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Militaria Waffenhandel, Affäre, Waffenexporte, Waffen, Export, Rüstung
Der Waffenhandel blüht
"Qui desiderat pacem, praeparet bellum." Wer den Frieden will, rüste zum Krieg
Vegetius Vegetius, Epitoma rei militaris 3, praefatio

rüstung export Download des Rüstungsexportberichts der Bundesregierung Deutschlandrüstung Die größten Rüstungsexporteure
rüstung Literatur

Syrienkrieg Deutsche Beteiligung am Syrienkrieg
Deutsche Waffen in Krisengebiete, damit weitere Flüchtlinge nach Deutschland kommen

Deutschland liefert Kampfpanzer nach Katar um die Krisenregion  weiter anzuheizen. Katar istbekanntlich in den Bürgerkrieg im Jemen verstrickt, Saudi-Arabien (ein weiteres Land an das deutsche Kriegswaffen verkauft werden) heizt den Krieg im Irak und Syrien an. Die entscheidende Genehmigung dazu erteilte die schwarz-gelbe Vorgängerregierung unter CDU / CSU / FDP. Auf lange Sicht soll damit die Fluchtbewegung aus dem Irak, Syrien und anderen Länder des Nahen und Mittlern Osten aufrecht erhalten werden.
WaffenexportDeutschland liefert Kampfpanzer nach Katar , SZ, 23.10.2015, S. 1
Deutsche Waffenexporte erneut gestiegen

Die Waffenexporte Deutschlands stiegen im ersten Halbjahr 2015 deutlich. Im ersten Halbjahr 2015 genehmigte die Bundesregierung Rüstungsausfuhren im Wert von 3,5 Milliarden Euro, fast soviel wie im Gesamtjahr 2014. Zwischen Waffen – Krieg – Elend in den Kriegsländern – Flüchtlinge besteht eine starke Korrelation. Trotzdem sieht die Bundesregierung keinen Anlass zur Besorgnis. Waffen wurden unter anderem auch an Russland, Syrien, Kuwait, Irak und Saudi-Arabien  geliefert.
Warum unterstützt Deutschland die Kämpfe in den Krisenregionen in Nahost? An der Rüstungsindustrie und ihre Zulieferer hängen rund 100.000 Arbeitsplätze.
WaffenexportDeutschland exportiert deutlich mehr Waffen, Die Welt, 19.10.2015
Harald Lesch, Professor für Physik an der LMU München und Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule für Philosophie München, plädiert für eine grundlegende Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Afrika:
„Anstatt Waffengeschäfte zu machen, sollten wir uns lieber um ein funktionierendes Gesundheitssystem kümmern. Wir brauchen eine andere Politik!”
"Blanke Hysterie" "Leschs Kosmos" im ZDF zu Ebola. Interview, OVB, 28.10.2014, S. 39
Terrorexport aus Bayern
Bayern exportiert nicht nur Waffen sondern auch Kämpfer ins Kriegsgebiet Türkei / Syrien
Am 17. Okt. 2014 beschlossen die Innenminister aus Bund und Ländern:  Gewaltbereite Islamisten durch den Entzug des Personalausweises künftig daran zu hindern, in Kampfgebiete wie Syrien oder Irak auszureisen. Stattdessen sollen sie eine Art Ersatzausweis bekommen, mit dem sie Deutschland nicht verlassen dürfen.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière, CDU: "Wir wollen nicht, dass der Terrorismus von Deutschland aus exportiert wird".
Das sieht freilich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, CSU, anders. Bayern schließt sich da nicht an, sondern macht das Gegenteil. Ein 22-jährigen Anhänger des "Islamischen Staats" wurde in die Türkei abgeschoben.
Herrmann, CSU, begründete die vom Steuerzahler bezahlte Reise in die Türkei: "Jemand, der in aller Öffentlichkeit die Gräueltaten der Terrormiliz 'Islamischer Staat' gutheißt, das Köpfen von Journalisten rechtfertigt und nicht davor zurückschreckt, seine eigene Familie zu töten, wenn sie sich nicht an die islamischen Gesetze halten, hat bei uns letztlich nichts verloren."
Weder eine Resolution des Uno-Sicherheitsrats, die fordert, dass, die Ausreise von IS-Anhängern in das Kriegsgebiet zu unterbinden ist, noch die Absicht der  Innenminister aus Bund und Ländern gewaltbereite Islamisten an der Ausreise ins Kampfgebiet zu hindern, wurden dabei befolgt.
TerrorexportKampf gegen IS: Innenminister wollen Dschihadisten den Ausweis entziehen, Spiegel Online, 17.10.2014 – TerrorexportIS-Anhänger: Salafist aus Bayern in die Türkei abgeschoben, Spiegel Online, 17.10.2014 – TerrorexportGrüne kritisieren Herrmanns „Terrorexport“, 17.10.2014 – TerrorexportIslamisten soll der Ausweis entzogen werden, Die Welt, 17.10.2014
Der Tod bleibt ein Meister aus Deutschland
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer, CSU, attackierte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel, SPD, der vorschlug die deutschen Rüstungsexporte in Länder außerhalb von Nato und EU einzuschränken. Sigmar Gabriel, SPD, sieht „einen Interessenskonflikt zwischen den Exportinteressen der Rüstungsindustrie und einer werteorientierten Außenpolitik“. Das sehen die sogenannten "christlichen" Politiker anders.
  • Horst Seehofer, CSU, plädierte dafür die nationalen Wirtschaftsinteressen im Auge zu haben, also noch stärker zugunsten der Rüstungsindustrie den Meister Tod aus Deutschland kommen zu lassen.
  • Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, CSU, sorgte sich ebenfalls um die Wirtschaftsinteressen. Deutschland würde an „Kompetenz und Arbeitsplätze einbüßen.“ In Bayern produzieren sehr viele Firmen, die direkt oder indirekt Kriegswaffen oder Rüstungsgüter produzieren, beispielsweise bestimmte Sparten von Kraus-Maffei-Wegman (KMW), Airbus oder Diehl. 
  • Auch CDU-Bundestagsfraktionsvize Michael Fuchs sprach sich für die Beibehaltung der hohen deutschen Rüstungsexporte aus. Er sorge sich um die rund 200.000 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt mit Rüstungsgeschäften zusammenhängen. Wenn dafür ein paar Millionen Menschen in Afrika oder Asien draufgehen, wen juckt das schon?
Zusammenfassend kann man feststellen, dass viele sogenannten "christliche" Politiker(innen) ihre Grundwerte darin sehen:
  • Arbeitsplätze
  • Profit der Rüstungsindustrie.
An deutschen Waffen soll die Welt zugrunde gehen, wenn nur die Wirtschaft daran verdient. Die von deutschen Waffen an die EU-Grenzen gebombten Serbier, Syrier, Somalier und Afghanen kann man ja wieder „rückführen”, d.h. zurückjagen.
Der Tod soll ein Meister aus Deutschland bleiben! Das gehört sozusagen zur deutschen Leitkultur. Dafür setzen sich unsere "christlichen" Politiker ein.
WaffenSeehofer attackiert Gabriel wegen Rüstung, Der Tagesspiegel, 27.7.2014 – WaffenKoalition streitet über Rüstungsexporte, Deutsche Welle, 28.7.2014 – rüstung Normen - Werterüstung Deutsche LeitkulturWaffenDer Tod ist ein Meister aus Deutschland (Paul Celan)WaffenPaul Celan: Die Todesfuge
Bei Auslandsreisen deutscher Politiker reisen die Waffenhändler gleich mit
Kanzlerin Angela Merkel, CDU, und andere Kabinettsmitglieder, wie Außenminister Guido Westerwelle (FDP und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP, Philipp Rösler (FDP, werden bei ihren Reisen in Krisengebiete und anderes Ausland von Vertretern der Rüstungsindustrie begleitet. Die Rüstungslobbyisten können so gleich ihre Mordsgeschäft anbahnen oder abschließen. Ziele waren beispielsweise die Türkei, Libyien, Jemen, Indien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, Argentinien, Brasilien, Uruguay, Angola, Kenia und Nigeria.
WaffenMatthias Meisner: Merkel lässt die Rüstungslobby mitfliegen, Der Tagesspiegel 30.5.2012
Deutsche Waffen in Krisen–, Spannungsgebiete und an "Schurkenstaaten": wohin sonst?
"Schon als der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß, CSU, Ende der fünfziger Jahre die erste deutsche Waffenlieferung für Israel einfädelte, ging es konspirativ und rechtswidrig zu", berichtete Der Spiegel 1991. Transportflugzeuge, Hubschrauber, Artillerie, U-Boote, Kampfpanzer, Kanonen, Bomben, Sturmgewehre und Panzerabwehrraketen werden seitdem aus Deutschland in alle Welt (Israel, Saudi-Arabien, Südafrika, Afrikas Bürgerkriegsparteien, Libyien, Algerien, Kaukasus) verkauft. Wichtige Akteure waren dabei Karlheinz Schreiber, Ludwig-Holger Pfahls und Franz Josef Strauß (ale CSU). Doch auch ohne diese Drei läuft das Waffengeschäft bombig. Franz Josef Strauß soll mal gesagt haben, dass er gar nicht verstehe, was Waffen außerhalb von Krisengebieten zu suchen hätten. Es geht schließlich um die Existenzsicherung der Staaten in Krisen– und Spannungsgebieten, auch Schurkenstaaten haben ein Recht zur Selbstverteidigung Waffen.
U-BootDer Apparat macht, was er will, DER SPIEGEL 45/1991, 4.11.1991 – U-BootFrank Kerkau: Waffenschmuggel: Das sind Deutschlands größte Rüstungsskandale, 5.7.2011
Der deutsche und internationale Waffenhandel ist weiter ein Bombengeschäft
Während vielen Staaten das Geld ausgeht und sie deshalb oft die ärmsten ihrer Untertanen weiter auspressen, sind die US-amerikanischen und europäischen Rüstungskonzerne auch 2010 wieder reicher geworden. Die Rüstungsproduktion boomt: das Geschäft mit dem Tod – sei es mit Drogen, Sklaven oder Rüstung – bleibt lukrativ.
Deutsche Unternehmen unter den Top 100
• Platz 31 Rheinmetall auf Platz 31, angegeben wird ein Umsatz von 2,66 Milliarden US-Dollar,
• 52 Krauss-Maffei
• 56 Thyssen-Krupp
• 64 Diehl
• 100 MTU Aero Engines
BombeFlorian Rötzer: Rüstungskonzerne boomen trotz Finanzkrise, Telepolis, 27.2.2012 – BombeThe SIPRI Top 100 arms-producing and military services companies, 2010Sipri Sipri Stockholmer Friedensforschungsinstitut
BombeFlorian Rötzer: Rüstungskonzerne boomen, 22.2.2012

Deutsche Leopard-Kampfpanzer gegen Freiheit und Selbstbestimmung
Deutschland ist sich der historischen Verantwortung gegenüber denjenigen, die für Freiheit und Selbstbestimmung im “Arabischen Frühling” auf die Straße gehen, bewusst. Die Proteste sollen auch mit deutschen Leopard-Kampfpanzer bekämpft werden können. Daher liefert die deutsche Regierung unter Angelika Merkel, CDU, Leopard-Kampfpanzer zu den Despoten in Saudi Arabien. Man hat wohl Angst, die Demokratiebewegung könnte auf Deutschland überschwappen.
LeopardLeo geht in die Wüste. Der Panzer-Deal mit den Saudis nimmt Form an, Die Zeit-Online, 7.12.2011 –
LeopardUmstrittener Deal mit Saudi-Arabien. Sicherheitsrat berät erneut über Panzer-Export, Spiegel Online, 9.10.2011

Das Morden mit deutschen Waffen geht munter weiter
Am 7.12.2011 wurde der Rüstungsexportbericht für das Jahr 2010 ohne Aussprache vom Kabinett abgesegnet. Deutschland exportierte im Jahr 2010 für 2,1 Milliarden € Kriegswaffen. Das sind annähernd 800 Millionen € Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Grünen-Verteidigungspolitikerin Katja Keul kritisierte: „Kriegswaffenausfuhren sind nicht tolerierbar, das steht auch im Grundgesetz.“ Das juckte bei der Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP niemand.
Wie naiv (oder was sonst? gerissen? unverschämt? menschenverachtend?) die Politiker dabei agieren, kommt in der "Klarstellung" von Dr. Schäfer (Auswärtiges Amt) heraus. Er meinte auf der Regierungspressekonferenz 7.12.2011, es sei sichergestellt, dass die deutschen Panzer, U-Boote und Bomben „nicht für Menschenrechtsverletzungen missbraucht werden“. Dass in der ganzen Welt mit deutschen Waffen Krieg geführt hat bisher niemand dem Dr. Schäfer gesagt. Vielleicht meinte er aber: Töden und Morden ist der Normalgebrauch der Kriegsgüter, daher kann man es nicht als Missbrauch bezeichnen, wenn sie dafür verwendet werden.
Deutsche Waffen für die Welt - Rüstungsfirmen exportierten Güter für 2,1 Milliarden Euro / Saudi-Arabien will angeblich 270 Leopard-Panzer kaufen, SZ, S. 6, 8.12.2011 – Kriegswaffen Regierungspressekonferenz vom 7. Dezember
Mi, 07.12.2011 – KriegswaffenRüstungsexportbericht 2010 : Deutschland exportiert deutlich mehr WaffenKriegswaffenRüstungsexportbericht 2010

Deutsche Panzer für blutige Massaker
Die arabische Welt ist seit Jahren ein Unruheherd und seit Anfang 2011 im Aufruhr. Die unterdrückte Bevölkerung erhebt sich gegen Diktatur und Ausbeutung. Sie kämpft für Demokratie und Menschenrechte. Die Herrschenden unterdrücken das brutal. Mit im Westen gekauften Waffen richten sie Blutbäder an, die arabische Welt wird zur Schlachtbank. Nur ein Beispiel: Die Süddeutsche Zeitung titelt am Montag, 1. August 2011: "Assad richtet neues Massaker an", S. 1
Da will Deutschland nicht fehlen, zumindest wenn es nach der Wirtschaft und der deutschen Regierung aus CDU, CSU und FDP geht. Sie gab eine Exportgenehmigung für 200 Leopard Panzer vom Typ 2A7+ an Saudi Arabien, d.h. ins Krisengebiet. Regierungsmitglieder sprachen sich für Rüstungsexporte nach Saudi-Arabien aus. Was zählen schon arabische Tote im Nahen Osten, wenn man Profit machen kann?
Die Grünen klagen nun vor dem Bundesverfassungsgericht. Hans-Christian Ströbele, Claudia Roth und Katja Keul wollen die Bundesregierung zu verbindlichen Auskünften über den Waffenhandel zwingen.
PanzerLeopard Panzer: Massive Waffenexporte in Spannungsgebiete, Montag, 4. Juli 2011 – PanzerPanzerdeal: Grüne klagen wegen Geheimhaltung
Deutsche Waffen sollen in Spannungs- und Kriegsgebieten eingesetzt werden
Aus verständlichen Gründen kann sich Deutschland nicht an den Nahost- Konflikten innerhalb der arabischen Welt und zwischen Arabern und Israelis beteiligen. Dann aber, so offensichtlich das Kalkül unserer Politiker, sollen wenigstens deutsche Panzer mitmischen. Die Bundesregierung hat dem Verkauf von 200 „Leopard“-Kampfpanzern an Saudi-Arabien zugestimmt. Der geplante Verkauf stößt bei der Opposition, außerhalb des Parlaments , sogar in der Koalition und die beiden Amtskirchen auf Ablehnung. Auf Antrag von Grünen und Linkspartei beschäftigt sich der Bundestag am 6. Juli 2011 in einer Aktuellen Stunde mit dem Vorhaben.
waffendealDeal von Israel und USA abgesegnet? Welt Online, 5.7.2011 – Scharfe Kritik an Panzerexport nach Saudi-Arabien, SZ, 5.7.2011, S. 1
Die deutschen Rüstungsexport stiegen – so das Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri – in den vergangenen fünf Jahren (also 2004-2008) um 70 %. Deutsche Panzer, U-Boote und andere Waffen bringen den Tod an alle Fronten. Hinter den USA und Russland hat Deutschland die Bronzemedaille im Rüstungsexport. "Die Welt kauft mehr deutsche Waffen", SZ, 28. April 2009, S. 7
Deutschland liegt bei den Militärausgaben 2007 weltweit erschreckend weit vorne
    Mrd. $ Anteil
1 USA 547 45
2 GB 59,7 5
3 China 58,3 5
4 Frankreich 53,6 4
5 Japan 43,6 4
6 Deutschland 36,9 3
7 Russland 35,4 3
8 Saudi-Arabien 33,8 3
Quelle: SZ, 10.6.2008, S. 8 Friedensforschungsinstitut Stockholm International / Peace Research Institut (Sipri)
Deutschland ist weltweit der drittgrößte Rüstungsexporteur. Weltweiter Tod und Vernichtung kommt zu einem starken Teil aus Deutschland. Rüstungseporte 2006
1 USA
2 Russland
3 Deutschland
4 Frankreich
Quelle: militärBonn International Center for Conversion (BICC)militärBICC Jahresbericht 2007/2008 – SZ, 16.5.2008, S. 1
Militärausgaben 2006
    $ Mrd.
1 USA 528
2 Großbritannien 59
3 Frankreich 53
4 China 50
5 Japan 44
6 Deutschland 43
Quelle: militärBonn International Center for Conversion (BICC)militärBICC Jahresbericht 2007/2008 – SZ, 16.5.2008, S. 1
Die Hauptexporteure von Kleinwaffen im Jahr 2003
1 Russland
2 USA
3 Italien
4 Deutschland
Quelle: waffenGraduate Institute of International Studies, Süddeutsche Zeitung 28.6. 2006, S. 8
Die deutschen Rüstungsgeschäfte explodieren
Panzer, U-Boote und Raketen sind die Exportschlager der deutschen Rüstungsindustrie. Wenn wir schon selbst nicht bei jedem Krieg dabei sein können: unsere Waffen sind es. SZ, 25.2.2005, S. 2
Die deutschen Kriegswaffenproduzenten haben 2003 viermal soviel Kriegsmaterial ausgeführt wie 2002. Das geht aus dem Rüstungsexportbericht hervor. Aus Deutschland wurde 2003 Tod, Verstümmelung und Verkrüppelung für 1.332.000.000 Euro exportiert.
RüstungBericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für konventionelle Rüstungsgüter im Jahre 2003
RüstungSummary of the German Government's 2003 Report on Military Equipment Exports

Die Bundesregierung beschloß neue Rüstungsexporte in Kriegsgebiete. In den Irak werden 20 »Fuchs« Transportpanzer geliefert. Claudia Roth, Grüne, begründete: Es handle sich um "Ausbildungsbeihilfe" nicht um Rüstungsexport. SZ, 5.10.2005, S.5 Das gibt einen Ehrenplatz in rüstung Politiker-Deutsch für Fortgeschrittene
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International und die Hilfsinitiative Oxfam forderten ein internationales Waffenkontrollabkommen mit dem Ziel: Ende der unkontrollierten Ausbreitung von Klein- und Leichtwaffen. Viele Waffen landen in den Händen von Kindersoldaten (Kindersoldaten Kindersoldaten). Jörn Kalinski, Vertreter von Oxfam Deutschland, kritisierte, dass Deutschland sich zwar eine restriktive Rüstungsexportpolitik bescheinige, aber zu den größten Rüstungsexporteuren der Welt gehöre. Kleinwaffen für 14,5 Millionen Mark seien im Jahr 2001 in Nicht-EU-Länder verkauft worden. Deutsche Waffen gehen auch in Staaten mit gravierenden Menschenrechtsverletzungen wie Tibet und die Türkei gegangen. SZ, 10.10.2003, S.6
Die deutschen Bestimmungen des Kriegswaffen-Kontrollgesetzes sind ganz einfach zu umgehen. Dies offenbarte ein Zeuge im Prozess um den Waffenhändler Karlheinz Schreiber, CSU,
(waffenhandel Waffenhandelsaffäre der CSU/CDU Amigos) vor dem Augsburger Landgericht. Ein Kooperationsvertrag zwischen der Rüstungsfirma Thyssen Henschel und General Dynamics, USA, machte es möglich. SZ, 11.1.2002, S.44
Unterstützung von Kindersoldaten durch Deutschland. Der Rüstungsexportbericht der deutschen Regierung für 1999 listet Kleinwaffen- und Munitionslieferungen an 68 Länder, die weder dem Nato-Bündnis noch der EU angehören. Der Spiegel 15/2001, S.76 Kindersoldaten Kindersoldaten
Der Bundessicherheitsrat billigte im Juni 2000 den Export
  • einer Fertigungsanlage für Gewehrmunition des Kalibers 5,56 Millimeter in die Türkei;
  • von Panzerfäusten nach Saudi-Arabien
  • von Panzern in die Vereinigten Arabischen Emirate
Dabei hatte die rot-grüne Regierung noch im Januar strengere Richtlinien für den Waffenexport beschlossen.
Taz, 5.9.2000, S.11
"Mit diesem Text ¹) hat dann die christlich-liberale Bundesregierung unter Kohl eine Rüstungsexportpolitik betrieben, die den Tod von tausenden von Menschen zur Folge hatte."
¹) Rahmenrichtlinien für Waffenexporte der SPD/FDP-Koalition unter Helmut Schmidt von 1982.
"Da die bisherigen Regierungen - und die jetzige ²) scheint keine Ausnahme zu machen - das Interesse der Rüstungsexportpolitik über die Wahrung der Menschenrechte gestellt haben, bedeutet die Einschränkung in der Praxis garnichts."
²) SPD/Grüne unter Gerhard Schröder
Die Tageszeitung, 25.Oktober 1999, Seite 6, farbliche Hervorhebung durch den Webmaster
Jürgen Grässlin, Vorstand des Rüstungs-Informationsbüros Baden-Württemberg
Die Bundesregierung will laut SPIEGEL die Ausfuhr von Rüstungsgütern erleichtern
SPD-Linke und Grüne seien mit der Absicht gescheitert, Waffenexporte zu erschweren.
Süddeutsche Zeitung, 2.August 1999, Seite 5

Die größten Rüstungsexporteure

Umsätze in Millionen Mark
2000 1999 1998 1997
1 USA 18 600 21 300 23 192 22 878
2 Rußland 7 700 6 400 2 386 5 528
3 Frankreich 4 100 3 500 7 134 6 141
4 Deutschland 1 100 2 700 1 990 1 283
5 Großbritannien 600 2 200 1 259 6 055
6 China 400      
7 Italien 100 1 100 557 827
8 Niederlande ? 1 200 946 1 030
9 Ukraine ? 900 840 965
10 Kanada ? 300 406 256
11 Schweden ? 300    
12 Spanien ? ? 413 1 191
Quelle für 2000: Congressional Research Service, Washington, SZ 22.8.2001, S.8
Quelle: Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri,
Münchner Merkur, 15.6.2000, S.4, Süddeutsche Zeitung 17.6.1999
Literatur
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feinstein Waffenhandel Andrew Feinstein: The Shadow World: Inside the Global Arms Trade. Hamish Hamilton, 2011. Taschenbuch, 704 Seiten feinstein
Andrew Feinstein: Waffenhandel. Jens Hagestedt, Bernhard Schmid, Thorsten Schmidt, Jochen Schwarzer, Übs. Hoffmann und Campe, 2012. Gebunden, 847 SeitenWaffenhandel
Waffen Waffenhandel Hauke Friederichs: Bombengeschäfte: Tod made in Germany. Residenz, 2012. Gebunden, 240 Seiten
Graesslin Waffenhandel Jürgen Grässlin: Schwarzbuch Waffenhandel: Wie Deutschland am Krieg verdient. München: Heyne, 2013. Taschenbuch, 624 Seiten Tilgner
Ulrich Tilgner: Die Logik der Waffen: Westliche Politik im Orient. Orell Füssli, 2012. Broschiert, 264 Seiten Waffenhandel
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 1.11.2015