| Deutscher Luftangriff in Afghanistan Von der deutschen Bundeswehr angeforderter Luftangriff |
| Etwa 70 Jahre nach Beginn des Zweiten
Weltkriegs an der Westerplatte bei Danzig konnte die deutsche Bundeswehr wieder
einen folgenreichen Angriff lancieren. Ganz konnte die deutsche Bundeswehr den Jahrestag nicht einhalten: der deutschen Überfall auf Polen begann am 1. September 1939, der Luftangriff in Afghanistan, angefordert durch die deutsche Bundeswehr, geschah am 4. September 2009. Die Bundeswehr befahl einen Luftangriff auf einen von Taliban entführte Tankwagen mit dutzenden Toten unter darum herumstehenden Zivilisten. |
| Kollateralschäden Nach einem Bericht der "Washington Post" waren mindestens zwei Dutzend der Opfer (nach Einschätzung des Nato-Teams) keine Taliban. Zahlreiche zivile Verwundete wurden in Krankenhäusern eingeliefert. Bundeskanzlerin Angela Merkel,CDU, kündigte die Unterstützung für eine internationale Afghanistan-Konferenz an. (?) Der Verteidigungsexperte der Grünen Winfried Nachtwei warf Verteidigungsminister Franz Josef Jung, CDU, "absolutes Versagen" vor. Jung unterschätze völlig die politisch-psychologische Wirkung des verheerenden Luftangriffs in Kundus. |
| »Stabilisierungseinsatz« Die Bundesregierung hat noch nicht einmal gemerkt, dass in Afghanistan Krieg ist. Man spricht beschönigend von einem »Stabilisierungseinsatz« ( |
| Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) verteidigte den
Angriff Er hat die Vorwürfe, dass Zivilpersonen umgekommen seien, zurückgewiesen. Er betonte, nach bisherigen Erkenntnissen seien "ausschließlich terroristische Taliban getötet worden". |
| Auch die Militärs vor Ort machen
sich Gedanken zum Luftangriff der Deutschen. Bezeichnenderweise diese:
"Katerstimmung am Morgen danach. Der Luftangriff bedeutet einen enormen
Imageschaden für die ausländischen Truppen. " |
| Die Nato bewertet die
Entscheidung des deutschen Oberst Georg
Klein, einen Luftangriff in Kundus in Afghanistan anzufordern, als
falsch. Ein Nato-Offizier sagte der Süddeutschen Zeitung, dass die
Hilfe nicht zulässig gewesen sei, weil keine deutschen Soldaten am Boden
in Gefechte verwickelt waren. |
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