| Michael von Faulhaber am Katholikentag 1922
in München Meineid, Hochverrat und Kainsmal |
| 1921 nahm der amtierende Reichskanzler
Joseph Wirth (Zentrum; 1879-1956;
Faulhaber nannte in seiner Eröffnungsrede auf dem Königsplatz, München, am 27. August 1922 am 62. Katholikentag 1922 (27.-30. August) die Novemberrevolution von 1918 Meineid und Hochverrat. Die anschließende Gründung der Weimarer Republik trage ein Kainsmal. |
| "Die Revolution war Meineid und Hochverrat, bleibt in der Geschichte erblich belastet und mit dem Kainsmal gezeichnet. Auch wenn der Umsturz ein paar Erfolge brachte, wenn er den Bekennern des katholischen Glaubens den Weg zu höheren Ämtern weit mehr als früher erschloss - ein sittlicher Charakter wertet nicht nach den Erfolgen, eine Untat darf nicht der Erfolge wegen heilig gesprochen werden". Michael von Faulhaber, 27.8.1922 |
| Konrad
Adenauer, der Präsident des Deutschen Katholikentages, war
empört. In seiner Rede in der Abschlussversammlung am 30. August distanzierte er sich ausdrücklich im Namen des ganzen deutschen Katholizismus, von der Diffamierung der Republik. Kardinal Faulhaber stand unter Protestrufen von seinem Platz in der ersten Reihe auf und wollte den Saal zu verlassen. Adenauer brach seine Rede ab und bat den Kardinal um den Schlusssegen. |
| Links |
| Otto B. Roegele:
"»Er wartete nicht auf Weisungen von irgendwo«. Adenauer und das
Christentum". Die politische Meinung 373/Dezember 2000,
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