedem Militärwesen abholden Geisteshaltung zu erziehen, haben wir allen Anlaß, auf gegenteilige Aufforderungen so zurückhalten wie nur möglich zu reagieren." Gustav Heinemann, Bundesinnenminister, später Bundespräsident, 13.10.1950, zitiert nach frei Norbert Frei. Karrieren im Zwielicht. Hitlers Eliten nach 1945 (S. 144). Rezension
Öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr 2001
1500 Polizisten, davon 800 Grenzschützer und zwei Feldjägerkompanien sperrten das Areal weiträumig ab, damit 530 Rekruten vereidigt werden konnten. In die Nähe kam man nur nach mehrmaligen Personen- und Ausweiskontrollen. SZ, 21.7.2001, S.11
Dies bezeugt die Popularität der Bundeswehr und ihrer Gelöbnisse: nur durch scharfe Kontrollen können die Fans abgehalten werden.
I h r sollt nicht stramm stehn. I h r sollt nicht dienen!
Ihr sollt frei sein! Zeigt es ihnen!
Und wenn sie euch kommen und drohen mit Pistolen –:
Geht nicht! Sie sollen euch erst mal holen!
K e i n e Wehrpflicht! K e i n e Soldaten!
K e i n e Monokel-Potentaten!
K e i n e Orden! K e i n e Spaliere!
K e i n e Reserveoffiziere!
Ihr seid die Zukunft!
Euer das Land!
Schüttelt ab, das Knechtschaftsband!
Wenn ihr nur wollte, seid ihr alle frei!
Euer Wille geschehe! Seid nicht mehr dabei!
Wenn ihr nur wollt; bei euch steht der Sieg –!
N i e  w i e d e r  K r i e g !
Kurt Tucholsky: Schluß seines Gedichts “Drei Minuten Gehör”. Das wohl bekannteste Antikriegsgedicht von Tucholsky wurde am 30.7.1922 bei Kundgebungen in Berlin und im ganzen Reich vorgetragen. Tucholsky Gedicht-WegweiserTucholsky Zitate
Tucholsky Anfang

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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 31.7.2009